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1. Beschaffer
1.1.
Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: LMU Klinikum (Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München)
Rechtsform des Erwerbers: Von einer regionalen Gebietskörperschaft kontrollierte Einrichtung des öffentlichen Rechts
Tätigkeit des öffentlichen Auftraggebers: Gesundheit
2. Verfahren
2.1.
Verfahren
Titel: Fortführung d. bestehenden vollintegrierten Laborautomationslösung mit Prä- und Postanalytik, Klin. Chemie, Immunoassaydiagnostik, bidirektionaler -80°C-Biobank sowie Erweiterung um Massenspektrometer
Beschreibung: I. Vorhaben Gegenstand des Vorhabens ist die Fortführung der am Institut für Laboratoriumsmedizin des LMU Klinikums bestehenden vollintegrierten und vollautomatisierten Laborautomationslösung der Roche Diagnostics GmbH sowie deren Erweiterung um ein vollintegriertes massenspektrometrisches Analysesystem. Im Rahmen des bestehenden Pay-per-Use-Modells stellt Roche Diagnostics dem LMU Klinikum die für den Betrieb erforderlichen Analysensysteme, Hardware einschließlich darauf befindlicher Software, IT-Lösungen sowie die notwendigen Serviceleistungen zur Verfügung. Gleichzeitig erfolgt die Versorgung mit den für die diagnostischen Untersuchungen erforderlichen Reagenzien, Tests und Verbrauchsmaterialien. Die bestehende Laborautomationslösung umfasst die Bereiche Prä- und Postanalytik, Klinische Chemie, Immunoassaydiagnostik, automatisierte Probenlogistik, Probenarchivierung sowie eine bidirektional an die Laborautomation angebundene -80°C-Biobank. Die Systemarchitektur soll während der Vertragslaufzeit entsprechend dem Stand der Technik fortentwickelt und bei Bedarf um zusätzliche kompatible Systemkomponenten erweitert werden. Zur Sicherstellung eines leistungsfähigen, wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Laborbetriebs ist beabsichtigt, den bestehenden Vertrag um weitere 84 Monate (mit zusätzlicher 36-monatiger Verlängerungsoption in beiderseitigem Einverständnis) zu verlängern. Die Wartung, Instandhaltung, technische Betreuung sowie alle zur Sicherstellung eines unterbrechungsfreien Betriebs erforderlichen Serviceleistungen erfolgen im Rahmen eines Full-Service-Vertrages. Die Vertragsverlängerung ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Ex-ante-Transparenzbekanntmachung noch nicht erfolgt. Der Vertragsschluss ist erst nach Ablauf der Veröffentlichungsfrist und vorbehaltlich eines beschwerdefreien Verlaufs der Ex-ante-Transparenzbekanntmachung vorgesehen. 1. Ausgangssituation und Beschaffungsbedarf 1.1 Ausgangssituation Das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU Klinikum) zählt zu den führenden Universitätsklinika Deutschlands und Europas. Es erfüllt Aufgaben in Forschung, Lehre und Krankenversorgung und stellt als Einrichtung der Maximalversorgung höchste Anforderungen an die Verfügbarkeit, Qualität und Leistungsfähigkeit diagnostischer Prozesse. Das Institut für Laboratoriumsmedizin des LMU Klinikums betreibt als Zentrallabor die Standorte Campus Großhadern und Campus Innenstadt und erbringt den überwiegenden Teil der für Forschung und Krankenversorgung erforderlichen laboratoriumsmedizinischen Leistungen. Das Institut ist nach DIN EN ISO 15189 als medizinisches Labor sowie nach DIN EN ISO/IEC 17025 für Laboruntersuchungen im Rahmen klinischer Studien akkreditiert. Im Bereich der klinischen Forschung ist das Institut in mehr als 1.000 Studien eingebunden. Rund zwei Drittel dieser Studien werden unter den Anforderungen der Good Clinical Practice (GCP) durchgeführt. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen an die Validität, Integrität und Nachverfolgbarkeit von Proben und Analysen. Ein wesentlicher Bestandteil der Forschungsinfrastruktur ist die rund um die Uhr verfügbare, bidirektional an die Laborautomation angebundene -80°C-Biobank zur automatisierten Ein- und Auslagerung von Studienproben. Auch im Bereich der Krankenversorgung bestehen aufgrund der Funktion des LMU Klinikums als Maximalversorger besondere Anforderungen an die Laboratoriumsdiagnostik. Hierzu gehören die 24/7-Verfügbarkeit eines breiten diagnostischen Leistungsspektrums, kurze Turnaround-Zeiten sowie die kontinuierliche Verfügbarkeit spezieller infektiologischer Marker (z. Bsp. IL6) und Verfahren des therapeutischen Drug Monitorings. Der Anteil intensivmedizinischer Betten liegt bei rund 14 %, wodurch zusätzliche Anforderungen an Geschwindigkeit, Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit der diagnostischen Infrastruktur entstehen. Am Institut werden jährlich rund 10 Millionen Laboranalysen aus etwa 2 Millionen Proben durchgeführt - mit steigender Tendenz. Das Probenaufkommen unterliegt erheblichen tageszeitlichen Schwankungen; bis zu 70 % der täglichen Proben gehen innerhalb kurzer Zeitfenster am Vormittag ein. Für Notfallanforderungen sind Bearbeitungszeiten von maximal 30 Minuten sicherzustellen, für Routineanforderungen von maximal 120 Minuten. Die bestehende Laborautomationslösung übernimmt den vollständigen Probeneingang einschließlich Erfassung, Verteilung, Archivierung und Bereitstellung der Untersuchungsmaterialien. Klinisch-chemische, immunoassay-basierte und hämatologische Analysesysteme sind unmittelbar an die Automationsstrecke angebunden. Studienproben werden automatisiert in die -80°C-Biobank eingelagert und bei Bedarf automatisiert zur Analyse bereitgestellt. Ergänzend steht ein automatisiertes, begehbares Kühlarchiv zur Verfügung, in dem Proben bis zu sieben Tage bei 4 °C gelagert und für automatisierte Nachforderungen bereitgehalten werden. Aufgrund der zentralen Bedeutung der Laboratoriumsdiagnostik für die Versorgung akut und schwer erkrankter Patientinnen und Patienten bestehen höchste Anforderungen an Redundanz, Ausfallsicherheit und Betriebsstabilität. Gleichzeitig stehen außerhalb des bestehenden Standorts der Laborautomation keine zusätzlichen räumlichen Kapazitäten für die Unterbringung alternativer Systemlösungen zur Verfügung.
Kennung des Verfahrens: a0a7a26f-e48d-43e0-9e2a-517de4eb0a95
Interne Kennung: Ex-Ante-20260603_2
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb
2.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Lieferleistungen
Haupteinstufung (cpv): 33159000 System für klinische Chemie
Zusätzliche Einstufung (cpv): 33696500 Laborreagenzien, 50400000 Reparatur und Wartung von medizinischen Geräten und Präzisionsgeräten, 38000000 Laborgeräte, optische Geräte und Präzisionsgeräte (außer Gläser)
2.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: Marchioninistr. 15
Stadt: München
Postleitzahl: 81377
Land, Gliederung (NUTS): München, Kreisfreie Stadt (DE212)
Land: Deutschland
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Zusätzliche Informationen: #Bekanntmachungs-ID: CXP4DC4MZKK#
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU
vgv -
5. Los
5.1.
Los: LOT-0001
Titel: Fortführung d. bestehenden vollintegrierten Laborautomationslösung mit Prä- und Postanalytik, Klin. Chemie, Immunoassaydiagnostik, bidirektionaler -80°C-Biobank sowie Erweiterung um Massenspektrometer
Beschreibung: 1.2 Ziel Ziel des Vorhabens ist die Fortführung der bestehenden vollintegrierten Laborautomationslösung einschließlich ihrer bedarfsgerechten Erweiterung sowie ihrer kontinuierlichen technologischen Weiterentwicklung entsprechend dem Stand der Technik. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass die analytischen, organisatorischen und regulatorischen Anforderungen des LMU Klinikums auch künftig vollständig erfüllt werden. Aus Qualitäts-, Standardisierungs- und Ressourcengründen ist die Aufrechterhaltung einer weitgehenden Systemkonformität zwischen den Laborstandorten Campus Großhadern und Campus Innenstadt erforderlich. Wesentliches Ziel ist die Sicherstellung eines stabilen, wirtschaftlichen, innovationsfähigen und qualitativ hochwertigen Laborbetriebs unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen eines Universitätsklinikums der Maximalversorgung sowie der wissenschaftlichen Forschung. Dies setzt eine hochgradig automatisierte, vollintegrierte und skalierbare Systemarchitektur voraus, die manuelle Tätigkeiten minimiert, Prozessabläufe standardisiert und die vorhandenen personellen Ressourcen optimal unterstützt. Die Automatisierung trägt zudem wesentlich zur Standardisierung des Probenflusses sowie zur Reduktion der mittleren Bearbeitungszeiten bei. Oberstes Ziel ist es, das kontinuierlich steigende Probenaufkommen effizient und unter optimaler Nutzung der vorhandenen Ressourcen zu bewältigen. Einheitliche und konsolidierte Prozesse bilden hierbei die Grundlage für höchste Qualitätsstandards und gewährleisten den Erhalt der Akkreditierung und GCP-konforme Bearbeitung klinischer Studien. 1.3 Beschaffungsbedarf Gegenstand der Beschaffung ist die Fortführung und funktionale Erweiterung der bestehenden Laborautomationsinfrastruktur zur Sicherstellung eines hochautomatisierten, wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Laborbetriebs unter Berücksichtigung der Anforderungen aus Forschung, Krankenversorgung, Akkreditierung und regulatorischen Vorgaben. Die Lösung muss sämtliche präanalytischen, analytischen und postanalytischen Prozesse einschließlich Probenlogistik, Probenarchivierung und Biobanking vollständig integrieren und einen kontinuierlichen 24/7-Betrieb gewährleisten. Aus Qualitäts-, Standardisierungs- und Ressourcengründen ist die Wahrung der Systemkonformität zwischen den Standorten Campus Großhadern und Campus Innenstadt erforderlich. Einheitliche Plattformen gewährleisten vergleichbare Analyseergebnisse, standortübergreifende Prozessstandards sowie einen flexiblen Personaleinsatz. Darüber hinaus ist aufgrund des bestehenden Fachkräftemangels eine weitgehende Automatisierung erforderlich. Zusätzliche personelle Ressourcen für umfangreiche Neuvalidierungen, Requalifizierungen, Schulungen oder die vollständige Neueinrichtung von Laborprozessen stehen nicht zur Verfügung. Benötigt wird eine Laborautomationslösung, die insbesondere folgende Anforderungen erfüllt: - Vollständige Integration von Präanalytik, Analytik und Postanalytik, - Verarbeitung von Patienten-, Studien- und Biobankproben innerhalb einer durchgängigen Automationsarchitektur, - Integration klinisch-chemischer, immunologischer und massenspektrometrischer Analytik in den 24/7-Betrieb, - Anbindung der bestehenden Systemex-Hämatologie- und Siemens-Gerinnungssysteme - bidirektionale 24/7-Anbindung einer -80°C-Biobank, - automatisiertes und begehbares Probenarchiv für Nachforderungen - vollständige Schnittstellenkompatibilität mit dem Laborinformationssystem PRIMULAB, - Sicherstellung kurzer Bearbeitungszeiten von maximal 30 Minuten für Notfallanalysen und maximal 120 Minuten für Routineanalysen, - Kapazität für mindestens 2,5 Millionen Proben pro Jahr, - Gewährleistung höchster Ausfallsicherheit und Prozessstabilität.
Interne Kennung: Ex-Ante-20260603_2
5.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Lieferleistungen
Haupteinstufung (cpv): 33159000 System für klinische Chemie
Zusätzliche Einstufung (cpv): 33696500 Laborreagenzien, 50400000 Reparatur und Wartung von medizinischen Geräten und Präzisionsgeräten, 38000000 Laborgeräte, optische Geräte und Präzisionsgeräte (außer Gläser)
5.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: Marchioninistr. 15
Stadt: München
Postleitzahl: 81377
Land, Gliederung (NUTS): München, Kreisfreie Stadt (DE212)
Land: Deutschland
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: ja
Zusätzliche Informationen: 1.4 Funktionale und technische Anforderungen Die zu beschaffende Lösung muss insbesondere folgende Anforderungen erfüllen: - Realisierung in den bestehenden räumlichen Gegebenheiten unter Nutzung der vorhandenen Medienanschlüsse - bidirektionale 24/7 Anbindung einer -80°C Biobank an die Laborautomation zur Erfüllung der Aufgaben in der Forschung - 24/7 Abbildung massenspektrometrischer Analysen im Random Access und integriert in die Laborautomation zur 24/7 Abdeckung des TDM von Antibiotika in der Intensivmedizin und des Notfallparameters Phenytoin mit kurzen TATs - Begehbares und auch bei Ausfällen jederzeit zugängliches Kühlarchiv - kein Erfordernis einer breit angelegten Neuetablierung oder akkreditierungs- und GCP-konformen Neuqualifizierung von Geräten und Testverfahren bei Fachkräftemangel und fehlenden personellen Ressourcen - kein Erfordernis umfangreicher Schulungsmaßnahmen bei Etablierung völlig neuer Systeme bei Fachkräftemangel und fehlenden personellen Ressourcen - Weiternutzung der vorhandenen Schnittstellen der Analysengeräte und der Middleware der vollintegrierten Laborautomationslösung mit dem Laborinformationssystem PRIMULAB des Instituts (Arbeitsaufwand der Neuprogrammierung wäre personell nicht abbildbar und daher prohibitiv) - Weiternutzung der im Laborinformationssystem PRIMULAB bereits angelegten Testverfahren und Prozesse (Arbeitsaufwand der Neueinrichtung wäre personell nicht abbildbar und daher prohibitiv) - Keine Verwendung gemäß Annex XIV der REACH Verordnung autorisierungspflichtiger Reagenzien - Abdeckung eines breitestmöglichen Testportfolios unerlässlich - vollständige Parameterabdeckung innerhalb eines Systems unter Berücksichtigung der Erfordernisse der Forschung (z.B. Troponin T als Standard in kardiologischen Studien) und Krankenversorgung (z.B. IL-6 für kritisch kranke Patienten, Reiberdiagnostik im Kontext der Laborautomation zur schnellen Abklärung neurologischer Patienten). - therapeutisches Drug Monitoring von Antibiotika, Antiepitika und anderen Medikamenten mittels Massenspektrometrie (z.B. Linezolid, Meropenem, Piperacillin, Phenytoin) - Minimale Proben- und Totvolumina (30µl Totvolumen in der Klinischen Chemie, 50µl Totvolumen in der Immunologie), besonders relevant für große Pädiatrie/Neonatologie - Integration der bestehenden Hämatologiesysteme Sysmex XN-9000 und Siemens CN-6000 in die Laborautomation - durchgängige Integration aller präanalytischen, analytischen und postanalytischen Prozesse - automatisierte, verschleppungsfreie Probenverarbeitung mit unmittelbarer Verfügbarkeit für Nachanforderungen - einheitliches Reagenzien- und Methodenkonzept im standardisierten Reagenzkassettenformat (?73 Methoden in der Klinischen Chemie sowie ?72 Methoden in der Immunologie) - intelligente Probensteuerung zur Bewältigung von Lastspitzen - Priorisierung von Notfallproben - vollautomatische Aliquotierung und Probenverteilung - standardisierte und kurze Turnaround-Zeiten (Notfallproben bis zu 30 Minuten, Routineproben bis zu 120 Minuten) - integrierte Qualitätskontrollen (z. B. HIL-Check) - kontinuierlicher 24/7-Betrieb bei minimaler Bedienintervention - vollständige Automationsintegration ohne Medienbrüche - zentrale Systemsteuerung - hohe Ausfallsicherheit sowie maximale Prozesssicherheit bei gleichzeitig hoher Geschwindigkeit - Sicherstellung der analytischen Qualität entsprechend DIN EN ISO 15189, DIN EN ISO/IEC 17025, GCP und RiliBÄK - Systemkonformität zwischen den Standorten Campus Großhadern und Campus Innenstadt 2. Ergebnis unserer Marktanalyse: eine Alleinstellung liegt vor Unserer Marktanalyse zufolge gibt es Neben Roche Diagnostics GmbH auch andere Hersteller von Laborautomations- und Analysesysteme. Keiner dieser Alternativ-Hersteller vermag jedoch unsere Bedarfsanfoderungen in ihrer Gesamtheit zu erfüllen. Die untersuchten Alternativen würden zusätzliche Stand-alone-Systeme, manuelle Prozessschritte oder neue Schnittstellenlösungen erfordern. Hierdurch entstünden Medienbrüche, zusätzlicher Personalaufwand, zusätzliche Fehlerquellen sowie ein geringerer Automatisierungsgrad. Einzig das Angebot der Firma Roche Diagnostics GmbH kann sämtliche funktionalen, technischen, infrastrukturellen und organisatorischen Anforderungen in ihrer Gesamtheit erfüllen. 3. Erforderlichkeit des Weiterbetriebs der bestehenden Systemarchitektur und deren Erweiterung An den beiden Laborstandorten des Instituts (Campus Großhadern und Campus Innenstadt) sind derzeit hybride cobas pro Analysemodule der Klinischen Chemie (c703 und ISE neo 1800) und Immunoassaydiagnostik (e801) der Firma Roche Diagnostics GmbH etabliert. Am Standort Großhadern ist darüber hinaus eine vollintegrierte Laborautomationslösung auf Basis der Roche-cobas-8100-Plattform installiert. Die Systemkonformität zwischen den Standorten ermöglicht den Austausch von Personal zwischen den Standorten und ist zentral für die klinikumsübergreifende Vergleichbarkeit der Analyseergebnisse. Diese umfasst: - Präanalytik, Analytik und Postanalytik, - Klinische Chemie, - Immunoassaydiagnostik, - Integration der Hämatologie, - automatisiertes Kühlarchiv, - 24/7 bidirektionale -80°C-Biobankanbindung, - automatisierte Probenlogistik sowie - zentrale Middleware-Steuerung. Die bestehende Infrastruktur wurde im Rahmen umfangreicher baulicher und organisatorischer Maßnahmen speziell für diese Systemarchitektur geschaffen. Die vorhandenen Räumlichkeiten, Medienanschlüsse und Prozessabläufe sind auf diese Plattform ausgerichtet. Eine Migration auf eine andere Systemarchitektur würde umfangreiche bauliche Anpassungen, Eingriffe in die IT-Infrastruktur, Neuvalidierungen, Requalifizierungen sowie erhebliche Schulungsmaßnahmen erfordern. Aufgrund fehlender räumlicher Reserveflächen wäre eine parallele Implementierung einer alternativen Plattform nicht möglich. Darüber hinaus stehen aufgrund des bestehenden Fachkräftemangels keine personellen Ressourcen für die umfangreiche Neuqualifizierung von Geräten, Verfahren, Schnittstellen und Laborprozessen zur Verfügung. Eine Umstellung auf die Analyseplattform eines anderen Herstellers wäre auch aufgrund der baulichen Situation prohibitiv. Im Fall eines Abtausches der kompletten Anlage stehen keine Ausweichflächen zum Aufbau der neuen Anlage zur Verfügung. Ein Tausch innerhalb der bestehenden Räumlichkeiten würde mehrere Wochen dauern, in denen das Klinikum ohne Laborversorgung dastehen würde, was zu einer massiven und nicht hinnehmbaren Patientengefährdung bis hin zum Tod von Patienten führen könnte. Darüber hinaus wären die bei Installation der Anlage eines anderen Herstellers erforderlichen Änderungen der Medienversorgung aufgrund der bestehenden Bauschadstoffproblematik im Gebäude technisch nicht umsetzbar. Zur Erfüllung der zusätzlichen fachlichen Anforderungen ist die bestehende Laborautomationslösung um ein vollintegriertes Massenspektrometriesystem zu erweitern. Vorgesehen ist die Integration eines cobas pro i601 Massenspektrometriesystems in die Laborautomationslösung mit Random-Access Probenführung zur automatisierten 24/7 Bestimmung von Antibiotikakonzentrationen im Rahmen des therapeutischen Drug Monitorings von Linezolid, Meropenem und Piperacillin sowie zur Bestimmung des Notfallparameters Phenobarbital. Die 24/7 Verfügbarkeit ist ein zentrales Element zur Gewährleistung der Arzneimitteltherapiesicherheit und Vermeidung von Unter- bzw. Überdosierungen der per Dauerinfusion verabreichten Antibiotika in der Intensivmedizin. Das System ermöglicht außerdem die ressourcensparende und schnelle 24/7 Verfügbarkeit von Spiegelmessungen des Antiepileptikums Phenobarbital, das einen Notfallparameter darstellt. Durch die vollständige Integration in die bestehende Automationsarchitektur können vorhandene Prozesse, Schnittstellen, Qualifizierungen und Schulungskonzepte unverändert weitergenutzt werden.
5.1.7.
Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Keine strategische Beschaffung
5.1.15.
Techniken
Rahmenvereinbarung:
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem:
Kein dynamisches Beschaffungssystem
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Vergabekammer Südbayern
Informationen über die Überprüfungsfristen: Der Antrag ist schriftlich innerhalb von 10 Tagen bei der Vergabekammer einzureichen und unverzüglich zu begründen.
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt: LMU Klinikum (Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München)
6. Ergebnisse
Direktvergabe:
Begründung der Direktvergabe: Der Auftrag kann nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist
Sonstige Begründung: 4. Vergaberechtliche Würdigung Die Voraussetzungen für die Durchführung eines Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb gemäß § 14 Abs. 4 VgV liegen vor. Die Leistung kann gemäß § 14 Abs. 4 Nr. 2 lit. b VgV aus technischen Gründen ausschließlich durch die Roche Diagnostics GmbH erbracht werden. Die bestehende Laborautomationslösung bildet ein vollständig integriertes Gesamtsystem aus Prä- und Postanalytik, Klinischer Chemie, Immunoassaydiagnostik, automatisierter Probenlogistik, Probenarchivierung, bidirektionaler -80°C-Biobank, Middleware, Laborinformationssystem-Schnittstellen sowie den darauf aufbauenden akkreditierten und GCP-konformen Prozessen. Die durchgeführte Markterkundung hat ergeben, dass keine andere marktverfügbare Lösung die funktionalen, technischen, infrastrukturellen und regulatorischen Anforderungen des LMU Klinikums in ihrer Gesamtheit erfüllt. Insbesondere konnte keine technisch und wirtschaftlich gleichwertige Alternative identifiziert werden, die die bestehende Laborautomationsarchitektur unter Beibehaltung des Automatisierungsgrades, der Systemkonformität zwischen den Standorten sowie der vorhandenen Schnittstellen- und Prozesslandschaft fortführen und erweitern kann. Ein Wechsel auf eine alternative Plattform würde umfangreiche technische, organisatorische und infrastrukturelle Anpassungen, Revalidierungs- und Schulungsmaßnahmen sowie erhebliche Eingriffe in die bestehende IT- und Laborinfrastruktur erfordern und wäre mit unverhältnismäßigen Risiken für Betriebsstabilität, Akkreditierung, Forschungsbetrieb und Patientenversorgung verbunden. Darüber hinaus sind die Voraussetzungen des § 14 Abs. 4 Nr. 5 VgV erfüllt. Gegenstand des Vorhabens ist die Fortführung, technologische Weiterentwicklung und bedarfsgerechte Erweiterung der bestehenden Laborautomationslösung einschließlich der Integration zusätzlicher Systemkomponenten innerhalb der bestehenden Systemarchitektur. Die vorgesehenen Weiterentwicklungen und Erweiterungen können ausschließlich durch die Roche Diagnostics GmbH erbracht werden, da sie auf der bestehenden proprietären Systemarchitektur, den integrierten Hard- und Softwarekomponenten, den herstellerspezifischen Schnittstellen sowie den etablierten und validierten Laborprozessen aufbauen. Kein anderes Unternehmen ist in der Lage, diese Leistungen unter Aufrechterhaltung der vollständigen Kompatibilität, Funktionalität und Systemintegration zu erbringen. Dies gilt gleichermaßen für die im Rahmen des Pay-per-Use-Modells zu erbringenden Service-, Wartungs , Instandhaltungs-, Support- und Updateleistungen. Aufgrund der proprietären Systemarchitektur und der herstellerseitigen Verantwortung für die Funktionsfähigkeit des Gesamtsystems können diese Leistungen ausschließlich durch die Roche Diagnostics GmbH erbracht werden. Ein Wechsel des Auftragnehmers würde zu technischen Unvereinbarkeiten sowie unverhältnismäßigen technischen und betrieblichen Schwierigkeiten bei Betrieb, Wartung, Qualitätssicherung und Systemintegration führen. Die auf die räumlichen Gegebenheiten angepasste, mit dem Gebäude fest verankerte, ausgeklügelte Systemarchitektur erfordert einen nicht unerheblichen, Planungs-, Errichtungs- und Inbetrieb-nahmeaufwand. Die unterschiedlichen Systeme müssen aufwendig aufeinander kalibriert, integriert und abgestimmt werden, um einen reibungslosen, vollautomatisierten Ablauf zu gewährleisten, da die kleinste Veränderung die Laborstraße zum Stillstand bringen kann. Dieser hohe Zeit- und Kostenaufwand amortisiert sich erst nach mehreren Jahren, so dass die Vertragslaufzeit von 84 Monaten (mit zusätzlicher 36-monatiger Verlängerungsoption in beiderseitigem Einverständnis) gerechtfertigt erscheint. Die Vertragsverlängerung wurde noch nicht getätigt und wird erst bei beschwerdefreiem Verlauf dieser Ex-Ante-Transparenzbekanntmachung erfolgen.
6.1.
Ergebnis, Los-– Kennung: LOT-0001
6.1.2.
Informationen über die Gewinner
Wettbewerbsgewinner:
Offizielle Bezeichnung: Roche Diagnostics GmbH
Angebot:
Kennung des Angebots: V082401
Kennung des Loses oder der Gruppe von Losen: LOT-0001
Vergabe von Unteraufträgen: Nein
Informationen zum Auftrag:
Kennung des Auftrags: V082401
Titel: Gegenstand des Vertrages ist die Überlassung von Automations- bzw. Analysensystemen, Hardware (inkl. darauf befindlicher Software) und IT-Lösungen, die Erbringung von Serviceleistungen und die Belieferung des KUNDEN mit Reagenzien und anderen Materialien
8. Organisationen
8.1.
ORG-0001
Offizielle Bezeichnung: LMU Klinikum (Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München)
Registrierungsnummer: DE 813536017
Postanschrift: Marchioninistraße 15
Stadt: München
Postleitzahl: 81377
Land, Gliederung (NUTS): München, Kreisfreie Stadt (DE212)
Land: Deutschland
Telefon: +49 89440074150
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt
8.1.
ORG-0002
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Südbayern
Registrierungsnummer: 09-0318006-60
Postanschrift: Postfach
Stadt: München
Postleitzahl: 80534
Land, Gliederung (NUTS): München, Kreisfreie Stadt (DE212)
Land: Deutschland
Telefon: 08921762411
Rollen dieser Organisation:
Überprüfungsstelle
8.1.
ORG-0003
Offizielle Bezeichnung: Roche Diagnostics GmbH
Größe des Wirtschaftsteilnehmers: Großunternehmen
Registrierungsnummer: DE268638091
Postanschrift: Sandhofer Straße 116
Stadt: Mannheim
Postleitzahl: 68305
Land, Gliederung (NUTS): Mannheim, Stadtkreis (DE126)
Land: Deutschland
Rollen dieser Organisation:
Bieter
Wirtschaftlicher Eigentümer:
Staatsangehörigkeit des Eigentümers: Deutschland
Gewinner dieser Lose: LOT-0001
8.1.
ORG-0004
Offizielle Bezeichnung: Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Registrierungsnummer: 0204:994-DOEVD-83
Stadt: Bonn
Postleitzahl: 53119
Land, Gliederung (NUTS): Bonn, Kreisfreie Stadt (DEA22)
Land: Deutschland
Telefon: +49228996100
Rollen dieser Organisation:
TED eSender
Informationen zur Bekanntmachung
Kennung/Fassung der Bekanntmachung: f06eac49-b1d6-487d-9eb9-e91dbd0579eb - 01
Formulartyp: Vorankündigung – Direktvergabe
Art der Bekanntmachung: Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
Unterart der Bekanntmachung: 25
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 03/06/2026 16:27:30 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung: 385642-2026
ABl. S – Nummer der Ausgabe: 107/2026
Datum der Veröffentlichung: 05/06/2026