1.1.
Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: Klinikum Stuttgart gKAöR
Rechtsform des Erwerbers: Einrichtung des öffentlichen Rechts
Tätigkeit des öffentlichen Auftraggebers: Gesundheit
2.1.
Verfahren
Titel: Software zur Verwaltung und Dokumentation von Humanmilch nach SoHo-Verordnung
Beschreibung: 1. Zielsetzung Im Rahmen dieser Markterkundung werden geeignete Softwarelösungen zur digitalen Verwaltung und Nachverfolgung von Humanmilchprozessen (Eigenmilch und gespendete Frauenmilch) in einer klinischen Umgebung gesucht. Ziel ist ein System zur vollständigen, revisionssicheren Abbildung aller Prozesse unter Berücksichtigung der Anforderungen der SoHo-Verordnung, mit Fokus auf Patientensicherheit, Rückverfolgbarkeit und Prozessautomatisierung. 2. Allgemeine Anforderungen Die Software muss eine durchgängige digitale Dokumentation und Rückverfolgbarkeit gewährleisten; Schnittstellen zu SAP sowie Copra 5/6 bereitstellen; Workflows und Benachrichtigungen automatisieren; Etikettendruck und Scanprozesse integrieren; sowie rollenbasierte Zugriffe ermöglichen. 3. Eigenmilch („Mother’s Own Milk“) Die Software soll die Erfassung der Mütter auf Station mit SAP-Anbindung ermöglichen, eine eindeutige Mutter-ID vergeben, den CMV-Status erfassen inklusive Aufklärung und Einwilligung, die abgepumpte Milchmenge dokumentieren, Etiketten durch Personal oder Mutter erstellen, den Lagerort und Bestand nachverfolgen sowie automatische Hinweise für CMV-Inaktivierung (Tag 7 und 32+0 SSW) geben. Daten zu den Kindern wie Name, Geburtsdatum, Schwangerschaftswoche und Gewicht sollen automatisch aus SAP oder Copra übernommen werden. 4. Verarbeitung Eigenmilch CMV-inaktivierte Milch soll tageweise gepoolt, flaschenweise in Chargen vergeben, etikettiert, Inaktivierung dokumentiert und Kühlvorgänge sowie Lagerorte vermerkt werden. Zentrifugierte Milch soll analog verarbeitet werden, inklusive Dokumentation von Dauer und Umdrehungen, Kennzeichnung als entrahmt, Zuordnung von Analysen und Lagerung. 5. Verabreichung Die Software soll die Zuordnung von Milchchargen zu Kindern ermöglichen, Schnittstellen zu Copra 5/6 bieten, Teilmengen per Scan erfassen und Abrufe dokumentieren. 6. Chargenmanagement Die Software muss Chargen automatisch generieren, basierend auf Mutter-ID, Schwangerschaftswoche, Kalenderwoche der Geburt, Kalenderwoche der Milchgewinnung und Verarbeitungsart (roh oder pasteurisiert). Farbkennzeichnungen nach Schwangerschaftswoche sollen automatisch angepasst werden, ebenso die Dokumentation des Verarbeitungstags. 7. Frauenmilchbank Potenzielle Spenderinnen sollen automatisch identifiziert werden (z. B. >600 ml/Tag), digitale Aufklärungs- und Anamneseformulare mit Signatur ausfüllen können, und eine Spenderinnen-ID erhalten. Schnittstellen zu SAP, Copra und Labor (z. B. ix.serv) sollen Laborbefunde automatisch übernehmen. Die Software soll Freigaben durch Fachpersonal, Bewertung der Befunde und Kennzeichnung von Pasteurisierungspflichten ermöglichen. 8. Gespendete Milch Die Software soll Milchmenge, Datum, Uhrzeit, Kalenderwoche, Temperatur, mikrobiologische Proben und Lagerorte erfassen. 9. Verarbeitung gespendeter Milch Rohmilch soll tageweise gepoolt, in Chargen vergeben und bis Freigabe gelagert werden. Pasteurisierte Milch soll mit Dokumentation von Pasteurisierung, Kühlung und Lagerung verarbeitet werden. CMV-inaktivierte Milch soll Pooling, Inaktivierung, Kühlung und Freigabe dokumentieren. Zentrifugierte Milch wird analog Eigenmilch verarbeitet, ggf. mit zusätzlicher Pasteurisierung. 10. Nicht freigegebene Milch Die Software soll Maßnahmen wie Verwerfen, Nachpasteurisierung, Schulung der Spenderin und erneute Proben dokumentieren. 11. Ausgabe Die Software soll die Zuordnung von Chargen zu Stationen und einzelnen Kindern ermöglichen und Teilmengen per Scan erfassen. 12. Zusammenfassung Gesucht wird eine integrierte Softwarelösung zur sicheren, automatisierten Verwaltung von Humanmilchprozessen mit vollständiger Rückverfolgbarkeit, hoher Systemintegration und Benutzerfreundlichkeit. 13. Teilnahme an der Markterkundung Interessierte Unternehmen werden gebeten, ihre Teilnahme sowie Informationen zur Lösung bis spätestens 15.05.2026 per E-Mail an vergabestelle@klinikum-stuttgart.de zu übermitteln. Die Markterkundung dient ausschließlich der Vorbereitung eines möglichen Vergabeverfahrens. Ein Anspruch auf Durchführung besteht nicht.
2.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 72000000 IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung
2.1.2.
Erfüllungsort
Land: Deutschland
Ort im betreffenden Land
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU
3.1.
Teil: PAR-0001
Titel: Markterkundung: Softwarelösung zur Verwaltung und Organisation von Humanmilch gemäß SoHo-Verordnung
Beschreibung: 1. Zielsetzung Im Rahmen dieser Markterkundung werden geeignete Softwarelösungen zur digitalen Verwaltung und Nachverfolgung von Humanmilchprozessen (Eigenmilch und gespendete Frauenmilch) in einer klinischen Umgebung gesucht. Ziel ist ein System zur vollständigen, revisionssicheren Abbildung aller Prozesse unter Berücksichtigung der Anforderungen der SoHo-Verordnung, mit Fokus auf Patientensicherheit, Rückverfolgbarkeit und Prozessautomatisierung. 2. Allgemeine Anforderungen Die Software muss eine durchgängige digitale Dokumentation und Rückverfolgbarkeit gewährleisten; Schnittstellen zu SAP sowie Copra 5/6 bereitstellen; Workflows und Benachrichtigungen automatisieren; Etikettendruck und Scanprozesse integrieren; sowie rollenbasierte Zugriffe ermöglichen. 3. Eigenmilch („Mother’s Own Milk“) Die Software soll die Erfassung der Mütter auf Station mit SAP-Anbindung ermöglichen, eine eindeutige Mutter-ID vergeben, den CMV-Status erfassen inklusive Aufklärung und Einwilligung, die abgepumpte Milchmenge dokumentieren, Etiketten durch Personal oder Mutter erstellen, den Lagerort und Bestand nachverfolgen sowie automatische Hinweise für CMV-Inaktivierung (Tag 7 und 32+0 SSW) geben. Daten zu den Kindern wie Name, Geburtsdatum, Schwangerschaftswoche und Gewicht sollen automatisch aus SAP oder Copra übernommen werden. 4. Verarbeitung Eigenmilch CMV-inaktivierte Milch soll tageweise gepoolt, flaschenweise in Chargen vergeben, etikettiert, Inaktivierung dokumentiert und Kühlvorgänge sowie Lagerorte vermerkt werden. Zentrifugierte Milch soll analog verarbeitet werden, inklusive Dokumentation von Dauer und Umdrehungen, Kennzeichnung als entrahmt, Zuordnung von Analysen und Lagerung. 5. Verabreichung Die Software soll die Zuordnung von Milchchargen zu Kindern ermöglichen, Schnittstellen zu Copra 5/6 bieten, Teilmengen per Scan erfassen und Abrufe dokumentieren. 6. Chargenmanagement Die Software muss Chargen automatisch generieren, basierend auf Mutter-ID, Schwangerschaftswoche, Kalenderwoche der Geburt, Kalenderwoche der Milchgewinnung und Verarbeitungsart (roh oder pasteurisiert). Farbkennzeichnungen nach Schwangerschaftswoche sollen automatisch angepasst werden, ebenso die Dokumentation des Verarbeitungstags. 7. Frauenmilchbank Potenzielle Spenderinnen sollen automatisch identifiziert werden (z. B. >600 ml/Tag), digitale Aufklärungs- und Anamneseformulare mit Signatur ausfüllen können, und eine Spenderinnen-ID erhalten. Schnittstellen zu SAP, Copra und Labor (z. B. ix.serv) sollen Laborbefunde automatisch übernehmen. Die Software soll Freigaben durch Fachpersonal, Bewertung der Befunde und Kennzeichnung von Pasteurisierungspflichten ermöglichen. 8. Gespendete Milch Die Software soll Milchmenge, Datum, Uhrzeit, Kalenderwoche, Temperatur, mikrobiologische Proben und Lagerorte erfassen. 9. Verarbeitung gespendeter Milch Rohmilch soll tageweise gepoolt, in Chargen vergeben und bis Freigabe gelagert werden. Pasteurisierte Milch soll mit Dokumentation von Pasteurisierung, Kühlung und Lagerung verarbeitet werden. CMV-inaktivierte Milch soll Pooling, Inaktivierung, Kühlung und Freigabe dokumentieren. Zentrifugierte Milch wird analog Eigenmilch verarbeitet, ggf. mit zusätzlicher Pasteurisierung. 10. Nicht freigegebene Milch Die Software soll Maßnahmen wie Verwerfen, Nachpasteurisierung, Schulung der Spenderin und erneute Proben dokumentieren. 11. Ausgabe Die Software soll die Zuordnung von Chargen zu Stationen und einzelnen Kindern ermöglichen und Teilmengen per Scan erfassen. 12. Zusammenfassung Gesucht wird eine integrierte Softwarelösung zur sicheren, automatisierten Verwaltung von Humanmilchprozessen mit vollständiger Rückverfolgbarkeit, hoher Systemintegration und Benutzerfreundlichkeit. 13. Teilnahme an der Markterkundung Interessierte Unternehmen werden gebeten, ihre Teilnahme sowie Informationen zur Lösung bis spätestens 15.05.2026 per E-Mail an vergabestelle@klinikum-stuttgart.de zu übermitteln. Die Markterkundung dient ausschließlich der Vorbereitung eines möglichen Vergabeverfahrens. Ein Anspruch auf Durchführung besteht nicht.
3.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 72000000 IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung
3.1.2.
Erfüllungsort
Land, Gliederung (NUTS): Stuttgart, Stadtkreis (DE111)
Land: Deutschland
3.1.5.
Allgemeine Informationen
Vorbehaltene Teilnahme:
Teilnahme ist nicht vorbehalten.
3.1.9.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Klinikum Stuttgart gKAöR
8.1.
ORG-0001
Offizielle Bezeichnung: Klinikum Stuttgart gKAöR
Registrierungsnummer: DE321138183
Stadt: Stuttgart
Postleitzahl: 70174
Land, Gliederung (NUTS): Stuttgart, Stadtkreis (DE111)
Land: Deutschland
Telefon: +49 711 278 32414
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
Überprüfungsstelle
8.1.
ORG-0000
Offizielle Bezeichnung: Publications Office of the European Union
Registrierungsnummer: PUBL
Stadt: Luxembourg
Postleitzahl: 2417
Land, Gliederung (NUTS): Luxembourg (LU000)
Land: Luxemburg
Telefon: +352 29291
Rollen dieser Organisation:
TED eSender
Kennung/Fassung der Bekanntmachung: 034728e9-5476-4068-93d9-4d672159e3a0 - 01
Formulartyp: Planung
Art der Bekanntmachung: Vorinformation oder eine regelmäßige nicht verbindliche Bekanntmachung nur zu Informationszwecken
Unterart der Bekanntmachung: 4
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 01/04/2026 09:32:56 (UTC+00:00) Westeuropäische Zeit, GMT
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung: 229654-2026
ABl. S – Nummer der Ausgabe: 65/2026
Datum der Veröffentlichung: 02/04/2026
Voraussichtliches Datum der Veröffentlichung einer Auftragsbekanntmachung im Rahmen dieses Verfahrens: 01/12/2026