1.1.
Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: Universität Duisburg-Essen
Rechtsform des Erwerbers: Von einer regionalen Gebietskörperschaft kontrollierte Einrichtung des öffentlichen Rechts
Tätigkeit des öffentlichen Auftraggebers: Bildung
2.1.
Verfahren
Titel: Flüssigchromatographie Massenspektrometrie Systems (LC HRMS)
Beschreibung: 1. Gegenstand der Ausschreibung Gegenstand der Vergabe ist die Lieferung, Installation und Inbetriebnahme eines hochauflösenden Flüssigchromatographie Massenspektrometrie Systems (LC HRMS) zur simultanen Multi Element Isotopenanalyse (C, H, N, O, S) sowie zur quantitativen und qualitativen Bestimmung organischer Spurenstoffe einschließlich Abbauprodukten in komplexen Umweltproben.
Kennung des Verfahrens: f8d7a59c-e802-4b41-902b-e897d89c8bce
Interne Kennung: 28-26 SF
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb
2.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Lieferleistungen
Haupteinstufung (cpv): 38432200 Chromatografen
Zusätzliche Einstufung (cpv): 38433100 Massenspektrometer
2.1.2.
Erfüllungsort
Land: Deutschland
Ort im betreffenden Land
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Zusätzliche Informationen: #Bekanntmachungs-ID: CXPNY5MD2FK#
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU
vgv -
5.1.
Los: LOT-0001
Titel: Flüssigchromatographie Massenspektrometrie Systems (LC HRMS)
Beschreibung: 2. Leistungsbeschreibung (technische Anforderungen) 2.1 Flüssigchromatographiesystem - Ultra Hochleistungsflüssigchromatographie System (UHPLC) mit zwei binären Pumpen, einmal mit Flussraten zwischen 0,001 und 5 mL/min, wie sie im Bereich typischer Umweltanalytik verwendet werden, sowie eine Pumpe mit Flussraten zwischen 1 nL/min und 100 µL/min. Beide Pumpen sollen einen integrierten Entgaser beinhalten. - Autosampler mit temperierbarer Probenablage und ausreichender Probenkapazität für Hochdurchsatzmessungen. - Säulenthermostat zur präzisen Temperaturführung mit mehreren Anbringemöglichkeiten für analytische Säulen. - Diodenarray-Detektor (DAD) zur parallelen Detektion, Methodenentwicklung, Fehlersuche und Durchführung quantitativer Messungen während Wartungs und Reinigungsarbeiten am Massenspektrometer. 2.2 Massenspektrometer - Hochauflösendes Massenspektrometer mit Orbitrap , TOF oder äquivalenter Technologie, das eine Massenauflösung von mindestens 240.000 (FWHM) bei m/z 200 im Vollscanmodus erreicht. - Massengenauigkeit von maximal 1 ppm Drift über 24 Stunden durch geeignete (z.B. interne) Kalibrierung. - Messung im Massenbereich mindestens von 40 bis 6.000 m/z. - Fähigkeit zur simultanen Multi Element Isotopenanalyse von Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel an flüssigchromatographisch getrennten oder isolierten Verbindungen, über den oben genannten Massenbereich ohne zusätzliche Derivatisierungsschritte. - Möglichkeit zur Nutzung von wässrigen, sowie organischer Lösungsmittel als Eluenten. - MS/MS Funktionalität mit Kollisionszelle zur Fragmentierung und Strukturaufklärung. 2.3 Ionisationsquellen - Beheizte Elektrospray Ionisation (HESI) in positiver und negativer Polarität. - Zusätzliche Ionisationsquellen (z.B. APCI oder äquivalent), um Matrixeffekte zu minimieren und ein breites Spektrum an Analyten abzudecken. - Einfacher Wechsel zwischen Ionisierungsquellen möglich 2.4 Analytische Funktionalität - Unterstützung von Target Analytik (quantitative Bestimmung definierter Analyten) und Non Target Screening. - Dauerhafte Messung im Full Scan Modus sowie akquirierbare Fragmentionen (datengesteuerte oder -unabhängige Akquisition) zur Identifizierung unbekannter Substanzen. - Ausreichende Sensitivität für die Bestimmung von Spurenstoffen (Pharmazeutika, Pestizide, Industriechemikalien, Lebensmittelzusatzstoffe, Nährstoffe, Amino und Fettsäuren) in komplexen Matrizes wie Wasser, Sediment, Boden und Biota. 2.5 Software - Steuer und Auswertesoftware für alle Komponenten des LC MS System, inklusive Methoden und Sequenzverwaltung, insbesondere auch für Non-Target Screening - Spezielles Softwaremodul zur Isotopenverhältnis-Auswertung, das Isotopologen-basierte Ratios inkl. erforderlicher Korrekturen, Kalibrierung/Referenzierung, QC-Kennzahlen und Report/Export unterstützt - Datenverarbeitung für Target Analytik, Non Target Screening, Isotopenverhältnis Auswertung, Bibliotheks /Datenbankabgleich sowie Export in gängige Datenformate. 2.6 Lieferung, Installation und Inbetriebnahme - Lieferung des vollständigen Systems inklusive aller für den Betrieb notwendigen Komponenten, Kabel und Standardzubehör. - Installation und vollständige Inbetriebnahme am Aufstellort, inklusive Funktionsprüfung aller Systemkomponenten. - Einweisung/Schulung des Bedienpersonals vor Ort (mindestens 15 Personentage, detailliert anzugeben). - Bereitstellung der System und Anwenderdokumentation in deutscher und englischer Sprache. 2.7 Stickstoffgenerator - Stickstoffgenerator, der ausreichende Qualität- und Volumen für das Gesamtgerät zur Verfügung stellt. 3. Ausschlusskriterien (Muss Kriterien) Angebote, die eines oder mehrere der nachfolgenden Muss Kriterien nicht erfüllen, werden vom Vergabeverfahren ausgeschlossen. 1. Bereitstellung eines kompletten LC HRMS Systems (UHPLC + hochauflösendes Massenspektrometer) gemäß den in Abschnitt 2 beschriebenen Anforderungen. 2. Nachweis einer Mindestmassenauflösung von ? 240.000 (FWHM) bei m/z 200 im Vollscanmodus sowie einer Massengenauigkeit von ? 1 ppm Drift über 24 Stunden. 3. Nachweis der simultanen Bestimmung von Isotopensignaturen der Elemente C, H, N, O und S an flüssigchromatographisch getrennten oder isolierten Verbindungen ohne zusätzliche Derivatisierung. 4. Verfügbarkeit eines Massenbereichs von mindestens 40 bis 6.000 m/z. 5. Vorhandensein eines UHPLC Systems mit DAD, geeignet für den Einsatz in der Umweltanalytik gemäß Abschnitt 2.1. 6. Vorhandensein einer beheizten Elektrospray Ionisationsquelle (positiv/negativ) sowie der Möglichkeit zum Einsatz weiterer Ionisationsquellen. 7. Unterstützung von Target Analytik und Non Target Screening mit Full Scan Messung sowie MS/MS Funktionalität. 8. Technischer Support und Ersatzteilverfügbarkeit innerhalb Deutschlands; Angabe von Reaktionszeiten für Wartung und Reparatur (z.B. maximal 7 Werktage bis zur Fehleranalyse / Vor Ort Einsatz). 9. Lieferung, Installation, Inbetriebnahme und Funktionsprüfung des Systems am Aufstellort innerhalb von maximal 12 Wochen nach Auftragsvergabe. 10. Durchführung einer Einweisung/Schulung des Bedienpersonals vor Ort sowie Bereitstellung deutsch- und englischsprachiger Dokumentation.
Interne Kennung: 28-26 SF
5.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Lieferleistungen
Haupteinstufung (cpv): 38432200 Chromatografen
Zusätzliche Einstufung (cpv): 38433100 Massenspektrometer
5.1.2.
Erfüllungsort
Land: Deutschland
Ort im betreffenden Land
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: nein
5.1.7.
Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Keine strategische Beschaffung
5.1.10.
Zuschlagskriterien
Kriterium:
Art: Preis
Bezeichnung: Preis
Beschreibung: Alleinstellung - Siehe Angaben zur Verfahrensart
5.1.15.
Techniken
Rahmenvereinbarung:
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem:
Kein dynamisches Beschaffungssystem
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Vergabekammer Rheinland, c/o Bezirksregierung Köln
Informationen über die Überprüfungsfristen: §135 GWB Unwirksamkeit: (1) Ein öffentlicher Auftrag ist von Anfang an unwirksam, wenn der öffentliche Auftraggeber 1. gegen § 134 verstoßen hat oder 2. den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union vergeben hat, ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist, und dieser Verstoß in einem Nachprüfungsverfahren festgestellt worden ist. (2) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags einschließlich einer Zusammenfassung der einschlägigen Gründe entsprechend § 134 Absatz 1 Satz 1 unter Berücksichtigung von Absatz 3 Satz 2, jedoch nicht später als sechs Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union, sofern in der Bekanntmachung die Angaben entsprechend Absatz 3 Satz 2 enthalten sind. (3) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 Nummer 2 tritt nicht ein, wenn 1. der öffentliche Auftraggeber der Ansicht ist, dass die Auftragsvergabe ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zulässig ist, 2. der öffentliche Auftraggeber eine Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht hat, mit der er die Absicht bekundet, den Vertrag abzuschließen, und 3. der Vertrag nicht vor Ablauf einer Frist von mindestens zehn Kalendertagen, gerechnet ab dem Tag nach der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung, abgeschlossen wurde. Die Bekanntmachung nach Satz 1 Nummer 2 muss den Namen und die Kontaktdaten des öffentlichen Auftraggebers, die Beschreibung des Vertragsgegenstands, die Begründung der Entscheidung des Auftraggebers, den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zu vergeben, und den Namen und die Kontaktdaten des Unternehmens, das den Zuschlag erhalten soll, umfassen. Der Antrag auf Nachprüfung ist gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 GWB unzulässig, soweit 1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Abs. 2 GWB bleibt unberührt, 2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung genannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. § 160 Abs. 3 Satz 1 GWB gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB. § 134 Abs. 1 Satz 2 GWB bleibt unberührt. §134 GWB Informations- und Wartepflicht (1) Öffentliche Auftraggeber haben die Bieter, deren Angebote nicht berücksichtigt werden sollen, über den Namen des Unternehmens, dessen Angebot angenommen werden soll, über die Gründe der vorgesehenen Nichtberücksichtigung ihres Angebots und über den frühesten Zeitpunkt des Vertragsschlusses unverzüglich in Textform zu informieren. Dies gilt auch für Bewerber, denen keine Information über die Ablehnung ihrer Bewerbung zur Verfügung gestellt wurde, bevor die Mitteilung über die Zuschlagsentscheidung an die betroffenen Bieter ergangen ist. (2) Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertage nach Absendung der Information nach Absatz 1 geschlossen werden. Wird die Information auf elektronischem Weg oder per Fax versendet, verkürzt sich die Frist auf zehn Kalendertage. Die Frist beginnt am Tag nach der Absendung der Information durch den Auftraggeber; auf den Tag des Zugangs beim betroffenen Bieter und Bewerber kommt es nicht an. (3) Die Informationspflicht entfällt in Fällen, in denen das Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb wegen besonderer Dringlichkeit gerechtfertigt ist. Im Fall verteidigungs- oder sicherheitsspezifischer Aufträge können öffentliche Auftraggeber beschließen, bestimmte Informationen über die Zuschlagserteilung oder den Abschluss einer Rahmenvereinbarung nicht mitzuteilen, soweit die Offenlegung den Gesetzesvollzug behindert, dem öffentlichen Interesse, insbesondere Verteidigungs- oder Sicherheitsinteressen, zuwiderläuft, berechtigte geschäftliche Interessen von Unternehmen schädigt oder den lauteren Wettbewerb zwischen ihnen beeinträchtigen könnte.
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt: Universität Duisburg-Essen
Direktvergabe:
Begründung der Direktvergabe: Der Auftrag kann nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist
Sonstige Begründung: Ein hochauflösendes Flüssigchromatographie-Massenspektrometrie-System (LC-HRMS) ist eine extrem leistungsfähige analytische Plattform, die zwei Haupttechniken kombiniert, um komplexe Stoffgemische zu trennen, zu identifizieren und zu quantifizieren. Es verbindet die flüssigkeitschromatographische Trennung (LC) mit der hochauflösenden Massenspektrometrie (HRMS). Damit können neue Forschungsmöglichkeiten erschlossen werden, womit auch positionspezifische Messungen möglich werden: 1. Hochauflösende organische Spurenanalytik (LC-HRMS) mit Non-Target-Screening-Fähigkeit zur Identifikation unbekannter Metaboliten und Transformationsprodukte von Schadstoffen in aquatischen Proben durch einen Messbereich von 40 bis 6.000 m/z, 2. Isotopenanalyse (Stable Isotope Analysis, SIA) für mehrere Elemente (¹³C, ¹5N, ²H, ¹8O, ³4S) an chromatographisch getrennten Einzelverbindungen (Pestizide, Pharmazeutika und deren Abbauprodukte) aus Umweltproben. Nur die Kombination beider Fähigkeiten in einem einzigen Gerät erlaubt es, gleichzeitig Konzentrationen, Metabolitenspektren und isotopische Signaturen aus denselben Proben zu erfassen - eine methodische Grundvoraussetzung für die geplanten Studien zu Abbaukinetik, Bioabbau-Diskriminierung und Stressorinteraktionen in Fließgewässern. Das Gerät "Orbitrap Exploris 240 Isotope Solution" ist laut Marktrecherche der UDE derzeit das einzige HRMS System auf dem Markt, dass garantierte Leistungsspezifikationen für präzise Isotopenmessungen bereitstellen kann. Klassische LC-IRMS-Systeme scheiden aus, da sie technisch nur in der Lage sind Kohlenstoff-Isotopen zu messen und eine Kompatibilität mit organischen Lösungsmitteln aufweisen. Mit der Flüssigchromatographie ist nur Analyse von Kohlenstoff möglich. Ein vollständiges Isotopenbild von Elementen wie Stickstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel ist dabei nicht möglich. Zudem lassen sich nur bekannte Verbindungen und Transformationsprodukte identifizieren, da diese Systeme keine Non-Target Funktion bieten. ´Die verfügbaren Systeme bieten hochauflösende Massenspektrometrie und Non-Target-Screening-Fähigkeit, allerdings nicht in den benötigten Massenbereichen für die Isotopenanalyse. (3) Aktuelle Standardsysteme bestehen jeweils aus einem Flüssigchromatographie-Gerät (LC/HPLC) und einem hochauflösenden Massenspektrometrie-Gerät (HRMS), die miteinander gekoppelt sind. Damit andere Elemente neben Kohlenstoff analysiert werden können, ist die Kopplung mit Gaschromatographen (GC) notwendig. Die Kopplung erfolgt dabei über ein sogenanntes Interface, das den Übergang von der Flüssigkeit (LC) in das Vakuum (MS) ermöglicht. Sie machen jedoch eine Derivatisierung notwendig, die zu einer Isotopenverfälschung führt; Bei dieser Umwandlung werden dem Probenmolekül andere chemische Gruppen hinzugefügt. Das verändert das natürliche Isotopenverhältnis der Proben. Diese muss mit einer Korrekturberechnung auf Basis bekannter Isotopenzusammensetzung des Reagenzes ausgeglichen werden. Diese Korrekturberechnungen machen die Ergebnisse ungenauer oder sogar fehlerhaft. Geringe Fehler reichen aus um falsche Schlussfolgerungen zu erzeugen. Dies betrifft insbesondere Messungen der Umweltanalytik (Bestimmung der Herkunft bestimmter Schadstoffe). Kleinste Isotopenverschiebungen zeigen auf ob Schadstoffe biologisch abgebaut werden, oder nicht. Messunsicherheiten können zu falschen Aussagen über Abbauprozesse führen und daher die Forschungsergebnisse verfälschen. Darüber hinaus sinkt durch die Ungenauigkeit auch die Reproduzierbarkeit, was die Ergebnisse invalidiert. Daher ist eine hohe Messpräzision für die Forschungen unabdingbar, die jedoch mit den Standardsystemen nicht ausreichend sichergestellt werden kann. Das Gerät "Orbitrap Exploris 240 Isotope Solution" vereint die Funktionen (LC/HPLC und HRMS) in einem einzelnen Gerät, dass die benötigte Messqualität für die Forschungsprojekte erfüllen kann. Bei der Orbitrap-Technologie verändert sich nicht die chemische Zusammensetzung der Proben, da keine Derivatisierung notwendig ist. Die Proben werden direkt analysiert, indem die elektroschen Signale, die die Ionen beim Schwingen erzeugen, gemessen werden. Dies ermöglicht hochauflösende organische Spurenanalytik (inklusive Non Target Screening) mit präziser, multi elementarer komponentenspezifischer Isotopenanalyse (C, N, H, O, S) an chromatographisch getrennten Einzelverbindungen: Das bedeutet für jedes einzelne Molekül (z. B. ein Pestizid), das aus der LC kommt, kann gleichzeitig auch das Verhältnis von Isotopen gemessen werden. Durch die gleichzeitige Analyse der Isotipe kann so der natürliche Ursprung der Moleküle bestimmt werden. Anders als den Gerätekombination der Standardsysteme, können neben Kohlenstoff auch die Elemente wie Stickstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel analysiert werden, ohne dass es zu einer Isotopenverfälschung kommt. So kann eine ausreichend hochauflösende Messung und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse erfolgen. Im Rahmen der weltweiten Marktanalyse wurden weltweit alle relevanten Hersteller von LC-HRMS-Systemen und IRMS-Systemen (Thermo Fisher Scientific, Waters Corporation, Bruker Daltonics, Agilent Technologies, Elementar) geprüft. Dies erfolgte durch eine systematische Internetrecherche aller relevanten Hersteller, Herstelleranfragen und Produktinformationen, Prüfung des Patentschutzes, kontinuierliche berufliche wissenschaftliche Auseinandersetzung der Fachpersonen mit dem Marktangebot und Fachliteratur. Keine der bekannten Herstellter kann nach Wissensstand der UDE die oben genannten Kriterien jedoch erfüllen.
6.1.
Ergebnis, Los-– Kennung: LOT-0001
6.1.2.
Informationen über die Gewinner
Wettbewerbsgewinner:
Offizielle Bezeichnung: Thermo Fisher Scientific GmbH
Angebot:
Kennung des Angebots: 28-26 SF - Wird noch eingeholt
Kennung des Loses oder der Gruppe von Losen: LOT-0001
Informationen zum Auftrag:
Kennung des Auftrags: 28-26 SF
Titel: Flüssigchromatographie Massenspektrometrie Systems (LC HRMS)
Datum der Auswahl des Gewinners: 09/07/2026
8.1.
ORG-0001
Offizielle Bezeichnung: Universität Duisburg-Essen
Registrierungsnummer: DE811272995
Postanschrift: Forsthausweg 2
Stadt: Duisburg
Postleitzahl: 47057
Land, Gliederung (NUTS): Duisburg, Kreisfreie Stadt (DEA12)
Land: Deutschland
Kontaktperson: Vergabestelle/strat. Einkauf
Telefon: +49 203379-0
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt
8.1.
ORG-0002
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Rheinland, c/o Bezirksregierung Köln
Registrierungsnummer: DE812110859
Postanschrift: Zeughausstraße 2-10
Stadt: Köln
Postleitzahl: 50667
Land, Gliederung (NUTS): Köln, Kreisfreie Stadt (DEA23)
Land: Deutschland
Kontaktperson: Geschäftsstelle
Telefon: +49 221-1473045
Fax: +49 221-1472889
Rollen dieser Organisation:
Überprüfungsstelle
8.1.
ORG-0003
Offizielle Bezeichnung: Thermo Fisher Scientific GmbH
Größe des Wirtschaftsteilnehmers: Großunternehmen
Registrierungsnummer: DE246212216
Postanschrift: Im Steingrund 4-6
Stadt: Dreieich
Postleitzahl: 63303
Land, Gliederung (NUTS): Offenbach, Landkreis (DE71C)
Land: Deutschland
Rollen dieser Organisation:
Bieter
Wirtschaftlicher Eigentümer:
Staatsangehörigkeit des Eigentümers: Deutschland
Gewinner dieser Lose: LOT-0001
8.1.
ORG-0004
Offizielle Bezeichnung: Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Registrierungsnummer: 0204:994-DOEVD-83
Stadt: Bonn
Postleitzahl: 53119
Land, Gliederung (NUTS): Bonn, Kreisfreie Stadt (DEA22)
Land: Deutschland
Telefon: +49228996100
Rollen dieser Organisation:
TED eSender
Kennung/Fassung der Bekanntmachung: 045e4042-9c74-4164-a7dc-7de5aa3d8282 - 01
Formulartyp: Vorankündigung – Direktvergabe
Art der Bekanntmachung: Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
Unterart der Bekanntmachung: 25
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 09/07/2026 09:28:10 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung: 479096-2026
ABl. S – Nummer der Ausgabe: 131/2026
Datum der Veröffentlichung: 10/07/2026