1.1.
Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: GKS-Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH
Tätigkeit des Auftraggebers: Erzeugung, Fortleitung oder Abgabe von Gas oder Wärme
2.1.
Verfahren
Titel: GKS-Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH: Generalplanerleistungen für die Errichtung von Anlagen zur Dekarbonisierung der Energieversorgung in Schweinfurt
Beschreibung: Gegenstand dieses Auftrages sind Generalplanerleistungen für die Errichtung von Anlagen zum Kohle-Ersatz durch Erneuerbare und Peak-Gas (KEEP)
Kennung des Verfahrens: 3d46624a-a890-4aa4-a30a-a1905dbdec18
Interne Kennung: 04200-26
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren mit vorheriger Veröffentlichung eines Aufrufs zum Wettbewerb/Verhandlungsverfahren
Das Verfahren wird beschleunigt: nein
Zentrale Elemente des Verfahrens: Der öffentliche Auftraggeber behält sich gemäß § 15 Abs. 4 SektVO das Recht vor, den Auftrag auf der Grundlage der Erstangebote zu vergeben, ohne Verhandlungen durchzuführen.
2.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 71000000 Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
Zusätzliche Einstufung (cpv): 71300000 Dienstleistungen von Ingenieurbüros, 71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
2.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: Hafenstraße 30
Stadt: Schweinfurt
Postleitzahl: 97424
Land, Gliederung (NUTS): Schweinfurt, Kreisfreie Stadt (DE262)
Land: Deutschland
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Zusätzliche Informationen: #Bekanntmachungs-ID: CXP4YMJMGWA# I. Bewerber-/Bietergemeinschaft: Eine Bewerbergemeinschaft hat mit dem Teilnahmeantrag eine entsprechende Bewerber-/Bietergemeinschaftserklärung (Erklärung zur befreienden Wirkung bei der Entgegennahme von Willenserklärungen und Zahlungen des Auftraggebers; Erklärung gesamtschuldnerischer Haftung der Mitglieder der Bewerber-, Bietergemeinschaft; Erklärung, dass kein Verstoß gegen Art. 101 AEUV bzw. § 1 GWB vorliegt) abzugeben sowie einen bevollmächtigten Vertreter zu benennen. Das Formblatt Eigenerklärung zur Bildung einer Bewerber-/Bietergemeinschaft (Anlage A2) ist zu verwenden. II. Inanspruchnahme von Drittunternehmen: Beabsichtigt der Bewerber/Bieter, Teile des Auftrags an (eignungsverleihende) Unterauftragnehmer zu vergeben, soll er diese Unternehmen ebenfalls benennen. Ist die Benennung von reinen (also nicht eignungsverleihenden) Unterauftragnehmern und die Vorlage der erforderlichen Nachweise zum Zeitpunkt der Abgabe des Teilnahmeantrags nicht möglich, müssen diese Informationen spätestens auf Verlangen des Auftraggebers vor der Zuschlagserteilung nachgereicht werden, sofern der Bewerber in die engere Wahl kommt. Das Formblatt Inanspruchnahme von Drittunternehmen (Anlage A3) ist zu verwenden. III. Verpflichtungserklärung Eignungsleihe: Die vom Bewerber oder der Bietergemeinschaft benannten eignungsverleihenden Drittunternehmen geben ihrerseits bereits mit dem Teilnahmeantrag eine Verpflichtungserklärung ab und legen ihre Eignung hinsichtlich der betreffenden Kriterien dar. Dem Bewerber müssen nachweislich die erforderlichen Mittel des eignungsverleihenden Unternehmens zur Verfügung stehen, die für den Leistungsbereich erforderlich sind, für den der eignungsverleihende Unterauftragnehmer nach der Projektstruktur benannt wurde und in dem dieser gegebenenfalls Referenzen vorlegt. Das Formblatt Verpflichtungserklärung (Eignungsleihe) (Anlage A4) ist zu verwenden. IV. Verpflichtungserklärung Mehrfachbeteiligung: Eine mehrfache Beteiligung von eignungsverleihenden Unternehmen ist nur zulässig, wenn der Bewerber für diese mit einer Verpflichtungserklärung im Teilnahmewettbewerb nachweist, dass durch geeignete Maßnahmen eine Beeinträchtigung des Geheimwettbewerbs infolge der mehrfachen Teilnahme ausgeschlossen ist. Das Formblatt Verpflichtungserklärung (Mehrfachbeteiligung) (Anlage A5) ist zu verwenden. V. KRITERIEN ZUR BEWERBERAUSWAHL Sollten mehr als sechs grundsätzlich geeignete und nicht auszuschließende Bewerber einen Teilnahmeantrag fristgemäß und vollständig einreichen, die Mindestanforderungen erfüllen und keine Ausschlussgründe bestehen, wird der Auftraggeber den Bewerberkreis beschränken. In diesem Fall wird anhand der zur Prüfung der Eignung des Bewerbers vorgelegten Erklärungen/Unterlagen (vgl. Ziff. 5.1.9. der Auftragsbekanntmachung) der als grundsätzlich geeignet eingestuften Bewerber beurteilt, welche Bewerber besonders geeignet erscheinen und daher im weiteren Verfahren beteiligt werden sollen. Es werden jedoch max. sechs Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert. Die Bewertung erfolgt anhand der folgenden Auswahlkriterien und Gewichtung. 1. Gesamtumsatz Die Punkte für das Auswahlkriterium "Gesamtumsatz" werden wie folgt vergeben: Bewerber mit einem durchschnittlichen Gesamtumsatz der Jahre 2023, 2024 und 2025 oder der Jahre seit dem Bestehen des Unternehmens von 20 Mio. Euro oder mehr erhalten 60 Punkte. Bewerber mit einem niedrigeren durchschnittlichen Gesamtumsatz erhalten nach Maßgabe der folgenden Formel entsprechend weniger Punkte: Punktzahl (zu bewertender Bewerber) = maximale Punktzahl * (zu bewertender Umsatz/20 Mio. Euro). Die Punktzahl des Bewerbers wird mit 15 % gewichtet. Die daraus resultierende Punktzahl wird auf zwei Nachkommastellen kaufmännisch gerundet. 2. Beschäftigtenzahl im Tätigkeitsbereich Die Punkte für das Auswahlkriterium "Beschäftigtenzahl im Tätigkeitsbereich" werden wie folgt vergeben: Bewerber mit einer über die Jahre 2023, 2024 und 2025 (falls das Unternehmen noch nicht seit Beginn des Jahres 2023 besteht: seit dem Bestehen des Unternehmens) jahresdurchschnittlichen Beschäftigtenzahl gemäß den Angaben in Anlage A6 (Geschäftsführer/innen bzw. Inhaber/innen, Architekten/innen bzw. Ingenieure/innen, Technische Zeichner/innen) im auftragsrelevanten Tätigkeitsbereich (Planungsleistungen) von 100 Vollzeitäquivalenten (1 Vollzeitäquivalent = 40 Wochenstunden) oder mehr erhalten 60 Punkte. Die anderen Bewerber erhalten nach Maßgabe der folgenden Formel entsprechend weniger Punkte: Punktzahl (zu bewertender Bewerber) = maximale Punktzahl * (zu bewertende jahresdurchschnittliche Beschäftigtenzahl/100). Die Punktzahl des Bewerbers wird mit 15 % gewichtet. Die daraus resultierende Punktzahl wird auf zwei Nachkommastellen kaufmännisch gerundet. 3. Anzahl wertbarer Referenzen - Referenzkategorie 1 Die Punkte für das Auswahlkriterium "Anzahl wertbarer Referenzen Referenzkategorie - 1" werden wie folgt vergeben: Die Anzahl der in der Referenzkategorie 1 eingereichten Referenzen, die die in Ziff. 5.1.9. der Auftragsbekanntmachung an Referenzen der Referenzkategorie 1 aufgestellten Anforderungen an eingereichte Referenzen erfüllen, wird addiert. Bewerber mit einer Anzahl von 5 oder mehr entsprechenden Referenzen erhalten 60 Punkte. Bewerber mit einer niedrigeren Anzahl an entsprechenden Referenzen erhalten nach Maßgabe der folgenden Formel entsprechend weniger Punkte: Punktzahl (zu bewertender Bewerber) = maximale Punktzahl * (Anzahl Referenzen zu bewertender Bewerber/5). Die daraus resultierende Punktzahl wird auf zwei Nachkommastellen kaufmännisch gerundet. Die Punktzahl des Bewerbers wird mit 30 % gewichtet. 4. Anzahl wertbarer Referenzen - Referenzkategorien 2 und 3 Die Punkte für das Auswahlkriterium "Anzahl wertbarer Referenzen Referenzkategorien - 2 und 3" werden wie folgt vergeben: Die Anzahl der in den Referenzkategorien 2 und 3 eingereichten Referenzen, die die in Ziff. 5.1.9. der Auftragsbekanntmachung an Referenzen der Referenzkategorien 2 und 3 aufgestellten Anforderungen an eingereichte Referenzen erfüllen, wird addiert. Bewerber mit einer Anzahl von 3 oder mehr entsprechenden Referenzen erhalten 60 Punkte. Bewerber mit einer niedrigeren Anzahl an entsprechenden Referenzen erhalten nach Maßgabe der folgenden Formel entsprechend weniger Punkte: Punktzahl (zu bewertender Bewerber) = maximale Punktzahl * (Anzahl Referenzen zu bewertender Bewerber/3). Die daraus resultierende Punktzahl wird auf zwei Nachkommastellen kaufmännisch gerundet. Die Punktzahl des Bewerbers wird mit 20 % gewichtet. 5. Anzahl wertbarer Referenzen - Referenzkategorie 4 Die Punkte für das Auswahlkriterium "Anzahl wertbarer Referenzen Referenzkategorie - 4" werden wie folgt vergeben: Die Anzahl der in der Referenzkategorie 4 eingereichten Referenzen, die die in Ziff. 5.1.9. der Auftragsbekanntmachung an Referenzen der Referenzkategorie 4 aufgestellten Anforderungen erfüllen, wird addiert. Bewerber mit einer Anzahl von 3 oder mehr entsprechenden an Referenzen erhalten 60 Punkte. Bewerber mit einer niedrigeren Anzahl an entsprechenden Referenzen erhalten nach Maßgabe der folgenden Formel entsprechend weniger Punkte: Punktzahl (zu bewertender Bewerber) = maximale Punktzahl * (Anzahl Referenzen zu bewertender Bewerber/3). Die daraus resultierende Punktzahl wird auf zwei Nachkommastellen kaufmännisch gerundet. Die Punktzahl des Bewerbers wird mit 12 % gewichtet. 6. Anzahl wertbarer Referenzen - Referenzkategorie 5 Die Punkte für das Auswahlkriterium "Anzahl wertbarer Referenzen Referenzkategorie - 5" werden wie folgt vergeben: Die Anzahl der in den Referenzkategorien 1, 2 und 3 eingereichten Referenzen, die die in Ziff. 5.1.9. der Auftragsbekanntmachung an Referenzen der Referenzkategorie 5 aufgestellten Anforderungen an eingereichte Referenzen erfüllen, wird addiert. Bewerber mit einer Anzahl von 5 oder mehr entsprechenden an Referenzen erhalten 60 Punkte. Bewerber mit einer niedrigeren Anzahl an entsprechenden Referenzen erhalten nach Maßgabe der folgenden Formel entsprechend weniger Punkte: Punktzahl (zu bewertender Bewerber) = maximale Punktzahl * (Anzahl Referenzen zu bewertender Bewerber/5). Die daraus resultierende Punktzahl wird auf zwei Nachkommastellen kaufmännisch gerundet. Die Punktzahl des Bewerbers wird mit 8 % gewichtet. Die gewichteten Punkte in den einzelnen Auswahlkriterien werden addiert und ergeben eine Gesamtpunktzahl von maximal 60 Punkten. Anhand dieser Gesamtpunktzahl ergibt sich eine Rangfolge der Bewerber (Höchste Gesamtpunktzahl = Platz 1; Zweithöchste Gesamtpunktzahl = Platz 2; Dritthöchste Gesamtpunktzahl = Platz 3; Vierthöchste Gesamtpunktzahl = Platz 4; Fünfthöchste Gesamtpunktzahl = Platz 5; Sechsthöchste Gesamtpunktzahl = Platz 6). Sollten mehrere Bewerber die gleiche Gesamtpunktzahl erhalten, behält sich der Auftraggeber vor, die abschließende Auswahl und Reduzierung des Bewerberkreises durch das nachfolgend beschriebene Losverfahren herbeizuführen. Erreichen mehrere Bewerber nach Auswertung der oben genannten Auswahlkriterien die gleiche Punktzahl, ist für die Auswahl des letzten Bewerbers, der zur Abgabe eines Erstangebots aufgefordert wird, die höchste Anzahl der wertbaren Referenzen entscheidend. Sollte auch in diesem Fall ein Punktgleichstand bestehen, entscheidet das Los (in Anlehnung an § 75 Abs. 6 VgV). Die Losung erfolgt durch drei Mitarbeitende des Auftraggebers, die nicht mit dem Vergabeverfahren befasst sind. Die Namen der gleichplatzierten Bewerber werden hierzu jeweils auf drei verschlossene, äußerlich nicht unterscheidbare Loszettel geschrieben und in ein Behältnis gegeben. Die drei Mitarbeitenden ziehen jeweils nur einen Zettel aus einem Behältnis. Der Bewerber, dessen Name am häufigsten gezogen wurde, wird in den Teilnehmerkreis aufgenommen. Kann im Rahmen der Ziehung kein Gewinner bestimmt werden, wird die Ziehung wiederholt, bis ein Gewinner feststeht.
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/25/EU
sektvo -
2.1.6.
Ausschlussgründe
Quellen der Ausschlussgründe: Bekanntmachung
Verstoß gegen die in den rein innerstaatlichen Ausschlussgründen verankerten Verpflichtungen: Zum Beleg des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen hat jedes Unternehmen, das als Bewerber, Mitglied einer Bewerbergemeinschaft oder eignungsverleihender Unterauftragnehmer an der Bewerbung teilnimmt, mit dem Teilnahmeantrag Eigenerklärungen darüber einzureichen, dass Aus-schlussgründe nach den §§ 123, 124 GWB sowie § 21 des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes, § 98c des Aufenthaltsgesetzes, § 19 des Mindestlohngesetzes, § 21 des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes, § 22 des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes und § 14 des Bundestariftreuegesetzes nicht vorliegen. Das Formblatt Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (Anlage A1) ist von Bewerbern und Mitgliedern von Bewerbergemeinschaften, das Formblatt Verpflichtungserklärung (Eignungsleihe) (Anlage A4) von eignungsverleihenden Unterauftragnehmern zu verwenden.
Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung:
Terroristische Straftaten oder Straftaten im Zusammenhang mit terroristischen Aktivitäten:
Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung:
Betrug:
Korruption:
Kinderarbeit und andere Formen des Menschenhandels:
Verstoß gegen die Verpflichtung zur Entrichtung von Steuern:
Verstoß gegen die Verpflichtung zur Entrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen:
Verstoß gegen umweltrechtliche Verpflichtungen:
Verstoß gegen sozialrechtliche Verpflichtungen:
Verstoß gegen arbeitsrechtliche Verpflichtungen:
Zahlungsunfähigkeit:
Verwaltung der Vermögenswerte durch einen Insolvenzverwalter:
Einstellung der gewerblichen Tätigkeit:
Der Zahlungsunfähigkeit vergleichbare Lage gemäß nationaler Rechtsvorschriften:
Schwerwiegendes berufliches Fehlverhalten:
Vereinbarungen mit anderen Wirtschaftsteilnehmern zur Verzerrung des Wettbewerbs:
Interessenkonflikt aufgrund seiner Teilnahme an dem Vergabeverfahren:
Direkte oder indirekte Beteiligung an der Vorbereitung des Vergabeverfahrens:
Vorzeitige Beendigung, Schadensersatz oder andere vergleichbare Sanktionen:
Täuschung, Zurückhaltung von Informationen, Unfähigkeit zur Vorlage erforderlicher Unterlagen oder Erlangung vertraulicher Informationen zu dem Verfahren:
5.1.
Los: LOT-0001
Titel: GKS-Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH: Generalplanerleistungen für die Errichtung von Anlagen zur Dekarbonisierung der Energieversorgung in Schweinfurt
Beschreibung: Die GKS-Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH (GKS) betreibt in Schweinfurt ein kombiniertes Müll-/Kohleheizkraftwerk zur Erzeugung von Fernwärme und Strom. Der Dampf wird von den Industriekunden und den Stadtwerken Schweinfurt zur Wärmeversorgung genutzt. Das GKS gehört den Anteilseignern, zu denen die umliegenden Landkreise gehören, die im Anlagenbereich MVA ihren Müll entsorgen. Weitere Anteilseigner sind die Stadtwerke Schweinfurt und die Industrieunternehmen ZF, Schaeffler und SKF, die auch die Wärme abnehmen. Die im Kraft-Wärme-Prozess und im Kondensationsbetrieb der Turbinen erzeugte elektrische Energie wird in das öffentliche Netz eingespeist. Das GKS besteht aus drei Müll- und zwei Kohlelinien, deren Frischdampf auf eine Entnahme-Kondensations- und eine Gegendruckturbine geführt wird. Die Turbinen speisen die 4,5-barü-Dampfschiene, von der aus die Fernwärmeabnehmer versorgt werden. Die Industriebetriebe im Norden werden direkt mit Dampf versorgt. Die Stadtwerke Schweinfurt im nördlichen Netzbereich (FWZ-Nord) und die Abnehmer im Süden (FWZ-Süd) werden mittels Umformstationen mit Heißwasser versorgt. Als Spitzenlast- und Reservekessel sind im Spitzenheizwerk Nord zwei erdgas- und ölgefeuerte Dampfkessel installiert. Die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch das Kohleausstiegsgesetz, die steigenden Preise für CO2-Emissionszertifikate sowie die Anforderungen der industriellen Gesellschafter und der Stadt Schweinfurt nach einer CO2-Neutralität des Wärmebezugs erfordern Umbauten und Erweiterungen des bestehenden Anlagenparks. Im Rahmen der Dekarbonisierungsstrategie für das aktuelle Kohlekraftwerk beabsichtigt GKS die kohlebasierte Energieerzeugung durch Erneuerbare (Wärmequellen nicht-fossilen Ursprungs bzw. Abwärme, jedoch ohne Windenenergieanlagen und Photovoltaikanlagen) und Peak-Gas (Gasbefeuerte Wärmeerzeugungsanlagen mit einer Brennstoffwärmeleistung von mindestens 10 Megawatt, die zur Spitzenlast- und/oder Grundlastversorgung eingesetzt werden) zu ersetzen (PLANUNGSAUFGABE). Angedacht ist bisher der Ersatz der in den Verfahrenslinien derzeit eingesetzten Kohle durch holzstämmige Brennstoffe sowie die Erweiterung der vorhandenen Spitzenlasterzeuger um den Neubau eines Gaskessels. Möglich sind grundsätzlich auch alternative Lösungsmöglichkeiten, bspw. durch die Nutzung von Abwärme. Die Planungsaufgabe umfasst Planungsleistungen in Anlehnung an die Leistungsbilder Ingenieurbauwerke (§§ 41 ff. HOAI i.V.m. Anlage 12 HOAI), Tragwerksplanung (§§ 49 ff. HOAI i.V.m. Anlage 14 HOAI) sowie Technische Ausrüstung (§§ 53 ff. HOAI i.V.m. Anlage 15 HOAI), die voraussichtlich in Beauftragungsstufen beauftragt werden. In einer ersten Beauftragungsstufe (HOAI-Leistungsphasen 1, Grundlagenermittlung und 2, Vorplanung) sind diese vorliegenden Überlegungen zu überprüfen und fortzuschreiben. Dazu sind auch alternative Lösungsmöglichkeiten zu betrachten. Ziel muss es hierbei sein, eine kostengünstige und möglichst CO2-neutrale Wärmeerzeugung zu erreichen. Im Ergebnis ist eine unter Beachtung aller relevanten Kriterien optimierte Vorzugslösung zur Erfüllung der Planungsaufgabe zu entwickeln. Der Benchmark sind zum einen die aktuellen Wärmegestehungskosten im GKS sowie ein Vergleich zu marktüblichen Gestehungskosten. Weiterhin ist auch eine Bewertung fünf möglicher Standorte für den Neubau des Gaskessels bis hin zur Standortauswahl und die Beurteilung möglicher einsetzbarer Brennstoffqualitäten notwendig. Bei der Standortbewertung ist die erforderliche Gasinfrastruktur sowie die Netzhydraulik und die jeweilige Aufnahmekapazität des Netzes / Netzsegmentes zu berücksichtigen. Standortbedingt können Rückbau- und Umbaumaßnahmen anfallen. Die entwickelte Vorzugslösung bildet nach Abstimmung mit und Freigabe durch die GKS die Grundlage für die nachfolgenden Beauftragungsstufen. In einer zweiten Beauftragungsstufe wird die festgelegte Vorzugslösung der ersten Beauftragungsstufe weiterentwickelt und konkretisiert. Die zweite Beauftragungsstufe ist dabei an die HOAI-Leistungsphasen 3, Entwurfsplanung, 4, Genehmigungsplanung und 6, Vorbereitung der Vergabe angelehnt. Dabei soll die Entwurfsplanung in einer Planungstiefe als "vertiefte Entwurfsplanung" erarbeitet werden, die grundsätzlich geeignet sein soll, auf dieser Grundlage einen vollständigen Genehmigungsantrag stellen und eine funktionale Ausschreibung der Ausführungsleistungen erstellen zu können. Bestandteil ist ebenfalls die Durchführung des Genehmigungsverfahrens gemäß HOAI. Voraussetzung für die Beauftragung des AN mit den Leistungen der zweiten Beauftragungsstufe ist die auf Basis des abgeschlossenen Planungskonzepts des AN und unter Berücksichtigung der Kostenschätzung des AN die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit des Projekts; die Beurteilung der Realisierbarkeit richtet sich nach den im Generalplanervertrag vereinbarten Zielvorstellungen des AG. Die dritte Beauftragungsstufe ist an die HOAI-Leistungsphasen 7, Mitwirkung bei der Vergabe, anteilig 5, Prüfung /Review der von den ausführenden Firmen erstellten Ausführungsplanung (Detailengineering) und 8, Objektüberwachung angelehnt. Voraussetzung für die Beauftragung des AN mit den Leistungen der dritten Beauftragungsstufe ist ein bestandskräftiger oder sofort vollziehbarer Genehmigungsbescheid nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz für das Projekt sowie eine Finanzierungszusage für die Projektfinanzierung.
Interne Kennung: 04200-26
5.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 71000000 Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
Zusätzliche Einstufung (cpv): 71300000 Dienstleistungen von Ingenieurbüros, 71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
Optionen:
Beschreibung der Optionen: GKS beauftragt den AN zunächst nur mit der ersten Beauftragungsstufe (Grundlagenermittlung und Vorplanung). GKS behält sich vor, die Leistungen der weiteren Beauftragungsstufen ganz oder teilweise zu beauftragen. Die Weiterbeauftragung erfolgt durch einseitige Auftragserteilung der GKS gegenüber dem AN (Abruf) schriftlich oder per E-Mail. Die Leistungen der weiteren Beauftragungsstufen (zweite und dritte) werden insbesondere nur dann abgerufen, wenn (1) für die zweite Beauftragungsstufe: auf Basis des abgeschlossenen Planungskonzepts des AN und unter Berücksichtigung der Kostenschätzung des AN die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit des Projekts belegt ist; die Beurteilung der Realisierbarkeit richtet sich nach den vereinbarten Zielvorstellungen der GKS und (2) für die dritte Beauftragungsstufe: ein bestandskräftiger oder sofort vollziehbarer Genehmigungsbescheid nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz für das Projekt sowie eine Finanzierungszusage für die Projektfinanzierung vorliegt. Es besteht kein Anspruch auf weitere Beauftragung, noch können daraus sonstige vertragliche Verpflichtungen für GKS entstehen.
5.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: Hafenstraße 30
Stadt: Schweinfurt
Postleitzahl: 97424
Land, Gliederung (NUTS): Schweinfurt, Kreisfreie Stadt (DE262)
Land: Deutschland
5.1.3.
Geschätzte Dauer
Datum des Beginns: 01/02/2027
Enddatum der Laufzeit: 31/12/2029
5.1.4.
Verlängerung
Maximale Verlängerungen: 0
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Vorbehaltene Teilnahme:
Teilnahme ist nicht vorbehalten.
Die Namen und beruflichen Qualifikationen des zur Auftragsausführung eingesetzten Personals sind anzugeben: Erforderlich für das Angebot
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: ja
Diese Auftragsvergabe ist auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet: ja
Zusätzliche Informationen: #Besonders auch geeignet für:freelance#, #Besonders auch geeignet für:selbst#, #Besonders auch geeignet für:other-sme#
5.1.7.
Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Keine strategische Beschaffung
5.1.9.
Eignungskriterien
Quellen der Eignungskriterien: Bekanntmachung
Kriterium: Eintragung in das Handelsregister
Beschreibung des Eignungskriteriums: Jedes Unternehmen, das als Bewerber, Mitglied einer Bewerbergemeinschaft oder eignungsverleihender Unterauftragnehmer an der Bewerbung teilnimmt, hat mit dem Teilnahmeantrag einen Handelsregisterauszug oder vergleichbaren Nachweis (z. B. Vereinsregister, Partnerschaftsregister), der zum Datum des Abgabetermins für den Teilnahmeantrag nicht älter als drei Monate ist, vorzulegen. Ausländische Bieter haben verlangte Nachweise, sofern diese erteilt werden, aus ihrem Herkunftsstaat in deutscher Sprache oder in beglaubigter Übersetzung einzureichen.
Kriterium: Allgemeiner Jahresumsatz
Beschreibung des Eignungskriteriums: Es ist mit dem Teilnahmeantrag eine Erklärung über den Gesamtjahresumsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre (2023, 2024, 2025) abzugeben; besteht ein Unternehmen noch nicht 3 Jahre, sind entsprechende Angaben für die Jahre seines Bestehens zu machen. Das Formblatt Erklärungen zur Leistungsfähigkeit (Anlage A6) ist zu verwenden. Erläuterungen zur Verwendung als AUSWAHLKRITERIUM ergeben sich aus Ziff. 2.1.4 dieser Auftragsbekanntmachung.
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen
Gewichtung (Prozentanteil, genau): 15,00
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Eignungskriteriums: Die bisherige Geschäftstätigkeit in Bezug zu der ausgeschriebenen Leistung ist mit dem Teilnahmeantrag darzulegen. Das Formblatt Erklärungen zur Leistungsfähigkeit (Anlage A6) ist zu verwenden.
Kriterium: Berufliche Risikohaftpflichtversicherung
Beschreibung des Eignungskriteriums: Es ist mit dem Teilnahmeantrag der Nachweis einer bestehenden Haftpflichtversicherung mit folgenden Haftungssummen einzureichen: - mindestens 5,0 Mio. EUR für Personenschäden - mindestens 5,0 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden. Die Versicherungsbedingungen müssen mindestens eine zweifache Maximierung der o.g. Deckungssummen pro Jahr vorsehen. Der Nachweis ist grundsätzlich durch eine verbindliche Deckungsbestätigung der Versicherung zu erbringen. Wenn oder soweit eine Versicherung in der o.g. Höhe zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht vorliegt, kann der Nachweis durch eine (ergänzende) rechtsverbindliche Eigenerklärung des Versicherers (nicht Maklers) über den Abschluss einer entsprechenden Versicherung im Auftragsfall erbracht werden. Bei einer Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft muss der Versicherungsschutz für jedes Mitglied einzeln in voller Höhe bestehen oder durch eine Versicherung abgedeckt sein, die alle Mitglieder für das Projekt einschließt. Dabei ist sicherzustellen, dass sowohl die Beteiligung an der Gemeinschaft als auch alle Mitglieder vom Versicherungsschutz erfasst sind. Die Erklärung oder der Nachweis darf nicht älter als 6 Monate sein und ist der Bewerbung beizulegen.
Kriterium: Durchschnittliche jährliche Belegschaft
Beschreibung des Eignungskriteriums: Es ist mit dem Teilnahmeantrag eine Eigenerklärung über die Anzahl der in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (2023, 2024, 2025) jahresdurchschnittlich sowie aktuell im auftragsrelevanten Bereich (Planungsleistungen) beschäftigten Personen in Vollzeitäquivalenten (1 FTE = 40 Wochenstunden) einzureichen, gegliedert nach: a. Geschäftsführer/innen bzw. Inhaber/innen b. Architekten/innen bzw. Ingenieure/innen c. Technische Zeichner/innen Besteht ein Unternehmen noch nicht 3 Jahre, sind entsprechende Angaben für die Jahre seines Bestehens zu machen. Das Formblatt Erklärungen zur Leistungsfähigkeit (Anlage A6) ist zu verwenden. Erläuterungen zur Verwendung als AUSWAHLKRITERIUM ergeben sich aus Ziff. 2.1.4 dieser Auftragsbekanntmachung.
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen
Gewichtung (Prozentanteil, genau): 15,00
Kriterium: Anzahl der Führungskräfte
Beschreibung des Eignungskriteriums: Es ist mit dem Teilnahmeantrag ein Projektleiter und ein stellvertretender Projektleiter des Bewerbers zu benennen. Das Formblatt Erklärungen zur Leistungsfähigkeit (Anlage A6) ist zu verwenden.
Kriterium: Zertifikate von unabhängigen Stellen über Qualitätssicherungsstandards
Beschreibung des Eignungskriteriums: Es ist mit dem Teilnahmeantrag ein Nachweis eines erfolgreich eingesetzten Qualitätssicherungssystems entweder durch Vorlage einer gültigen Zertifizierung nach DIN/ISO 9001 oder durch eine nachvollziehbare Darstellung der erfolgreich eingesetzten Qualitätssicherungsmaßnahmen des Bewerbers, Mitglieds der Bewerbergemeinschaft oder eignungsverleihenden Unterauftragnehmers einzureichen.
Kriterium: Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen
Beschreibung des Eignungskriteriums: Je nachfolgend dargestellter Referenzkategorie ist mindestens eine den jeweiligen Anforderungen entsprechende Referenz mit dem Teilnahmeantrag einzureichen. Dieselbe Referenz kann bei Erfüllung der jeweiligen Anforderungen für mehrere Referenzkategorien verwendet werden. Zur Einreichung der Referenzen ist das Formblatt in Anlage A8 grundsätzlich für jede Referenz separat zu verwenden. Erfüllt ein Referenzprojekt die Anforderungen mehrerer Referenzkategorien, kann für dieses Referenzprojekt ein einzelnes Formblatt unter Kennzeichnung der erfüllten Referenzkategorien eingereicht werden. Die Darstellung muss für die jeweils bezeichneten Referenzkategorien mindestens folgende Angaben enthalten: - Projektbezeichnung (Referenzkategorien 1-5), - Name und Anschrift des Auftraggebers (Ansprechpartner, E-Mail-Adresse und Telefonnummer nur auf gesondertes Verlangen) (Referenzkategorien 1-5), - Leistungsbild (Referenzkategorien 1-5), - Erbrachte und abgeschlossene Leistungsphasen (Referenzkategorien 1-5), - Errichtung-/Neubau- oder Umrüstung-/Umbauprojekt (Referenzkategorien 1-5), - Art der Anlage (Referenzkategorien 1-5), - Kurzbeschreibung des Projekts (Referenzkategorien 1-5), - Brennstoffwärmeleistung des Kraftwerks oder des Gaskessels in Megawatt (Referenzkategorien 4, 5), - Gesamtprojektbauwerkskosten nach DIN 276 KG 200 bis 700 netto (Referenzkategorien 1-3), - Datum des Betriebsbeginns (Referenzkategorien 1-5). Soweit wegen der Länge der Darstellung erforderlich, kann für die Angaben zur Kurzbeschreibung des Projekts ergänzend zum Formblatt in Anlage A8 eine formlose Darstellung in einem separaten Dokument beigefügt werden. Um einen ausreichenden Wettbewerb sicherzustellen, werden in jeder Referenzkategorie Referenzen über Leistungen, die in den letzten 10 Jahren (die 10-Jahresfrist endet mit Ablauf des 30.06.2026) erbracht worden sind, berücksichtigt. Die Leistungen jeder Referenzkategorie müssen daher zwischen dem 01.07.2016 und dem 30.06.2026 beendet worden sein (Beginn kann vor dem 01.07.2016 liegen). Die Leistungen sind ab dem Datum des Betriebsbeginns (Beginn der Energieeinspeisung) als beendet anzusehen. Referenzen können von folgenden Beteiligten beigebracht werden: - dem Bewerber, - einem Mitglied der Bewerbergemeinschaft, - einem eignungsverleihenden Unterauftragnehmer (soweit die Voraussetzungen der Eignungsleihe erfüllt werden). Referenzkategorie 1: Vom Bewerber erbrachte Planungsleistungen in den Leistungsbildern Ingenieurbauwerke (§§ 41 ff. HOAI) und Technische Ausrüstung (§§ 53 ff. HOAI) in Bezug auf die Errichtung/Neubau eines Kraftwerks (Energieerzeugung durch Erneuerbare gemäß Planungsaufgabe) oder alternativ eine Umrüstung/ einen Umbau eines bereits bestehenden Kohlekraftwerks auf die Energieerzeugung durch Erneuerbare gemäß Planungsaufgabe. Die erbrachten Leistungen müssen in Anlehnung an die HOAI den Grundleistungen der Leistungsphasen 1 und 2 der Leistungsbilder Ingenieurbauwerke und Technische Ausrüstung entsprechen. Die Gesamtprojektbauwerkskosten nach DIN 276 der Kostengruppen 200 - 700 des Referenzprojekts (Kostenschätzung nach dem Ergebnis der Vorplanung) müssen mindestens 10 Mio. Euro netto betragen haben. Referenzkategorie 2: Vom Bewerber erbrachte Planungsleistungen im Leistungsbild Ingenieurbauwerke (§§ 41 ff. HOAI) in Bezug auf die Errichtung/Neubau eines Kraftwerks (Energieerzeugung durch Erneuerbare gemäß Planungsaufgabe) oder alternativ eine Umrüstung/ einen Umbau eines bereits bestehenden Kohlekraftwerks auf die Energieerzeugung durch Erneuerbare gemäß Planungsaufgabe. Die erbrachten Leistungen müssen in Anlehnung an die HOAI den Grundleistungen der Leistungsphasen 3 bis 8 des Leistungsbildes Ingenieurbauwerke entsprechen. Die Gesamtprojektbauwerkskosten nach DIN 276 der Kostengruppen 200 - 700 des Referenzprojekts (Kostenberechnung nach dem Ergebnis der Entwurfsplanung) müssen mindestens 10 Mio. Euro netto betragen haben. Referenzkategorie 3: Vom Bewerber erbrachte Planungsleistungen im Leistungsbild Technische Ausrüstung (§§ 53 ff. HOAI) in Bezug auf die Errichtung/Neubau eines Kraftwerks (Energieerzeugung durch Erneuerbare gemäß Planungsaufgabe) oder alternativ eine Umrüstung/ einen Umbau eines bereits bestehenden Kohlekraftwerks auf die Energieerzeugung durch Erneuerbare gemäß Planungsaufgabe. Die erbrachten Leistungen müssen in Anlehnung an die HOAI den Grundleistungen der Leistungsphasen 3 bis 8 des Leistungsbildes Technische Ausrüstung entsprechen. Die Gesamtprojektbauwerkskosten nach DIN 276 der Kostengruppen 200 - 700 des Referenzprojekts (Kostenberechnung nach dem Ergebnis der Entwurfsplanung) müssen mindestens 10 Mio. Euro netto betragen haben. Referenzkategorie 4: Vom Bewerber erbrachte Planungsleistungen im Leistungsbild Technische Ausrüstung (§§ 53 ff. HOAI) in Bezug auf die Errichtung/Neubau oder den Umrüstung/Umbau eines Gaskessels zur Wärmeerzeugung mit einer Brennstoffwärmeleistung von mindestens 10 Megawatt. Die erbrachten Leistungen müssen in Anlehnung an die HOAI den Grundleistungen der Leistungsphasen 1 bis 8 des Leistungsbildes Technische Ausrüstung entsprechen. Referenzkategorie 5: Vom Bewerber erbrachte Planungsleistungen im Leistungsbild Tragwerksplanung (§§ 49 ff. HOAI) in Bezug auf den Errichtung/Neubau oder Umrüstung/Umbau eines Kraftwerks mit einer Brennstoffwärmeleistung von mindestens 20 Megawatt (ohne PV oder Windkraftanlagen). Die erbrachten Leistungen müssen in Anlehnung an die HOAI den Grundleistungen der Leistungsphasen 1 bis 6 des Leistungsbildes Tragwerksplanung entsprechen. Die Gewichtung der einzelnen Referenzkategorien bei der Bewerberauswahl und weitere Erläuterungen hierzu ergeben sich aus Ziff. 2.1.4 dieser Auftragsbekanntmachung.
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen
Gewichtung (Prozentanteil, genau): 70,00
Informationen über die zweite Phase eines zweiphasigen Verfahrens:
Mindestzahl der zur zweiten Phase des Verfahrens einzuladenden Bewerber: 3
Höchstzahl der zur zweiten Phase des Verfahrens einzuladenden Bewerber: 6
Das Verfahren wird in mehreren aufeinanderfolgenden Phasen durchgeführt. In jeder Phase können einige Teilnehmer ausgeschlossen werden
5.1.10.
Zuschlagskriterien
Kriterium:
Art: Preis
Bezeichnung: Vergütung
Beschreibung: Gesamthonorarsumme (brutto) erste Beauftragungsstufe (12 %) Gesamthonorarsumme (brutto) zweite Beauftragungsstufe (10 %) Gesamthonorarsumme (brutto) dritte Beauftragungsstufe (10 %) Gemittelter Stundensatz für zusätzliche/ Besondere Leistungen (3 %) Erläuterungen der Zuschlagskriterien und Unterkriterien finden sich in den Vergabeunterlagen (insb. Anlagen G und F)
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl: 35
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Konzepte
Beschreibung: Projektbearbeitungskonzept (19,5 %) Personalkonzept (13 %) Darlegung der methodischen Vorgehensweise (9,75 %) Rahmenterminplan und Termincontrolling (7,75 %) Kostencontrolling (10,5 %) Qualitätssicherung (4,5 %) Erläuterungen der Zuschlagskriterien und Unterkriterien finden sich in den Vergabeunterlagen (insb. Anlagen G und F)
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl: 65
5.1.11.
Auftragsunterlagen
Sprachen, in denen die Auftragsunterlagen offiziell verfügbar sind: Deutsch
Frist für die Anforderung zusätzlicher Informationen: 18/09/2026 23:59:59 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Ad-hoc-Kommunikationskanal:
Name: DTVP
5.1.12.
Bedingungen für die Auftragsvergabe
Bedingungen für die Einreichung:
Elektronische Einreichung: Erforderlich
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch
Elektronischer Katalog: Nicht zulässig
Varianten: Nicht zulässig
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen: Nicht zulässig
Frist für den Eingang der Teilnahmeanträge: 01/10/2026 12:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Informationen, die nach Ablauf der Einreichungsfrist ergänzt werden können:
Nach Ermessen des Käufers können alle fehlenden Bieterunterlagen nach Fristablauf nachgereicht werden.
Zusätzliche Informationen: Die Nachforderung von Unterlagen richtet sich nach § 51 SektVO.
Auftragsbedingungen:
Die Auftragsausführung muss im Rahmen von Programmen für geschützte Beschäftigungsverhältnisse erfolgen: Nein
Bedingungen für die Ausführung des Auftrags: Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten: Architekten und Ingenieure, die gemäß § 61 BayBO bauvorlageberechtigt sind. Eigenerklärung Sanktions-VO: Jedes Unternehmen, das als Bewerber, Mitglied einer Bewerbergemeinschaft, Eignungsverleiher oder Unterauftragnehmer an der Bewerbung teilnimmt, hat mit dem Teilnahmeantrag eine Eigenerklärung zur Erfüllung der Verpflichtungen aus Art. 5k und Art. 2 der Sanktions-VO (Russland-Bezug) abzugeben. Das Formblatt Eigenerklärung zur Sanktions-VO (Anlage A7) ist zu verwenden.
Aufträge werden elektronisch erteilt: nein
Zahlungen werden elektronisch geleistet: nein
Finanzielle Vereinbarung: S. Vertrag
5.1.15.
Techniken
Rahmenvereinbarung:
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem:
Kein dynamisches Beschaffungssystem
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Regierung von Mittelfranken-Vergabekammer Nordbayern
Informationen über die Überprüfungsfristen: § 160 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) (1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein. (2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Ein Unternehmen ist nicht antragsbefugt, soweit es sich auf die Unwirksamkeit einer Rechtsverordnung nach § 5 des Bundestariftreuegesetzes beruft, wenn die Unwirksamkeit dieser Rechtsverordnung nicht durch rechtskräftigen Beschluss nach § 98 Absatz 4 Satz 1 des Arbeitsgerichtsgesetzes festgestellt ist. Das Unternehmen hat darzulegen, dass ihm durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht. (3) Der Antrag ist unzulässig, soweit 1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt, 2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind, 5. ein offensichtlicher Missbrauch des Antrags- oder Beschwerderechts gemäß § 180 Absatz 2 vorliegt. Absatz 3 Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. 3§ 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt. Zu den weiteren Anforderungen siehe die §§ 160 ff. GWB.
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt: Becker Büttner Held
Organisation, die Teilnahmeanträge entgegennimmt: GKS-Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH
8.1.
ORG-0001
Offizielle Bezeichnung: GKS-Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH
Registrierungsnummer: UStID DE133893040
Postanschrift: Hafenstraße 30
Stadt: Schweinfurt
Postleitzahl: 97424
Land, Gliederung (NUTS): Schweinfurt, Kreisfreie Stadt (DE262)
Land: Deutschland
Telefon: 030 611 28 40-477
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
Organisation, die Teilnahmeanträge entgegennimmt
8.1.
ORG-0002
Offizielle Bezeichnung: Becker Büttner Held
Registrierungsnummer: DE222157292
Postanschrift: Magazinstraße 15-16
Stadt: Berlin
Postleitzahl: 10179
Land, Gliederung (NUTS): Berlin (DE300)
Land: Deutschland
Rollen dieser Organisation:
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt
8.1.
ORG-0003
Offizielle Bezeichnung: Regierung von Mittelfranken-Vergabekammer Nordbayern
Registrierungsnummer: 09-0358002-61
Postanschrift: Promenade 27
Stadt: Ansbach
Postleitzahl: 91522
Land, Gliederung (NUTS): Ansbach, Kreisfreie Stadt (DE251)
Land: Deutschland
Telefon: +49 98153-1277
Fax: +49 98153-1837
Rollen dieser Organisation:
Überprüfungsstelle
8.1.
ORG-0004
Offizielle Bezeichnung: Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Registrierungsnummer: 0204:994-DOEVD-83
Stadt: Bonn
Postleitzahl: 53119
Land, Gliederung (NUTS): Bonn, Kreisfreie Stadt (DEA22)
Land: Deutschland
Telefon: +49228996100
Rollen dieser Organisation:
TED eSender
Kennung/Fassung der Bekanntmachung: bea739de-b8e2-42e4-a8e2-abf9b639ee22 - 01
Formulartyp: Wettbewerb
Art der Bekanntmachung: Auftrags- oder Konzessionsbekanntmachung – Standardregelung
Unterart der Bekanntmachung: 17
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 31/08/2026 17:02:05 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung: 605216-2026
ABl. S – Nummer der Ausgabe: 169/2026
Datum der Veröffentlichung: 02/09/2026