1.1.
Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: Kreis Paderborn
Rechtsform des Erwerbers: Lokale Gebietskörperschaft
Tätigkeit des öffentlichen Auftraggebers: Allgemeine öffentliche Verwaltung
2.1.
Verfahren
Titel: Aufstockung Liebfrauengymnasium, Objektplanung
Beschreibung: Der Auftraggeber plant die Erweiterung und bauliche Ertüchtigung des Liebfrauengymnasiums in Büren. Anlass der Maßnahme ist die landesweite Rückkehr zur neunjährigen gymnasialen Schullaufbahn (G9) unter Berücksichtigung aktueller pädagogischer Anforderungen. Ziel ist es, moderne Unterrichtskonzepte zu ermöglichen und der zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft gerecht zu werden.
Kennung des Verfahrens: 453d280f-d542-447c-97c8-20d418214aa6
Interne Kennung: 30.31 - 26-6503
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren mit vorheriger Veröffentlichung eines Aufrufs zum Wettbewerb/Verhandlungsverfahren
Das Verfahren wird beschleunigt: nein
2.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 71300000 Dienstleistungen von Ingenieurbüros
Zusätzliche Einstufung (cpv): 71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen, 71320000 Planungsleistungen im Bauwesen, 71322000 Technische Planungsleistungen im Tief- und Hochbau, 71327000 Dienstleistungen in der Tragwerksplanung, 71356400 Technische Planungsleistungen
2.1.2.
Erfüllungsort
Land, Gliederung (NUTS): Paderborn (DEA47)
Land: Deutschland
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU
vgv -
2.1.6.
Ausschlussgründe
Quellen der Ausschlussgründe: Bekanntmachung
Korruption:
Betrug:
Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung:
Kinderarbeit und andere Formen des Menschenhandels:
Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung:
Terroristische Straftaten oder Straftaten im Zusammenhang mit terroristischen Aktivitäten:
Verstoß gegen umweltrechtliche Verpflichtungen:
Verstoß gegen arbeitsrechtliche Verpflichtungen:
Verstoß gegen sozialrechtliche Verpflichtungen:
Vereinbarungen mit anderen Wirtschaftsteilnehmern zur Verzerrung des Wettbewerbs:
Schwerwiegendes berufliches Fehlverhalten:
Täuschung, Zurückhaltung von Informationen, Unfähigkeit zur Vorlage erforderlicher Unterlagen oder Erlangung vertraulicher Informationen zu dem Verfahren:
Interessenkonflikt aufgrund seiner Teilnahme an dem Vergabeverfahren:
Direkte oder indirekte Beteiligung an der Vorbereitung des Vergabeverfahrens:
Vorzeitige Beendigung, Schadensersatz oder andere vergleichbare Sanktionen:
Verstoß gegen die in den rein innerstaatlichen Ausschlussgründen verankerten Verpflichtungen:
Verstoß gegen die Verpflichtung zur Entrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen:
Verstoß gegen die Verpflichtung zur Entrichtung von Steuern:
Einstellung der gewerblichen Tätigkeit:
Zahlungsunfähigkeit:
Verwaltung der Vermögenswerte durch einen Insolvenzverwalter:
Der Zahlungsunfähigkeit vergleichbare Lage gemäß nationaler Rechtsvorschriften:
5.1.
Los: LOT-0001
Titel: Aufstockung Liebfrauengymnasium, Objektplanung
Beschreibung: Gleichzeitig sind bestehende Raumdefizite auszugleichen, die durch den Einbau einer Mensa, den Ausbau der Ganztagsbetreuung sowie brandschutzbedingte Nutzungsanpassungen entstanden sind. Durch die Umstellung auf G9 wird mit einem Anstieg der Schülerzahl um ca. 110 Schülerinnen und Schüler gerechnet. Hieraus ergibt sich ein zusätzlicher Bedarf an Klassenräumen, Nebenräumen und Sanitärflächen. Zur Deckung dieses Bedarfs ist die Aufstockung des bestehenden Schulgebäudes um ein weiteres Geschoss vorgesehen. Ergänzend sind Maßnahmen zur energetischen Sanierung der Gebäudehülle, Anpassungen in den Bestandsgeschossen, die Erweiterung der Treppenhäuser sowie die barrierefreie Erschließung durch den Einbau eines Aufzugs geplant. Die Aufstockung umfasst ca. 1.427 m² Netto-Raumfläche. Vorgesehen sind zwölf Klassenräume, von denen zwei mittels mobiler Trennwände zu größeren Einheiten zusammenschaltbar sind, ein Lehrerzimmer, ein Kopier- und Lagerraum, zwei Schüler-WC-Anlagen, zwei Lehrer-WC-Anlagen, ein rollstuhlgerechtes WC sowie ein Putzmittelraum. In den Bestandsgeschossen werden die Raumstrukturen in den betroffenen Bereichen entsprechend angepasst. Die Aufstockung erfolgt in Leichtbauweise mit einer WDVS-Fassade. Geplant sind Kunststofffenster mit Dreifachverglasung sowie Raffstores in den Klassenräumen. Das Dach wird als flach geneigtes Holzsatteldach ausgeführt; die oberste Geschossdecke erhält eine zusätzliche Dämmung. Die Installation einer Photovoltaikanlage wird vorbereitet. Im Innenausbau sind leichte Trennwände, Holztüren in Stahlzargen, Wand- und Deckenflächen mit Vlies und Anstrich sowie schwimmender Estrich mit Linoleumbelag oder vergleichbarem Belag vorgesehen. Die Treppen zwischen dem 2. und 3. Obergeschoss werden in Stahlbeton mit Kunststeinbelag, analog zum Bestand, hergestellt. Im Bestandsgebäude sind die energetische Sanierung der Fassade, der Austausch der Fenster, die Installation von Sonnenschutzanlagen, die Erneuerung des Flachdachaufbaus der Brücke sowie die Umstrukturierung von Räumen und die Erneuerung von Wand-, Boden- und Deckenoberflächen vorgesehen. Eine statische Voruntersuchung bestätigt die grundsätzliche Machbarkeit der Aufstockung in Leichtbauweise. Die Wärmeversorgung erfolgt über die vorhandene Heizungsanlage. Die Lüftung ist als natürliche Fensterlüftung vorgesehen. Die Sanitäranlagen werden an die bestehende Leitungsführung angeschlossen. Planung und Realisierung Gegenstand dieser Ausschreibung ist die Vergabe der Leistungsphasen 5 bis 8 der Objektplanung gemäß HOAI. Die Leistungsphasen 1 bis 4 sind weitgehend abgeschlossen. Der Bauantrag befindet sich derzeit in Prüfung der Bauaufsicht. Schwerpunkt der Beauftragung ist somit die Überführung der Entwurfsplanung in eine ausführungsreife Planung, die Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe der Bauleistungen sowie die Bauüberwachung. Der Auftragnehmer übernimmt die Koordination aller an der Maßnahme beteiligten Fachplaner, insbesondere der Tragwerksplanung, der Technischen Gebäudeausrüstung, der Freianlagenplanung sowie der Fachplanungen für Brandschutz, Schall- und Wärmeschutz. Ziel ist eine wirtschaftliche, qualitativ hochwertige und termingerechte Umsetzung der Maßnahme im laufenden Schulbetrieb. Bei der weiteren Planung sind die bestehenden Vorgaben, Entwurfsentscheidungen und genehmigten Unterlagen zugrunde zu legen. Gleichzeitig sind die Anforderungen an Barrierefreiheit, flexible pädagogische Nutzungskonzepte, energetische Effizienz und nachhaltige Bauweise zu berücksichtigen. Sämtliche einschlägigen gesetzlichen und technischen Vorgaben, insbesondere zu Brandschutz, Energieeinsparung und Schallschutz, sind einzuhalten. Die Leistungen sind so zu erbringen, dass eine reibungslose Bauausführung gewährleistet ist, die Abläufe des Schulbetriebs möglichst wenig beeinträchtigt werden und die Projektziele hinsichtlich Qualität, Kosten und Terminen eingehalten werden. Bewertung und Gewichtung: Die Auswahl der Bewerber zur Angebotsphase erfolgt anhand eines gewichteten Punktesystems. Bewertet werden ausschließlich die mit dem Teilnahmeantrag eingereichten und prüffähigen Unterlagen. Die Bewertung dient der Ermittlung der drei bis sechs Bewerber mit der höchsten Gesamtpunktzahl, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Die Gesamtpunktzahl wird anhand folgender Berechnungsformel ermittelt: Gesamtpunktzahl = (Punktzahl Kriterium 1 × Gewichtung Kriterium 1) + (Punktzahl Kriterium 2 × Gewichtung Kriterium 2) + (Punktzahl Kriterium 3 × Gewichtung Kriterium 3) usw. Die maximal erreichbare Gesamtpunktzahl beträgt 9,0 Punkte. Mit Abschluss der Eignungsprüfung werden die drei bis sechs bestbewerteten Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert. Mit dieser Aufforderung beginnt die Angebotsphase gemäß Abschnitt III. Näheres sh. Vergabeunterlagen.
Interne Kennung: 0001
5.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 71300000 Dienstleistungen von Ingenieurbüros
5.1.2.
Erfüllungsort
Land, Gliederung (NUTS): Paderborn (DEA47)
Land: Deutschland
5.1.3.
Geschätzte Dauer
Laufzeit: 18 Monate
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Die Namen und beruflichen Qualifikationen des zur Auftragsausführung eingesetzten Personals sind anzugeben: Erforderlich für das Angebot
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: ja
Diese Auftragsvergabe ist auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet: nein
5.1.7.
Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Keine strategische Beschaffung
5.1.9.
Eignungskriterien
Quellen der Auswahlkriterien: Bekanntmachung
Kriterium: Eintragung in ein relevantes Berufsregister
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Bewerber müssen zur Erbringung der ausgeschriebenen Leistungen berechtigt sein. Der Nachweis erfolgt durch Eintragung in ein Berufs- oder Handelsregister oder durch sonstigen Nachweis der beruflichen Qualifikation.
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen
Kriterium: Andere wirtschaftliche oder finanzielle Anforderungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Bewerber müssen im Auftragsfall über eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen verfügen: • 5.000.000 € für Personenschäden • 1.500.000 € für Sach- und Vermögensschäden • 1.500.000 € für Umweltschäden Die Deckungssummen müssen mindestens zweifach pro Versicherungsjahr zur Verfügung stehen oder es ist eine entsprechend hohe Jahreshöchstleistung nachzuweisen. Zum Zeitpunkt des Ablaufs der Teilnahmefrist ist entweder • eine bestehende Versicherungspolice mit entsprechenden Deckungssummen oder • eine schriftliche, rechtsverbindliche Bestätigung eines Versicherungsunternehmens vorzulegen, aus der hervorgeht, dass im Auftragsfall Versicherungsschutz in der geforderten Höhe gewährt wird. Liegt zum Zeitpunkt des Ablaufs der Teilnahmefrist weder eine entsprechende Versicherungspolice noch eine Bestätigung eines Versicherungsunternehmens vor, liegt es im Ermessen des Auftraggebers, die Unterlagen nachzufordern oder den Teilnahmeantrag bzw. das Angebot im weiteren Verfahren nicht zu berücksichtigen. Bei Bewerbergemeinschaften muss jedes Mitglied, das Leistungen ausführt, über einen entsprechenden Versicherungsschutz verfügen oder verbindlich nachweisen, dass im Auftragsfall ein entsprechender Versicherungsschutz hergestellt wird. Wird die Eignung eines Dritten in Anspruch genommen, ist auch für dieses Unternehmen ein entsprechender Nachweis zu führen. Zur Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Bewerbers ist der Nettoumsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre darzulegen. Bewertet wird dabei ausschließlich der Umsatz, der mit Leistungen erzielt wurde, die mit dem ausgeschriebenen Auftragsgegenstand vergleichbar sind. Die Punktzahl der drei Geschäftsjahre wird addiert. Die Angaben zum Nettoumsatz sind zunächst in Form einer Eigenerklärung im Teilnahmeantrag zu machen. Der Auftraggeber behält sich vor, von den Bewerbern, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden sollen, sowie spätestens vom für den Zuschlag vorgesehenen Bieter geeignete Nachweise zu verlangen. Als geeignete Nachweise gelten insbesondere testierte Jahresabschlüsse, Gewinn- und Verlustrechnungen, Bestätigungen eines Wirtschaftsprüfers oder Steuerberaters oder sonstige geeignete Belege, aus denen sich der erklärte Nettoumsatz für vergleichbare Leistungen nachvollziehbar ergibt. Können die geforderten Nachweise nicht vorgelegt werden oder ergeben sich Abweichungen zu den Eigenerklärungen, kann dies zum Ausschluss vom weiteren Verfahren führen.
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen
Kriterium: Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Als geeignet gilt ein Bewerber nur dann, wenn sämtliche nachfolgend beschriebenen Mindestanforderungen vollständig erfüllt sind. Der Bewerber muss mindestens ein Referenzprojekt „Umbau, Sanierung oder Erweiterung“ eines vergleichbaren Objekts nachweisen. In diesem Projekt muss er vertraglich mit der Objektplanung beauftragt gewesen sein. Für dieses Kriterium wird maximal eine Referenz gewertet. Liegt keine entsprechende Referenz vor, ist das Mindestkriterium nicht erfüllt. Weiterhin ist mindestens ein Referenzprojekt nachzuweisen, das im laufenden Schulbetrieb oder in einem vergleichbaren laufenden Betrieb realisiert wurde. Für dieses Kriterium können maximal zwei Referenzen eingereicht werden. Liegt keine entsprechende Referenz vor, ist das Mindestkriterium nicht erfüllt. Referenzen werden ausschließlich gewertet, wenn eine Referenzbescheinigung vollständig ausgefüllt und durch den jeweiligen Referenzgeber rechtsverbindlich bestätigt wurde. Referenzen müssen so angegeben werden, dass eine Überprüfung der Angaben möglich ist. Hierzu sind insbesondere ein konkreter Ansprechpartner beim Referenzgeber sowie aktuelle Kontaktmöglichkeiten (Telefonnummer und E-Mail-Adresse) zu benennen. Können Referenzangaben nicht verifiziert werden oder bestehen begründete Zweifel an der Richtigkeit oder Vergleichbarkeit der Angaben, behält sich der Auftraggeber vor, die betreffende Referenz im Rahmen der Eignungsprüfung nicht zu berücksichtigen. Der Auftraggeber ist nicht verpflichtet, selbst Ermittlungen zur Verifizierung von Referenzangaben durchzuführen. Der Bewerber trägt die alleinige Verantwortung für die rechtzeitige Einholung der Referenzbestätigungen. Sofern eine Referenzbescheinigung zum Ablauf der Teilnahmefrist nicht vorliegt, wird die betreffende Referenz grundsätzlich nicht gewertet. Ein Anspruch auf Nachforderung, Fristverlängerung oder Kontaktaufnahme durch den Auftraggeber beim Referenzgeber besteht nicht. Kann der Bewerber ausnahmsweise keine bestätigte Referenzbescheinigung vorlegen, muss er spätestens mit Ablauf der Teilnahmefrist nachweisen – dass die Referenzbescheinigung rechtzeitig, vollständig und nachweislich beim zuständigen Referenzgeber angefordert wurde, – dass die Anforderung alle zur Bestätigung erforderlichen Angaben enthielt, – und dass die Anforderung unter Setzung einer angemessenen Frist erfolgte. Als geeigneter Nachweis gelten insbesondere schriftliche Anfragen per E-Mail mit Versandnachweis. Liegt ein solcher Nachweis nicht vor oder ist er nicht geeignet, wird die Referenz nicht berücksichtigt. Auch bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises entscheidet der Auftraggeber nach pflichtgemäßem Ermessen, ob eine Nachforderung zugelassen wird. Die Bestätigung dient ausschließlich der Plausibilisierung der erbrachten Leistungen (z. B. Leistungsumfang, Leistungszeitraum, beteiligte Leistungsphasen) und ersetzt nicht die Eigenverantwortung des Bewerbers für die Richtigkeit der Angaben. Referenzen ohne entsprechende Verifizierung können im Rahmen der Eignungsprüfung nicht berücksichtigt werden.
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen
Kriterium: Andere wirtschaftliche oder finanzielle Anforderungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Die Teilnahme am Vergabeverfahren setzt die Zuverlässigkeit des Bewerbers voraus. Ein Bewerber gilt als zuverlässig, wenn keine Tatsachen vorliegen, die seine Integrität, rechtmäßige Geschäftsführung oder seine Fähigkeit zur ordnungsgemäßen Auftragsdurchführung infrage stellen. Dabei sind insbesondere die in den §§ 123 und 124 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) geregelten Ausschlussgründe zu berücksichtigen. Ein Bewerber ist vom Vergabeverfahren auszuschließen, wenn gerichtlich festgestellte Verfehlungen, wie z. B. Verurteilungen wegen wirtschaftskrimineller Handlungen, Insolvenzverschleppung oder Verstöße gegen Umwelt- und Sozialvorschriften, bestehen. Ebenso können Tatsachen, die eine ernsthafte Besorgnis begründen, dass der Bewerber den Auftrag nicht ordnungsgemäß erfüllen kann oder gesetzliche Vorgaben verletzt, zum Ausschluss führen. Der Nachweis der Zuverlässigkeit obliegt dem Bewerber. Hierzu hat er alle erforderlichen Erklärungen und Nachweise vollständig und fristgerecht einzureichen. Versäumt der Bewerber dies, kann er vom Verfahren ausgeschlossen werden. Ein Anspruch auf Nachforderung oder Fristverlängerung durch den Auftraggeber besteht nicht.
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen
Kriterium: Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Teil 2: Zudem ist ein Projektteam namentlich zu benennen. Dieses besteht mindestens aus einer Projektleitung sowie einer weiteren qualifizierten Person (stellvertretende Projektleitung und/oder Bauleitung). Die Funktionen der Projektleitung, stellvertretenden Projektleitung und Bauleitung können – sofern fachlich geeignet – ganz oder teilweise von derselben Person wahrgenommen werden. Es sind jedoch mindestens zwei namentlich benannte und dem Projekt fest zugeordnete Personen vorzusehen, sodass die ordnungsgemäße Projektabwicklung sowie eine jederzeitige Vertretung sichergestellt sind. Die Projektleitung (projektverantwortliche Person) muss über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und in einem anzugebenden Referenzprojekt die fachliche sowie organisatorische Gesamtverantwortung getragen haben. Hierfür ist mindestens ein vergleichbares Referenzprojekt nachzuweisen, in dem diese Person die Leistungsphasen 5 bis 8 der Objektplanung eigenverantwortlich geführt hat. Die Benennung mehrerer Personen für unterschiedliche Leistungsphasen ist unzulässig. Für dieses Kriterium wird maximal eine Referenz berücksichtigt. Liegt keine entsprechende Referenz vor, gilt das Mindestkriterium als nicht erfüllt. Die Projektleitung muss zum Zeitpunkt des Ablaufs der Teilnahmefrist seit mindestens einem Jahr ununterbrochen im Unternehmen beschäftigt sein. Wird diese Mindestdauer nicht erreicht, gilt auch dieses Kriterium als nicht erfüllt. Für sämtliche Referenzen der Eignungskriterien gilt: Es werden ausschließlich vergleichbare Referenzen gewertet. Vergleichbar sind Objekte, die hinsichtlich Nutzung, technischer Komplexität und organisatorischer Anforderungen dem ausgeschriebenen Projekt entsprechen. Ein Referenzprojekt ist nur berücksichtigungsfähig, wenn die anrechenbaren Kosten der Kostengruppen 300 und 400 gemäß DIN 276 mindestens 5,0 Mio. netto betragen. Im Falle des Eignungskriteriums Nr. 2 „Referenz im laufenden Schulbetrieb“ müssen die anrechenbaren Kosten der Kostengruppen 300 und 400 mindestens 2,5 Mio. € netto betragen. Bei Referenzprojekten außerhalb Deutschlands sind die maßgeblichen Kostenkennwerte sowie der Leistungsumfang so darzustellen, dass eine Vergleichbarkeit mit den Anforderungen der Ausschreibung sowie mit der Kostengliederung nach DIN 276 und den Leistungsphasen der HOAI nachvollziehbar und prüffähig beurteilt werden kann. Der Auftraggeber behält sich vor, hierzu ergänzende Erläuterungen oder Nachweise anzufordern. Können die erforderlichen Angaben zur Beurteilung der Vergleichbarkeit nicht in ausreichender Weise erbracht werden, kann die betreffende Referenz nicht berücksichtigt werden. Die Leistungsphasen 5 bis 8 gemäß HOAI müssen innerhalb der letzten vier Jahre vor Ablauf der Teilnahmefrist begonnen und bis zum Ablauf der Teilnahmefrist vollständig erbracht und abgeschlossen worden sein. Maßgeblicher Zeitpunkt für die Rückrechnung des Bewertungszeitraumes ist somit der Tag, an dem die Frist zur Einreichung des Teilnahmeantrages endet. Eine Referenz darf für mehrere Kriterien herangezogen werden, sofern sie die jeweiligen Anforderungen vollständig erfüllt. Innerhalb eines einzelnen Kriteriums wird eine Referenz jedoch nur einmal gewertet. Jede Referenz ist prüffähig darzustellen und muss mindestens folgende Angaben enthalten: Projektbezeichnung und Ort, Art der Maßnahme (Umbau, Sanierung, Erweiterung), Baukosten netto (KG 300 + 400 gemäß DIN 276), Auftragsumfang, Erbrachte Leistungsphasen, Beginn der Leistungsphase 5, Abschluss der Leistungsphase 8, Angabe der Projektleitung, Auftraggeber mit Ansprechpartner und Kontaktdaten, Kurze Objektbeschreibung. Unvollständige oder nicht eindeutig nachvollziehbare Angaben führen dazu, dass die jeweilige Referenz nicht gewertet werden kann.
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen
Informationen über die zweite Phase eines zweiphasigen Verfahrens:
Mindestzahl der zur zweiten Phase des Verfahrens einzuladenden Bewerber: 3
Höchstzahl der zur zweiten Phase des Verfahrens einzuladenden Bewerber: 6
Das Verfahren wird in mehreren aufeinanderfolgenden Phasen durchgeführt. In jeder Phase können einige Teilnehmer ausgeschlossen werden
Der Erwerber behält sich das Recht vor, den Auftrag aufgrund der ursprünglichen Angebote ohne weitere Verhandlungen zu vergeben
5.1.10.
Zuschlagskriterien
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Qualitätskriterium
Beschreibung: Referenz: Umbau, Sanierung, Erweiterung
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Punkte, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl: 25
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Qualitätskriterium
Beschreibung: Referenz: Ausführung im laufenden Schulbetrieb
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Punkte, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl: 25
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Qualitätskriterium
Beschreibung: Qualifikation und Erfahrung der Projektleitung
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Punkte, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl: 25
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Qualitätskriterium
Beschreibung: Betriebszugehörigkeit der Projektleitung
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Punkte, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl: 15
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Qualitätskriterium
Beschreibung: Nettoumsatz des Bewerbers für Leistungen, die mit dem Auftragsgegenstand vergleichbar sind
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Punkte, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl: 10
5.1.11.
Auftragsunterlagen
Sprachen, in denen die Auftragsunterlagen offiziell verfügbar sind: Deutsch
5.1.12.
Bedingungen für die Auftragsvergabe
Verfahrensbedingungen:
Voraussichtliches Datum der Absendung der Aufforderungen zur Angebotseinreichung: 03/06/2026
Bedingungen für die Einreichung:
Elektronische Einreichung: Erforderlich
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch
Elektronischer Katalog: Nicht zulässig
Varianten: Nicht zulässig
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen: Zulässig
Frist für den Eingang der Teilnahmeanträge: 13/05/2026 11:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Informationen, die nach Ablauf der Einreichungsfrist ergänzt werden können:
Nach Ermessen des Käufers können alle fehlenden Bieterunterlagen nach Fristablauf nachgereicht werden.
Zusätzliche Informationen: Bitte beachten: Um einen eventuellen Ausschluss des Angebotes zu vermeiden, legen Sie bitte die geforderten Nachweise und Erklärungen dem Angebot unbedingt vollständig bei.
Auftragsbedingungen:
Die Auftragsausführung muss im Rahmen von Programmen für geschützte Beschäftigungsverhältnisse erfolgen: Nein
Elektronische Rechnungsstellung: Erforderlich
Aufträge werden elektronisch erteilt: nein
Zahlungen werden elektronisch geleistet: nein
5.1.15.
Techniken
Rahmenvereinbarung:
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem:
Kein dynamisches Beschaffungssystem
Elektronische Auktion: nein
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Vergabekammer Westfalen bei der Bezirksregierung Münster
Informationen über die Überprüfungsfristen: (1) Etwaige Vergabeverstöße muss der Bewerber/Bieter gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB innerhalb von 10 Tagen nach Kenntnisnahme rügen. (2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, sind nach § 160 Abs. 3 Nr. 2 GWB spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Abgabe der Bewerbung oder der Angebote gegenüber dem Auftraggeber zu rügen. (3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind nach § 160 Abs. 3 Nr. 3 GWB spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbungs- oder Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber zu rügen. (4) Ein Vergabenachprüfungsantrag ist nach § 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB innerhalb von 15 Kalendertagen nach der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, bei der Vergabekammer einzureichen.
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt: Kreis Paderborn
Organisation, die Teilnahmeanträge entgegennimmt: Kreis Paderborn
8.1.
ORG-0001
Offizielle Bezeichnung: Kreis Paderborn
Registrierungsnummer: 2275
Postanschrift: Aldegreverstr. 10-14
Stadt: Paderborn
Postleitzahl: 33102
Land, Gliederung (NUTS): Paderborn (DEA47)
Land: Deutschland
Telefon: +49 5251308-3016
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt
Organisation, die Teilnahmeanträge entgegennimmt
8.1.
ORG-0002
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Westfalen bei der Bezirksregierung Münster
Registrierungsnummer: 2ae76df2-4d60-4d99-9ff1-a14175f021a4
Postanschrift: Albrecht-Thaer-Straße 9
Stadt: Münster
Postleitzahl: 48147
Land, Gliederung (NUTS): Münster, Kreisfreie Stadt (DEA33)
Land: Deutschland
Telefon: +49 2514111691
Rollen dieser Organisation:
Überprüfungsstelle
8.1.
ORG-0003
Offizielle Bezeichnung: Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Registrierungsnummer: 0204:994-DOEVD-83
Stadt: Bonn
Postleitzahl: 53119
Land, Gliederung (NUTS): Bonn, Kreisfreie Stadt (DEA22)
Land: Deutschland
Telefon: +49228996100
Rollen dieser Organisation:
TED eSender
Kennung/Fassung der Bekanntmachung: 453d280f-d542-447c-97c8-20d418214aa6 - 01
Formulartyp: Wettbewerb
Art der Bekanntmachung: Auftrags- oder Konzessionsbekanntmachung – Standardregelung
Unterart der Bekanntmachung: 16
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 13/04/2026 09:11:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung: 253817-2026
ABl. S – Nummer der Ausgabe: 72/2026
Datum der Veröffentlichung: 14/04/2026