1.1.
Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder A.ö.R.
Rechtsform des Erwerbers: Von einer regionalen Gebietskörperschaft kontrollierte Einrichtung des öffentlichen Rechts
Tätigkeit des öffentlichen Auftraggebers: Öffentliche Ordnung und Sicherheit
2.1.
Verfahren
Titel: Studie "Befragung Glücksspielteilnahme und den Anteil potentieller Glücksspielstörung in der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland"
Beschreibung: Studie "Befragung Glücksspielteilnahme und den Anteil potentieller Glücksspielstörung in der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland"
Kennung des Verfahrens: 019f6023-ecc9-4125-9506-c4c7ca90cce1
Interne Kennung: B-110-2026
Verfahrensart: Offenes Verfahren
Das Verfahren wird beschleunigt: nein
2.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 71241000 Durchführbarkeitsstudie, Beratung, Analyse
2.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: Hansering 15
Stadt: Halle (Saale)
Postleitzahl: 06108
Land, Gliederung (NUTS): Halle (Saale), Kreisfreie Stadt (DEE02)
Land: Deutschland
2.1.3.
Wert
Geschätzter Wert ohne MwSt.: 1 500 000,00 EUR
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU
vgv -
Anzuwendende grenzübergreifende Rechtsvorschrift: UVgO, TVergG LSA, VgV, GWB, WRegG
2.1.6.
Ausschlussgründe
Quellen der Ausschlussgründe: Auftragsunterlagen
5.1.
Los: LOT-0001
Titel: Studie „Befragung Glücksspielverhalten und potentielle Glücksspielstörung“
Beschreibung: Leistungsbeschreibung Befragung Glücksspielteilnahme und potentielle Glücksspielsucht 1. Forschungsgegenstand Eines der fünf gleichrangigen Ziele des Glücksspielstaatsvertrages ist, das Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern und die Voraussetzungen für eine wirksame Suchtbekämpfung zu schaffen (§ 1 GlüStV 2021). Durch die Maßnahmen des Staatsvertrages soll ein Anstieg verhindert und langfristig die Zahl der problematischen und pathologischen Glücksspieler weiter reduziert werden. Um die Zielerreichung der Vorgaben des Glücksspiel-staatsvertrages fortlaufend messen zu können, ist es notwendig, in regelmäßigen Abständen Erhebungen zur Glücksspielteilnahme und potentiellen Glücksspielsucht durchzuführen. Re-präsentative Befragungen sollen Aufschluss über die Prävalenz der Glücksspielteilnahme so-wie das Ausmaß potentieller Glücksspielstörungen in der erwachsenen Bevölkerung geben. 2. Forschungszweck In der Vergangenheit wurden verschiedene Befragungen zur Glücksspielteilnahme und poten-tiellen Glücksspielsucht durchgeführt. An diese Arbeiten soll die Studie anbieterneutral und auf Basis einheitlicher, aktueller wissenschaftlicher Standards anknüpfen. Darüber hinaus soll sich die Befragung mit dem möglichen Zusammenhang von Impulsivität mit Glücksspielstörung beschäftigen. Das Ziel dieser Untersuchung ist es, die Möglichkeit vertiefter, bisherige Stu-dienergebnisse ergänzender, evidenzbasierter Einschätzungen zur Wirksamkeit der verhältnis- und verhaltenspräventiven Maßnahmen des GlüStV 2021 zu schaffen. Des Weiteren gilt es, in einem eigenen Modul Minderjährige verstärkt in den Blick zu nehmen, da die bisherige Stu-dienlage nahelegt, dass zunehmend Jugendliche an Glücksspielen teilnehmen. Erwartet wird, dass die Ergebnisse der Studie zu einer evidenzbasierten Diskussion über Anpassungsbedar-fe bei der Schwerpunktsetzung in der weiteren Ausgestaltung der Regulierung von (Online-)Glücksspiel in Deutschland beitragen. 3. Forschungsmethoden Das Studiendesign des Forschungsprojekts hat die folgenden Leistungen zu enthalten: • Befragung o Befragung von mindestens 6.000 Personen zwischen 18 und 85 Jahren zu folgen-den Fragestellungen: soziodemographische Angaben, insbesondere Geschlecht, Alter, Familien-stand, Schulbildung, Beschäftigungsstatus, Migrationshintergrund Teilnahme an Glücksspielen in den letzten 12 Monaten (12-Monatsprävalenz) Screening auf potentielle Glücksspielstörung auf Basis der aktuellen Krite-rien des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen (DSM-5, The Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition) Screening auf potentielle Impulsspielstörung gemäß Kurzskala zur Messung von Impulsivität nach dem UPPS-Ansatz (Urgency Premeditation Perse-verance and Sensation Seeking Impulsive Behavior Scale von Whitesi-de/Lynam [2001]; Skala Impulsives-Verhalten-8 (I-8) von Kovaleva et al. [2012]) o Auswahl der zu befragenden Personen durch eine bevölkerungsrepräsentative Stichprobenziehung auf Basis von Einwohnermelderegistern mit der Option von Mixed-Methods-Ansätzen o Erstellen eines standardisierten Fragebogens o Datenauswertung und -aufbereitung o Wiederholung der Befragung im Zweijahresrhythmus (zwei Befragungen zwischen 2027 und 2031) • Jugendmodul (Systematischer Review) o Literatur- und Realanalyse vorhandener Daten o darauf aufbauende Bewertung vorhandener Jugendschutzmaßnahmen Es wird in diesem Zusammenhang eine ausführliche und nachvollziehbare methodische Be-gründung des Studiendesigns erwartet. 4. Forschungsfragen der Studie Die forschungsleitenden Fragen des Forschungsprojekts lauten: • Wie hoch ist der Anteil der Personen an der erwachsenen Bevölkerung zwischen 18 und 85 Jahren in Deutschland, die in den letzten zwölf Monaten an Glücksspielen teil-genommen haben (12-Monatsprävalenz)? • Wie hoch ist der Anteil der Personen an der erwachsenen Bevölkerung zwischen 18 und 85 Jahren in Deutschland, bei denen eine potentielle Glücksspielstörung gemäß den Kriterien des DSM-5 erkennbar ist? • Wie hoch ist der Anteil der Personen an der erwachsenen Bevölkerung zwischen 18 und 85 Jahren in Deutschland, bei denen eine potentielle Glücksspielstörung gemäß den Kriterien des DSM-5 i.V.m. Impulsivität gemäß Kurzskala zur Messung von Impul-sivität nach dem UPPS-Ansatz erkennbar ist? • Die Befragung ist sowohl für alle Glücksspiele als auch für jedes einzelne Glücksspiel, das in Deutschland spielbar ist, durchzuführen. Dazu zählen: o Glücksspielautomaten in Spielbanken, o Tischspiele in Spielbanken, o Staatliche Lotterien des Deutschen Lotto-Toto-Blocks, o Staatliche Klassenlotterien der Gemeinsamen Klassenlotterie der Länder, o Soziallotterien, o Sparlotterien, o Sportwetten im Internet, o Sportwetten in Wettvermittlungsstellen, o Virtuelle Automatenspiele, o Online-Poker, o Online-Casinospiele, o Pferdewetten im Internet, o Pferdewetten in Örtlichkeiten des Rennwett- und Lotteriegesetzes und o Geldspielgeräte in Örtlichkeiten der Spielverordnung. • Ab welchem Lebensalter, an welchen Glücksspielen und über welche Medien haben Minderjährige den ersten Kontakt zu Glücksspielen?
Interne Kennung: LOT-0001
5.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 71241000 Durchführbarkeitsstudie, Beratung, Analyse
5.1.2.
Erfüllungsort
Stadt: Halle (Saale)
Postleitzahl: 06108
Land, Gliederung (NUTS): Halle (Saale), Kreisfreie Stadt (DEE02)
Land: Deutschland
5.1.3.
Geschätzte Dauer
Laufzeit: 5 Jahre
5.1.5.
Wert
Geschätzter Wert ohne MwSt.: 0,00 EUR
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Vorbehaltene Teilnahme:
Teilnahme ist nicht vorbehalten.
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: ja
Diese Auftragsvergabe ist auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet: ja
Zusätzliche Informationen: #Besonders auch geeignet für:other-sme#
5.1.7.
Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Innovative Beschaffung
Beschreibung: Diese sind der Leistungsbeschreibung und den besonderen Bewerbungsbedingungen zu entnehmen.
Innovationsfördernde Auftragsvergabe: Die in Auftrag gegebenen Bauleistungen, Lieferungen oder Dienstleistungen umfassen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten.
5.1.9.
Eignungskriterien
Quellen der Eignungskriterien: Auftragsunterlagen
5.1.11.
Auftragsunterlagen
Sprachen, in denen die Auftragsunterlagen offiziell verfügbar sind: Deutsch
Sprachen, in denen die Auftragsunterlagen (oder Teile davon) offiziell verfügbar sind: Deutsch
5.1.12.
Bedingungen für die Auftragsvergabe
Bedingungen für die Einreichung:
Elektronische Einreichung: Erforderlich
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch
Elektronischer Katalog: Nicht zulässig
Varianten: Nicht zulässig
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen: Nicht zulässig
Frist für den Eingang der Angebote: 01/11/2026 23:59:00 (UTC+01:00) Mitteleuropäische Zeit, Westeuropäische Sommerzeit
Dauer, während der das Angebot gültig bleiben muss: 2 027 Jahre
Informationen, die nach Ablauf der Einreichungsfrist ergänzt werden können:
Nach Ermessen des Käufers können einige fehlenden Bieterunterlagen nach Fristablauf nachgereicht werden.
Zusätzliche Informationen: Die Nachforderung von leistungsbezogenen Unterlagen, die die Wirtschaftlichkeitsbewertung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien betreffen, ist gemäß § 56 Abs. 3 Satz 1 VgV ausgeschlossen. Dies gilt nicht für Preisangaben, wenn es sich um unwesentliche Einzelpositionen handelt, deren Einzelpreise den Gesamtpreis nicht verändern oder die Wertungsreihenfolge und den Wettbewerb nicht beeinträchtigen.
Informationen über die öffentliche Angebotsöffnung:
Eröffnungstermin: 02/11/2026 00:00:00 (UTC+01:00) Mitteleuropäische Zeit, Westeuropäische Sommerzeit
Auftragsbedingungen:
Die Auftragsausführung muss im Rahmen von Programmen für geschützte Beschäftigungsverhältnisse erfolgen: Nein
Elektronische Rechnungsstellung: Zulässig
Aufträge werden elektronisch erteilt: ja
Zahlungen werden elektronisch geleistet: ja
5.1.15.
Techniken
Rahmenvereinbarung:
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem:
Kein dynamisches Beschaffungssystem
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Vergabekammer Sachsen-Anhalt Ernst-Kamieth-Str. 2 06112 Halle (Saale)
Informationen über die Überprüfungsfristen: Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist zudem unzulässig, wenn der Zuschlag erfolgt ist, bevor die Vergabekammer den Auftraggeber über den Antrag auf Nachprüfung informiert hat (§§ 168 Abs. 2 Satz 1, 169 Abs. 1 GWB). Die Zuschlagserteilung erfolgt zehn Ka-lendertage nach Absendung der Information an die unterlegenen Bieter gem. § 134 Abs. 2 GWB. Die Frist beginnt am Tag nach der Absendung der Information durch den Auftraggeber; auf den Tag des Zugangs beim betroffenen Bieter und Bewerber kommt es nicht an. Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrags setzt ferner voraus, dass die geltend ge-machten Vergabeverstöße 10 Kalendertage nach Kenntnis gegenüber dem Auftragge-ber gerügt wurden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB). Verstöße gegen Vergabevorschrif-ten, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ab-lauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsab-gabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GWB). Ver-stöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 GWB). Auf die prozessualen Vorschriften der §§ 160 ff. GWB wird außerdem hingewiesen.
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt: Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder A.ö.R.
Organisation, die einen Offline-Zugang zu den Vergabeunterlagen bereitstellt: Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder A.ö.R.
8.1.
ORG-0001
Offizielle Bezeichnung: Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder A.ö.R.
Registrierungsnummer: Behoerde
Postanschrift: Hansering 15
Stadt: Halle
Postleitzahl: 06108
Land, Gliederung (NUTS): Halle (Saale), Kreisfreie Stadt (DEE02)
Land: Deutschland
Kontaktperson: Referat 32, Organisationseinheit Vergabe/ Liegenschaftsverwaltung
Telefon: 0345-52 352 - 182
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt
Organisation, die einen Offline-Zugang zu den Vergabeunterlagen bereitstellt
8.1.
ORG-0002
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Sachsen-Anhalt Ernst-Kamieth-Str. 2 06112 Halle (Saale)
Registrierungsnummer: Behoerde
Stadt: Halle (Saale)
Postleitzahl: 06112
Land, Gliederung (NUTS): Halle (Saale), Kreisfreie Stadt (DEE02)
Land: Deutschland
Telefon: 0345 514-0
Rollen dieser Organisation:
Überprüfungsstelle
8.1.
ORG-0003
Offizielle Bezeichnung: Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Registrierungsnummer: 0204:994-DOEVD-83
Stadt: Bonn
Postleitzahl: 53119
Land, Gliederung (NUTS): Bonn, Kreisfreie Stadt (DEA22)
Land: Deutschland
Telefon: +49228996100
Rollen dieser Organisation:
TED eSender
Kennung/Fassung der Bekanntmachung: 01a0cea6-1250-483f-8d70-8b819c0b0fc8 - 01
Formulartyp: Wettbewerb
Art der Bekanntmachung: Auftrags- oder Konzessionsbekanntmachung – Standardregelung
Unterart der Bekanntmachung: 16
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 29/09/2026 12:20:16 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung: 672618-2026
ABl. S – Nummer der Ausgabe: 189/2026
Datum der Veröffentlichung: 30/09/2026