Deutschland – Entwicklung von kundenspezifischer Software – Weiterentwicklung Software BMS-LSA inkl. Umsetzung OZG

508858-2026 - Wettbewerb
Deutschland – Entwicklung von kundenspezifischer Software – Weiterentwicklung Software BMS-LSA inkl. Umsetzung OZG
OJ S 140/2026 23/07/2026
Vorinformation oder eine regelmäßige nicht verbindliche Bekanntmachung als Aufruf zum Wettbewerb – Standardregelung
Dienstleistungen

1. Beschaffer

1.1.
Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt - Referat 16identif
Rechtsform des Erwerbers: Regionale Gebietskörperschaft
Tätigkeit des öffentlichen Auftraggebers: Bildung

2. Verfahren

2.1.
Verfahren
Titel: Weiterentwicklung Software BMS-LSA inkl. Umsetzung OZG
Beschreibung: Interessierte Unternehmen werden hiermit zur Interessenbekundung nach § 38 Abs. 4 S. 1 Nr. 3 VgV aufgerufen. Die Interessensbekundung ist an den Beschaffungsdienstleister (abante Rechtsanwälte) zu richten. Schlusstermin für den Eingang von Interessenbekundungen Tag und Ortszeit: 31.August 2026 um 10:00 Uhr. Die Absendung der Aufforderung zur Interessensbestätigung wird frühestens 35 Tage und spätestens zwölf Monate nach der Veröffentlichung dieser Vorinformation erfolgen. Die weiteren Anforderungen werden in der Aufforderung zur Interessensbestätigung mitgeteilt. Der Auftrag wird im Verhandlungsverfahren ohne gesonderte Auftragsbekanntmachung vergeben werden. Interessierten Unternehmen wird nach Einreichung einer unterschriebenen Geheimhaltungserklärung (NDA wird nach Eingang der Interessenbekundung per Mail zur Verfügung gestellt) Einsicht in den Quellcode des Bestandssystems sowie in die zur Entwicklung begleitende fachliche und technische Dokumentation in JIRA und Confluence vor Ort in Magdeburg gewährt. Für die Einsichtnahme ist ein Zeitraum in den letzten beiden Wochen im August 2026 vorgesehen. In Ausnahmefällen ist eine Einsicht auch noch danach möglich. Die Einzelheiten werden interessierten Bietern nach Eingang der Interessenbekundung mitgeteilt.
Kennung des Verfahrens: 8d9fa04c-e7d3-40b0-abea-1ca1d5fd94f9
Interne Kennung: 233/26
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren mit vorheriger Veröffentlichung eines Aufrufs zum Wettbewerb/Verhandlungsverfahren
2.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 72230000 Entwicklung von kundenspezifischer Software
2.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: Turmschanzenstraße 32
Stadt: Magdeburg
Postleitzahl: 39114
Land, Gliederung (NUTS): Magdeburg, Kreisfreie Stadt (DEE03)
Land: Deutschland
2.1.3.
Wert
Geschätzter Wert ohne MwSt.: 5 831 597,00 EUR
Höchstwert der Rahmenvereinbarung: 5 831 597,00 EUR
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Zusätzliche Informationen: Die Anforderungen an die Befähigung zur Berufsausübung, die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit sowie die technische und berufliche Leistungsfähigkeit werden in der Aufforderung zur Interessensbestätigung mitgeteilt. Der Preis ist nicht das alleinige Zuschlagskriterium. Die Zuschlagskriterien werden in den Vergabeunterlagen mitgeteilt. Der Auftragnehmer hat bei der Auftragsausführung Artikel 5k Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 betroffen sein ("Russlands Sanktions Verordnung") zu beachten.
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU
vgv -
2.1.6.
Ausschlussgründe
Quellen der Ausschlussgründe: Auftragsunterlagen

5. Los

5.1.
Los: LOT-0000
Titel: Weiterentwicklung Software BMS-LSA inkl. Umsetzung OZG
Beschreibung: Gegenstand der Beschaffung ist die Weiterentwicklung, Bereitstellung, Einführung und betriebsfertige Übergabe des Bildungsmanagementsystems Sachsen-Anhalt (BMS-LSA) sowie die Umsetzung der Anforderungen des Onlinezugangsgesetzes (OZG) im Serviceportal Schule (SPS) für die schulische Verwaltung des Landes Sachsen-Anhalt. Auf Basis einer vorhandenen und weiter zu entwickelnden Prozesslandkarte sind die fachlichen Anforderungen für unter anderem Bildungsmonitoring, Unterrichtsorganisation, Schul- und Schülermanagement, Schulpersonalmanagement, Vorbereitungsdienst, Schulentwicklungsplanung, Schulorganisation, Regelwerksmanagement sowie Berichts- und Auswertungsfunktionen umzusetzen. Es ist ein differenziertes Rollen- und Rechtekonzept mit Mehrrollenfähigkeit, Protokollierung sowie Anbindung an Single-Sign-On-Verfahren und zentrale Identitätsmanagementsysteme des Landes vorzusehen. Die Systeme müssen insbesondere Anforderungen an Skalierbarkeit, Datenschutz, Informationssicherheit, Barrierefreiheit (u. a. BITV 2.0), Schnittstellenintegration sowie Wartbarkeit und Erweiterbarkeit erfüllen und DSGVO-konform betrieben werden. Es sind standardisierte, sichere Schnittstellen zur Interoperabilität mit Drittanbietersystemen und Behörden bereitzustellen. Der Auftragnehmer stellt ein Projekt-/Entwicklungsteam mit voraussichtlich sieben Rollen (Projektleitung, Scrum Master, Requirements Engineer, Softwareentwickler mit den Schwerpunkten Software-Architektur / Lead Development, Qualitätssicherung / Release- und Deploymentmanagement, weiterer Softwareentwickler sowie UI/UX-Designer) und arbeitet nach einem agilen Vorgehensmodell mit iterativen, inkrementellen Entwicklungszyklen. Rollen definieren Aufgaben und Verantwortlichkeiten, ohne Aussagen zur Zahl der Personen oder deren Arbeitszeit zu treffen. Die Systeme sind auf eine Nutzerbasis von derzeit rund 17.000 Nutzerkonten und ca. 80.000 Datensätzen ausgelegt, mit einer perspektivischen Skalierung auf bis zu ca. 20.000 Nutzerkonten und etwa 300.000 Datensätzen bei vollständiger Integration aller Schulformen und Nutzergruppen (Schulen und Verwaltungskräfte, Lehrkräfte, Schulaufsicht und Schulbehörden, Schulträger, Personensorgeberechtigte). Es soll vorrangig ausschließlich Open-Source-Software ohne Copy-Left-Lizenzbestimmungen verwendet werden. Der Quellcode ist einheitlich zu formatieren, semantisch konsistent und nach festen Namenskonventionen zu gestalten; eine automatisierte API-Dokumentation über Inline-Dokumentation ist zu ermöglichen. Die Datenhaltung und Geschäftsprozessabwicklung im Produktivbetrieb erfolgen auf zentralen Servern des Landes Sachsen-Anhalt; der Auftragnehmer hat dem Auftraggeber rechtzeitig vor Abnahme alle relevanten Informationen zu Systemarchitektur, Dimensionierung und Konfiguration zu übergeben. Für die Umsetzung sind moderne und erprobte Softwareprodukte, Frameworks und Bibliotheken in aktuellen, unterstützten Versionen einzusetzen. Der bestehende Technologie-Stack umfasst unter anderem NGINX (Web-Server), PostgreSQL, Sequelize, Redis, Elasticsearch, Zenko Cloudserver, Node.js, Koa.js, ArangoDB, Kafka, Kubernetes sowie Micro-Services des Restore Commerce-Projekts, an dem sich die Weiterentwicklung vorrangig auszurichten hat.
Interne Kennung: LOT-0000
5.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 72230000 Entwicklung von kundenspezifischer Software
Optionen:
Beschreibung der Optionen: Zwei einseitige Optionen für den Auftraggeber, die Leistung um jeweils zwölf Monate zu verlägnern. Die maximale Vertragslaufzeit beträgt damit 48 Monate.
5.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: Turmschanzenstraße 32
Stadt: Magdeburg
Postleitzahl: 39114
Land, Gliederung (NUTS): Magdeburg, Kreisfreie Stadt (DEE03)
Land: Deutschland
5.1.3.
Geschätzte Dauer
Laufzeit: 24 Monate
5.1.5.
Wert
Geschätzter Wert ohne MwSt.: 5 831 597,00 EUR
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Vorbehaltene Teilnahme:
Teilnahme ist nicht vorbehalten.
Die Namen und beruflichen Qualifikationen des zur Auftragsausführung eingesetzten Personals sind anzugeben: Erforderlich für das Angebot
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: ja
Diese Auftragsvergabe ist auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet: nein
5.1.7.
Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Keine strategische Beschaffung
5.1.9.
Eignungskriterien
Quellen der Auswahlkriterien: Auftragsunterlagen
5.1.11.
Auftragsunterlagen
Zugang zu bestimmten Auftragsunterlagen ist beschränkt
Begründung für die Beschränkung des Zugangs zu bestimmten Auftragsunterlagen: Schutz besonders sensibler Informationen
Sprachen, in denen die Auftragsunterlagen offiziell verfügbar sind: Deutsch
Informationen über zugangsbeschränkte Dokumente einsehbar unter: https://dtvp.de/
5.1.12.
Bedingungen für die Auftragsvergabe
Bedingungen für die Einreichung:
Elektronische Einreichung: Nicht zulässig
Begründung, warum eine elektronische Einreichung nicht möglich ist: Schutz besonders sensibler Informationen
Beschreibung: Interessenbekundungen sind per E-Mail einzureichen an bms-lsa@abante.de. Für die Interessenbestätigung wird ein eigener Vergaberaum eingerichtet, dessen Adresse allen Unternehmen, die ihr Interesse bekundet haben, mitgeteilt wird.
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch
Varianten: Nicht zulässig
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen: Nicht zulässig
Frist für den Eingang der Interessenbekundungen: 31/08/2026 10:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Informationen, die nach Ablauf der Einreichungsfrist ergänzt werden können:
Nach Ermessen des Käufers können alle fehlenden Bieterunterlagen nach Fristablauf nachgereicht werden.
Zusätzliche Informationen: -
Auftragsbedingungen:
Die Auftragsausführung muss im Rahmen von Programmen für geschützte Beschäftigungsverhältnisse erfolgen: Nein
Elektronische Rechnungsstellung: Zulässig
Aufträge werden elektronisch erteilt: ja
Zahlungen werden elektronisch geleistet: ja
5.1.15.
Techniken
Rahmenvereinbarung:
Rahmenvereinbarung ohne erneuten Aufruf zum Wettbewerb
Höchstzahl der Teilnehmer: 1
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem:
Kein dynamisches Beschaffungssystem
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt 1. u. 2. Vergabekammer
Informationen über die Überprüfungsfristen: § 160 GWB findet Anwendung. Die Vorschrift lautet auszugsweise: "(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein. (...) (3) Der Antrag ist unzulässig, soweit 1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem AG nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat. Der Ablauf der Frist nach § 134 Abs. 2 GWB bleibt unberührt, 2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung genannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem AG gerügt wird, 3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem AG gerügt werden, 4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des AG, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind." Der Auftraggeber weist darauf hin, dass der Bieter wegen des Akteneinsichtsrechts aller Beteiligten eines Nachprüfungsverfahrens nach § 165 Abs. 1 GWB damit rechnen muss, dass sein Angebot von den Beteiligten bei der Vergabekammer eingesehen wird. Daher liegt es in seinem Interesse, schon in seinen Angebotsunterlagen auf wichtige Gründe nach § 165 Abs. 2 GWB für eine Versagung der Akteneinsicht hinzuweisen und betroffene Angebotsteile kenntlich zu machen (Geheimnisse, insbesondere Fabrikations-, Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse). Zur Durchsetzung seiner Rechte muss sich der Bieter an die Vergabekammer wenden.
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt: Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt - Referat 16identif
Organisation, die Teilnahmeanträge entgegennimmt: Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt - Referat 16identif

8. Organisationen

8.1.
ORG-7001
Offizielle Bezeichnung: Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt - Referat 16identif
Registrierungsnummer: 15000-1234-56
Postanschrift: Turmschanzenstraße 32
Stadt: Magdeburg
Postleitzahl: 39114
Land, Gliederung (NUTS): Magdeburg, Kreisfreie Stadt (DEE03)
Land: Deutschland
Kontaktperson: abante Rechtsanwaltsgesellschaft mbH & Co. KG
Telefon: +49 341 238 203 - 00
Internetadresse: https://mb.sachsen-anhalt.de
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt
Organisation, die Teilnahmeanträge entgegennimmt
8.1.
ORG-7004
Offizielle Bezeichnung: Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt 1. u. 2. Vergabekammer
Registrierungsnummer: t:03455141536
Postanschrift: Ernst-Kamieth-Straße 2
Stadt: Halle (Saale)
Postleitzahl: 06112
Land, Gliederung (NUTS): Halle (Saale), Kreisfreie Stadt (DEE02)
Land: Deutschland
Rollen dieser Organisation:
Überprüfungsstelle
8.1.
ORG-7005
Offizielle Bezeichnung: Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Registrierungsnummer: 0204:994-DOEVD-83
Stadt: Bonn
Postleitzahl: 53119
Land, Gliederung (NUTS): Bonn, Kreisfreie Stadt (DEA22)
Land: Deutschland
Telefon: +49228996100
Rollen dieser Organisation:
TED eSender

Informationen zur Bekanntmachung

Kennung/Fassung der Bekanntmachung: 3d45bab6-fae5-44e9-9cf3-0264e10ac477 - 01
Formulartyp: Wettbewerb
Art der Bekanntmachung: Vorinformation oder eine regelmäßige nicht verbindliche Bekanntmachung als Aufruf zum Wettbewerb – Standardregelung
Unterart der Bekanntmachung: 10
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 22/07/2026 14:22:30 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung: 508858-2026
ABl. S – Nummer der Ausgabe: 140/2026
Datum der Veröffentlichung: 23/07/2026