1.1.
Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: Gemeinde Großenkneten
Rechtsform des Erwerbers: Lokale Gebietskörperschaft
Tätigkeit des öffentlichen Auftraggebers: Allgemeine öffentliche Verwaltung
2.1.
Verfahren
Titel: Beauftragung einer archäologischen Ausgrabung
Beschreibung: Die Gemeinde Großenkneten plant im Ortsteil Ahlhorn die Erschließung eines neuen Wohngebietes. Die rund 10,1 ha große Fläche wurde im November und Dezember 2025 mittels Bagger prospektiert. Dabei wurden 22 etwa Nord-Süd-orientierte Suchschnitte angelegt. Eine ehemalige Sandgrube im Nordwesten der Fläche wurde ausgespart. Bei der Prospektion wurden 34 archäologisch relevante Befunde entdeckt, daneben aber auch sehr viele (53) moderne Befunde und Störungen. Die relevanten Befunde verteilen sich ungleichmäßig über das Planungsgebiet. Die größte Konzentration liegt im Südwesten der Fläche, im Norden und Südosten kommen kleinere hinzu. Gänzlich befundfrei waren nur ein Teilbereich ganz am Westrand. In insgesamt vier Bereichen wurde allerdings nur jeweils ein Befund angetroffen. Bei den Befunden handelt es sich um Pfostengruben, allgemeine Siedlungsgruben, zwei Meilergruben oder Feuerstellen, einen Graben und vermutlich einen Brunnen. Die Befunde zeigten sich im Planum – im Gegensatz zu den modernen Störungen - diffus graubraun und hoben sich nur mäßig ab. Die erhaltenen Tiefe lag bei 20 bis 30 cm. Funde wurden bei der Prospektion nicht geborgen. Angesichts der Befundverteilung ist die Ausgrabung von insgesamt fünf Teilflächen von zusammen rund 24.500 m² erforderlich, die beim Auftreten weiterer Befunde auszudehnen ist. Das Umfeld der vier isoliert liegenden Befunde wurde bei dieser Berechnung ausgespart (siehe Lageplan - Vergabeunterlagen).
Kennung des Verfahrens: b1000000-c0de-4000-a000-00d460961626
Interne Kennung: 005-2026
Verfahrensart: Offenes Verfahren
Das Verfahren wird beschleunigt: nein
2.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 71351914 Archäologische Untersuchungen
2.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: OT Ahlhorn, Westerholtkamp
Stadt: Großenkneten
Postleitzahl: 26197
Land, Gliederung (NUTS): Oldenburg, Landkreis (DE94D)
Land: Deutschland
2.1.3.
Wert
Geschätzter Wert ohne MwSt.: 200 000,00 EUR
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Zusätzliche Informationen: Der Bieter hat anzugeben inwieweit sein Unternehmen einen Bezug zu Russland hat. Dafür ist die Eigenerklärung "Erklärung zu EU-Russland-Sanktionen in der BRD gem. Artikel 5k der Verordnung (EU 2022/576)" auszufüllen und als Teil des Angebotes abzugeben. Diese Erklärung ist auch für Unterauftragnehmer, Lieferanten oder Eignungsverleiher gem. den Bedingungen der Erklärung abzugeben. Bieterfragen werden bis zum 16.04.2026 ausschließlich über die gemäß den Vergabunterlagen angegebene Kommunikation entgegen genommen. Mündliche oder verspätete Anfragen werden nicht beantwortet.
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU
vgv -
2.1.6.
Ausschlussgründe
Quellen der Ausschlussgründe: Bekanntmachung
Verstoß gegen die in den rein innerstaatlichen Ausschlussgründen verankerten Verpflichtungen: Es gelten die gesetzlichen Ausschlussgründe nach §§ 123 bis 126 GWB. Bieter/Unternehmen müssen das Nichtvorliegen der Ausschlussgründe in der Regel durch Eigenerklärung nachweisen. Formblätter liegen den Vergabeunterlagen bei.
5.1.
Los: LOT-0001
Titel: Beauftragung einer archäologischen Ausgrabung
Beschreibung: Die Gemeinde Großenkneten plant im Ortsteil Ahlhorn die Erschließung eines neuen Wohngebietes. Die rund 10,1 ha große Fläche wurde im November und Dezember 2025 mittels Bagger prospektiert. Dabei wurden 22 etwa Nord-Süd-orientierte Suchschnitte angelegt. Eine ehemalige Sandgrube im Nordwesten der Fläche wurde ausgespart. Bei der Prospektion wurden 34 archäologisch relevante Befunde entdeckt, daneben aber auch sehr viele (53) moderne Befunde und Störungen. Die relevanten Befunde verteilen sich ungleichmäßig über das Planungsgebiet. Die größte Konzentration liegt im Südwesten der Fläche, im Norden und Südosten kommen kleinere hinzu. Gänzlich befundfrei waren nur ein Teilbereich ganz am Westrand. In insgesamt vier Bereichen wurde allerdings nur jeweils ein Befund angetroffen. Bei den Befunden handelt es sich um Pfostengruben, allgemeine Siedlungsgruben, zwei Meilergruben oder Feuerstellen, einen Graben und vermutlich einen Brunnen. Die Befunde zeigten sich im Planum – im Gegensatz zu den modernen Störungen - diffus graubraun und hoben sich nur mäßig ab. Die erhaltenen Tiefe lag bei 20 bis 30 cm. Funde wurden bei der Prospektion nicht geborgen. Angesichts der Befundverteilung ist die Ausgrabung von insgesamt fünf Teilflächen von zusammen rund 24.500 m² erforderlich, die beim Auftreten weiterer Befunde auszudehnen ist. Das Umfeld der vier isoliert liegenden Befunde wurde bei dieser Berechnung ausgespart (siehe Lageplan - Vergabeunterlagen).
Interne Kennung: 005-2026
5.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 71351914 Archäologische Untersuchungen
5.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: OT Ahlhorn, Westerholtkamp
Stadt: Großenkneten
Postleitzahl: 26197
Land, Gliederung (NUTS): Oldenburg, Landkreis (DE94D)
Land: Deutschland
5.1.3.
Geschätzte Dauer
Datum des Beginns: 08/06/2026
Enddatum der Laufzeit: 11/12/2026
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Vorbehaltene Teilnahme:
Teilnahme ist nicht vorbehalten.
Die Namen und beruflichen Qualifikationen des zur Auftragsausführung eingesetzten Personals sind anzugeben: Erforderlich für das Angebot
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: nein
Diese Auftragsvergabe ist auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet: ja
Zusätzliche Informationen: #Besonders auch geeignet für:freelance#,#Besonders auch geeignet für:selbst#
5.1.7.
Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Keine strategische Beschaffung
5.1.9.
Eignungskriterien
Quellen der Auswahlkriterien: Bekanntmachung
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Zum Nachweis der fachlichen Eignung hat der Bewerber Nachweise und Erklärung über die technischen Fachkräfte und Führungskräfte gem. § 46 Abs. 3 Nr. 2 und 6 VgV namentlich zu benennen und mit beruflicher Qualifikation anzugeben. Dies gilt für der/die Grabungsleiter, sowie der übrigen Mitarbeiter. Sofern eine namentliche Nennung noch nicht möglich ist, sind die Qualifikationen und Kenntnisse der technischen Fachkräfte und Führungskräfte aufzuführen. Der/die Grabungsleiter/in muss entweder einen fachspezifischen Hochschulabschluss (Archäologie oder Grabungstechnik) besitzen oder ausgebildete/r (Frankfurter Modell oder Archäotechniker Tübingen) Grabungstechniker/in sein. Außerdem werden nachgewiesene praktische Erfahrungen von mindesten sechs Monaten in Grabungstechnik, Vermessung sowie in der Leitung von Ausgrabungen erwartet, außerdem Erfahrung in der Grabung von prähistorischen Siedlungen auf Sandböden. Mindestens die Hälfte der übrigen Mitarbeiter/innen muss über nachgewiesene umfangreichere Grabungserfahrung (mehrere Monate) verfügen. Belegt werden müssen außerdem Kenntnisse der Mitarbeiter*innen in Bodenkunde.
5.1.10.
Zuschlagskriterien
Kriterium:
Art: Preis
Beschreibung: 100 % Preis
5.1.11.
Auftragsunterlagen
Sprachen, in denen die Auftragsunterlagen offiziell verfügbar sind: Deutsch
5.1.12.
Bedingungen für die Auftragsvergabe
Bedingungen für die Einreichung:
Elektronische Einreichung: Erforderlich
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch
Elektronischer Katalog: Nicht zulässig
Varianten: Nicht zulässig
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen: Nicht zulässig
Frist für den Eingang der Angebote: 23/04/2026 10:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Dauer, während der das Angebot gültig bleiben muss: 43 Tage
Informationen, die nach Ablauf der Einreichungsfrist ergänzt werden können:
Nach Ermessen des Käufers können alle fehlenden Bieterunterlagen nach Fristablauf nachgereicht werden.
Zusätzliche Informationen: Der Auftraggeber behält sich das Recht vor, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachzufordern.
Auftragsbedingungen:
Die Auftragsausführung muss im Rahmen von Programmen für geschützte Beschäftigungsverhältnisse erfolgen: Nein
Elektronische Rechnungsstellung: Zulässig
Aufträge werden elektronisch erteilt: nein
Zahlungen werden elektronisch geleistet: ja
5.1.15.
Techniken
Rahmenvereinbarung:
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem:
Kein dynamisches Beschaffungssystem
Elektronische Auktion: nein
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Vergabekammer Niedersachsen beim Nds. Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen
Informationen über die Überprüfungsfristen: Gemäß den Regelungen der §§ 160 ff Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Der Antrag auf Nachprüfung des Vergabeverfahrens und der Vergabeentscheidung ist unzulässig, soweit: 1.) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat (§ 160 Abs. 3 Nr.1 GWB), 2.) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Nr. 2 GWB), 3.) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Nr. 3 GWB), 4.) mehr als 15 Kalendertage nach Absendung der vorläufigen Absagen in Briefform, beziehungsweise mehr als10 Kalendertage bei Absendung per Fax oder E-Mail vergangen sind (§ 134 Abs. 2 GWB), 5.) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB). Der Nachprüfungsantrag soll ein bestimmtes Begehren enthalten. Er ist unverzüglich zu begründen (§ 161 Abs. 1 GWB).
Organisation, die Teilnahmeanträge entgegennimmt: Gemeinde Großenkneten
Organisation, die Angebote bearbeitet: Gemeinde Großenkneten
8.1.
ORG-0001
Offizielle Bezeichnung: Gemeinde Großenkneten
Registrierungsnummer: Leitweg-ID: 034580007007-0-07
Abteilung: Zentrale Vergabestelle
Postanschrift: Markt 1
Stadt: Großenkneten
Postleitzahl: 26197
Land, Gliederung (NUTS): Oldenburg, Landkreis (DE94D)
Land: Deutschland
Kontaktperson: Gemeinde Großenkneten
Telefon: +49(4435)600-0
Fax: +49(4435)600-200
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
Organisation, die Teilnahmeanträge entgegennimmt
Organisation, die Angebote bearbeitet
8.1.
ORG-0002
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Niedersachsen beim Nds. Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen
Registrierungsnummer: t:04131153308
Postanschrift: Auf der Hude 2
Stadt: Lüneburg
Postleitzahl: 21339
Land, Gliederung (NUTS): Lüneburg, Landkreis (DE935)
Land: Deutschland
Rollen dieser Organisation:
Überprüfungsstelle
8.1.
ORG-0003
Offizielle Bezeichnung: Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Registrierungsnummer: 0204:994-DOEVD-83
Stadt: Bonn
Postleitzahl: 53119
Land, Gliederung (NUTS): Bonn, Kreisfreie Stadt (DEA22)
Land: Deutschland
Telefon: +49228996100
Rollen dieser Organisation:
TED eSender
Kennung/Fassung der Bekanntmachung: 91b27b8c-b1a3-40fe-88e3-7ecc023e2687 - 01
Formulartyp: Wettbewerb
Art der Bekanntmachung: Auftrags- oder Konzessionsbekanntmachung – Standardregelung
Unterart der Bekanntmachung: 16
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 12/03/2026 02:04:03 (UTC+01:00) Mitteleuropäische Zeit, Westeuropäische Sommerzeit
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung: 175753-2026
ABl. S – Nummer der Ausgabe: 51/2026
Datum der Veröffentlichung: 13/03/2026