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1. Beschaffer
1.1.
Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: Albertinen-Krankenhaus/Albertinen-Haus gemeinnützige GmbH
Rechtsform des Erwerbers: Organisation, die einen durch einen öffentlichen Auftraggeber subventionierten Auftrag vergibt
Tätigkeit des öffentlichen Auftraggebers: Gesundheit
1.1.
Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus gGmbH
Rechtsform des Erwerbers: Organisation, die einen durch einen öffentlichen Auftraggeber subventionierten Auftrag vergibt
Tätigkeit des öffentlichen Auftraggebers: Gesundheit
2. Verfahren
2.1.
Verfahren
Titel: Erweiterung IHE Interoperabilitätsplattform
Beschreibung: Erweiterung der bestehenden Interoperabilitätsplattform (health engine) um folgende IHE-konforme Module: IHE Affinity Domain, Registry, Repository, ATNA IHE HPD - Health Provider Directory XCA Gateway Basic Patient Privacy Consent (BPPC) Lab-Center Berechtigungsmanagement Inputmanagement Bestehende Infrastruktur als Grundlage= Die health engine der the i-engineers GmbH ist seit 2019 als konzernweite Interoperabilitätsplattform der Immanuel Albertinen Diakonie produktiv im Einsatz. Im Rahmen des Vorhabens #IAP-1092 (Einführung Patientenportal, Verhandlungs- verfahren Januar 2025) wurde die transfer-engine des Herstellerst im Sinne einer erweiterten Sicherheitsarchitektur als Single-Point-of-Contact für Kommunikation mit externen Kunden und Partnern implementiert. Zudem wurde im Rahmen des Vorhabens #IAP-0694 (Einführung MPI und DICOM/WADO, Auftragsvergabe November 2025) die Plattform um Master Patient Index (MPI) und DICOM/WADO-Funktionalität erweitert. Auftragsgegenstand= Die nun zu beauftragenden IHE-Module bauen auf dieser Infrastruktur auf und ergänzen sie um die für die Teilnahme an der H³ Initiative und dem Länderübergreifenden Vorhaben (LüV) erforderlichen IHE-konformen Komponenten, sowie Lizenzen zur Umsetzung der prozessualen und technischen Anforderungen durch die Projekte und Gesetzgebung: -- IHE Affinity Domain (IHE AD) mit XDS Registry, XDS Repository und ATNA Audit Repository als föderierte Dokumenteninfrastruktur - IHE Health Provider Directory (HPD) als Verzeichnis der H³-Teilnehmer und Leistungserbringer - XCA Gateway (Cross-Community Access) für den (länderüber-greifenden,) IHE-konformen Datenaustausch gemäß Option B (Pull-Verfahren) des LüV-Konzepts sowie mit den H³-Partnern. - Basic Patient Privacy Consent (BPPC) für die technische Abbil-dung der Patienteneinwilligungen gemäß H³ Einwilligungskonzept und DSGVO. - Lab Center des Herstellers zur direkten Bereitstellung von validierten Laboranalysen aus dem jeweils genutzten Laborinformationssystem ohne Umweg über das KIS inklusive grafischer Aufbereitung - Konfiguration und Durchsetzung eines erweiterten Berechtigungsmanagements im Sinne geltender datenschutzrechtlicher Bestimmungen aufgrund der zusätzlicher Rollen mit direktem Zu-griff auf die health-engine durch die beiden Vorhaben - Umsetzung eines Inputmanagements für den Scan analoger Einwilligung mit automatischer Weiterverarbeitung gemäß der gegeben Einwilligung zur Kaskadierung der weiteren Prozessschritte in health-engine und transferengine entsprechend der Anforderungen von H³ und LüV Die Ausschreibung deckt Leistungen aus zwei Förderprogrammen ab. Hier: Erweiterung IHE Interoperabilitätsplattform Vorliegend werden modulare Erweiterungen des Bestandssystems beschafft, bei denen keine zusätzlichen Schnittstellen zum Bestandssystem erforderlich sind. Der Auftragnehmer the i-engineers GmbH ist der einzige Anbieter auf dem Markt, der eine solche tiefenintegrierte, modulare Lösung ohne externe Schnittstellen in seinem Leistungsportfolio für das bei der Immanuel Albertinen Diakonie betriebene Bestandssystem aufweist. Die health engine der the i-engineers GmbH bildet die bestehende Interoperabilitätsplattform (IOP) für die beteiligten Einrichtungen der Immanuel Albertinen Dia-konie und ist seit 2019 produktiv im Einsatz. Für Vernetzungsvorhaben mit Dritten wurde diese im Januar 2025 im Rahmen des Vorhabens #IAP-1092 um die transferengine erweitert. Mit dem im November 2025 beauftragten Vorhaben #IAP-0694 (Einführung MPI und DICOM/WADO) wurde die health engine als konzern-weite klinische Dateninfrastruktur bereits signifikant ausgebaut. Die nunmehr zu beschaffenden IHE-Module (IHE Affinity Domain, IHE HPD, XCA Gateway, Basic Patient Privacy Consent) sind native Erweiterungsmodule der transfer-engine, die ohne externe Schnittstellen in das Bestandssystem integriert werden können. Zu erwähnen sei hier die besondere Konstellation aus health-engine und transfer-engine. Als Single-Point-of-Contact für externe hält die transferengine die IHE-Komponenten in einer gesonderten demilitarisierten Zone (DMZ). Die Kommunikation zur Identifikiation von Patienten, sowie die Nutzung/Verarbeitung von Patientendaten kommuniziert die transferengine über native interne Schnittstellen mit der healthengine und dem darin befindlichen MPI- sowie WADO-Komponenten. Nur durch die Festlegung auf das vorliegende Produkt kann eine reibungslose Integration und somit eine effektive Systemsicherheit sichergestellt werden. Überdies werden Koordinationsschwierigkeiten minimiert sowie die zusätzliche Inanspruchnahme finanzieller und zeitlicher Ressourcen vermieden. Eine integrierte Lösung bietet betriebliche Vorteile wie einheitlichen Support, gesicherte Schnittstellenkompatibilität sowie ein geringeres Fehler- und Betriebsrisiko. Der Einsatz mehrerer Dienstleister birgt das Risiko von Kompatibilitätsproblemen, Datenverlust oder Fehlfunktionen, die nicht hinnehmbar sind. Unterschiedliche technologische Plattformen erhöhen die Gefahr, dass Daten nicht korrekt gesendet oder empfangen werden können. Im Bereich kritischer Klinikprozesse ist es jedoch essenziell, unnötige Schnittstellen zu vermeiden, um Fehlerquellen auszuschließen. Nur durch das fehlerfreie Zusammenspiel der Health-Engine und der unterschiedlichen klinischen Systeme kann sichergestellt werden, dass alle notwendigen Daten zwischen den Systemen ausgetauscht werden können. Hierbei handelt es sich nicht um eine künstliche Einschränkung des Beschaffungsbedarfs auf einen bestimmten Dienstleister. Die Immanuel Albertinen Diakonie kann die gestellten Anforderungen durch objektive und nachvollziehbare Gründe belegen und hat ihren Beschaffungsbedarf nicht willkürlich oder diskriminierend festgelegt. Der aufgezeigte Beschaffungsbedarf ergibt sich aus den Anforderungen der Interoperabilitätsstandards der Initiative Health Harbor Hamburg H³ sowie des Länderübergreifenden Vorhabens (LüV), die eine IHE-konforme Infrastruktur zwingend voraussetzen.
Kennung des Verfahrens: deb527ff-1ac7-420b-8346-12bb25667106
Interne Kennung: #IAP-0578, #IAP-0579
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb
2.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Lieferleistungen
Haupteinstufung (cpv): 48000000 Softwarepaket und Informationssysteme
Zusätzliche Einstufung (cpv): 48180000 Medizinsoftwarepaket
2.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: Süntelstr. 11a
Stadt: Hamburg
Postleitzahl: 22457
Land, Gliederung (NUTS): Hamburg (DE600)
Land: Deutschland
2.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: Haselkamp 33
Stadt: Hamburg
Postleitzahl: 22359
Land, Gliederung (NUTS): Hamburg (DE600)
Land: Deutschland
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Zusätzliche Informationen: #Bekanntmachungs-ID: CXP4DBTMPCL#
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU
vgv -
5. Los
5.1.
Los: LOT-0001
Titel: Erweiterung IHE Interoperabilitätsplattform
Beschreibung: Notwendigkeit der Erweiterung (Allgemein zur Erweiterung s.o.) Rahmen Health Harbor Hamburg (H³): Im Rahmen der H³ Initiative haben sich 21 Hamburger Plankrankenhäuser zusammengeschlossen mit dem Ziel, die sekto-renübergreifende Kommunikation und den Datenaustausch zu verbessern. Für den Use Case 4 "Teleradiologisches Netzwerk Hamburg" ist der Aufbau einer zentralen IHE Affinity Domain (IHE AD) mit IHE-konformen Komponenten (IHE AD, Re-gistry, Repository, ATNA, HPD, XCA Gateway, BPPC) technische Grundvoraussetzung gemäß der Leistungsbeschreibung der H³ Initiative. Die beteiligten Einrichtungen der Immanuel Albertinen Diakonie (Albertinen-Krankenhaus, Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus) nehmen als H³ Gateway-Einrichtungen an der Initiative teil und benötigen eine IHE-konforme IOP-Anbindung an die zentrale H³ Infrastruktur. Rahmen Länderübergreifendes Vorhaben (LüV): Das LüV zielt auf die länder-übergreifende Vernetzung von Einrichtungen in Hamburg und Niedersachsen ab. Kerntechnologie für die Cross-Community-Kommunikation ist das IHE XCA Profil (Cross-Community Access), das eine dezentrale Abfrage von Patientendaten aus anderen IHE Affinity Domains ermöglicht. IHE AD Anforderungen: - Aufbau einer einrichtungsübergreifenden IHE Affinity Domain als Grundinfra-struktur für föderierte Patientendatenhaltung - XDS Registry und Repository für die standardisierte Ablage und Verwaltung klini-scher Dokumente und Bilddaten - ATNA Audit Repository für lückenlose, DSGVO-konforme Protokollierung aller Datenzugriffe - Tiefenintegration in die bestehende health engine für nahtlose Anwendererfahrung und einheitliches Berechtigungsmanagement IHE HPD Anforderungen (H³): - Health Provider Directory als zentrales Verzeichnis der an H³ teilnehmenden Ein-richtungen und Leistungserbringer - Voraussetzung für die Kommunikation und Routing-Logik innerhalb der H³ Initiati-ve - Nahtlose Integration in die bestehende MPI-Infrastruktur (IAP-0694) XCA Gateway Anforderungen (H³ + LüV): - Cross-Community Access als technische Grundlage für den länderübergreifen-den Patientendatenaustausch - Erforderlich für Option B (Pull-Verfahren) gemäß technischem Konzept des LüV: XCPD Cross Gateway Patient Discovery [ITI-55], XCA Cross Gateway Query [ITI-38], XCA Cross Gateway Retrieve [ITI-39] - Einrichtung einer IHE-XCA-konformen Kommunikation mit Patientenidentifikation (PIX), Verbindung der IHE Communities und Berechtigungsmanagement - Tiefenintegration mit dem bereits implementierten MPI (IAP-0694) für patien-tenidentitätsübergreifende Anfragen BPPC Anforderungen (H³): - Basic Patient Privacy Consent als technische Abbildung der Patienteneinwilligun-gen gemäß H³ Einwilligungskonzept - Grundlage für das Berechtigungsmanagement im Access Control System (ACS) der IHE AD - XACML-basierte Policy-Durchsetzung für jede Daten-Transaktion - Versionierte Historisierung aller Einwilligungsdokumente gemäß DSGVO Lab Center Anforderungen (H³): - Direkte Übernahme validierter Laboranalysen aus den Laborinformationssyste-men der Einrichtungen ohne Umweg über das KIS - Strukturierte Vorhaltung mit Referenzbereichen, Verlaufsdarstellung und grafi-scher Aufbereitung für die klinische Bewertung - Bereitstellung als IHE-konforme Dokumente über XDS Registry und Repository im selben Einwilligungs- und Protokollierungsrahmen wie Dokumenten- und Bildda-ten - Tiefenintegration in die bestehende health engine und das implementierte MPI (IAP-0694) für die eindeutige Patientenzuordnung der Befunde Berechtigungsmanagement Anforderungen (H³ + LüV): - Erweitertes Berechtigungsmodell für die durch beide Vorhaben entstehenden zu-sätzlichen Rollen mit direktem Zugriff auf die health engine - Feingranulare, rollen- und kontextbezogene Zugriffssteuerung auf Mandanten-, Fall- und Dokumentenebene nach dem Erforderlichkeitsprinzip - Durchsetzung der über BPPC abgebildeten Einwilligungen je Transaktion mit so-fortiger Wirksamkeit von Widerrufen und lückenloser Protokollierung im ATNA Au-dit Repository - Durchsetzung in der transfer-engine als Policy Enforcement Point in der DMZ Inputmanagement Anforderungen (H³ + LüV): - Erfassung analog erteilter Patienteneinwilligungen per Scan, da Einwilligungen in Aufnahme und am Krankenbett regelmäßig in Papierform erteilt werden - Automatisierte Überführung in maschinenlesbare BPPC-Einwilligungsdokumente mit Zuordnung über das MPI (IAP-0694) und Versionierung - Kaskadierung der Folgeprozesse in health engine und transfer-engine, insbeson-dere Freigabe oder Sperre der betroffenen Dokumente für Registry, Repository und XCA Gateway - Vermeidung des Medienbruchs zwischen Papiereinwilligung und technischer Durchsetzung über die native Workflow-Engine der health engine
Interne Kennung: #IAP-0578, #IAP-0579
5.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Lieferleistungen
Haupteinstufung (cpv): 48000000 Softwarepaket und Informationssysteme
Zusätzliche Einstufung (cpv): 48180000 Medizinsoftwarepaket
5.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: Süntelstr. 11a
Stadt: Hamburg
Postleitzahl: 22457
Land, Gliederung (NUTS): Hamburg (DE600)
Land: Deutschland
5.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: Haselkamp 33
Stadt: Hamburg
Postleitzahl: 22359
Land, Gliederung (NUTS): Hamburg (DE600)
Land: Deutschland
5.1.3.
Geschätzte Dauer
Laufzeit: 36 Monate
5.1.4.
Verlängerung
Maximale Verlängerungen: 9 999
Weitere Informationen zur Verlängerung: Die Laufzeit kann verlängert werden. Die in Monaten angegebene Laufzeit entspricht der geförderten Laufzeit und wird in diesem Rahmen aus technischen Gründen angegeben. Die Angabe zu maximalen Verlängerungen erfolgt ebenfalls aus technischen Gründen. Eine Laufzeit über 36 Monate hinaus wird nicht mehr gefördert.
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: nein
Zusätzliche Informationen: Ein vergaberechtlicher Primärrechtsschutz ist nicht statthaft. Bei der von der AGin beabsichtigten Beschaffung handelt es sich nicht um einen öffentlichen Auftrag im Sinne des GWB, denn die AGin ist keine öffentliche Auftraggeberin im Sinne des GWB. Das Vergabeverfahren wird aufgrund zuwendungsrechtlicher Vorgaben durchgeführt.
5.1.7.
Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Keine strategische Beschaffung
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Leinemann & Partner Rechtsanwälte mbB
Informationen über die Überprüfungsfristen: Ein vergaberechtlicher Primärrechtsschutz ist nicht statthaft. Bei der von der AGin beabsichtigten Beschaffung handelt es sich nicht um einen öffentlichen Auftrag im Sinne des GWB, denn die AGin ist keine öffentliche Auftraggeberin im Sinne des GWB. Das Vergabeverfahren wird aufgrund zuwendungsrechtlicher Vorgaben durchgeführt.
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt: Albertinen-Krankenhaus/Albertinen-Haus gemeinnützige GmbH
Organisation, die weitere Informationen für die Nachprüfungsverfahren bereitstellt: Leinemann & Partner Rechtsanwälte mbB
6. Ergebnisse
Wert aller in dieser Bekanntmachung vergebenen Verträge: 708 333,34 EUR
Direktvergabe:
Begründung der Direktvergabe: Der Auftrag kann nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist
Sonstige Begründung: Fall von § 14 Abs. 4 Nr. 2 b) VgV (zur Notwenigkeit der Erweiterung s.o.): 1) Risiken bei Nutzung von Komponenten anderer Hersteller: Technische Inkompatibilitäten: Die im bestehenden CDR der health engine vorhandene Workflow-Engine, das Datenbankmodell und die Berechtigungskonzepte sind proprietär und können von Drittanbietern weder direkt genutzt noch ohne erheblichen Aufwand adaptiert werden. Eine Drittlösung würde zwingend neue Schnittstellen erfordern, die gegenwärtig nicht vorhanden sind und deren Aufbau unverhältnismäßigen Aufwand erzeugen würde. Das bereits implementierte MPI (IAP-0694) ist nativ in die health engine integriert; eine externe IHE AD würde den Aufbau zusätzlicher PIX/PDQ-Schnittstellen zwischen MPI und IHE AD erfordern, was erhebliche Kompatibilitätsrisiken birgt. Versorgungsgefährdung: Fremde Komponenten erhöhen das Ausfallrisiko des Notfall- und Ausfallsystems. Verzögerte Fehlerdiagnose bei mehreren Herstellern erhöht die Zeit bis zur Behebung kritischer Störungen. Auftraggeber im Gesund-heitsbereich haben die sicherste verfügbare Lösung für die Patientenversorgung zu wählen, weil dieser Aufgabensektor maßgeblich dadurch geprägt ist, dass überragend wichtige Rechtsgüter wie Leib, Leben und Gesundheit unter größtmöglicher Sicherheit vor vermeidbaren Risiken geschützt werden müssen. Ergänzend sei hier zu erwähnen, dass einer der Use Cases des Länderübergreifenden Vorhabens explizit eskalierende Situationen von intensivmedizinisch betreuten Patienten umfasst, weshalb eine sichere und zuverlässige Bereitstellung und Verarbeitung der Gesundheitsdaten von höchster Bedeutung sind. Wirtschaftliche Risiken: Neuimplementierung von Schnittstellen bei vorhandenen Schnittstellenmöglichkeiten, parallele Wartungsverträge mit mehreren Vertragsparteien, erhöhter Schulungsaufwand und mögliche Release-Inkompatibilitäten bei Updates. Insbesondere ist es den Zuwendungsempfängern nicht zumutbar, die an-fallenden Zusatzkosten nach vollständiger Ausschöpfung der bewilligten Zuwendung aus eigenen Mitteln zu tragen. Die dadurch entstehende finanzielle Mehrbelastung wird durch die hier beschaffte Lösung vermieden. Datenschutz- und Sicherheitsrisiken: Uneinheitliche Zugriffskontrollen durch verschiedene Berechtigungssysteme, Audit-Trail-Brüche und Verschlüsselungsin-konsistenzen an Systemgrenzen könnten zu Compliance-Verstößen führen. Gera-de im Medizinbereich unterliegen die äußerst sensiblen Gesundheitsdaten einem besonders hohen Schutzstandard und sind vor unbefugten Zugriffen bestmöglich abzusichern. Vor diesem Hintergrund stellt die hier gewählte Lösung die sicherste Variante dar, weil sie diese Risiken wirksam minimiert und ein einheitliches, durch-gängiges Sicherheitsniveau gewährleistet. Auftraggebern im Gesundheitsbereich sind angehalten die sicherste verfügbare Lösung zu wählen. Die Auftraggeber haben wettbewerbliche Alternativen eingehend geprüft und be-lastbar festgestellt, dass die Lösungen anderer bekannter Unternehmen für die Auftragsdurchführung nicht in Betracht kommen, da auf dem Markt keine modularen und tiefenintegrierten Konkurrenzlösungen für das bei der Immanuel Albertinen Diakonie betriebene Bestandssystem existieren. Der mangelnde Wettbewerb stellt somit nicht das Ergebnis einer künstlichen Einschränkung der Auftragsvergabeparameter dar. Betriebs- und Gewährleistungsrisiko: Die IHE-Module werden als native Bestandteile der transfer-engine betrieben. Ein Fremdmodul innerhalb dieser Instanz führt zu geteilter Verantwortung für Fehlerbilder, die sich im Betrieb nicht eindeutig einem Hersteller zuordnen lassen. Der Hersteller des Bestandssystems kann für Releasewechsel keine Kompatibilitätszusage für Fremdkomponenten geben, so-dass jedes Update der health engine oder der transfer-engine ein eigenständiges Regressionsrisiko für die IHE-Funktionalität begründet. Ein einheitlicher Verantwortungs- und Gewährleistungsstrang ist bei einer nativen Modullösung dagegen durchgängig gegeben. Erweiterung der Angriffsfläche in der DMZ: Die transfer-engine ist als Single-Point-of-Contact und Policy Enforcement Point bewusst als einziger von außen er-reichbarer Systembestandteil ausgelegt. Die Einbringung einer Fremdkomponente in diese Zone durchbricht dieses Architekturprinzip, erweitert die exponierte Angriffsfläche und erzeugt zusätzliche, extern erreichbare Schnittstellen. Dies steht den Anforderungen aus § 75c SGB V, dem branchenspezifischen Sicherheitsstandard für die medizinische Versorgung sowie den Vorgaben aus NIS2 und KRITIS entgegen. 2) Markterkundung: Die Auftraggeber haben verfügbare Alternativen auf dem europäischen Markt geprüft. Das Ergebnis der Markterkundung war, dass die seit 2019 produktiv betriebene Interoperabilitätsplattform vollständig abgelöst werden müsste. Ein solcher Plattformwechsel würde die Investitionen entwerten, die in den vorangegangenen - teilweise geförderten - Vorhaben getätigt wurden, namentlich beim Aufbau der Transferkomponente sowie bei der Einführung von MPI und DICOM/WADO. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht stellt eine solche Ablösung keine vernünftige Alternative oder Ersatzlösung dar. Insbesondere der erforderliche Nachbau der bestehenden Prozesse und Schnittstellen des Bestandssystems sowie die Migration der Bestandsdaten führen zu einem Aufwand, der den Aufwand der Fortführung der bestehenden Plattform erheblich übersteigt.
6.1.
Ergebnis, Los-– Kennung: LOT-0001
6.1.2.
Informationen über die Gewinner
Wettbewerbsgewinner:
Offizielle Bezeichnung: the i-engineers GmbH
Angebot:
Kennung des Angebots: #IAP-0578, #IAP-0579
Kennung des Loses oder der Gruppe von Losen: LOT-0001
Wert des Angebots: 708 333,34 EUR
Vergabe von Unteraufträgen: Nein
Informationen zum Auftrag:
Kennung des Auftrags: #IAP-0578, #IAP-0579
Titel: Erweiterung IHE Interoperabilitätsplattform
Datum der Auswahl des Gewinners: 21/09/2026
8. Organisationen
8.1.
ORG-0001
Offizielle Bezeichnung: Albertinen-Krankenhaus/Albertinen-Haus gemeinnützige GmbH
Registrierungsnummer: HRB 102934
Postanschrift: Süntelstr. 11a
Stadt: Hamburg
Postleitzahl: 22457
Land, Gliederung (NUTS): Hamburg (DE600)
Land: Deutschland
Telefon: +49 4055811301
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
Federführendes Mitglied
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt
8.1.
ORG-0002
Offizielle Bezeichnung: Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus gGmbH
Registrierungsnummer: HRB 84411
Postanschrift: Haselkamp 33
Stadt: Hamburg
Postleitzahl: 22359
Land, Gliederung (NUTS): Hamburg (DE600)
Land: Deutschland
Telefon: +49 40644111
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
8.1.
ORG-0003
Offizielle Bezeichnung: Leinemann & Partner Rechtsanwälte mbB
Registrierungsnummer: Partnerschaftsregister Nr. 169 B
Postanschrift: Ballindamm 7
Stadt: Hamburg
Postleitzahl: 20095
Land, Gliederung (NUTS): Hamburg (DE600)
Land: Deutschland
Telefon: +49 404689920
Rollen dieser Organisation:
Überprüfungsstelle
Organisation, die weitere Informationen für die Nachprüfungsverfahren bereitstellt
8.1.
ORG-0004
Offizielle Bezeichnung: the i-engineers GmbH
Größe des Wirtschaftsteilnehmers: Mittleres Unternehmen
Registrierungsnummer: HRB 20060
Postanschrift: Hafenweg 19
Stadt: Münster
Postleitzahl: 48155
Land, Gliederung (NUTS): Münster, Kreisfreie Stadt (DEA33)
Land: Deutschland
Rollen dieser Organisation:
Bieter
Wirtschaftlicher Eigentümer:
Staatsangehörigkeit des Eigentümers: Deutschland
Gewinner dieser Lose: LOT-0001
8.1.
ORG-0005
Offizielle Bezeichnung: Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Registrierungsnummer: 0204:994-DOEVD-83
Stadt: Bonn
Postleitzahl: 53119
Land, Gliederung (NUTS): Bonn, Kreisfreie Stadt (DEA22)
Land: Deutschland
Telefon: +49228996100
Rollen dieser Organisation:
TED eSender
Informationen zur Bekanntmachung
Kennung/Fassung der Bekanntmachung: 679d0c5a-6fbd-425e-bb97-2d61873e176a - 01
Formulartyp: Vorankündigung – Direktvergabe
Art der Bekanntmachung: Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
Unterart der Bekanntmachung: 25
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 22/09/2026 09:06:10 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung: 655586-2026
ABl. S – Nummer der Ausgabe: 184/2026
Datum der Veröffentlichung: 23/09/2026