1.1.
Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: Deutsches Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik (AdöR)
2.1.
Verfahren
Titel: ÖPP-Projekt Deutsches Museum Neubau des Zentraldepots in Erding
Beschreibung: Das Deutsche Museum plant den Neubau eines modular zu errichtenden des Zentraldepots auf einem im Eigentum des Auftraggebers befindlichen Grundstück in Erding-Aufhausen. Auftragsgegenstand ist die Planung, Errichtung, Finanzierung sowie Instandhaltungs- und Betriebsleistungen des Gebäudes nach den Vorgaben des Raumprogramms und den Funktionalen Leistungsbeschreibungen (Outputspezifikationen). Die Betriebsphase durch den Auftragnehmer ist mit 25 Jahren vorgesehen. Die Beschreibung des ursprünglichen Auftrags ergibt sich aus der Auftragsbekanntmachung: https://ted.europa.eu/de/notice//detail/6962552024.
Kennung des Verfahrens: 99786526-52e6-43ad-95f9-8329624e7060
2.1.1.
Zweck
Haupteinstufung (cpv): 45213260 Bau von Lagerdepots
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU
5.1.
Los: LOT-0001
Beschreibung: Das Deutsche Museum plant den Neubau eines modular zu errichtenden Zentraldepots auf einem im Eigentum des Auftraggebers befindlichen Grundstück in Erding-Aufhausen. Auftragsgegenstand ist die Planung, Errichtung, Finanzierung sowie Instandhaltungs- und Betriebsleistungen des Gebäudes nach den Vorgaben des Raumprogramms und den Funktionalen Leistungsbeschreibungen (Outputspezifikationen). Die Betriebsphase durch den Auftragnehmer ist mit 25 Jahren vorgesehen. Die Beschreibung des ursprünglichen Auftrags ergibt sich aus der Auftragsbekanntmachung: https://ted.europa.eu/de/notice//detail/6962552024.
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Zusätzliche Informationen: Informationen über die Überprüfungsfristen: Die Einlegung von Rechtsbehelfen richtet sich nach den Vorschriften der §§ 155 ff. des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Zur Wahrung der Fristen wird auf die §§ 134, 135 und 160 ff. GWB verwiesen. 1) Ein Nachprüfungsantrag zur Vergabekammer ist nach § 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 GWB unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. 2) Insbesondere § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1, Nr. 2 und 3 GWB sowie § 134 Abs. 2 GWB sind zu beachten. 3) Die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit des Vertragsschlusses nach § 135 GWB endet spätestens 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union, vgl. § 135 Abs. 2 Satz 2 GWB. Der Antrag ist schriftlich bei der Vergabekammer Südbayern einzureichen und unverzüglich zu begründen. Er soll ein bestimmtes Begehren enthalten. Ein Antragsteller ohne Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt, Sitz oder Geschäftsleitung in der Bundesrepublik Deutschland, hat einen Empfangsbevollmächtigten innerhalb der Bundesrepublik Deutschland zu benennen. Anschrift der Vergabekammer Südbayern s.u.
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Vergabekammer Südbayern
6.1.
Ergebnis, Los-– Kennung: LOT-0001
6.1.2.
Informationen über die Gewinner
Wettbewerbsgewinner:
Offizielle Bezeichnung: Georg Reisch GmbH & Co. KG
Angebot:
Kennung des Angebots: Angebot_12.12.2025
Kennung des Loses oder der Gruppe von Losen: LOT-0001
Wert der Ausschreibung: 1,00 EUR
Informationen zum Auftrag:
Kennung des Auftrags: ÖPP-Projektvertrag Deutsches Museum
Datum des Vertragsabschlusses: 02/02/2026
7.1.
Änderung
Kennzeichnung der vorherigen Vertragsvergabebekanntmachung: 145065-2026
Identifikator des geänderten Vertrags: CON-0001
Grund für die Änderung: Bedarf an zusätzlichen Bauleistungen, Dienstleistungen oder Lieferungen durch den ursprünglichen Auftragnehmer.
Beschreibung: Mit Zuschlag vom 02.02.2026 hat das Deutsche Museum mit der Georg Reisch GmbH & Co. KG einen Projektvertrag über Planung, Bau, Betrieb und Finanzierung des "ÖPP-Projektes Deutsches Museum Neubau des Zentraldepots in Erding" ("ÖPP-Projektvertrag") geschlossen. Gegenstand des ÖPP-Projektvertrages sind die Planung, Errichtung, Finanzierung sowie Instandhaltungs- und Betriebsdienstleistungen des Bauabschnitts 1 des Zentraldepots des Deutschen Museums von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik (DM) am Standort Erding-Aufhausen. Bauabschnitt 1 wird auf Grundlage der Zuschlagserteilung vom 02.02.2026 in Modulbauweise errichtet, wobei das Ziel verfolgt wird, die Depotfläche sowie die Ausnutzung der bebaubaren Fläche des Grundstücks zu maximieren, soweit dies in dem finanziellen Rahmen innerhalb des Bauabschnitts 1 möglich ist. Dieses Ziel der Depotflächenmaximierung war im Vergabeverfahren ausdrücklich als Zuschlagskriterium und inhaltlicher Projektzweck angelegt. Durch den Verwaltungsrat wurde dem Projekt nunmehr ein zusätzliches Budget zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe dieses zusätzlichen Budgets wurde der Auftragnehmer im Rahmen eines Nachtrages mit der noch besseren Maximierung der Depotflächen beauftragt. Die in den ursprünglichen Vergabeunterlagen bestehende Limitierung der Haushaltsmittel limitierte auch die Maximierung der Depotflächen. Die nunmehr zusätzlich zur Verfügung stehenden Mittel erweitern die maximal mögliche Depotfläche des Bauabschnitt 1 und helfen somit die bereits in den Unterlagen angelegte Zielsetzung der Flächenmaximierung technisch und wirtschaftlich konsequent umzusetzen, indem weitere Depotachsen in Bauabschnitt 1 realisiert werden. Die mit Nachtrag beauftragten Mehrflächenleistungen bestehen in der Erweiterung der Depotflächen innerhalb des bestehenden Bauabschnitts 1 des Zentraldepots Erding auf demselben Grundstück (Flurstück 628), unter Beibehaltung der modulare Bauweise, des Tragwerkskonzepts, des Brandschutzes und der konservatorischen Anforderungen (Depotklima, TGA-Standards). Die Mehrflächenleistungen vergrößern die Depotflächen, verbessern die Ausnutzung des baurechtlich zulässigen Gebäuderahmens und ermöglichen die weitergehende Zentralisierung der Sammlung auf einem Standort. Die so vorgesehenen Mehrflächenleistungen können kostenneutral in die bestehende Planung integriert werden und als Gesamtkonzept unter Einhaltung der bisherigen Terminierung baulich beantragt werden. Die Nutzung der zusätzlichen Haushaltmittel ermöglichen Einsparungen bei der Ablösung externer Depots, dies jedoch nur, wenn die Mehrflächenleistung ohne zeitliche Brüche und ohne Parallelstrukturen (bspw. Baustelleneinrichtung und Baustellenlogistik) mit einem zweiten Unternehmer geleistet werden. Das Zentraldepot Erding, Bauabschnitt 1, ist als modular aufgebautes Depotgebäude konzipiert, bei dem Tragwerk und Achsraster, Gebäudehülle, Brandschutzkonzept (Brand- und Rauchabschnitte, Rettungswege) sowie die technische Gebäudeausrüstung (insbesondere Lüftung, Kühlung, Heizung, Gebäudeautomation und Überwachung der Klimaparameter) als ein integriertes System geplant sind. Die vorgesehenen Mehrflächenleistungen betreffen keine später, separat zu errichtende Erweiterung (Bauabschnitt 2), sondern die unmittelbare Vergrößerung des laufenden Bauabschnitts 1. Zusätzliche Depotachsen werden in den bestehenden Entwurf hineingeplant, an das vorhandene Tragwerk angeschlossen, in das bestehende Brandabschnitts- und Entrauchungskonzept eingebunden und über die gleichen TGA-Stränge mitversorgt. In dieser Konstellation würde die Einschaltung eines zweiten Unternehmers unweigerlich dazu führen, dass zwei unterschiedliche Planungsteams und Ausführungsorganisationen an denselben modul-, statik- und TGA-technischen Strukturen arbeiten. An sämtlichen Anschlusspunkten (Tragwerksanschlüsse, Fugen, Durchdringungen, Brandschutzabschottungen, Luftdichtheitsdetails) entstünden hochkritische Schnittstellen, bei denen bereits geringfügige Abweichungen in der Detailausbildung zu Undichtigkeiten, Kondensat- oder Rissbildungen und im Ergebnis zu Störungen des Depotklimas führen könnten. Die bewusste Planung als erweiterbares Gebäude (zum Zwecke der Errichtung "Bauabschnitt 2"), führt technisch gerade nicht dazu, dass die Leistung durch einen anderen Unternehmer erbracht werden kann. Bei einer solchen Annahme würden zwei qualitativ unterschiedliche Situationen vermischt: Die BA 2-Erweiterbarkeit bezieht sich auf ein späteres, eigenständiges Erweiterungsprojekt außerhalb des laufenden ÖPP-Vertrags für BA 1. In diesem Szenario ist BA 1 fertiggestellt, abgenommen und in Betrieb. BA 2 wird mit eigenem Bauantrag, eigenem – wenn auch anknüpfendem – Tragwerks, Brandschutz- und TGA-Konzept ausgeschrieben und kann als eigenständiger Baukörper an definierte Schnittstellen von BA 1 angeschlossen werden. Demgegenüber betrifft die Mehrflächenbeauftragung die integrierte Erweiterung des bestehenden Bauabschnitts 1 im laufenden Planungs- und Genehmigungsprozess. Die zusätzlichen Depotachsen sind kein „BA 2“, sondern Bestandteil des selben Bauabschnitts, für den ein einheitlicher Bauantrag, ein konsistenter Prüfstatik, Brandschutz- und TGA-Nachweis sowie ein einheitliches Regel- und Monitoringkonzept erstellt werden. Die Einhaltung des fixen Abnahmetermins 08.12.2028 ist technisch und genehmigungsrechtlich nur realistisch (lediglich einzelne Austattungsleistungen und isoliert überprüfbare Feinregulierungen werden in einem gesonderten Abnahmetermin geprüft), wenn die Implementierung der Mehrflächen erfolgt. Die im Wettbewerb relevanten Eignungs- und Ausführungsbedingungen bleiben unverändert. Insbesondere die Finanzierungsstruktur im Projekt, sowie die im Verfahren verhandelten Sicherheiten bleiben unverändert. Die Beauftragung mit den Mehrflächenleistungen erfolgte zu den gleichen Konditionen, die bisher im ÖPP Projektvertrag enthalten sind. Es wurden keine Preisänderungen zu Lasten des Deutschen Museums vereinbart.
7.1.1.
Änderung
Beschreibung der Änderungen: Im EG (Raumhöhe für Großexponate) und im 1.4. OG entstehen ca. 8.000 qm zusätzlichen Depotflächen zuzügl. Verkehrsflächen, Technik/ Betriebsräumen unter Berücksichtigung aller baulichen und technischen Erfordernissen gemäß ursprünglicher BQA. Der Nachtrag wurde am 29.04.2026 geschlossen.
8.1.
ORG-0001
Offizielle Bezeichnung: Deutsches Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik (AdöR)
Registrierungsnummer: UStID: DE129523605
Stadt: München
Postleitzahl: 80538
Land, Gliederung (NUTS): München, Kreisfreie Stadt (DE212)
Land: Deutschland
Kontaktperson: Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Telefon: +49 20192200
Fax: +49 21922110
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
8.1.
ORG-0002
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Südbayern
Registrierungsnummer: UStID: DE811335517
Stadt: München
Postleitzahl: 80538
Land, Gliederung (NUTS): München, Kreisfreie Stadt (DE212)
Land: Deutschland
Rollen dieser Organisation:
Überprüfungsstelle
8.1.
ORG-0003
Offizielle Bezeichnung: Georg Reisch GmbH & Co. KG
Registrierungsnummer: UStID: DE146593974
Stadt: Bad Saulgau
Postleitzahl: 88348
Land, Gliederung (NUTS): Sigmaringen (DE149)
Land: Deutschland
Rollen dieser Organisation:
Bieter
Gewinner dieser Lose: LOT-0001
8.1.
ORG-0000
Offizielle Bezeichnung: Publications Office of the European Union
Registrierungsnummer: PUBL
Stadt: Luxembourg
Postleitzahl: 2417
Land, Gliederung (NUTS): Luxembourg (LU000)
Land: Luxemburg
Telefon: +352 29291
Rollen dieser Organisation:
TED eSender
Kennung/Fassung der Bekanntmachung: 5699f5fe-9af9-4fd2-854f-3d56ab46c276 - 01
Formulartyp: Auftragsänderung
Art der Bekanntmachung: Bekanntmachung der Auftragsänderungen
Unterart der Bekanntmachung: 38
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 29/04/2026 11:26:47 (UTC+00:00) Westeuropäische Zeit, GMT
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung: 297860-2026
ABl. S – Nummer der Ausgabe: 84/2026
Datum der Veröffentlichung: 30/04/2026