Deutschland – Durchführbarkeitsstudie, Beratung, Analyse – Bundesinitiative „Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit“ - Aktualisierung der Studie Ungewollte Kinderlosigkeit 2020

604666-2026 - Vorankündigung – Direktvergabe
Deutschland – Durchführbarkeitsstudie, Beratung, Analyse – Bundesinitiative „Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit“ - Aktualisierung der Studie Ungewollte Kinderlosigkeit 2020
OJ S 169/2026 02/09/2026
Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
Dienstleistungen

1. Beschaffer

1.1.
Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Rechtsform des Erwerbers: Zentrale Regierungsbehörde

2. Verfahren

2.1.
Verfahren
Titel: Bundesinitiative „Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit“ - Aktualisierung der Studie Ungewollte Kinderlosigkeit 2020
Beschreibung: In den Jahren 2012 und 2019 hat das BMFSFJ Studien zur Situation gewollt und ungewollt kinderloser Frauen und Männer beim Delta Institut in Auftrag gegeben. In 2012 wurde im Auftrag des BMBFSFJ durch das Delta Institut erstmals eine deutschlandweite Studie zur gewollten und ungewollten Kinderlosigkeit durchgeführt. Ziel war es, die Gründe und Ursachen von ungewollter Kinderlosigkeit zu erforschen und herauszufinden, ob ungewollte Kinderlosigkeit ggf. milieuspezifisch unterschiedlich häufig verteilt ist. So wurde deutlich, dass bei vielen Kinderlosen es zunächst eine gewollte Kinderlosigkeit gab, die aufgrund des Aufschiebens des Kinderwunsches in ein höheres Alter dann zu einer ungewollten Kinderlosigkeit führte. Gründe für das Aufschieben waren jedoch nicht nur eine fehlende Partnerschaft oder der Wunsch sich zunächst beruflich zu etablieren, sondern auch das mangelnde Wissen über Fertilität und reproduktionsmedizinische Behandlungsmöglichkeiten. Um die Lebenswirklichkeiten und Einstellungen von Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch näher zu betrachten, wurde in 2019 eine umfangreiche Studie zur Situation ungewollt Kinderloser in Deutschland durchgeführt. Hierbei wurden unter anderem die Einstellung zum Kinderwunsch, die Gründe der ungewollten Kinderlosigkeit, die Kenntnisse von Fertilität im Lebensverlauf, die Inanspruchnahme reproduktionsmedizinischer Behandlungen, aber auch die Diskriminierungserfahrungen aufgrund von Kinderlosigkeit sowie die Angst vor Stigmatisierung erfragt. Es war und ist die erste repräsentative Studie in Deutschland, die ungewollt kinderlosen Frauen und Männern im Alter von 20 bis 50 Jahren in den Blick nimmt und ihre Einstellung und Erfahrungen erfragt. Ergebnisse waren unter anderem, dass jedes zehnte Paar zwischen 20 und 50 Jahren ungewollt kinderlos ist. Mittlerweile sprechen viele sogar von jedem achten, sogar siebten Paar. Diese Vermutung lässt sich durch die gestiegene Anzahl der reproduktionsmedizinischen Behandlungen (2019: 110.105; 2024: 134.281) stützen, bedarf jedoch einer wissenschaftlichen Validierung. Weiterhin wurde festgestellt, dass 44 Prozent der Frauen und 55 Prozent der Männer, die bereits viele Jahre einen unerfüllten Kinderwunsch haben, noch nie (!) auf den Gedanken gekommen sind, dass es auf natürlichem Wege nicht klappen könnte. Weitere bedeutende Ergebnisse der Studie waren, dass nur 25 Prozent aller ungewollt Kinderloser medizinisch hat abklären lassen, ob organische oder hormonelle Gründe eine Ursache für die Kinderlosigkeit sein könnten; gleichzeitig stellte mehr als die Hälfte aller Kinderlosen fest, dass ungewollte Kinderlosigkeit in der Gesellschaft tabuisiert sei und erklärte, bereits eigene Diskriminierungs- und Stigmatisierungserfahrungen gemacht zu haben. In den letzten beiden Studien konnte außerdem festgestellt werden, dass der Anteil der ungewollt Kinderlosen von allen Kinderlosen im Alter von 20-50 Jahren von 25% auf 32 % signifikant gestiegen ist. Anhand der gestiegenen reproduktionsmedizinischen Behandlungen liegt die Vermutung nahe, dass der Anteil weiter gestiegen ist. Dies muss jedoch wissenschaftlich fundiert überprüft werden. Trends nach Milieuzugehörigkeit und Lebensphase sind hier vor allem für zielgruppenspezifische Maßnahmen für eine wirkungsorientierte Maßnahmenentwicklung wichtig. Die Studien finden in der Wissenschaft aufgrund ihrer Einzigartigkeit immer noch großen Anklang. Zudem erhielt das Fachreferat häufig Anfragen zu den Ergebnissen der Studien sowie Nachfragen, ob eine Neuauflage geplant ist. Ungewollt Kinderlose sind im Querschnitt der Bevölkerung zu finden. Wichtig ist es deshalb, die verschiedenen sozialdemographischen- und bevölkerungsstrukturellen Hintergründe zu erforschen, um dem hochsensiblen und komplexen Forschungsgegenstand gerecht zu werden. Weiterhin wurde identifiziert, dass sich sowohl die Einstellungen zur Kinderlosigkeit als auch die damit verbundenen Erfahrungen deutlich unterscheiden. Gleichzeitig verfügen die Personen entsprechend über unterschiedliche soziale und kulturelle Ressourcen. Die letzte Studie zur ungewollten Kinderlosigkeit basiert auf Daten, die bereits sieben Jahre alt sind. Um die Entwicklungen beim Thema ungewollte Kinderlosigkeit zu überprüfen, soll auf Grundlage der Studie 2020 eine Aktualisierung vorgenommen werden. Durch die aktuell intensive Diskussion zur Reproduktionsmedizin nicht nur in Fachkreisen, sondern insbesondere in der medialen Öffentlichkeit hat sich möglicherweise die Wahrnehmung des Themas bei Betroffenen verändert. Auch dies soll mit der Studie kontrolliert werden. Ein zentrales Moment dieser Untersuchung soll die Vergleichbarkeit mit den Zahlen von 2019 sein. Daher soll die Untersuchung methodisch identisch angelegt sein. So sollen in der Repräsentativbefragung viele Fragen in gleicher Form gestellt werden, um Veränderungen in der Grundgesamtheit sowie in den verschiedenen Teilgruppen messen zu können. Trotzdem soll es Raum für Neues geben: Es sollen neue Fragen aufgenommen werden, um jüngere Entwicklungen sowie neue gleichstellungspolitische Erkenntnisinteressen (auch der Reproduktionsmedizin und psychosozialen Befragung) mit zu erfassen. Weiterhin soll die Studie, wie auch die Vorgängeruntersuchungen, als Mixed-Method-Ansatz angelegt sein. Durch die Kombination verschiedener Ansätze können Ergebnisse überprüft, ergänzt oder vertieft werden. In vier Gruppenwerkstätten sollen deshalb qualitative Erhebungen stattfinden. Die Vorteile der Methodenkombination sind u.a.: Höhere Glaubwürdigkeit und Validität der Ergebnisse; Umfassenderes Verständnis des Forschungsgegenstands; Ausgleich der Schwächen einzelner Methoden sowie die Möglichkeit der vertieften Untersuchung besonders spannender Milieus. Die Studie soll durch die Einbeziehung von fachwissenschaftlicher Expertise begleitet werden, um neueste Trends und Entwicklungen zu berücksichtigen und aktuelle wissenschaftliche Debatten zu berücksichtigen.
Kennung des Verfahrens: 58147159-291e-497b-8ecc-c26193d69519
Interne Kennung: BMBFSFJ_2026_047
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb
2.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 71241000 Durchführbarkeitsstudie, Beratung, Analyse
2.1.2.
Erfüllungsort
Land, Gliederung (NUTS): Berlin (DE300)
Land: Deutschland
Zusätzliche Informationen: Berlin, Bonn, deutschlandweit
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU
vgv -

5. Los

5.1.
Los: LOT-0000
Titel: Bundesinitiative „Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit“ - Aktualisierung der Studie Ungewollte Kinderlosigkeit 2020
Beschreibung: In den Jahren 2012 und 2019 hat das BMFSFJ Studien zur Situation gewollt und ungewollt kinderloser Frauen und Männer beim Delta Institut in Auftrag gegeben. In 2012 wurde im Auftrag des BMBFSFJ durch das Delta Institut erstmals eine deutschlandweite Studie zur gewollten und ungewollten Kinderlosigkeit durchgeführt. Ziel war es, die Gründe und Ursachen von ungewollter Kinderlosigkeit zu erforschen und herauszufinden, ob ungewollte Kinderlosigkeit ggf. milieuspezifisch unterschiedlich häufig verteilt ist. So wurde deutlich, dass bei vielen Kinderlosen es zunächst eine gewollte Kinderlosigkeit gab, die aufgrund des Aufschiebens des Kinderwunsches in ein höheres Alter dann zu einer ungewollten Kinderlosigkeit führte. Gründe für das Aufschieben waren jedoch nicht nur eine fehlende Partnerschaft oder der Wunsch sich zunächst beruflich zu etablieren, sondern auch das mangelnde Wissen über Fertilität und reproduktionsmedizinische Behandlungsmöglichkeiten. Um die Lebenswirklichkeiten und Einstellungen von Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch näher zu betrachten, wurde in 2019 eine umfangreiche Studie zur Situation ungewollt Kinderloser in Deutschland durchgeführt. Hierbei wurden unter anderem die Einstellung zum Kinderwunsch, die Gründe der ungewollten Kinderlosigkeit, die Kenntnisse von Fertilität im Lebensverlauf, die Inanspruchnahme reproduktionsmedizinischer Behandlungen, aber auch die Diskriminierungserfahrungen aufgrund von Kinderlosigkeit sowie die Angst vor Stigmatisierung erfragt. Es war und ist die erste repräsentative Studie in Deutschland, die ungewollt kinderlosen Frauen und Männern im Alter von 20 bis 50 Jahren in den Blick nimmt und ihre Einstellung und Erfahrungen erfragt. Ergebnisse waren unter anderem, dass jedes zehnte Paar zwischen 20 und 50 Jahren ungewollt kinderlos ist. Mittlerweile sprechen viele sogar von jedem achten, sogar siebten Paar. Diese Vermutung lässt sich durch die gestiegene Anzahl der reproduktionsmedizinischen Behandlungen (2019: 110.105; 2024: 134.281) stützen, bedarf jedoch einer wissenschaftlichen Validierung. Weiterhin wurde festgestellt, dass 44 Prozent der Frauen und 55 Prozent der Männer, die bereits viele Jahre einen unerfüllten Kinderwunsch haben, noch nie (!) auf den Gedanken gekommen sind, dass es auf natürlichem Wege nicht klappen könnte. Weitere bedeutende Ergebnisse der Studie waren, dass nur 25 Prozent aller ungewollt Kinderloser medizinisch hat abklären lassen, ob organische oder hormonelle Gründe eine Ursache für die Kinderlosigkeit sein könnten; gleichzeitig stellte mehr als die Hälfte aller Kinderlosen fest, dass ungewollte Kinderlosigkeit in der Gesellschaft tabuisiert sei und erklärte, bereits eigene Diskriminierungs- und Stigmatisierungserfahrungen gemacht zu haben. In den letzten beiden Studien konnte außerdem festgestellt werden, dass der Anteil der ungewollt Kinderlosen von allen Kinderlosen im Alter von 20-50 Jahren von 25% auf 32 % signifikant gestiegen ist. Anhand der gestiegenen reproduktionsmedizinischen Behandlungen liegt die Vermutung nahe, dass der Anteil weiter gestiegen ist. Dies muss jedoch wissenschaftlich fundiert überprüft werden. Trends nach Milieuzugehörigkeit und Lebensphase sind hier vor allem für zielgruppenspezifische Maßnahmen für eine wirkungsorientierte Maßnahmenentwicklung wichtig. Die Studien finden in der Wissenschaft aufgrund ihrer Einzigartigkeit immer noch großen Anklang. Zudem erhielt das Fachreferat häufig Anfragen zu den Ergebnissen der Studien sowie Nachfragen, ob eine Neuauflage geplant ist. Ungewollt Kinderlose sind im Querschnitt der Bevölkerung zu finden. Wichtig ist es deshalb, die verschiedenen sozialdemographischen- und bevölkerungsstrukturellen Hintergründe zu erforschen, um dem hochsensiblen und komplexen Forschungsgegenstand gerecht zu werden. Weiterhin wurde identifiziert, dass sich sowohl die Einstellungen zur Kinderlosigkeit als auch die damit verbundenen Erfahrungen deutlich unterscheiden. Gleichzeitig verfügen die Personen entsprechend über unterschiedliche soziale und kulturelle Ressourcen. Die letzte Studie zur ungewollten Kinderlosigkeit basiert auf Daten, die bereits sieben Jahre alt sind. Um die Entwicklungen beim Thema ungewollte Kinderlosigkeit zu überprüfen, soll auf Grundlage der Studie 2020 eine Aktualisierung vorgenommen werden. Durch die aktuell intensive Diskussion zur Reproduktionsmedizin nicht nur in Fachkreisen, sondern insbesondere in der medialen Öffentlichkeit hat sich möglicherweise die Wahrnehmung des Themas bei Betroffenen verändert. Auch dies soll mit der Studie kontrolliert werden. Ein zentrales Moment dieser Untersuchung soll die Vergleichbarkeit mit den Zahlen von 2019 sein. Daher soll die Untersuchung methodisch identisch angelegt sein. So sollen in der Repräsentativbefragung viele Fragen in gleicher Form gestellt werden, um Veränderungen in der Grundgesamtheit sowie in den verschiedenen Teilgruppen messen zu können. Trotzdem soll es Raum für Neues geben: Es sollen neue Fragen aufgenommen werden, um jüngere Entwicklungen sowie neue gleichstellungspolitische Erkenntnisinteressen (auch der Reproduktionsmedizin und psychosozialen Befragung) mit zu erfassen. Weiterhin soll die Studie, wie auch die Vorgängeruntersuchungen, als Mixed-Method-Ansatz angelegt sein. Durch die Kombination verschiedener Ansätze können Ergebnisse überprüft, ergänzt oder vertieft werden. In vier Gruppenwerkstätten sollen deshalb qualitative Erhebungen stattfinden. Die Vorteile der Methodenkombination sind u.a.: Höhere Glaubwürdigkeit und Validität der Ergebnisse; Umfassenderes Verständnis des Forschungsgegenstands; Ausgleich der Schwächen einzelner Methoden sowie die Möglichkeit der vertieften Untersuchung besonders spannender Milieus. Die Studie soll durch die Einbeziehung von fachwissenschaftlicher Expertise begleitet werden, um neueste Trends und Entwicklungen zu berücksichtigen und aktuelle wissenschaftliche Debatten zu berücksichtigen.
Interne Kennung: BMBFSFJ_2026_047
5.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 71241000 Durchführbarkeitsstudie, Beratung, Analyse
5.1.2.
Erfüllungsort
Land, Gliederung (NUTS): Berlin (DE300)
Land: Deutschland
Zusätzliche Informationen: Berlin, Bonn, deutschlandweit
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: ja
5.1.7.
Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Keine strategische Beschaffung
5.1.15.
Techniken
Rahmenvereinbarung:
Keine Rahmenvereinbarung
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Bundeskartellamt - Vergabekammer des Bundes
Informationen über die Überprüfungsfristen: Gemäß § 160 Abs. 3 S. 1 GWB müssen erkannte Verstöße gegen Vergabevorschriften innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Zentrale Vergabestelle des BMBFSFJ, An den Gelenkbogenhallen 2-6, 50679 Köln gerügt werden. Gemäß § 160 Abs. 3 S. 2 GWB müssen Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Zentrale Vergabestelle des BMBFSFJ, An den Gelenkbogenhallen 2-6, 50679 Köln gerügt werden. Gemäß § 160 Abs. 3 S. 3 GWB müssen Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Zentrale Vergabestelle des BMBFSFJ, An den Gelenkbogenhallen 2-6, 50679 Köln gerügt werden. Hilft das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Zentrale Vergabestelle des BMBFSFJ der Rüge nicht ab, kann ein Antrag auf Nachprüfung beim Bundeskartellamt unter der o. g. Anschrift innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Zentrale Vergabestelle des BMFSFJ, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, gestellt werden. Nach § 135 Abs. 2 GWB endet die Frist, mit der die Unwirksamkeit eines Vertrages in einem Nachprüfungsverfahren geltend gemacht werden kann, 30 Kalendertage nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss. Im Falle der Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union endet die Frist 30 Kalendertage nach dieser Veröffentlichung.
Organisation, die weitere Informationen für die Nachprüfungsverfahren bereitstellt: Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben - Zentrale Vergabestelle des BMBFSFJ

6. Ergebnisse

Direktvergabe:
Begründung der Direktvergabe: Der Auftrag kann aus Gründen des Schutzes anderer Ausschließlichkeitsrechte, darunter auch Rechte des geistigen Eigentums, die sich von den in Artikel 5 Absatz 10 der Richtlinie 2014/23/EU definierten Rechten unterscheiden, nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden
Sonstige Begründung: Gemäß § 14 Abs. 4 Nr. 2 c) VgV soll der Auftrag im Wege eines Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb vergeben werden. Entsprechend des § 14 Abs. 6 VgV ist dieses Vorgehen gerechtfertigt, da es keine andere Ersatzlösung oder Alternative zum Delta-Institut gibt. Einzig das Delta Institut verwendet bei Untersuchungen der deutschen Bevölkerung soziodemographische Determinanten bei der Identifikation der vorherrschenden Bevölkerungsstrukturen. Bei einer EU-weiten Markterkundung konnten keine weiteren Institute identifiziert werden, die solche Analysemodelle für die deutsche Bevölkerung entwickelt haben. Die sog. Delta-Milieus sind beim Deutschen Patentamt als Wortmarke und Geschmacksmuster geschützt. Nur unter Verwendung desselben Modells kann eine wissenschaftlich valide Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit den vorherigen Studien herstellt und eine Entwicklung bei dem Thema ungewollte Kinderlosigkeit abgebildet werden.

8. Organisationen

8.1.
ORG-0000
Offizielle Bezeichnung: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Registrierungsnummer: 991-00227BMFSF-59
Stadt: Berlin
Postleitzahl: 10117
Land, Gliederung (NUTS): Berlin (DE300)
Land: Deutschland
Telefon: 000
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
8.1.
ORG-0001
Offizielle Bezeichnung: Bundeskartellamt - Vergabekammer des Bundes
Registrierungsnummer: xxx
Stadt: Bonn
Postleitzahl: 53113
Land, Gliederung (NUTS): Bonn, Kreisfreie Stadt (DEA22)
Land: Deutschland
Rollen dieser Organisation:
Überprüfungsstelle
8.1.
ORG-0002
Offizielle Bezeichnung: Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben - Zentrale Vergabestelle des BMBFSFJ
Registrierungsnummer: 991-02192-74
Stadt: Köln
Postleitzahl: 50679
Land, Gliederung (NUTS): Köln, Kreisfreie Stadt (DEA23)
Land: Deutschland
Telefon: 000
Rollen dieser Organisation:
Organisation, die weitere Informationen für die Nachprüfungsverfahren bereitstellt
8.1.
ORG-0003
Offizielle Bezeichnung: Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Registrierungsnummer: 0204:994-DOEVD-83
Stadt: Bonn
Postleitzahl: 53119
Land, Gliederung (NUTS): Bonn, Kreisfreie Stadt (DEA22)
Land: Deutschland
Telefon: +49228996100
Rollen dieser Organisation:
TED eSender

Informationen zur Bekanntmachung

Kennung/Fassung der Bekanntmachung: 08385683-dce5-445d-bf8c-6a61bdff978d - 01
Formulartyp: Vorankündigung – Direktvergabe
Art der Bekanntmachung: Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
Unterart der Bekanntmachung: 25
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 01/09/2026 07:35:40 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung: 604666-2026
ABl. S – Nummer der Ausgabe: 169/2026
Datum der Veröffentlichung: 02/09/2026