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1. Beschaffer
1.1.
Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: Helmholtz-Zentrum hereon GmbH
Rechtsform des Erwerbers: Organisation, die einen durch einen öffentlichen Auftraggeber subventionierten Auftrag vergibt
Tätigkeit des öffentlichen Auftraggebers: Bildung
2. Verfahren
2.1.
Verfahren
Titel: automatisierte chemische Bildgebung zur Spektralanalyse
Beschreibung: LDIR Messpaket SOOP Mikroplastiklabor bestehend aus einem QCL-basierten System zur Infrarot-Mikrospektroskopie sowie entsprechendem Zubehör für die Detektion und Identifizierung von Mikroplastik Partikeln in Umweltproben sowie die chemische Bildgebung von Oberflächen. Mikroplastik, definiert als synthetische Polymerpartikel und- fasern im Größenbereich von 1 µm bis 5 mm, kann als ubiquitärer anthropogener Schadstoff angesehen werden. Für umweltanalytische Fragestellungen ist es notwendig, ein valides und einheitliches Monitoring mittels standardisierter Verfahren von der Probennahme über die Probenprozessierung bis hin zur Detektion zu gewährleisten. Nach der Matrixabtrennung und Probenaufbereitung ist die Identifizierung und Quantifizierung von Mikroplastikpartikeln erforderlich. Diese impliziert die Unterscheidung der partikulären und Faser-förmigen synthetischen Polymere von nicht abtrennbaren natürlichen Substanzen, ihre Identifizierung, ihre Größencharakterisierung sowie die Bestimmung ihrer individuellen Anzahl. Als das Forschungsfeld noch in den Kinderschuhen steckte, wurde dies mittels visueller Unterscheidung realisiert (Hellfeldmikroskopie), was allerdings erwiesenermaßen zu Fehlerquoten von 20% bis zu 70% führte und überdies keine Identifikation des jeweiligen Polymertyps ermöglicht. Analysetechniken aus der Molekülspektroskopie, die auf der Anregung spezifischer Energiezustände in Molekülen (Schwingungszustände) mittels infraroter Strahlung (Fourier-transformierte Infrarot-Spektroskopie, FTIR) oder inelastischer Streuung monochromatischen Laserlichts basieren (Ramanspektroskopie), haben sich diesbezüglich etabliert. Die jeweils abgeleiteten Mikroskopie-Techniken ermöglichen eine chemische Bildgebung (ortsaufgelöste Analytik) und somit die Genese von Informationen über die Anzahl an Mikroplastikpartikel in einer definierten Probe sowie deren Größe. Aufgrund ihrer besseren Verträglichkeit mit Fluoreszenz in der jeweiligen Probe und der Verfügbarkeit von Detektoren mit einem Gittermuster (focal plane array, FPA), was die Aufnahme mehrerer Tausend Spektren mit nur einer Messung ermöglicht (deutlich geringerer Zeitaufwand als bei Raman ceteris paribus), ist die FTIR-Mikroskopie derzeit als prädominante Routinemethode zur Erlangung von Partikelinformationen gesetzt. Eine neue Entwicklung für die IR basierte Mikroplastik-Analytik basiert auf der Quantenkaskadenlaser-Technologie (QCL) in Verbindung mit schnell-scannender Optik. Die entsprechenden Systeme ermöglichen im Vergleich zu den klassischen FTIR-Systemen eine sehr schnelle Analytik (bis Faktor 200 je nach Analyten und Gerät) und sind meistens mit einer Software verknüpft, welche die automatische Lokalisierung und Polymeridentifizierung von Mikroplastikpartikeln ermöglicht. Bezogen auf die technologischen Anforderungen, muss das zu beschaffende Gerätepaket bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllen, um dem derzeitigen Stand der Technik gerecht zu werden und somit die Beantwortung aktueller Forschungsfragen im Bereich Mikroplastik gewährleisten zu können. Diese Anforderungen beziehen sich sowohl auf die Messtechnik selbst als auch die im Anschluss stattfindende Datenevaluierung, da ein hoher Automatisierungsgrad für den zeiteffizienten Abgleich der enormen Anzahl von auflaufenden Spektren (aufgrund der Bildgebung) mit den jeweiligen Datenbanken erforderlich ist. Um relevante methodische und statistische, sowie die bearbeiteten Umweltfragestellungen beantworten zu können, ist eine zeiteffiziente, einfache und vom Anwender unabhängige automatisierte Datenauswertung unabdingbar, um die benötigten umfangreichen Probensätze zeitnah bearbeiten zu können. Entsprechende IR-Systeme finden aktuell eine breite Anwendung in der medizinischen, pharmazeutischen, forensischen, chemischen, Polymer- und Werkstoffforschung. Das zu beschaffende Gerätepaket umfasst das Geräte inclusive einer definierten Grundausstattung an benötigtem Zubehör sowie für die Mikroplastikanalyse bestimmte Softwarelösungen, die eine entsprechende effiziente Bearbeitung und Datenauswertung umfangreicher Probensätze ermöglicht: Position QCL (Quantenkaskadenlaser) basiertes IR Imaging System
Kennung des Verfahrens: 59a4f928-cd27-4b58-8626-6c4a2f69a545
Interne Kennung: 2026/04-51557
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb
2.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Lieferleistungen
Haupteinstufung (cpv): 38000000 Laborgeräte, optische Geräte und Präzisionsgeräte (außer Gläser)
2.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: Max-Planck-Straße 1
Stadt: Geesthacht
Postleitzahl: 21502
Land, Gliederung (NUTS): Herzogtum Lauenburg (DEF06)
Land: Deutschland
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Zusätzliche Informationen: #Bekanntmachungs-ID: CXU1YYDYTWRC45YP# Allgemeine Einkaufsbedingungen des Hereons Bitte beachten Sie bei der Erstellung Ihres Angebotes die bei der Auftragsvergabe ausschließlich geltenden Allgemeinen Einkaufsbedingungen (einzusehen unter: www.hereon.de/AEB)[Stand: 02.04.2025] Mit der Abgabe eines Angebotes erklärt der Bieter: a) dass Ihm bekannt ist, dass abweichende oder weitere eigene Vertragsbedingungen nicht zum Bestandteil des Vertrages werden und den Ausschluss des Angebotes von der Wertung zur Folge haben kann, b) dass von Ihm bei der Auftragsausführung die für Hereon geltenden rechtlichen Verpflichtungen einhalten werden, c) dass der Bieter seinen Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie der Beiträge zur Sozialversicherung nachkommen ist, d) dass der Bieter die arbeitsschutzrechtlichen Regelungen einhält und seinen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wenigstens diejenigen Mindestarbeitsbedingungen einschließlich des Mindestentgelts gewährt, die nach dem Mindestlohngesetz, einem nach Tarifvertragsgesetz mit den Wirkungen des Arbeitnehmerentsendegesetzes für allgemein verbindlich erklärten Tarifvertrag oder einer nach § 7, § 7a oder § 11 des Arbeitnehmerentsendegesetzes oder einer nach § 3a des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes erlassenen Rechtsverordnung für die betreffende Leistung verbindlich vorgegeben werden, e) dass der Bieter bei der Ausführung öffentlicher Aufträge nicht gegen geltende Umwelt-, Sozial- oder arbeitsrechtliche Verpflichtungen verstoßen hat bzw. wird, f) dass kein Interessenskonflikt bei der Beteiligung an diesem Vergabeverfahren bestehen wird, der die Unparteilichkeit und Unabhängigkeit einer für den öffentlichen Auftraggeber tätigen Person bei der Durchführung des Vergabeverfahrens beeinträchtigen könnte. g) dass die ILO-Kernarbeitsnormen bei der Ausführung des Auftrags eingehalten wird. Desweitern erklärt der Bieter mit Abgabe seines Angebotes auf gesondertes Anfordern des Helmholtz-Zentrum hereon GmbH zu den Punkten a) bis g) die Entsprechenden Nachweise zu erbringen. Der Bieter versichert weiterhin, dass diese Erklärung auch für den Einsatz von Unterauftragnehmern gilt. Der Bieter ist sich bewusst, dass eine nicht fristgerechte oder unvollständige Abgabe der geforderten Erklärungen und Nachweise zum Ausschluss des Angebotes von der weiteren Wertung führt und das eine grob fahrlässige oder falsche Erklärung zur Eintragung in das Register zum Schutz fairen Wettbewerbs führen kann. Mindestanforderungen Die Nichterfüllung einer der in der Leistungsbeschreibung genannten Mindestanforderungen oder KO Kriterium in der Wertungstabelle führt zu einem Ausschluss des Angebotes. Die Rechnungen sind mit durch die Anlieferungsstelle bestätigtem Lieferschein bei der Helmholtz-Zentrum hereon GmbH ausschließlich elektronisch gem. dem beiliegenden Dokument ("Anschreiben Lieferanten deutsch xRechnung") zu übermitteln. Die Bestellnummern sind auf dem Lieferschein sowie auf der Rechnung zu vermerken. Auf der Rechnung müssen zudem die Vergabenummer und das Lieferdatum vermerkt sein. Schriftwechsel zu Rechnungen ist ausschließlich per E-Mail über kreditor@hereon.de zu führen. Hereon: Leitweg-ID 992-80187-74
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU
vgv -
5. Los
5.1.
Los: LOT-0001
Titel: automatisierte chemische Bildgebung zur Spektralanalyse
Beschreibung: Spezifikationen Position QCL (Quantenkaskadenlaser) basiertes IR-Imaging System Spektrometer - Spektralbereich: mindestens 1800 - 975 cm-1 - Spektrale Auflösung: besser als 0.5 cm-1 - Lebensdauer der IR-Quelle > 5 Jahre - Signal-zu-Rauchen-Verhältnis: ~ 50000:1 bei 5 s Messzeit (spektrale Auflösung 4 cm-1) oder besser QCL- basiertes oder kombiniertes FPA/QCL-basiertes IR Imaging System: - Analyse einer Fläche bzw. eines Filters mit 10 x 10 mm in etwa 6 h oder schneller - Detektorkühlung ohne flüssigen Stickstoff (thermoelektrische Kühlung favorisiert), da das Gerät auch mobil bzw. in Bereichen mit schlechter Infrastrukturanbindung (z.B. Forschungsschiffe, Forschungsstationen) eingesetzt werden soll - Leistungsfähige, robuste Optik mit entsprechend hoher optischer Vergrößerung im benötigten Spektralbereich zur Erstellung hochaufgelöster Übersichtsbilder und IR Bilder - Messung in Reflektion oder ATR - Räumliche Auflösung ~ 2 µm oder besser - Garantie mindestens 3 Jahre - Verfügbarkeit von Sample Holder, welcher die Messung auf speziellen IR-reflektiven (Transflektionsmessung) und/oder -transparenten (Transmissionsmessung) Filtern ermöglicht sowie von anderen Proben/Geometrien - Kompakter raumsparender Aufbau/Abmessungen - Leistungsfähige schnellbewegliche Stage mit hoher Wiederholpräzision zur schnellen Probenpositionierung und als Basis für eine reproduzierbare chemische Bildgebung - Laterale Auflösung bei der Detektion (Größen-Detektionslimit): Mindestens 10 µm - Möglichkeit Multi-Peak Imaging und Hyperspectral Imaging durchzuführen Datenauswertung Das zu beschaffende System muss mindestens die folgenden Bestandteile zur Datenauswertung enthalten: - Umfangreiche Spektrendatenbanken für die Identifizierung von unterschiedlichsten Polymertypen und anderen Komponenten - Leistungsfähiger Auswertungscomputer (mind. 64 GB Hauptspeicher, min. 1 TB Festplatte, Leistungsfähige CPU) HD Monitor und Softwarepaket für den automatisierten Abgleich der aufgenommenen Spektren und Identifizierung der Polymere oder anderer Verbindungen - Automatisierte Bildbearbeitungs- und Auswertesoftware für die Zusammensetzung der Spektren mit jeweiligen räumlichen (XY)-Informationen zu Partikeln bzw. Faser bzw. deren Größen- und Anzahlermittlung, sowie vollautomatisierte statistischer Datenauswertung bezüglich der detektieren Polymertypen, Partikelanzahl und Partikelgröße - Möglichkeit eigene Spektren- Bibliotheken anlegen zu können - Mikroplastik-spezifische sehr stark automatisierte Softwarelösung für die Erstellung von Statistiken direkt im Anschluss nach (idealerweise quasi-simultan) der Messung (Workflow für die Mikroplastikanalytik sollten enthalten sein) - Möglichkeit, nach der Messung Datenbankzuordnungen inkl. Hit Quality Werten, und geometrische Partikelparameter in gängigen Dateiformaten (z.B. CSV) zu exportieren. - Kostenlose regelmäßig Softwareupdates mindestens für die Dauer der erweiterten Garantiezeit
Interne Kennung: 2026/04-51557
5.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Lieferleistungen
Haupteinstufung (cpv): 38000000 Laborgeräte, optische Geräte und Präzisionsgeräte (außer Gläser)
5.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: Max-Planck-Straße 1
Stadt: Geesthacht
Postleitzahl: 21502
Land, Gliederung (NUTS): Herzogtum Lauenburg (DEF06)
Land: Deutschland
5.1.3.
Geschätzte Dauer
Datum des Beginns: 29/10/2026
Enddatum der Laufzeit: 23/12/2026
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: ja
5.1.7.
Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Keine strategische Beschaffung
5.1.10.
Zuschlagskriterien
Kriterium:
Art: Preis
Bezeichnung: Preis
Beschreibung: Preis
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Punkte, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl: 100
5.1.15.
Techniken
Rahmenvereinbarung:
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem:
Kein dynamisches Beschaffungssystem
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt
Informationen über die Überprüfungsfristen: - § 134 Abs. 2 GWB - Informations- und Wartepflicht: Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertage nach Absendung der Information nach § 134 Abs. 1 GWB geschlossen werden. Wird die Information auf elektronischem Weg oder per Fax versendet, verkürzt sich die Frist auf 10 Kalendertage. Die Frist beginnt am Tag nach der Absendung der Information durch den Auftraggeber; auf den Tag des Zugangs beim betroffenen Bieter und Bewerber kommt es nicht an. - Das Vergabeverfahren unterliegt den Vorschriften über das Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer (§ 155 ff. GWB). Gemäß § 160 Abs. 3 GWB ist der Antrag unzulässig, soweit: 1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Abs. 2 GWB bleibt unberührt, 2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Der vorstehende Satz gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB. § 134 Abs. 1 Satz 2 GWB bleibt unberührt.
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt: Helmholtz-Zentrum hereon GmbH
6. Ergebnisse
Wert aller in dieser Bekanntmachung vergebenen Verträge: 183 649,34 EUR
Direktvergabe:
Begründung der Direktvergabe: Der Auftrag kann aufgrund von Ausschließlichkeitsrechten, darunter von Rechten des geistigen Eigentums, nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden
Sonstige Begründung: Begründung für die direkte Beschaffung eines IR Spektrometers der Fa. Agilent Technologies (Model LDIR8700 QCL IR Imaging System) für die ortsaufgelöste Analyse von Mikroplastik auf der Basis eines Quantenkaskadenlasers Einleitung Mikroplastik in der Umwelt zählt aktuell zu den wichtigsten anthropogen bedingten Stressoren und erfährt als neue Schadstoffklasse in der Umwelt eine immer größere Beachtung in der öffentlichen Wahrnehmung. Neben dem direkten Eintrag von Plastikmüll in die Weltmeere spielt das Land-Fluss-Meer Kontinuum eine wichtige Rolle als Quelle für den Eintrag von Mikro- bzw. im zunehmenden Masse auch für Nanoplastikpartikel in die Umwelt. Aktuell gibt es immer noch sehr wenig verlässliche Informationen zur Rolle und zum Verhalten von Mikroplastik in komplexen Ökosystemen bzw. zu möglichen Wechselwirkungen die es mit der biotischen wie auch abiotischen Umwelt eingeht. Dabei bildet die Identifizierung und Quantifizierung der unterschiedlichen Polymere sowie der in ihnen enthaltenen Additive bzw. der an sie gebundenen Schadstoffe wie z.B. Flammschutzmitteln, Stabilisatoren, Schwermetalle etc. eine wichtige Informationsgrundlage bezügliche möglicher Auswirkungen auf die aquatischen- und marine Ökosysteme. Die besondere Herausforderung liegt hierbei in den zumeist sehr kleinen Probenmengen, die für entsprechende Messungen oftmals nur zur Verfügung stehen. Bei der geplanten Beschaffung handelt es sich um ein neuartiges System zur chemischen Bildgebung mittels IR-Spektroskopie auf der Basis eines "Quantum Cascade Lasers", dass erst seit kurzem kommerziell verfügbar ist. Es erlaubt die Identifizierung von Mikroplastikpartikeln z.B. auf Filtern oder anderen Probenträgern und zeichnet sich durch eine hohe Ortsaulösung bis zu 1µm aus, wodurch selbst kleinste Partikel sicher identifiziert werden können. Zusätzlich ist das Verfahren deutlich schneller im Vergleich zu klassischen FTIR Systemen mit einem sog. Focal Plane Array Detector (Messdauer teilweise bis zu 10 h pro Filter), wodurch sich die Analysenzeiten drastisch reduzieren lassen und mehr Proben untersucht werden können. Die langen Analysenzeiten, die aktuelle für die Identifizierung der in der Umwelt gefundenen Partikel benötigt werden stellen aktuell einen großen Engpass in der Mikroplastikforschung dar. Mit der beantragten Beschaffungsmaßnahem soll die Laborinfrastruktur für die Bearbeitung der verschiedenen Mikroplastik bezogenen Aspekte des SOOP Projektes erweitert werden. Die Beschaffungsmaßnahme bildet einen essentiellen Bestandteil der SOOP Infrastruktur und bildet die Grundlage für die Testung und weitere Optimierung der entwickelten Geräte sowie die Umsetzung der geplanten "Citizen Science" Aktivitäten. Zusätzlich ergeben sich wichtige Schnittstellen zur POF5 bzw. Möglichkeiten die Synergien mit dem AWI bzw. GEOMAR in diesem Themenkomplex weiter auszubauen. Die beantragte Maßnahme trägt zusätzlich zur Steigerung der Attraktivität der Hereon Küsteninstitute für externe Kooperationspartner bzw. als Partner in nationalen wie auch internationalen Projekten zum Thema Mikroplastik bei. Insgesamt erlaubt die beantragte Technik die schnellere Identifizierung der gefundenen Partikel. Dies stellt aktuell den größten Engpass in der Mikroplastikforschung dar und insbesondere die dringend benötigten großangelegten und langfristigen Studien werden dadurch behindert bzw. unmöglich macht. Das Institut hat dazu eine Markterkundung durchgeführt und ist zu folgendem Ergebnis gekommen. Begründung für die direkte Vergabe gemäß § 14 Abs. 4 Nr. 2 c) VgV Vor dem oben ausgeführten Hintergrund soll ein neuartiges IR-Spektrometers der Fa. Agilent Technologies (Model LDIR 8700 QCL IR Imaging System) für die ortsaufgelöste Analyse von Mikroplastik auf der Basis eines Quantenkaskadenlasers beschafft werden, das sich durch verschiedene patentierte technische Alleinstellungsmerkmalen auszeichnet. EP3109619B1 Hier geht es darum, wie die erzeugten Teilbilder zu einem Gesamtbild zusammengesetzt werden. Zwingend erforderlich ist dies für die Erzeugung großer Bilder, aber auch der Filteroberfläche, wenn es um Mikroplastiken geht. Nur durch eine gute optimale Bildqualität können die große und kleine Partikel, die parallel in Umweltproben vorkommen optimal erkannt und analysiert werden bzw. die Proben reproduzierbar visuell dokumentiert werden. EP3112844B1 Der Vorteil der optimalen und automatisierten Positionierung der Referenz wirkt sich während der Messung von Mikroplastiken so aus, dass zum Beispiel der Golduntergrund des Goldfilters optimal mit der Probe verrechnet wird. Nur durch einen geeigneten Hintergrund und einer optimalen Verrechnung können optimale und reproduzierbare Spektren unabhängig vom jeweiligen Nutzer erhalten werden. Dies trägt dazu bei langfristig die Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten, da dieser Prozess durch den Nutzer nicht beeinflusst werden kann. EP3355422B1 Dieses Patent beschreibt die Optimierung der Durchstimmbarkeit des Lasers. Nur so kann eine präzise Wellenzahlgenauigkeit und ein korrektes Spektrum garantiert werden. Die Duchstimmbarkeit des Lasers ist das Kernprinzip des Quantenkaskadenlasers bzw. der Hauptvorteil im Vergleich zu anderen Anregungsquellen. Dadurch ist es möglich die Messbedingungen mit hoher Präzision zu reproduzieren, wodurch die langfristige Vergleichbarkeit der erzielten Spektren/Daten gewährleistet ist bzw. auch zwischen verschiedenen Geräten. Am Institut KU wird bereits ein seit etwa 10 Jahren ein entsprechendes System erfolgreich betrieben. Durch den Umstieg auf ein anderes Gerät mit unterschiedlichen technischen Eigenschaften wäre die Vergleichbarkeit von neuen Daten mit bereits erhobenen Daten nicht mehr gewährleistet. Dazu zählen z.B. Daten, die im Rahmen der Projekte PLEACH und OffChEm II oder Plastic Trace sowie aktuell im EU Projekte Anemoi erhoben worden sind sowie großskalige Datensätze aus dem Pazifik oder indischen Ozean, die im Rahmen anderer P
6.1.
Ergebnis, Los-– Kennung: LOT-0001
Status der Preisträgerauswahl: Es wurde mindestens ein Gewinner ermittelt.
6.1.2.
Informationen über die Gewinner
Wettbewerbsgewinner:
Offizielle Bezeichnung: Agilent Technologies Deutschland GmbH
Angebot:
Kennung des Angebots: 1 - 2851
Kennung des Loses oder der Gruppe von Losen: LOT-0001
Wert der Ausschreibung: 183 649,34 EUR
Bei dem Angebot handelt es sich um eine Variante: nein
Vergabe von Unteraufträgen: Noch nicht bekannt
Informationen zum Auftrag:
Kennung des Auftrags: 1
Titel: Agilent Technologies Deutschland GmbH, 76337 Waldbronn
6.1.4.
Statistische Informationen
Eingegangene Angebote oder Teilnahmeanträge:
Art der eingegangenen Einreichungen: Angebote
Anzahl der eingegangenen Angebote oder Teilnahmeanträge: 1
Art der eingegangenen Einreichungen: Angebote auf elektronischem Wege eingereicht
Anzahl der eingegangenen Angebote oder Teilnahmeanträge: 1
Art der eingegangenen Einreichungen: Angebote von Bietern, die in anderen Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums registriert sind als dem Land des Beschaffers
Anzahl der eingegangenen Angebote oder Teilnahmeanträge: 0
Art der eingegangenen Einreichungen: Angebote von Bieter aus Ländern außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums
Anzahl der eingegangenen Angebote oder Teilnahmeanträge: 0
Art der eingegangenen Einreichungen: Angebote geprüft und als unzulässig abgewiesen
Anzahl der eingegangenen Angebote oder Teilnahmeanträge: 0
Art der eingegangenen Einreichungen: Angebote geprüft und aufgrund eines ungewöhnlich niedrigen Preises oder aufgrund ungewöhnlich niedriger Kosten als unzulässig abgewiesen
Anzahl der eingegangenen Angebote oder Teilnahmeanträge: 0
Bandbreite der Angebote:
Wert des niedrigsten zulässigen Angebots: 183 649,34 EUR
Wert des höchsten zulässigen Angebots: 183 649,34 EUR
8. Organisationen
8.1.
ORG-0001
Offizielle Bezeichnung: Helmholtz-Zentrum hereon GmbH
Registrierungsnummer: 992-80187-74
Postanschrift: Max-Planck-Straße 1
Stadt: Geesthacht
Postleitzahl: 21502
Land, Gliederung (NUTS): Herzogtum Lauenburg (DEF06)
Land: Deutschland
Kontaktperson: Vergabestelle
Telefon: +49 4152870
Fax: +49 415287-1750
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt
8.1.
ORG-0002
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt
Registrierungsnummer: +49 2289499-0
Postanschrift: Villemomblerstraße76
Stadt: Bonn
Postleitzahl: 53113
Land, Gliederung (NUTS): Bonn, Kreisfreie Stadt (DEA22)
Land: Deutschland
Telefon: +49 2289499-0
Fax: +49 2289499-163
Rollen dieser Organisation:
Überprüfungsstelle
8.1.
ORG-0003
Offizielle Bezeichnung: Agilent Technologies Deutschland GmbH
Größe des Wirtschaftsteilnehmers: Großunternehmen
Registrierungsnummer: DE812729296
Postanschrift: Hewlett-Packard-Str. 8
Stadt: Waldbronn
Postleitzahl: 76337
Land, Gliederung (NUTS): Karlsruhe, Landkreis (DE123)
Land: Deutschland
Telefon: +49 (0)7243-602-0
Rollen dieser Organisation:
Bieter
Wirtschaftlicher Eigentümer:
Staatsangehörigkeit des Eigentümers: Deutschland
Gewinner dieser Lose: LOT-0001
8.1.
ORG-0004
Offizielle Bezeichnung: Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Registrierungsnummer: 0204:994-DOEVD-83
Stadt: Bonn
Postleitzahl: 53119
Land, Gliederung (NUTS): Bonn, Kreisfreie Stadt (DEA22)
Land: Deutschland
Telefon: +49228996100
Rollen dieser Organisation:
TED eSender
Informationen zur Bekanntmachung
Kennung/Fassung der Bekanntmachung: 33332021-dd61-4022-9c81-c61930d90635 - 01
Formulartyp: Ergebnis
Art der Bekanntmachung: Bekanntmachung vergebener Aufträge oder Zuschlagsbekanntmachung – Standardregelung
Unterart der Bekanntmachung: 29
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 16/06/2026 00:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung: 414384-2026
ABl. S – Nummer der Ausgabe: 115/2026
Datum der Veröffentlichung: 17/06/2026