Neubau der Stadtteilschule Kirchwerder mit 3-Feld-Sporthalle am Standort Kirchenheerweg – Generalunternehmerleistungen inkl. Planungsleistung ab LPH 5 HOAI Referenznummer der Bekanntmachung: SBH VOB VV 108-21 LG

Bekanntmachung vergebener Aufträge

Ergebnisse des Vergabeverfahrens

Bauauftrag

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung:[gelöscht]
Postanschrift:[gelöscht]
Ort: Hamburg
NUTS-Code: DE600 Hamburg
Postleitzahl: 20355
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n):[gelöscht]
E-Mail: [gelöscht]
Fax: [gelöscht]
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: https://schulbau.hamburg/ausschreibungen/
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Neubau der Stadtteilschule Kirchwerder mit 3-Feld-Sporthalle am Standort Kirchenheerweg – Generalunternehmerleistungen inkl. Planungsleistung ab LPH 5 HOAI

Referenznummer der Bekanntmachung: SBH VOB VV 108-21 LG
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
45214220 Bau von weiterführenden Schulen
II.1.3)Art des Auftrags
Bauauftrag
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat zum 1.1.2013 gemäß § 26 (1) Landeshaushaltsordnung den Landesbetrieb SBH | Schulbau Hamburg (nachstehend SBH genannt) gegründet. Dieser Landesbetrieb hat die Aufgabe, die Schulimmobilien unter Berücksichtigung der schulischen Belange nach wirtschaftlichen Grundsätzen zu planen, zu bauen, zu unterhalten und zu bewirtschaften und die ca. 350 Schulen an die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) zu vermieten. Die Schulimmobilien umfassen sämtliche für schulische Zwecke genutzten Grundstücke und Gebäude der staatlichen und beruflichen Schulen. Die Grundstücksfläche aller allgemeinbildenden und beruflichen staatlichen Schulen beträgt etwa 9,1 Mio. m² und die Hauptnutzungsfläche etwa 3,1 Mio. m².

In dieser Tätigkeit wurde SBH mit dem Neubau der Stadtteilschule Kirchwerder mit 3-Feld-Sporthalle am Standort Kirchenheerweg mit Generalunternehmerleistungen inkl. Planungsleistung ab LPH 5 HOAI in Hamburg beauftragt.

Weiteres siehe II. 2.4 der Bekanntmachung.

II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7)Gesamtwert der Beschaffung (ohne MwSt.)
Wert ohne MwSt.: [Betrag gelöscht] EUR
II.2)Beschreibung
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
45214220 Bau von weiterführenden Schulen
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE6 Hamburg
Hauptort der Ausführung:

Kirchenheerweg in 21037 Hamburg

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Allgemeine Beschreibung

Gegenstand der ausgeschriebenen Leistungen ist der Neubau der Stadtteilschule Kirchwerder einschließlich der Errichtung einer 3-Feld-Sporthalle zu. Das Grundstück liegt im Bezirk Hamburg-Bergedorf und umfasst eine Fläche von ca. 3,2 ha (6.150 qm Grundfläche der Gebäude und 25.500 qm Freianlagen). Es liegt östlich des Kirchenheerwegs und nördlich des Kirchwerder Marschbahndamms. Die Umgebung ist ländlich geprägt. Die Erschließung erfolgt über den Kirchenheerweg. Die Baugenehmigung liegt vor.

Der zu realisierende Entwurf resultiert aus der Durchführung eines Architektenwettbewerbs und zeichnet sich durch eine herausragende Architekturkonzeption aus.

Die Schulgebäude sind dreigeschossig ausgeführt ohne Unterkellerung und bestehen aus zwei längsorientierten Gebäuden, dem Nordriegel mit einer Grundfläche von 96 x 21 m und dem Südriegel 129 x 18 m. Insgesamt sind die Schulgebäude für ca. 1.100 Schüler ausgelegt für den Betrieb als 6-zügige Sekundarstufe I mit 3-zügiger Sekundarstufe II. Die Bruttogeschossfläche (BGF) des Nordriegels beträgt 5.290 qm, die des Südriegels 6.540 qm. Die Gebäude sind als Stahlbetonskelettbau konstruiert, mit Außenwänden als nichtragende Holzkonstruktionen und einer Fassadenbekleidung aus Ziegelplatten. Das Dach ist flach und soll als Gründach in Kombination mit einer Photovoltaikanlage realisiert werden.

Die Sporthalle hat eine Grundfläche von 46 x 44 m, also ca. 2.000 qm und soll u.a. mit einer Klapptribünenanlage ausgestattet werden. Sie ist ebenfalls nicht unterkellert. Das leicht geneigte Satteldach der Halle hat eine Firsthöhe von 11 m.

Leistungsbeschreibung Hochbau-Gewerke

Die Besonderheit der beiden langen Gebäude besteht aus der speziellen Ausformung an den Gebäudeenden. Auf einer Länge von 22 m läuft der Grundriss spitz zu und die Fassaden neigen sich immer weiter, von 90° bis 56°. Die Giebelseiten bilden ein gleich-seitiges Dreieck.

Für die Gründung der beiden Schulgebäude sind Bohrpfähle und eine Stahlbetonbodenplatte vorgesehen. Das weitere Tragwerk besteht aus Decken, Unterzügen, Stützen und Innenwänden aus Stahlbeton. Alle weiteren Innenwände sind Leichtbauwände. Die Außenwände sind in Holzrahmenbauweise geplant.

Das Flachdach erhält einen Warmdachaufbau aus Steinwolldämmung und Kunststoffbahnabdichtung und ist begrünt. Die Fenster in bandartiger Anordnung sind aus Aluminium. Die vorgehängte Fassade ist mit Ziegelplatten bekleidet.

Die hinterlüftete Außenwandverkleidung der Schulgebäude besteht aus Ziegelplatten des dänischen Herstellers Petersen Tegl. Dieses Fabrikat ist Bestandteil des Zustimmungsbescheids.

Der Fußbodenaufbau besteht aus einem schwimmenden Estrich mit Bodenbelag, hauptsächlich ein Kautschukboden. Alle Räume erhalten abgehängte Decken, größtenteils mit Holzwolleleichtbauplatten.

Die 12° geneigten Dächer der Halle und die Flachdächer der Nebentrakte erhalten einen Warmdachaufbau aus Steinwolldämmung und Kunststoffbahnabdichtung und sind begrünt. Die Halle wird mit einem hochliegenden Lichtband aus transluzenten Polycarbonat-Platten belichtet. Die Nebentrakte haben Holz-Alufenster. Die vorgehängte Fassade ist mit Holz-schalung geplant.

Die Tragkonstruktion der Sporthalle besteht bis auf die Sohlplatte und die Gebäudegründung aus Holz. Für die Gründung der Sporthalle sind Brunnenringfundamente und eine Stahl-betonbodenplatte vorgesehen. Das weitere Tragwerk der Halle besteht aus Holzstützen, großen Dachbindern, Pfetten und Holzschalung, bei den Nebentrakten aus Pfetten, Sparren und Holzschalung. Die Außenwände sind in Holzrahmenbau vorgesehen, die Innenwände als Holzständerwände.

Die Sporthalle erhält einen Holzschwingboden mit PU-Beschichtung, die Wände eine Prallwandkonstruktion und die Deckenflächen eine Verkleidung aus Holzwolleleichtbauplatten. Die Nebentrakte einen schwimmenden Estrich mit unterschiedlichen Belägen und ein größerer Teil abgehängte Decken aus GK. Die Sporthalle ist komplett mit Sportgeräten auszustatten.

Das Grundstück ist bislang unbebaut und als landwirtschaftliche Acker- und Forstfläche genutzt worden. Vorgezogene Erdbaumaßnahmen werden bereits im Jahr 2021 durchgeführt

Für die verkehrstechnische Erschließung sind zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen, d.h. insbesondere die Herstellung einer Buskehre südlich des Planungsgrundstücks, zusätzliche Bushaltestellen am Kirchenheerweg sowie eine Brücke über den Sammelgraben durchzuführen. Die Realisierung erfolgt durch den Bezirk Bergedorf und ist nicht Gegenstand dieser Ausschreibung. Jedoch sind Abhängigkeiten der Maßnahmen während der Baudurchführung zu beachten.

Der AN soll die SiGeKo-Leistungen gemäß Baustellenverordnung übernehmen.

Sowohl für die Schulgebäude als auch für die Sporthalle ist eine DGNB-Zertifizierung in Gold geplant. Entsprechende Vorzertifikate liegen vor und sind Grundlage der bisherigen Planung. Die Anforderungen an die Zertifizierung sind in einer Zielvereinbarungstabelle festgelegt.

Leistungsbeschreibung TGA-Gewerke

Die Wärmeversorgung des Projektes erfolgt in der Grundlastabdeckung über ein neu zu erstellendes Blockheizkraftwerk und wird in Spitzenlastfällen von Brennwertthermen unterstützt. Das Heizungssystem ist als Zweirohrheizungsanlage mit statischen Heizflächen aus-gelegt. Die Trassenführung erfolgt in Steigeschächten und innerhalb der Geschosse als Besonderheit als sichtbar geführte Rohre auf den Außenwänden im Sockelbereich. In der Sporthalle verlaufen sie oberhalb der abgehängten Decken. Das Schulgebäude und das Blockheizkraftwerk werden mit Gas versorgt

Der Küchenbereich, die große zweigeschossige Aula, die Fachräume Chemie und diverse innenliegende Räume bei Schulgebäude und Sporthalle werden mechanisch be- und entlüftet.

Die Schule erhält eine Mensa mit Free Flow Ausgaben für 600 Essen am Tag.

Die Abwässer werden zu einer vom AG an der Grundstücksgrenze neu erstellten Hebe-anlage geführt, weil in der Straße eine Druckwasser-Schmutzwasserleitung liegt. Für die fetthaltigen Abwässer des Küchenbereichs ist eine Fettabscheideranlage im Erdreich vorgesehen

Eine Gebäudeautomationsanlage für einen automatischen und wirtschaftlichen Betrieb der gesamten technischen Gebäudeausrüstung über ein frei programmierbares Automations-system in DDC- Technik ist vorgesehen

Bei den Elektroinstallationen gibt es die Besonderheit, dass ein größerer Teil der Leitungen in Leerrohren geführt wird, weil sämtliche Betonwände bei den Schulgebäuden ungeputzt bleiben. Im Fußboden sollen weder Elektro- noch Heizungsleitungen verlegt werden.

Die Gebäude werden mit einem EDV-Übertragungsnetz passiv KAT 7/6a und einer Brandmeldeanlage mit Lautsprechern ausgestattet.

Die Dächer der drei Gebäude erhalten Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 140 kWp.

Die beiden Schulgebäude erhalten jeweils einen Aufzug.

Das anfallende Regenwasser soll auf dem Grundstück gesammelt, zurückgehalten und in die angrenzende Vorflut abgeführt werden. Hierfür wird ein Entwässerungssystem aus Grundleitungen und Schächten, eine 100 m lange Retentionsrigole und ein Regenwasser-pumpwerk ausgeführt. Die außenliegenden Regenfallrohre der Dächer werden an die Entwässerungsleitungen angeschlossen.

Leistungsbeschreibung Außenanlagen

Von den 25.500 qm Freifläche werden ca.19.000 qm als befestigte Flächen und als Sport-flächen hergestellt. Es sind ein Großspielfeld mit Kunstrasen für den öffentlichen Sportverein inkl. Flutlichtanlage und ein Kleinspielfeld und eine Laufbahn aus EPDM zu erstellen. Die restlichen 6.500 qm Vegetationsflächen bestehen hauptsächlich aus Rasen mit Bäumen und Sträuchern und einigen Staudenflächen.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Qualität / Gewichtung: 20
Qualitätskriterium - Name: Baulogistik/Terminplanung / Gewichtung: 10
Kostenkriterium - Name: Preis Herstellungskosten / Wartungskosten / Gewichtung: 70
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2021/S 133-352577
IV.2.8)Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9)Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Bezeichnung des Auftrags:

Neubau der Stadtteilschule Kirchwerder mit 3-Feld-Sporthalle am Standort Kirchenheerweg – Generalunternehmerleistungen inkl. Planungsleistung ab LPH 5 HOAI

Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2)Auftragsvergabe
V.2.1)Tag des Vertragsabschlusses:
13/05/2022
V.2.2)Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 2
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 2
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3)Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung:[gelöscht]
Postanschrift:[gelöscht]
Ort: Hamburg
NUTS-Code: DE600 Hamburg
Postleitzahl: 22117
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: nein
V.2.4)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/Loses: [Betrag gelöscht] EUR
V.2.5)Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3)Zusätzliche Angaben:
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung:[gelöscht]
Postanschrift:[gelöscht]
Ort: Hamburg
Postleitzahl: 21109
Land: Deutschland
E-Mail: [gelöscht]
Telefon: [gelöscht]
Fax: [gelöscht]
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Die Vergabekammer leitet gemäß § 160 Abs. 1 GWB ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein. Der Antrag ist gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 1 - 4 GWB unzulässig, soweit:

1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat;

2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens

Bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Offizielle Bezeichnung:[gelöscht]
Postanschrift:[gelöscht]
Ort: Hamburg
Postleitzahl: 20355
Land: Deutschland
E-Mail: [gelöscht]
Fax: [gelöscht]
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
01/06/2022