Stadt Göttingen — Sanierungsgebiet „Grüne Mitte Ebertal“ — Vergabe des Quartiersmanagements Referenznummer der Bekanntmachung: CXP4Y6JR6GR
Auftragsbekanntmachung
Dienstleistungen
Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber
Postanschrift:[gelöscht]
Ort: Göttingen
NUTS-Code: DE91C Göttingen
Postleitzahl: 37083
Land: Deutschland
E-Mail: [gelöscht]
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: https://www.goettingen.de
Postanschrift:[gelöscht]
Ort: Hannover
NUTS-Code: DE92 Hannover
Postleitzahl: 30159
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n):[gelöscht]
E-Mail: [gelöscht]
Telefon: [gelöscht]
Fax: [gelöscht]
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.bbt-kanzlei.de
Abschnitt II: Gegenstand
Stadt Göttingen — Sanierungsgebiet „Grüne Mitte Ebertal“ — Vergabe des Quartiersmanagements
Gegenstand des Auftrags ist die Vergabe von Leistungen zum Quartiersmanagement im Sanierungsgebiet „Grüne Mitte Ebertal“ der Stadt Göttingen.
1. Sanierungsgebiet
Im Sanierungsgebiet „Grüne Mitte Ebertal“ werden bereits zunehmend Anzeichen von sozialräumlicher Segregation, sozialer Isolation von Senior*innen, Engpässen in der Kinderbetreuung und der Freizeitbetreuung sowie Arbeitslosigkeit spürbar. Nachbarschaftsverhältnisse verlieren an Stabilität und Spannungen im Miteinander nehmen zu. Mit Blick auf eine bevorstehende Nachverdichtung im Quartier und um weitere 900 Wohneinheiten im Gothaer Areal direkt angrenzend an Ebertal, wird ein starker Druck des sozialen Wandels im Quartier, die Angst vor Verdrängung sowie die Sorge um steigende Mieten empfunden.
Im Untersuchungsgebiet Ebertal ist die Sanierung eines großen Teils der dort vorhandenen Wohngebäude der städtischen Wohnungsbaugesellschaft aus den 1960er Jahren durch Neubau und eine Verdichtung des Wohnungsbestands um 150 Wohnungen geplant. Dies bedeutet eine städtebauliche Neustrukturierung der Siedlung Ebertal mit Potenzialen für die soziale Quartiersentwicklung.
Um neben den städtebaulichen auch die sozialen und infrastrukturellen Gegebenheiten und Bezüge im Quartier zu verbessern, werden auch Teile der Umgebung der eigentlichen Ebertal-Siedlung in die vorbereitenden Untersuchungen und die Konzeptentwicklung einbezogen.
Einem entsprechenden Eckpunktepapier der Städtischen Wohnungsbau GmbH (SWB) für die städtebauliche Rahmenplanung wurde im Mai 2017 vom Verwaltungsausschuss des Rates der Stadt Göttingen zugestimmt. Der Rahmenplan der SWB wurde parallel zu diesen vorbereitenden Untersuchungen fertiggestellt und im April 2018 vom Bauausschuss zustimmend zur Kenntnis genommen.
Die Stadt Göttingen beabsichtigt, das Sanierungsgebiet „Grüne Mitte Ebertal“ mit Maß-nahmen zur Verbesserung der städtebaulichen, sozialen und infrastrukturellen Situation sozialverträglich modellhaft entsprechend der Leitlinien der Programmkomponente „Sozialer Zusammenhalt“ (ehemals „Soziale Stadt“ — Gebiet) weiterzuentwickeln.
Die Zusammensetzung aus heterogenen Bevölkerungsgruppen sowie der Alteingesessenen und der Neuzugezogenen (durch Nachverdichtung) soll gestärkt, Segregation vermieden, Nachbarschaftshilfe und Ehrenamt verstetigt und Begegnung gefördert und eine sich abzeichnende weitere negative Entwicklung gestoppt und umgekehrt werden.
2. Vorhaben
Für das Sanierungsgebiet „Grüne Mitte Ebertal“ wird die Leistung des Quartiersmanagements vergeben.
Für die Durchführung und Umsetzung der Maßnahmen wurde neben dem Quartiersmanagement auch ein Sanierungsträger beauftragt. Sanierungsträger und Quartiersmanagement arbeiten kooperativ zusammen. Im Sanierungsgebiet „Grüne Mitte Ebertal“ wird das Quartiersmanagement für den Bereich der Quartiersarbeit im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft durch einen entsprechenden bereits beauftragten Anbieter unterstützt.
Stadtseitig wird das Projekt durch das Dezernat D „Planen, Bauen und Umwelt“ begleitet und durch den Fachdienst 61.1 „Stadt- und Verkehrsplanung“ gesteuert; unterstützt wird es durch die Dezernate C „Kultur und Soziales“ und B "Personal, Schule und Jugend". Für die Begleitung der Maßnahmen durch Bewohner*innen und Akteur*innen des Quartiers wird ein Unterausschuss eingerichtet.
Das Quartiersmanagement soll als Schnittstelle zwischen Verwaltung und Quartier die beabsichtigten städtebaulich-sozialräumlichen Maßnahmen fachlich koordinieren; insbesondere soll es die Sanierungsmaßnahme unter besonderer Berücksichtigung der Förderungsvoraussetzungen der Städtebauförderungsrichtlinien vertiefend vorbereiten und die Gesamtmaßnahme durchführen. Dies bedeutet u. a. die Umsetzung des integrierten Handlungskonzepts zu begleiten und dieses bei Bedarf fortzuschreiben, Förderprogramme zu sichten und entsprechende Anträge vorzubereiten, Ansprechperson der Bewohner*innen zu sein und diese zu aktivieren, vorhandene Aktivitäten im Quartier zu bündeln sowie Projekte und Maßnahmen zu initiieren, um dadurch eine positive Entwicklung des Quartiers zu unterstützen.
Weitere Einzelheiten können den nachfolgenden Unterlagen entnommen werden.
— Anlage A1 — VU Grüne Mitte Ebertal,
— Anlage A2 — VU, IEK Grüne Mitte Ebertal — Überarbeitung (2021),
— Anlage B — Sanierungssatzung Grüne Mitte Ebertal,
— Anlage C — Leistungsbeschreibung.
Der Aufgabenbereich des Quartiersmanagements ist der Anlage C — Leistungsbeschreibung zu entnehmen und umfasst nach derzeitigem Stand insbesondere folgende Leistungen:
— Organisation der Mitwirkung,
— Projektinitiierung und Koordination,
— Unterstützung der Stadt bei der Vorbereitung und Durchführung der Sanierung,
— Öffentlichkeitsarbeit,
— Mitwirkung an der Erfolgskontrolle,
— Präsenz im Sanierungsgebiet,
— Gestaltung der Zusammenarbeit mit einem bereits beauftragten Partner für Quartiersarbeit.
Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben
Mit dem Angebot sind die nachfolgenden Erklärungen und Nachweise abzugeben:
1.1 Angabe des Bieters (Einzelbieter) mit Namen, Anschrift, Ansprechpartner mit Telefon-/Faxnummer und E-Mail-Adresse.
1.2 Im Falle der Angebotsabgabe als Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft, Angabe sämtlicher Mitglieder der Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft mit Namen, Anschrift, Ansprechpartner mit Telefon-/Faxnummer und E-Mail-Adresse.
1.3 Im Falle der Angebotsabgabe als Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft ist mit dem Angebot eine von sämtlichen Mitgliedern unterzeichnete Bietergemeinschaftserklärung vorzulegen,
a) in der die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall erklärt wird,
b) in der alle Mitglieder aufgeführt sind und in der die*der für die Durchführung des Vertrages bevollmächtigte Vertreter*in bezeichnet ist,
c) dass die*der bevollmächtigte Vertreter*in die Mitglieder gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt,
d) dass alle Mitglieder als Gesamtschuldner haften.
1.4 Im Falle der Einbindung von Nachunternehmern ist eine Erklärung zum vorgesehe-nen Nachunternehmereinsatz und zu Art und Umfang der Teilleistungen vorzulegen.
1.5 Im Falle der Einbindung von Nachunternehmern ist eine Verpflichtungserklärung des Nachunternehmers vorzulegen, dem Bieter im Auftragsfall die erforderlichen Mittel bzw. Leistungen zur Verfügung zu stellen.
1.6 Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 123 GWB.
1.7 Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 124 GWB.
1.8 Erklärung über eine Selbstreinigung gemäß § 125 GWB.
1.9 Der Bieter oder im Falle einer Angebotsabgabe als Bietergemein-schaft/Arbeitsgemeinschaft die*der bevollmächtigte Vertreter*in hat mit der Abgabe des Angebots zu erklären,
— dass ihr*ihm bewusst ist, dass eine wissentlich falsche Erklärung im Angebot einschließlich aller Anlagen den Ausschluss von diesem und weiteren Vergabeverfahren zur Folge haben kann,
— dass sie*er sich damit einverstanden erklärt, dass durch den Auftraggeber zur Überprüfung der Angaben unter Wahrung der Vertraulichkeit gegebenenfalls weitere/ergänzende Angaben/Unterlagen angefordert werden können,
— dass sie*er bestätigt, dass sie*er die Unterlagen zum Vergabeverfahren einer vollständigen Überprüfung unterzogen hat und das Vorhaben sowie die für das Verfahren geltenden Bedingungen mit der für eine Angebotsabgabe erforderlichen Genauigkeit beurteilen kann und sich mit den aufgestellten Verfahrensre-geln ausdrücklich einverstanden erklärt.
Hinweis: Es sind formlose Eigenerklärungen ausreichend. Die Auftragserteilung kann von der Vorlage weiterer Nachweise abhängig gemacht werden. In den beigefügten Vordrucken sind die entsprechenden Erklärungen enthalten. Bei Bietergemeinschaften/Arbeitsgemeinschaften sind die entsprechenden Erklärungen durch jedes Mitglied der Bietergemeinschaft beizubringen. Bei Einbindung von Nachunternehmern sind die entsprechenden Nachweise/Erklärungen auch von den Nachunternehmern beizubringen.
Mit dem Angebot sind zur Prüfung der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit des Bieters folgende Erklärungen/Unterlagen beizufügen:
2.1 Erklärung über das Bestehen einer Haftpflichtversicherung oder Abschluss einer entsprechenden Haftpflichtversicherung im Auftragsfall mit folgenden Haftungssummen:
— mindestens 0,5 Mio. EUR für Personenschäden,
— mindestens 0,5 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden.
Die Ersatzleistung der Versicherung muss mindestens das 2-Fache der o. g. Deckungssummen pro Jahr betragen. Bei einer Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft muss der Versicherungsschutz für alle Mitglieder in voller Höhe bestehen.
Hinweis: Es sind formlose Eigenerklärungen ausreichend. In den beigefügten Vordrucken sind die entsprechenden Erklärungen enthalten. Bei Bietergemeinschaften/Arbeitsgemeinschaften sind die entsprechenden Erklärungen durch jedes Mitglied der Bietergemeinschaft beizubringen.
2.2 Erklärung über den Gesamtumsatz des Bieters in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (2018, 2019, 2020).
Hinweis: Bei Bietergemeinschaften/Arbeitsgemeinschaften ist der Gesamtumsatz für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft einzeln und für die Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft insgesamt darzustellen.
Mit dem Angebot sind zur Prüfung der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit des Bieters folgende Erklärungen/Unterlagen beizufügen:
3.1 Anzahl der in den letzten drei Geschäftsjahren (2018, 2019, 2020) jahresdurchschnittlich sowie aktuell (2021) im auftragsrelevanten Bereich (Quartiersmanagement) beschäftigten Personen, gegliedert nach:
a) Geschäftsführer*innen / Inhaber*innen
b) Projektleiter*innen mit Qualifikation Diplom/Master/Bachelor
c) Projektmitarbeiter*innen
d) Sonstige Mitarbeiter*innen
Hinweis: Bei Bietergemeinschaften/Arbeitsgemeinschaften ist die Personalübersicht für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft einzeln und für die
Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft insgesamt darzustellen.
3.2 Benennung einer*eines Projektleiters*in (mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung) und einer*eines stellvertretenden Projektleiters*in (mit mindestens 2 Jahren Berufserfahrung) für den Auftragsfall mit
a) Nachweis der Qualifikation/Berufszulassung mit abgeschlossenen Bachelor-, Master- oder Hochschul-/Fachhochschulstudium der Raumplanung, Stadt- und Regionalplanung oder Geografie mit Vertiefung Raum- bzw. Stadt- und Regionalplanung oder vergleichbar
b) Angaben zur Berufserfahrung in Jahren sowie
c) Erfahrungsnachweis der*des Projektleiters*in und der*des stellvertretenden Projektleiters*in in Form der Benennung von Referenzprojekten innerhalb der letzten 10 Jahren (ab 1.1.2011), welche im Hinblick auf die Anforderungen an das vorliegende Projekt vergleichbar sind (Quartiersmanagement).
Es ist jeweils mindestens ein Referenzprojekt zu benennen.
3.3 Erfahrungsnachweis des Bieters (des/der Büros) in Form der Benennung von Referenzprojekten innerhalb der letzten 10 Jahre (ab 1.1.2011), welche im Hinblick auf die Anforderungen an das vorliegende Projekt vergleichbar sind (Quartiersmanagement). Es können sowohl laufende als auch abgeschlossene Projekte als Referenz angegeben werden.
Es sind mindestens 3 Referenzprojekte zu benennen.
Im Rahmen der Benennung der Referenzprojekte sind folgende Angaben notwendig:
— Auftraggeber (Name, Anschrift, Ansprechpartner, Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
— Benennung des Städtebauförderungsprogramms,
— Fördermittelbehörde.
— Beschreibung der Maßnahme:
—— Lage des Fördergebiets,
—— Größe/Umfang in ha,
—— Einwohnerzahl im Maßnahmengebiet,
—— Gebietstyp.
— Leistungszeitraum (Beginn/(voraussichtlicher) Abschluss),
— Projektvolumen,
— Auftragswert pro Jahr,
— Art und Umfang von Teilleistungen durch Dritte/Nachunternehmer,
— Art und Umfang der erbrachten Leistungen mit detaillierten Ergänzungen (Lageplan und aussagekräftige Unterlagen sind beizulegen).
Abschnitt IV: Verfahren
Abschnitt VI: Weitere Angaben
Das Angebotsschreiben nebst Anlagen ist spätestens zum unter „Schlusstermin für den Eingang der Angebote“ festgelegten Termin einzureichen. Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.dtvp.de/Center. Bieter haben die Vergabeunterlagen unverzüglich auf Vollständigkeit der Unterlagen sowie auf Unklarheiten zu überprüfen. Enthalten die Vergabeunterlagen nach Auffassung des Bieters Unklarheiten, so hat er unverzüglich und vor Abgabe des Angebots darauf hinzuweisen. Die Bieter werden aufgefordert, im Interesse einer schnellen Beseitigung von Unklarheiten, frühzeitig und vorab ihre Fragen zu übermitteln. Bieter haben Verstöße gegen Vergabevorschriften zu rügen. Es gelten die Bestimmungen in § 160 Abs. 3 GWB. Soweit der Rüge nicht abgeholfen wird, sind die Bieter insbesondere verpflichtet, innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang dieser Mitteilung einen Nachprüfungsantrag bei der zuständigen Vergabekammer einzureichen. Ansonsten ist der Antrag gemäß § 160 Abs. 3 GWB unzulässig.
Bekanntmachungs-ID: CXP4Y6JR6GR
Postanschrift:[gelöscht]
Ort: Lüneburg
Postleitzahl: 21339
Land: Deutschland
Telefon: [gelöscht]
Fax: [gelöscht]
Bieter haben Verstöße gegen Vergabevorschriften unter Beachtung der Regelungen in § 160 Abs. 3 GWB zu rügen. Ein Nachprüfungsantrag ist nach § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit
1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,
2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Postanschrift:[gelöscht]
Ort: Lüneburg
Postleitzahl: 21339
Land: Deutschland
Telefon: [gelöscht]
Fax: [gelöscht]