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Freianlagenplanung (und Verkehrsplanung) für die Neuplanung von Odilienplatz und Weinligplatz sowie weiterer angrenzender Flächen in Dillingen/Saar

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Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Stadt Dillingen/Saar
Postanschrift: Merziger Str. 51
Ort: Dillingen/Saar
NUTS-Code: DEC02 Merzig-Wadern
Postleitzahl: 66763
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): agstaUMWELT GmbH, Verfahrensbetreuung für die Stadt Dillingen/Saar; Kommunikation, Teilnahmeanträge, Angebote ausschließlich über das Vergabeportal subreport
E-Mail:
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.Dillingen-Saar.de
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.subreport.de/E55248961
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.subreport.de/E55248961
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung
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Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Freianlagenplanung (und Verkehrsplanung) für die Neuplanung von Odilienplatz und Weinligplatz sowie weiterer angrenzender Flächen in Dillingen/Saar

II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71000000 Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Das Plangebiet Odilienplatz – Weinligplatz ist ein wichtiger Bereich der Dillinger Innenstadt, der an die Fußgängerzone (Stummstraße) angrenzt. Das Plangebiet umfasst neben den beiden Plätzen außerdem die angrenzenden Abschnitte von Weinligstraße und Saarstraße sowie Flächen im Bereich des Saardoms.

Unter einem großen Teil des Odilienplatzes befindet sich eine Tiefgarage, die erhalten wird. Die Innensanierung der Tiefgarage selbst ist unabhängig von dem hier zu vergebenden Auftrag. Die Sanierung der Deckenfugen der Tiefgarage hingegen muss von oben erfolgen und stellt daher eine wichtige Schnittstelle mit der zu vergebenden Freianlagenplanung dar. In der Bewältigung der sich aus dieser Situation ergebenden Restriktionen für die Freianlagenplanung besteht ein wichtiger Teil der anstehenden Planungsaufgabe. (Planung und Realisierung der Sanierungsmaßnahmen sind nicht Teil der zu vergebenden Leistung.) Ziel ist die freianlagenplanerische Neugestaltung und -strukturierung des Plangebietes, das im unmittelbaren Zentrum liegt, dessen Teilflächen der Lage und Bedeutung im städtischen Kontext jedoch in ihrer derzeitigen Gestaltung und Funktionalität nicht gerecht werden.

Ausgeschrieben wird daher die Freianlagenplanung und konzeptabhängig die Verkehrsplanung für das Plangebiet. Damit verbunden soll eine auf das Plangebiet bezogene städtebauche Betrachtung erfolgen, die die Einbindung und Herleitung der Planung in das Umfeld zum Ziel hat. Hochbauliche Planungsaspekte (z.B. bezogen auf die Platzrandbebauung) sind nicht Teil der Leistung.

Um dem Qualitätsanspruch an das Plangebiet und damit zunächst an die Aufgabenstellung gerecht zu werden, wird im Rahmen des Vergabeverfahrens ein konzeptioneller Ideenteil eingestellt. Dieser konzeptionelle Ansatz findet seinen Niederschlag in einem entsprechenden Qualitätskriterium, das sich auf die Ergebnisse des Ideenteils bezieht.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
Wert ohne MwSt.: 7 880 000.00 EUR
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEC04 Saarlouis
Hauptort der Ausführung:

Dillingen/Saar, Odilienplatz/Weinligplatz und angrenzende Flächen

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Der zu vergebende Auftrag umfasst im Wesentlichen die Leistungen der Freianlagenplanung gem. § 39 HOAI 2021 sowie konzeptabhängig teilweise auch Leistungen der Verkehrsplanung gemäß § 47 HOAI 2021.

Vergeben werden jeweils:

• Lph 1: Grundlagenermittlung (teilweise mit der vorliegenden Aufgabenstellung und den Vorleistungen des Auftraggebers bereits erbracht),

• Lph 2: Vorplanung,

• Lph 3: Entwurfsplanung,

• Lph 4: Genehmigungsplanung (in Teilen erforderlich).

Folgende Leistungen werden optional vergeben:

• Lph 5: Ausführungsplanung,

• Lph 6: Vorbereitung der Vergabe,

• Lph 7 Mitwirkung bei der Vergabe,

• Lph 8: Objektüberwachung - Bauüberwachung und Dokumentation,

• Lph 9 Objektbetreuung.

Es erfolgt eine stufenweise Beauftragung. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsphasen.

Der Leistung vorausgehen soll eine städtebauliche Betrachtung, die die Freianlagenplanung städtebaulich herleitet und einbindet. Bei der Freianlagenplanung sind verschiedene Themen in Zusammenhang mit den Abgängen/mit der Einfahrt zur Tiefgarage zu bearbeiten. So ist die gestalterische und funktionale Einbindung der Ein- und Ausfahrt sowie der Aufgänge in die Gestaltung der Oberfläche Teil des zu vergebenden Auftrages.

Vorschläge, wie die Gesamtfläche des Plangebietes (einschließlich Weinligplatz, usw.) räumlich und in Abhängigkeit von den nachfolgend genannten Maßnahmen an der Tiefgarage (Bauwerksfugen, Sanierungsmaßnahmen, die von oben durchgeführt werden) in eine sinnvolle Abfolge von Planungs- und Realisierungsabschnitten aufgeteilt werden soll, wird ebenfalls Teil der Leistung sein.

Die Gesamtmaßnahme im Bereich des Odilienplatzes umfasst mehrere Teile:

1. die Innensanierung des Unterdecks der Tiefgarage selbst (innen), die von dem zu vergebenden Auftrag der Freianlagenplanung unabhängig ist (nicht Teil der zu vergebenden Leistung).

2. die Sanierung der Bauwerksfugen in der Decke, die von oben durchzuführen ist und daher Auswirkungen auf die Maßnahmen der Platzgestaltung darüber hat (nicht Teil der zu vergebenden Leistung; es gibt jedoch wesentliche Schnittstellen, die mit zu bearbeiten sind; zu bearbeiten ist die Gesamtkoordination der Schnittstellen; die Koordinierung der beteiligten Gutachter und sonstigen Planer wird Teil der zu erbringenden Leistung sein).

3. Freianlagenplanung (Teil der zu vergebenden Leistung).

Die Bauwerksfugen ebenso wie die Zufahrt und die Aufgänge von der Tiefgarage, betreffen direkt auch die Freianlagenplanung auf dem Platz selbst. Beide Planungen und deren Realisierung müssen eng miteinander abgestimmt sein. Zwar ist die Planung der Bauwerksfugen nicht Teil der hier zu vergebenden Leistung, die Umsetzung beider Teilmaßnahmen soll aber Hand in Hand erfolgen.

Der/die Planungsauftrag/-aufträge für die Sanierungsmaßnahmen (1. und 2.) sind noch nicht projektiert und noch nicht vergeben.

Der Kern des Plangebietes, auf das sich der zu vergebende Auftrag bezieht, beinhaltet nicht nur die städtebauliche Konzeption und die Freianlagenplanung für den Odilienplatz, sondern auch den Weinligplatz, die angrenzenden Abschnitte der Weinligstraße und der Saarstraße sowie die den Kirchenvorplatz vor dem Saardom.

Ein weiterer Realisierungsabschnitt ist die Fläche seitlich (westlich) des Saardoms. Diese Fläche ist bei der städtebaulichen Konzeption mit zu beplanen. Dies ist somit Teil der zu vergebenden Leistung. Die Vergabe der Freianlagenplanung für diesen Teilbereich ist eine Option, sie erfolgt ggf. auch zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Auftraggeberin erwartet in den Leistungsphasen 1 bis 4 sowie in allen darüberhinausgehenden, optional vergebenen Leistungsphasen eine enge inhaltliche und insbesondere formale Abstimmung der Planung mit dem/den Fördermittelgeber/n sowie den dessen/deren baufachlichen Prüfbehörden.

Die Aufbereitung der Planunterlagen einschl. Kostendarstellungen hat daher den besonderen förderrechtlichen Anforderungen entsprechend zu erfolgen. Dies betrifft insbesondere eine im Rahmen der Leistungsphase 3 auf Basis der Entwurfsplanung zu erstellende Haushaltsunterlage Bau (HU-Bau) einschl. der daran anschließenden Kostenberechnung/en nach DIN 276 sowie eine in Leistungsphase 8 aufzuarbeitende Dokumentation einschl. Kostennachweis nach DIN 276.

Die Mitwirkung bei der Beantragung und Abrechnung von Fördermitteln insbesondere im Sinne einer Teilnahme an Abstimmungsterminen mit dem/den Fördermittelgeber/n ist aus diesen Gründen Bestandteil des Auftrags.

Die AG ist ferner bestrebt, die Bevölkerung in den Planungsprozess einzubinden und ihr insbesondere im Rahmen der Leistungsphase 1 eine noch näher auszuformulierende inhaltliche Möglichkeit der Mitwirkung zu gewähren. Die Beteiligung der Bevölkerung ist Bestandteil des Auftrags, die Art der Mitwirkung erfolgt dabei in enger Abstimmung mit dem Planer.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
Wert ohne MwSt.: 1 190 000.00 EUR
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Laufzeit in Monaten: 60
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl: 3
Höchstzahl: 4
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

Die unter III.1.1) u. III.1.2) geforderten Nachweise u. Eigenerklärungen sind mit der Bewerbung (Phase 1) vorzulegen.

Die unter III.1.3) genannten Referenzen werden bepunktet. Dabei sind die weiteren Rahmenbedingungen (z. B. zur Aktualität der Referenzen) für die Wertbarkeit von Referenzen unter III.1.3) zu beachten. Die dort formulierten Rahmenbedingungen sind bindend. Für die Bewerbung sind die auf subreport zur Verfügung gestellten Formblätter zu verwenden.

Die Bewerber mit vollständigen Unterlagen nach III.1.1) u. III.1.2) und den höchsten Bewertungszahlen bei III.1.3) werden ausgewählt und aufgefordert, am weiteren Verfahren (Phase 2) teilzunehmen. Sofern mehr als die benötigten Bewerber die gleiche Punktzahl erreicht haben, entscheidet das Los.

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Optional: Freianlagenplanung für eine Fläche westlich des Saardoms (siehe Anlage zu den Beschaffungsunterlagen: Aufgabenstellung).

II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: ja
Projektnummer oder -referenz:

unbekannt, siehe II.2.14).

II.2.14)Zusätzliche Angaben

Ergänzung zu II.2.13: Eine Förderung wird angestrebt. Die AG ist bestrebt, dass die Planungs-/Bauleistungen im Rahmen der nationalen Städtebauförderung kofinanziert werden. Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass die Leistungen darüber hinaus auch im Rahmen anderer nationaler und/oder europäischer Förderprogramme (insbesondere EFRE-Programm 2021-2027 Saarland) gefördert werden.

Die Auftraggeberin macht von der Möglichkeit des § 76 Abs. 2 VgV Gebrauch, im Rahmen des Verhandlungsverfahrens die Ausarbeitung von skizzenhaften Ideenkonzepten zur gestellten Planungsaufgabe zu verlangen. Zu Beginn der Zuschlagsphase werden die ausgewählten Bieter/innen aufgefordert, diese skizzenhaften Ideenkonzepte als Teil der Darlegung ihrer Herangehensweise an das Projekt zu erbringen (Honorierung 20.000 EUR (brutto) je Bieter/Bietergemeinschaft, Näheres siehe Aufgabenstellung).

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Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

Siehe auch III.2.1). Die folgenden Nachweise/Eigenerklärungen sind mit der Bewerbung vollständig vorzulegen, bei Bewerbergemeinschaften (BG) jeweils von allen Mitgliedern der BG; Details, die bei den Angaben zu berücksichtigen sind, siehe in den auf subreport zur Verfügung gestellten Formblättern. Bei Bewerbergemeinschaften sind die Formblätter von den Mitbewerbern (einschließlich Nachunternehmern) ebenfalls auszufüllen. Ferner ist in diesem Fall eine Vollmachtserklärung für den Federführenden, eine Erklärung über die Rechtsform und die gesamtschuldnerische Haftung und eine Erklärung für das Vorhandensein einer Haftpflichtversicherung mit den geforderten Rahmenbedingungen für die Bewerbergemeinschaft/ARGE mit den Bewerbungsunterlagen vorzulegen.

1) Allgemeine Angaben zum Bewerber gemäß Formblatt; es wird darauf hingewiesen, dass Mehrfachbewerbungen einzelner Bewerber oder von Mitgliedern einer BG zum Ausschluss aller betroffenen Angebote führen können.

2) Eigenerklärung, dass keine Personen im Zuständigkeitsbereich des Bewerbers tätig sind, die zum Ausschluss von Personen nach § 6 VgV führen.

3) Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach § 123 und § 124 GWB vorliegen.

4) Eigenerklärung zu § 43 Abs. 1 VgV; namentliche Nennung der tatsächlichen Leistungserbringer im Auftragsfall zum Stichtag 01.01.2022, gegliedert in Projektleiter, Stellvertreter des Projektleiters, Bauleiter und Projektingenieure unter Angabe der von ihnen im Auftragsfall bearbeitenden Teilleistungen. Im Falle von Bewerbergemeinschaften ist zusätzlich die Bürozugehörigkeit der Person zu benennen. Für den im Auftragsfall Projektverantwortlichen/Projektleiter und seinen Stellvertreter ist mit der Bewerbung ein Nachweis der Befähigung für die vorliegende Aufgabenstellung (z. B. Kammernachweis, o. ä.) vorzulegen.

5) Angaben über die beabsichtigte Weitergabe des Auftrags oder eines Teils des Auftrags.

6) Eigenerklärung der Bewerber/der Bewerbergemeinschaft im Falle der Weiterbeauftragung, die Leistungen der Leistungsphasen 5-9 (siehe II.2.4)) zu erbringen.

7) Verpflichtungserklärung zur Tariftreue und fairen Löhnen für die Vergabe von öffentlichen Bau-, Liefer-und Dienstleistungsaufträgen.

8) Eigenerklärung zum BMWSB-Rundschreiben vom 14.04.2022 (Russland-Sanktionen).

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

1) Eigenerklärung, dass aktuell keine Steuerschulden bestehen.

2) Eigenerklärung zum Vorhandensein der erforderlichen Berufshaftpflichtversicherung in der Höhe mind. 10.000.000 EUR für Personenschäden, mind. 1.000.000 EUR für Sonstige Schäden. Sollte eine Versicherung in dieser Höhe nicht vorhanden sein, ist eine Eigenerklärung erforderlich, dass die Berufshaftpflicht im Auftragsfall auf die geforderten Höhen angehoben wird.

Weitere (durch Eigenerklärung) nachzuweisende Voraussetzung: Jährliche Maximierung der Ersatzleistung muss mindestens das Zweifache der Versicherungssumme betragen. (Bei Bewerbergemeinschaften muss die Haftpflicht für die ARGE bzw. für ARGE-Leistungen vorgehalten werden). Die auf subreport zur Verfügung gestellten Formblätter sind für die Angaben zu verwenden.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

s.o.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Zum Nachweis der techn. Leistungsfähigkeit sind folgende Referenzen/Nachweise vom Bewerber/bei Bewerbergemeinschaften (BG) für die BG vorzulegen. Die Angaben zu den einzelnen Referenzprojekten sind in den Formblättern (siehe subreport) einzutragen. Darüber hinaus gehendes Material (graph. Darstellungen, Planunterlagen, Broschüren, o. ä.) sind nicht erforderlich und werden nicht gewertet.

Als grundsätzliche Voraussetzung für die Wertbarkeit der Referenzen (R-1) bis (R-5) gilt, dass die vom Bewerber/der Bewerbergemeinschaft benannten Referenzen in den letzten 8 Jahren (einschließlich 2015) bis zum Zeitpunkt der vorliegenden Bekanntmachung (August 2022) bearbeitet (d.h. begonnen und abgeschlossen) worden sind.

(R-1) Erfahrungen mit vergleichbaren Aufgabenstellungen für Freianlagenplanungen mit einer Investitionssumme von mind. 500.000 EUR netto (KG 500) (Vergleichbarkeit siehe unten) (Mindestanforderung, d. h. mind. 1 Referenz zu a) oder alternativ zu b) ist zu benennen (Hinweis: Referenzen zu b) müssen nicht benannt werden. Sie können dann genannt werden, wenn ansonsten keine wertbaren Referenzen zu a) vorhanden sind).

Als vergleichbar gelten:

a) Repräsentative öffentliche Platz-/Straßenräume mit Publikumsverkehr und Aufenthaltsfunktion und -qualität (z.B. Fußgängerzonen, Bahnhofsvorplätze, Marktplätze, Stadt-/Dorfplätze, Promenaden. (Fuß- und Radwege mit reiner Verbindungsfunktion gelten nicht als vergleichbar und können nicht gewertet werden); je gewertete Referenz zu a) 25 Punkte.

Oder b) Halböffentliche Außenräume und Freianlagen mit besonderer Aufenthaltsfunktion und -qualität (gemeint sind auf konkrete Nutzungen oder Gebäude bezogene Freiflächen mit hohem Publikumsaufkommen, z. B. Museumshöfe, Freiflächen von Besucherzentren, Parkanlagen von Krankenhäusern oder Klinikanlagen, Freiflächen auf Universitätscampi, u. ä.; (die Planung von privaten Vorgärten oder Hausgärten, Friedhöfen, Spielplätzen, Sportplätzen/-anlagen, u. ä. gelten nicht als vergleichbar und können nicht gewertet werden); je gewertete Referenz zu b) 10 Punkte.

Gewertet werden zu (R-1) insgesamt max. 3 Referenzen (a) oder/und b)).

Maximal können daher bei (R-1) 75 Punkte erreicht werden.

(R-2) Erfahrungen mit vergleichbaren Aufgabenstellungen für Verkehrsplanungen (Vergleichbarkeit siehe unten) (Mindestanforderung, d. h. mind. 1 Referenz ist zu benennen).

Als vergleichbar gelten:

Repräsentative öffentlich, multifunktional genutzte Platz-/Straßenräume mit Publikumsverkehr und Aufenthaltsfunktion und -qualität (z.B. Fußgängerzonen, Bahnhofsvorplätze, Marktplätze, Stadt-/Dorfplätze, Promenaden, u.ä. (Fuß- und Radwege oder Straßen mit reiner Verbindungsfunktion gelten nicht als vergleichbar und können nicht gewertet werden); je gewertete Referenz 10 Punkte.

Gewertet werden zu (R-2) insgesamt max. 2 Referenzen.

Maximal können daher bei (R-2) 20 Punkte erreicht werden.

(R-3) Nachweis des Bewerbers/der BG zu Erfahrungen mit Baumaßnahmen im Rahmen von Förderprogrammen (KfW, Städtebauförderung, EFRE-Förderung etc.). Wertbar sind Referenzen, bei denen in den Formblättern eindeutig dargestellt wurde, dass es sich um ein Förderprojekt handelte und dass ein Mitwirken des Bewerbers bei der Abstimmung mit dem Fördergeber und der Abrechnung der Förderung Bestandteil der Leistung war. (Die reine Nennung eines Projektes, bei dem Fördermittel eingeflossen sind, ist nicht ausreichend für die Wertbarkeit; die tatsächlich vom Bewerber in diesem Zusammenhang erbrachten Leistungen (z.B. Abstimmungen mit dem Fördergeber, Ausfertigung einer im Rahmen der Leistungsphase 3 auf Basis der Entwurfsplanung erstellente Haushaltsunterlage Bau (HU-Bau) einschl. der daran anschließenden Kostenberechnung/en nach DIN 276 sowie eine in Leistungsphase 8 aufzuarbeitende Dokumentation einschl. Kostennachweis nach DIN 276). Erforderlich ist also, dass die vom Bewerber in diesem Zusammenhang erbrachten Leistungen explizit benannt werden.

Gewertet werden zu (R-3) maximal 2 Referenzen mit jeweils 5 Punkten (keine Mindestreferenz).

Maximal können daher bei (R-3) 10 Punkte erreicht werden.

(R-4) Nachweis des Bewerbers/der BG von Wettbewerbserfolgen (Preis bei einem Ideen- oder Realisierungswettbewerb für eine Freianlagenplanung, oder 1. Preis bei einer Mehrfachbeauftragung o.ä. mit Bewertungsjury für eine Freianlagenplanungsaufgabe); Voraussetzung für die Wertbarkeit ist, dass in dem genannten Verfahren ein Preis erzielt wurde (bei Mehrfachbeauftragungen o.ä. ohne Preisverteilung ist nur der 1. Rang wertbar).

Gewertet wird zu (R-4) 1 Referenz mit 15 Punkten (keine Mindestreferenz).

(R-5) Nachweis des Bewerbers/der BG zu Erfahrungen in der Organisation und Durchführung von Bürgerbeteiligungen (z. B. in Form von Bürgerworkshops, u. ä.) zu den von ihnen durchgeführten Projekten. Erforderlich ist die Beschreibung der aktiven Rolle in dem Beteiligungsverfahren (z.B. Organisation, Moderation, Leitung Workshop, o.ä.).

Gewertet wird zu (R-5) 1 Referenz mit 10 Punkten (keine Mindestreferenz).

Insgesamt können max. 130 Punkte erreicht werden.

Es dürfen grundsätzlich mehr Referenzen als erforderlich genannt werden, in diesem Fall ist eine Priorität anzugeben in welcher Reihenfolge die Referenzen zu den genannten Kriterien gewertet werden sollen.

Wertbar sind Referenzen, die die oben formulierten Anforderungen erfüllen und für die aus den auszufüllenden Formblättern die Erfüllung aller genannten Anforderungen ersichtlich ist (z. B. Bearbeitungszeitraum, Investitionssumme zu (R-1), o.ä.). Die übrigen aufgeführten Referenzen gehen in diesem Fall nicht in die Wertung ein.

Die vom Freianlagenplaner/Landschaftsarchitekten benannten Referenzen dürfen auch vom Verkehrsplaner benannt werden, sofern für das betreffende Projekt sowohl Leistungen gem. § 39 als auch gem. § 47 HOAI beauftragt worden waren, was in dem Fall konkret anzugeben ist, damit ein Referenzprojekt wertbar ist.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

s.o.

III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:

Qualitätsanforderungen gem. § 75 Abs. 2 VgV Bewerber mit Sitz in Deutschland: Vorlage eines Nachweises über die Eintragung in ein Berufsregister als Stadtplaner/Architekt/Landschaftsarchitekt/Beratender Ingenieur (Kammermitgliedschaft, o.ä.); Bewerber mit Sitz im Ausland müssen mit dem Teilnahmeantrag die Erlaubnis der Berufsausübung im Staat ihrer Niederlassung nachweisen, soweit hierfür im Anhang XI der Richtlinie 2014/24/EU des Europäischen Parlaments und des Rates aufgeführte Registereintragung einschlägig ist; bei Bewerbergemeinschaften gilt dies für jeden Mitbewerber.

III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind
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Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
Abwicklung des Verfahrens in aufeinander folgenden Phasen zwecks schrittweiser Verringerung der Zahl der zu erörternden Lösungen bzw. zu verhandelnden Angebote
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
Der öffentliche Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag auf der Grundlage der ursprünglichen Angebote zu vergeben, ohne Verhandlungen durchzuführen
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 30/08/2022
Ortszeit: 10:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 24/02/2023

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.3)Zusätzliche Angaben:

1) Arbeitssprache ist deutsch. Anträge in anderer Sprache werden ausgeschlossen.

2) Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

3) Für den Teilnahmeantrag sind die auf subreport zur Verfügung gestellten Formblätter (FB) entsprechend I.2.9) zu verwenden. Die FB sind um die geforderten Angaben und Nachweise zu ergänzen. Die Angaben sind wahrheitsgemäß zu machen. Änderungen des Bewerbers an seinen Eintragungen müssen zweifelsfrei sein. Inhaltliche Änderungen an den Vergabeunterlagen sind unzulässig. Formale Erweiterungen können zulässig sein, sofern dies in den FB ausdrücklich zugelassen wird (z. B. Ergänzung weiterer Mitbewerber). Bewerber haben als Nachweis der Eignung für die zu vergebende Leistung entweder:

— die FB nebst beigefügten Nachweisen,

— oder eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) unter https://www.evergabe.de/assets/imagescms/Anleitung_und_Formular_EEE.PDF (mit den vollständigen in der vorliegenden Bekanntmachung geforderten Inhalten, was vom Bewerber zu beachten ist) als vorläufigen Nachweis, vorzulegen. Bei Einsatz von anderen Unternehmen, Bewerbergemeinschaften (BG), usw. sind die Unterlagen/die EEE auch für diese anzugeben. BG's, die sich erst nach Einreichung eines Teilnahmeantrages gebildet haben, werden nicht zugelassen. Ein Wechsel der Identität des Bewerbers oder der BG ist nicht zugelassen. Nach Ablauf der Eingangsfrist eingehende Bewerbungen werden nicht berücksichtigt. Die Bewerber haben selbst dafür Sorge zutragen, dass ihre Bewerbungsunterlagen rechtzeitig bei der angegebenen Stelle eingehen.

4) Wichtig: Seit dem 18.10.18 besteht die Pflicht zur eVergabe. Die Kommunikation und die Abgabe der Teilnahmeanträge erfolgt gem. § 53 (1) VgV ausschließlich elektronisch über subreport. Die zum Download bereitgestellten Unterlagen sind auf www.subreport.de frei verfügbar. Um regelmäßig über Informationen/Rückfragen in Kenntnis gesetzt zu werden und für die Abgabe der Teilnahmeanträge, ist eine Registrierung erforderlich. Diese ist für die Bieter kostenfrei. Teilnahmeanträge oder Angebote, die nicht über subreport, sondern per E-Mail, schriftlich auf dem Postweg oder persönlich eingehen, werden ausgeschlossen. Es wird empfohlen, dass sich interessierte Bewerber/Bieter rechtzeitig mit den technischen Anforderungen des Vergabeportals vertraut machen.

5) Die Auftraggeberin behält sich das Recht vor, den Auftrag auf der Grundlage der ursprünglichen Angebote zu vergeben, ohne Verhandlungen durchzuführen. Wenn die Auftraggeberin Verhandlungen führt, wird jeder Bieter zu einem Verhandlungsgespräch eingeladen. Unabhängig davon, ob die Auftraggeberin sich dazu entscheidet, Vergabegespräche zu führen, behält sich die Auftraggeberin aufgrund der derzeit noch bestehenden Kontaktbeschränkungen und Verhaltensregeln vor, die ggf. zu führenden Vergabegespräche per Videokonferenz durchzuführen.

6) Im Rahmen der Zuschlagsphase macht die Auftraggeberin von der Möglichkeit des § 76 Abs. 2 VgV Gebrauch, die Ausarbeitung von konzeptionellen Lösungsvorschlägen (skizzenhafte Ideenkonzepte) zur gestellten Planungsaufgabe zu verlangen. Die ausgewählten Bewerber (dann Bieter, 3-4) werden im Rahmen der Zuschlagsphase dazu aufgefordert, gegen eine Honorierung Lösungsvorschläge als Teil der Darlegung ihrer Herangehensweise an das konkrete Projekt zu erbringen und im Rahmen einer Vorstellung der Arbeiten durch die Teilnehmer vor der Jury (getrennte Vorstellung ohne Beisein der anderen Bieter) teilzunehmen. Es handelt sich hierbei um skizzenhafte Lösungsvorschläge im Sinne einer Konzeptidee.

Jeder der Bieter/Bietergemeinschaften, der/die nach dem Teilnahmewettbewerb zur Teilnahme am weiteren Verfahren und zur Erarbeitung einer Ideenskizze aufgefordert wurde, erhält eine Vergütung von jeweils 20.000,00 € (brutto) je Bieter/Bietergemeinschaft nach Abschluss des VgV-Verfahrens, sofern die Ideenskizze mit den geforderten Inhalten fristgerecht abgeliefert wurde. Die Vergütung in Höhe von 20.000,00 € (brutto) wird jeweils den Bietern ausgezahlt unabhängig davon, ob es sich dabei um ein Einzelbüro oder eine Bietergemeinschaft handelt. Es ist nicht möglich, darüber hinaus Kosten (z.B. Nebenkosten) geltend zu machen.

7) Datenschutzklausel: Die vom Bieter erbetenen Angaben werden im Rahmen des Vergabeverfahrens verarbeitet und gespeichert. Soweit das Angebot eines Bieters den Zuschlag erhält, werden die übrigen Bieter, deren Angebote nicht berücksichtigt werden sollen, über den Namen des Bieters, der den Zuschlag erhält, vor Zuschlagserteilung informiert. Der Bieter erklärt mit Abgabe des Angebots sein Einverständnis hiermit.

8) Zu dem unter II.1.5) genannten Wert: Dies ist eine grobe Schätzung der Baukosten von Freianlagen und Verkehrsanlagen (anrechenbare Kosten). Zu dem geschätzten Auftragswert unter II.2.6): Dabei handelt es sich um die gerundete Auftragswertermittlung (Freiraumplanung und Verkehrsplanung), die auf den grob geschätzten Baukosten basiert. Hinzu kommen weitere Projektkosten, die nichts mit der vorliegenden Auftragswertermittlung zu tun haben, wie etwa für Fugensanierung, Statiker, usw.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammern des Saarlandes beim Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie
Postanschrift: Franz-Josef-Röder-Straße 17
Ort: Saarbrücken
Postleitzahl: 66119
Land: Deutschland
E-Mail:
Telefon: +49 6815014994
Fax: +49 6815013506
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Siehe § 160 Abs. 3 GWB. Der Antrag ist unzulässig soweit:

1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrages erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Abs. 2 GWB bleibt unberührt,

2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung genannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Abs. 1 Nr. 2. GWB. § 134 Abs. 1 Satz 2 GWB bleibt unberührt.

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
29/07/2022
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