Rahmenvertrag Infrastrukturen für den Betrieb von Technikräumen Referenznummer der Bekanntmachung: DP-2020000050
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Ergebnisse des Vergabeverfahrens
Bauauftrag
Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber
Postanschrift:[gelöscht]
Ort: Altenholz
NUTS-Code: DEF0 Schleswig-Holstein
Postleitzahl: 24161
Land: Deutschland
E-Mail: [removed]
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.dataport.de
Abschnitt II: Gegenstand
Rahmenvertrag Infrastrukturen für den Betrieb von Technikräumen
Dataport betreibt als Full-Service-IT-Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnik der öffentlichen Verwaltungen Infrastruktur in den 6 Bundesländern Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg und Sachsen-Anhalt sowie für die Steuerverwaltungen in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. In allen Ländern werden Rechenzentren, Systemräume und Technikstandorte unterschiedlicher Größe betrieben. In diesem Zusammenhang sind neue Technikstandorte aufzubauen, bestehende Standorte zu erweitern oder zurück zubauen sowie Montageleistungen zur Unterstützung der Roll-Out-Teams zu erbringen.
Gegenstand dieser Ausschreibung ist der Abschluss eines Rahmenvertrages mit einem Auftragnehmer für 4 Jahre über die Erbringung von Liefer- und Montageleistungen für Infrastrukturen, die für den Betrieb von Technikräumen benötigt werden. Dazu zählen insbesondere:
— Stromversorgungssysteme,
— Systemschränke,
— Strom- und Datenverkabelung,
— Kabelführungssysteme.
Dataport betreibt als Full-Service-IT-Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnik der öffentlichen Verwaltungen Infrastruktur in 6 Bundesländern: Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg und Sachsen-Anhalt sowie für die Steuerverwaltungen in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.
In allen Trägerländern werden Rechenzentren, Systemräume und Technikstandorte unterschiedlicher Größe betrieben. Im Sinne der Synergiehebung und Konsolidierung unterliegen die Standorte einem stetigen Wandel. Die anfallenden Tätigkeiten umfassen folgende Aufgaben:
— Aufbau von neuen Technikstandorten für das Länderübergreifende Netz und die Landesnetze (LN2025, Sondervermögen Hamburgisches TK-Netz, BOS-Zugangsnetz),
— Erweiterung bestehender Standorte,
— Rückbau bestehender Standorte,
— Montageleistung zur Unterstützung der Roll-Out-Teams
Gegenstand dieser Ausschreibung ist der Abschluss eines Rahmenvertrages mit einem Auftragnehmer (AN) über die Erbringung von Liefer- und Montageleistungen für Infrastrukturen, die für den Betrieb von Technikräumen benötigt werden.
Dazu zählen:
— Stromversorgungssysteme,
— Systemschränke,
— Strom- und Datenverkabelung,
— Kabelführungssysteme,
Die Verteilung der Standorte auf die unterschiedlichen Trägerländer ist nachfolgend dargestellt:
— Hamburg (Sondervermögen Hamburgisches TK-Netz): ca. 250 Standorte,
— Schleswig-Holstein (BOS-Zugangsnetze, Landesnetze): derzeit ca. 400 Standorte, geplant insgesamt ca. 1 700 Standorte,
— Sachsen-Anhalt: 16 Standorte,
— Rechenzentren und Systemräume an zentralen Standorten: 8 Standorte,
— Länderübergreifendes Netz (Vernetzung aller Trägerländer untereinander): 30 Standorte,
Die Technik- und Systemräume haben unterschiedliche Größen und auch eine unterschiedliche Wichtigkeit für das Dienstleistungsportfolio von Dataport.
In der nachfolgenden Auflistung wird der Bestand dargestellt:
Größe, Anzahl Standorte
≤ 5 Systemschränke, 650 Standorte,
6 Systemschränke bis 10 Systemschränke, 66 Standorte,
11 Systemschränke bis 20 Systemschränke, 30 Standorte,
≥ 21 Systemschränke, 8 Standorte,
Der Rahmenvertrag soll:
— die besonderen Sicherheits- und Datenschutzanforderungen von Dataport sicherstellen,
— die projektspezifischen Anforderungen an Technikräume umsetzen,
— einen einheitlichen Standard für Technikräume im Sinne der Infrastruktur sicherstellen.
Dataport legt einen hohen Wert auf Standardisierung, konsistente Dokumentationslage und einen transparenten Projektverlauf. Projekte resultieren aus Kundenanfragen, Handlungsbedarfen, aufgrund von externen Gutachten und betrieblichen Ereignissen. Das Management von parallelen Aufträgen hinsichtlich ihrer Art nimmt einen wesentlichen Faktor ein und zeigt auch die Komplexität. Es ist beispielsweise möglich, dass der Auftragnehmer einen Standort erst vollständig zurückbaut und diesen dann vollständig im Sinne des Vergabegegenstandes errichtet. Gleichzeitig geht Dataport davon aus, dass auch kurzfristig Aufträge umgesetzt werden können. Kurzfristig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Montageleistungen am übernächsten Werktag nach Anforderung möglich sein müssen.
Die Laufzeit des Rahmenvertrags beträgt 3 Jahre zzgl. einer einmaligen Verlängerungsoption für den Auftraggeber von einem Jahr. Abrufe aus dem Rahmenvertrag erfolgen durch Dataport sowie durch das Sondervermögen Hamburgisches Telekommunikationsnetz.
IT Sicherheit
Dataport betreibt auf Grundlage einer eigenen IT-Sicherheitsleitlinie ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) nach ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz. IT-Grundschutz wird vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bereitgestellt. Ziel dieses Managementsystems ist es, neben der Absicherung der Datenverarbeitung für Dataport-eigene Zwecke unseren Kunden IT-grundschutzkonforme Dienstleistungen in allen Tätigkeitsbereichen von Dataport anbieten zu können.
Grundlage des ISMS von Dataport bilden die BSI-Standards 200-1 bis 200-3 und 100-4, sowie das IT-Grundschutzkompendium 2020. Das IT-Grundschutzkompendium beinhaltet u.a. standardisierte IT-Sicherheitsmaßnahmen, die nach 5 Schichten (Übergreifende Aspekte, Raum- und Gebäudeinfrastruktur, IT-Systeme, Netze, Anwendungen) geordnet nach technischen Kriterien in Bausteine (z. B. B 3.101 Allgemeiner Server) gruppiert sind und löst die IT-Grundschutzkataloge ab. Der Auftragnehmer muss die Standards zum IT-Grundschutz ebenfalls erfüllen. Das bei Dataport eingesetzte Personal muss in jedem Fall sicherheitsüberprüft werden nach §34 HmbSÜG. Für besondere Standorte (BOS-Zugangsnetz und einzelne Rechenzentrumsstandorte) ist eine höherwertige Sicherheitsüberprüfung nach entsprechendem Landesstandard bzw. Bundesstandard (Ü2 nach SÜG) notwendig.
Abschnitt IV: Verfahren
Abschnitt V: Auftragsvergabe
Rahmenvertrag Infrastrukturen für den Betrieb von Technikräumen
Ort: Hamburg
NUTS-Code: DE600 Hamburg
Land: Deutschland
Abschnitt VI: Weitere Angaben
Die Vergabestelle stellt die Vergabeunterlagen auf ihrer Portalseite (https://vergabeverfahren.dataport.de/evergabe.bieter/eva/#/supplierportal/dataport) zum Download zur Verfügung. Sollte ein Unternehmen sich zur Teilnahme an dem Vergabeverfahren entscheiden, so hat es sich dazu auf der Portalseite mit seinen Benutzerdaten anzumelden. Sofern für das Unternehmen noch keine Benutzerdaten bestehen sollten, ist dort eine kostenfreie Registrierung möglich. Die weitere Bearbeitung der Vergabeunterlagen erfolgt dann im Bieterassistenten. Nur so ist die Erstellung, Bearbeitung und Abgabe eines Angebotes möglich und sichergestellt, dass von der Vergabestelle ggf. weitere Angaben bzw. Hinweise zum Vergabeverfahren rechtzeitig bekanntgemacht werden können.
Erkennt ein Bieter Fehler/Unklarheiten/Widersprüche o. ä. in den Vergabeunterlagen oder bestehen hinsichtlich der Ausführung der Leistung Bedenken, so ist er verpflichtet, darauf in Form von Bieterfragen hinzuweisen. Tut er dies trotz Erkennens oder Erkennenmüssens nicht, so gehen daraus resultierende Nachteile zu seinen Lasten.
Bieterfragen sind im Rahmen eines Fragen- und Antwortenforums bis zu dem in der Projektinformation (siehe Vergabeunterlagen) als „Schluss Frageforum“ bezeichneten Termin im Abschnitt Nachrichten des Bieterassistenten jeweils einzeln über die „Senden“ Funktion einzureichen. Die Vergabestelle bittet jede Frageeingangs mit einem Betreff zu versehen, aus dem ersichtlich ist, auf welchen Teil der Vergabeunterlagen sich die Frage bezieht (z. B. Leistungsbeschreibung).
Die Fragen und die Antworten werden in anonymisierter Form allen teilnehmenden Bietern unaufgefordert an dem in der Projektinformation genannten Termin „Fragen und Antworten an alle Bieter“ über den Abschnitt Nachrichten zur Kenntnis gegeben. Im Rahmen der Anonymisierung behält sich die Vergabestelle Umformulierungen in der Fragestellung vor. Abweichend hiervon wird die Vergabestelle Auskünfte, die nur den fragenden Bieter betreffen, nur diesem mitteilen, soweit die Informationen für die anderen Bieter nicht relevant sind oder den Vertrauensschutz des fragenden Bieters verletzen. Ebenso wird die Vergabestelle unter Umständen Auskünfte schon vor dem genannten Datum versenden, wenn auf Grund der Art und des Inhalts der Frage eine unverzügliche Beantwortung geboten ist. Bei Fragen, die keine zusätzlichen Informationen im Sinne von § 10b EU Abs. 6 Nr. 1 VOB/A darstellen, prüft die Vergabestelle im jeweiligen Einzelfall, ob sie Antworten versendet.
Nach Abschluss des Fragen- und Antwortenforums eingehende Bieterfragen wird die Vergabestelle beantworten, soweit dies unter Berücksichtigung des Inhalts und der Komplexität der Frage sowie des Zeitplanes möglich und geboten ist.
Postanschrift:[gelöscht]
Ort: Kiel
Postleitzahl: 24105
Land: Deutschland
E-Mail: [removed]
Telefon: [removed]
Fax: [removed]
Internet-Adresse: http://www.schleswig-holstein.de/DE/Themen/V/vergabekammer.html
Die Vergabestelle weist auf § 160 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) hin. Dieser lautet:
„§ 160 GWB Einleitung, Antrag.
(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein;
(2) Antrags befugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht;
(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit:
1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,
2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.“
Darüber hinaus bittet die Vergabestelle darum, Rügen über den Bieterassistenten zu senden.