Sanierung Loisach-Isar-Kanal Referenznummer der Bekanntmachung: WS768405355
Auftragsbekanntmachung – Sektoren
Bauauftrag
Abschnitt I: Auftraggeber
Postanschrift:[gelöscht]
Ort: Düsseldorf
NUTS-Code: DEA11 Düsseldorf, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 40221
Land: Deutschland
E-Mail: [gelöscht]
Telefon: [gelöscht]
Fax: [gelöscht]
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: https://www.deutsche-evergabe.de
Abschnitt II: Gegenstand
Sanierung Loisach-Isar-Kanal
Der Loisach Isar Kanal erstreckt sich über ca. 10km und soll entsprechend der Beschreibung im Leistungsverzeichnis saniert werden.
Los 1: Sanierung LIK exklusive Entsorgung
in den Vergabeunterlagen aufgeführt
Sanierung Loisach-Isar Kanal exklusive der Entsorgung von Sedimenten aus Anlandung und Boden aus Aushub beinhaltend u.a.
• Entlandung des Kanals von K-km 2+760 bis 5+750 und Verbringung der
Sedimente zur Lagerfläche von LOS 2
• Abdichtung des Kanals mit geotextiler Tondichtungsbahn von K-km 2+760 bis
3+813 zur Sicherung der Dammstandsicherheit am rechten und linken Ufer
• Erhöhung der Dammbereiche zur Sicherung des Freibords
• Schaffung von Unterhaltswegen am Kanal und der Zugänglichkeit zu allen
Bauwerken
• Sanierung des Einlaufbauwerks
• Rodung und Messkonzept für den Einschnitthang Beuerberg
• Verbesserung der Abdichtung an der Loisachannäherung in Gelting
• Sanierung der Durchlassbauwerke
Die Bewerber müssen die Eignung anhand der gelisteten Mindestanforderungen erfüllen. Darüber hinaus wird eine Bewertung anhand der nachstehenden Referenzkriterien vorgenommen:
Referenzen maximal 12 Punkte
a) Referenzen im Bereich Erdarbeiten im Wasserbau
4 Referenzen 1 Punkt
5 Referenzen 2 Punkte
6 Referenzen oder mehr 3 Punkte
b) Referenzen beinhaltend die Verlegung von Bentonitmatten im Wasserbau einschließlich der Erstellung der Verlegeplanung
Bentonitmatten < 5.000 m² * 1 Punkt
Bentonitmatten =/> 5.000 m² <10.000m² * 2 Punkte
Bentonitmatten =/> 10.000m² * 3 Punkte
* je Referenz. Maximale Punktanzahl 6 Punkte.
c) Referenz beinhaltend die Sanierung von Wasserbauwerken aus Beton
2 Referenzen 1 Punkt
3 Referenzen 2 Punkte
4 Referenzen oder mehr 3 Punkte
Los 2: Entsorgung
in den Vergabeunterlagen aufgeführt
Entsorgung bzw. Verwertung von Sedimenten aus der Anlandung sowie des Bodens vom Aushub während der Sanierungstätigkeiten am Loisach-Iar-Kanal. Die Beprobung dessen wird durch einen Dritten durchgeführt.
Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben
Die unter Ziffer III.1.1) geforderten Erklärungen und Nachweise sind vom Bewerber und bei Bewerbergemeinschaften jeweils von allen Mitgliedern vorzulegen. Ausländische Bewerber haben gleichwertige Nachweise der für sie zuständigen Behörde / Institution ihres Heimatlandes beizubringen. Diese sind auf Nachfrage des Auftraggebers ins Deutsche zu übersetzen, was in diesem Fall durch eine beglaubigte Übersetzung geschehen muss. Folgende Eigenerklärungen und Nachweise sind einzureichen: Aktueller Auszug aus dem Berufs- oder Handelsregister nach Maßgabe der Rechtsvorschriften des Herkunftslandes. Soweit zutreffend: Bewerbergemeinschaftserklärung. Hierfür ist das Formular I „Erklärung der Bewerbergemeinschaft“ zu verwenden. Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB. Diese Erklärungen können durch die Abgabe des den Vergabeunterlagen beigefügten Formulars II „Eigenerklärung zur Zuverlässigkeit“ erbracht werden. Erklärung zu § 19 Abs. 3 MiLoG. Hierfür ist das Formular III „Erklärung zu § 19 Abs. 3 MiLoG“ zu verwenden.
Die unter Ziffer III.1.2) geforderten Erklärungen und Nachweise sind vom Bewerber bzw. einer Bewerbergemeinschaft als solcher oder getrennt von jedem Mitglied vorzulegen; fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Nachweise und Erklärungen können vom Auftraggeber nachgefordert werden. Im Übrigen gilt das unter Ziffer III.1.1 Ausgeführte. Geforderte Erklärungen / Nachweise sind:
Eigenerklärung, dass der Bewerber eine Betriebshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen in Höhe von 10 Mio. EUR für Personen-, Sach-, Vermögens- und Umweltschäden hat bzw. im Auftragsfall einen entsprechenden Versicherungsvertrag abschließen wird. Die Maximierung der Ersatzleistungen muss mindestens das 2-fache der genannten Deckungssummen pro Jahr betragen. Hierzu ist das Formular IV „Erklärung zu der Betriebshaftpflichtversicherung“ zu verwenden.
Festgestellte Jahresabschlüsse der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre.
Eigenerklärung über den Gesamtumsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren sowie über den vergleichbaren Umsatz im Bereich der ausgeschriebenen Leistung in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren. Hierzu ist das Formular V „Erklärung zu Umsätzen“ zu verwenden.
- Eigenerklärung über den Gesamtumsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren: 10 Mio. EUR im Mittel pro Jahr (Los 1)
- Eigenerklärung über den vergleichbaren Umsatz im Bereich der ausgeschriebenen Leistung in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren: 5 Mio. EUR im Mittel pro Jahr (Los 1)
Die unter Ziffer III.1.3) geforderten Erklärungen und Nachweise sind vom Bewerber bzw. einer Bewerbergemeinschaft als solcher oder getrennt von jedem Mitglied vorzulegen; fehlende Nachweise und Erklärungen können vom Auftraggeber nachgefordert werden. Im Übrigen gilt das unter Ziffer III.1.1 Ausgeführte.
- Eigenerklärung zum Unternehmen gemäß Auftragsunterlage u.a. mit Aussagen zu: Hauptsitz des Unternehmens, Gründungsjahr, Gesellschafter / ggf. Konzernzugehörigkeit, Standorte, von denen aus der Auftraggeber betreut werden soll, Anzahl der im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitskräfte insgesamt für Los 1 und 2, davon im Bereich Wasserbau und zu unterteilen je nach beruflicher Qualifikation für das Los 1. Hierfür ist das Formular VI „Eigenerklärung zum Unternehmen“ zu verwenden.
- Referenzen Los 1:
Es sind mindestens sechs Eigenerklärungen zu Unternehmens-Referenzen einzureichen, davon mind. 3 Stück im Bereich Erdarbeiten im Wasserbau (v. a. Gewässerausbau), mind. 2 Stück im Bereich der Verlegung von Bentonitmatten im Wasserbau einschl. Erstellung der Verlegeplanung und mind. 1 Stück im Bereich der Sanierung von Wasserbauwerken aus Beton.
- Referenzen Los 2:
Es ist mindestens eine Eigenerklärungen zu Unternehmens-Referenzen einzureichen, davon mind. 1 Stück im Bereich Verwertung von Aushub / Sedimenten aus Wasserbau- und Dammbaustellen.
Das Projektende der jeweiligen Referenz darf nicht länger als 5 Jahre ab Datum der Bekanntmachung in der Vergangenheit liegen.
Für die Angabe der Referenzen ist das Formular VII „Eigenerklärung Unternehmens-Referenzen“ zu verwenden.
- Ausgefüllter Fragebogen zum Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz
- Erläuterung über die Einrichtung und Vorhaltung eines Arbeitsschutzmanagementsystems entsprechend der Norm ISO 45001 oder gleichwertig;
- Los 1: Nachweise/Zertifikate für die Verlegung von Trinkwasserleitung (DVGW GW 301 und GW 381)
- Los 1: WHG-Nachweis
- Los 1: Eigenerklärung Qualifikation zur Erstellung der nötigen genehmigungsrelevanten Unterlagen unter Beachtung der am Projektort geltenden Gesetze, Verordnungen und Vorschriften (Formular VIII)
- Geräteliste
- Personalauflistung
Los 1:
- Referenzen
3 Referenzen im Bereich Erdarbeiten im Wasserbau (v. a. Gewässerausbau)
2 Referenzen Verlegung von Bentonitmatten mit (min. 10.000 m²) einschl. Erstellung der Verlegeplanung
3 Referenzen Sanierung von Wasserbauwerken aus Beton
- Geräteliste
mind. 2 GPS-gesteuerte Bagger
Geräte für die Verdichtung im Böschungsbereich
Geräte für das Arbeiten in und am Gewässer: Betrieb nur mit biologisch abbaubaren Ölen (Nachweis!)
- Personalauflistung
SIVV-Schein (Sanierung Betonbauwerke) oder gleichwertig
Qualifikation zur Beantragung einer Verkehrsrechtlichen Anordnung nach §45 StVO (VAO-Nachweis RSA 95, MVAS 99, ZTV-SA) oder gleichwertig
Fachkraft für Arbeitssicherheit (FASi), Vorlage der Qualifikationsnachweise (Verantwortlicher) oder gleichwertig
Los 2:
-Referenzen
1 Referenz im Bereich Verwertung von Aushub / Sedimenten aus Wasserbau- und Dammbaustellen
Zahlungsbedingungen gemäß des beigefügten Vertragsentwurfs.
Im Falle der Auftragserteilung hat die Bietergemeinschaft eine Arbeitsgemeinschaft zu bilden und festzulegen, dass alle Mitglieder als Gesamtschuldner gegenüber dem AG haften.
Das Stellen einer Rufbereitschaft bei z.B. Ausfall der Wasserhaltung, bei Hochwasser und anderen Elementarereignissen mit einer Reaktionszeit von maximal 3 Stunden.
Die vom Auftragnehmer oder seinen Subunternehmern eingesetzten Arbeitskräfte sind der deutschen Sprache mächtig, um die Arbeitssicherheit gewährleisten zu können und um die Durchführung der Arbeiten nach Anweisung durch den Fachbereich eigenständig ausführen zu können.
Subunternehmer dürfen nicht für Leistungen der Betonarbeiten,der Aushubarbeiten im Kanal und der Erdarbeiten beim Dammbau vorgesehen werden.
Es darf nur ein Subunternehmerlevel beauftragt werden.
Abschnitt IV: Verfahren
Abschnitt VI: Weitere Angaben
1. Das vom Auftraggeber durchgeführte Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb nach Maßgabe der SektVO. Die vergaberechtlichen Grundsätze der Transparenz des Verfahrens und der Gleichbehandlung aller Bewerber werden im gesamten Verfahren streng beachtet.
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2. Diese Bekanntmachung leitet den vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb ein. Die Ausgestaltung des Verfahrens und die zu erwartenden Bewerbungen bedeuten einen erheblichen Aufwand bei dem Auftraggeber. Dies beschränkt die Zahl der zur Angebotsabgabe aufzufordernden Bieter anhand der unter Ziff. II.2.9 aufgezeigten Wertung der Eignungsnachweise.
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3. Ein Bewerber oder eine Bewerbergemeinschaft kann andere Unternehmen als Unterauftragnehmer und/oder Eignungsverleiher einsetzen. Diese sind im Teilnahmeantrag unter Verwendung von Formular XI zu benennen. Im Hinblick auf die Einreichung zusätzlicher Unterlagen sind drei Fälle zu unterscheiden:
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Fall 1: Für die Benennung eines Unterauftragnehmers ohne Eignungsleihe hat der Bewerber zusätzlich für jeden Unterauftragnehmer einzureichen: die zum Nachweis der Zuverlässigkeit und Gesetzestreue des Unterauftragnehmers unter Abschnitt III.1.1 der EU-weiten Bekanntmachung aufgeführten Unterlagen allesamt (also Formulare I, II, III und Handelsregisterauszug).
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Fall 2: Für die Benennung eines Unternehmens als Unterauftragnehmer mit Eignungsleihe bezogen auf die technische- und/oder berufliche Leistungsfähigkeit hat der Bewerber zusätzlich einzureichen: (i) die unter Abschnitt III.1.3 der EU-weiten Bekanntmachung bezeichneten Unterlagen für diesen Dritten in dem Umfang, in dem sich der Bewerber auf die Kapazitäten des Dritten zum Nachweis der Leistungsfähigkeit beruft (also Formular VI bis VIII), (ii) die unter Abschnitt III.1.1 der EU-weiten Bekanntmachung aufgeführten Unterlagen jeweils allesamt auch von diesem benannten Dritten (also Formulare I, II, III und Handelsregisterauszug), (iii) eine Verpflichtungserklärung von dem Unterauftragnehmer unter Verwendung von Formular XII.
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Fall 3: Für die Benennung eines Unternehmens als Eignungsverleiher bezogen auf die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit hat der Bewerber zusätzlich einzureichen: (i) Formular V gemäß Abschnitt III.1.2 der EU-weiten Bekanntmachung, (ii) die unter Abschnitt III.1.1 der EU-weiten Bekanntmachung aufgeführten Unterlagen jeweils allesamt von dem Eignungsverleiher (also Formulare I, II, III und Handelsregisterauszug), (iii) eine Verpflichtungserklärung von dem Unterauftragnehmer unter Verwendung von Formular XIII.
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Es wird darauf hingewiesen, dass ein anderes Unternehmen nicht nur ein selbständiges, von dem Bewerber rechtlich verschiedenes Unternehmen sein kann, sondern hierunter auch ein konzernverbundenes/-angehöriges Unternehmen zu verstehen ist.
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4. Die von Bewerbern erbetenen, personenbezogenen Angaben werden im Rahmen des Vergabeverfahrens verarbeitet und gespeichert (Datenschutzklausel). Die Angaben sind Voraussetzung für die Berücksichtigung eines Teilnahmeantrages / Angebotes. Ein entsprechendes Informationsblatt „Information über die Verarbeitung personenbezogener Daten“ ist der Vergabeunterlage beigefügt.
Postanschrift:[gelöscht]
Ort: Köln
Postleitzahl: 50667
Land: Deutschland
E-Mail: [gelöscht]
Telefon: [gelöscht]
Fax: [gelöscht]
Es gelten die Bestimmungen des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB).
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Hinsichtlich der Einleitung von Nachprüfungsverfahren wird auf § 160 GWB verwiesen. Dieser lautet:
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(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.
(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriftengeltend macht. Dabei ist darzulegen dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.
(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit
1. Der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat;
2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Hinsichtlich der Information nicht berücksichtigter Bieter und Bewerber gelten die §§ 134, 135 GWB. Insbesondere gilt: Bieter deren Angebote für den Zuschlag nicht berücksichtigt werden sollen, werden vor dem Zuschlag gemäß § 134 GWB darüber informiert. Das gilt auch für Bewerber, denen keine Information über die Ablehnung ihrer Bewerbung zur Verfügung gestellt wurde, bevor die Mitteilung über die Zuschlagsentscheidung an die betroffenen Bieter ergangen ist.
Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertage nach Absendung dieser Information durch den Auftraggeber geschlossen werden; bei Übermittlung per Telefax oder auf elektronischem Wege beträgt diese Frist 10 Kalendertage.