Deutschland – Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen – Neubau einer Kinder- und Jugendbegegnungsstätte Haus Europa des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin

515800-2026 - Wettbewerb
Deutschland – Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen – Neubau einer Kinder- und Jugendbegegnungsstätte Haus Europa des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
OJ S 142/2026 27/07/2026
Wettbewerbsbekanntmachung
Dienstleistungen

1. Beschaffer

1.1.
Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: Land Berlin, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
Rechtsform des Erwerbers: Lokale Gebietskörperschaft
Tätigkeit des öffentlichen Auftraggebers: Allgemeine öffentliche Verwaltung

2. Verfahren

2.1.
Verfahren
Titel: Neubau einer Kinder- und Jugendbegegnungsstätte Haus Europa des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
Beschreibung: Der Wettbewerb wird als nichtoffener Planungswettbewerb nach Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV) gemäß der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) für Architekt:innen als Generalplanende durchgeführt. Im vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb werden 11 Architekturbüros anhand vorgegebener Eignungskriterien (siehe Matrix Eignungskriterien und 5.1.9 der Bekanntmachung) zur Teilnahme am Wettbewerb aufgefordert. Weiterhin sind 4 Architekturbüros vorab gesetzt. Nach dem Wettbewerb wird ein Verhandlungsverfahren mit den Preisträger:innen nach Vergabeverordnung (VgV) durchgeführt. Es ist beabsichtigt, ein Generalplanervertrag für Architekt:innen mit der Objektplanung Gebäude und Innenräume, der Freianlagenplanung, Tragwerksplanung, Technischen Gebäudeausrüstung, Bauphysik und Leistungen des Brandschutzes abzuschließen. Die verantwortlichen Fachplanungen sind spätestens im nachgeschalteten VgV-Verfahren zu benennen. Die Einbindung der Fachdisziplinen ist bereits im Wettbewerb vorzusehen. Der Entwurf des Generalplanungvertrags ist zur Information den Bekanntmachungsunterlagen beigelegt. Die Architektenkammer Berlin und die Baukammer Berlin wirken entsprechend der RPW 2013 vor, während und nach dem Wettbewerb beratend mit. Die voraussichtlichen Termine des Wettbewerbsverfahrens sind: Ausgabe der Auslobung: Anfang Oktober 2026 / Abgabe der Wettbewerbsarbeiten: Anfang Dezember 2026 / Preisgerichtssitzung: Ende Januar 2027. Folgende Unterlagen sind für die Bewerbung zur Teilnahme am Wettbewerb über die Plattform von wettbewerbe aktuell einzureichen: ● a) Vollständig ausgefüllter Teilnahmebogen-Eigenerklärung (HE_Teilnahmebogen_Eigenerklaerung.pdf); ● b) Referenzblatt mit der genannten Referenz - 1 DIN A4 Seite; ● c) nur falls Bewerbergemeinschaften: separater Teilnahmebogen und das beiliegende Formular IV_128F_Erklaerung_Bewerber_ Bietergemeinschaft.pdf); ● d) nur falls Eignungsleihe durch Nachunternehmer: separater Teilnahmebogen und die beiliegenden Formulare IV_126F_Verpflichtungserklaerung_anderer_Unternehmer.pdf und IV_125F_Unterauftraege_Eignungsleihe.pdf. Weitere Unterlagen / Nachweise zu den Eigenerklärungen sind im Teilnahmewettbewerb nicht einzureichen. Im nachgeschalteten Verhandlungsverfahren nach VgV prüft der Auftraggeber die Teilnahmeberechtigung und das Vorliegen der Eignung gemäß der Eignungskriterien unter 5.1.9 der Bekanntmachung.
Kennung des Verfahrens: be0a49e2-4a61-4a47-bdcb-b0bbc7c7e5be
Interne Kennung: Haus Europa
Verfahrensart: Nichtoffenes Verfahren
Zentrale Elemente des Verfahrens: Das Wettbewerbsgrundstück liegt am Berliner Stadtrand direkt an der Havel in einem wunderschönen Waldgelände des Tegeler Forstes im Ortsteil Konradshöhe des Bezirks Reinickendorf von Berlin. 1951 bis 1953 wurde auf dem Grundstück die Kinder- und Jugenderholungsstätte „Haus Europa“ des West-Berliner Bezirk Kreuzberg errichtet. Die Einrichtung ermöglichte vielen Westberliner Kindern und Jugendlichen aus Kreuzberg ab 1953 Ferien am Stadtrand zu machen. Bis 1989 verlief durch die Havel die Stadt- und Staatsgrenze zwischen ehemals West-Berlin und der ehemaligen DDR. Bis 2015 wurde das Haus Europa zur Deckung des Bedarfs an bezirklicher Kinder- und Jugenderholung genutzt. Vom Oktober 2015 bis Oktober 2017 diente die Einrichtung als Notunterkunft für geflüchtete Jugendliche. Nach Überprüfung der Betriebssicherheit und Bausubstanz im Jahr 2019 wurde das Gebäude auf Grund des erheblichen Sanierungsbedarfs und der desolaten technischen Gebäudeausrüstung nicht mehr in die Nutzung für Kinder und Jugendliche zurückgeführt und steht seitdem leer. Mit dem bewilligten Bedarfsprogramm ist der Abriss der baulichen Anlage und ein Neubau einer Kinder- und Jugendbegegnungsstätte mit Übernachtungsmöglichkeit für 60 Personen inklusive der Neugestaltung der Außenanlage als wirtschaftlichste Variante festgelegt. Ziel des Wettbewerbs ist es, einen gestalterisch anspruchsvollen und gleichermaßen kostensparenden und robusten Entwurf eines Holzneubaus zu erhalten, der sich unter Berücksichtigung des schützenswerten Baumbestands schlüssig in die unmittelbare naturnahe Umgebung und den Tegeler Forst einfügt. Erwartet wird ein sorgfältig entwickeltes Gebäudekonzept, das in allen Belangen der Nachhaltigkeit und Inklusion überzeugen kann. Der Neubau soll einen guten Standard in Bezug auf die innenräumlichen Qualitäten, Dauerhaftigkeit, Nutzungsflexibilität und einen low-tech-Ansatz aufweisen. Die Modularität und Erweiterbarkeit sind dabei mitzudenken. Die Sanierung der Freifläche und Neugestaltung im Bereich des neuen Gebäudes und der Zuwegungen ist zwingende Voraussetzung, um die Liegenschaft wieder in die uneingeschränkte Nutzung zurückzuführen. Die Freiflächen sollen mit gezielten, minimierten Eingriffen in die vorhandene Vegetation gemeinsam mit dem Neubau den Charakter einer naturnahen Gesamtanlage ausbilden und neue Außenraumnutzungen für alle anbieten. Das Raumprogramm des Neubaus beträgt 1.245 m². Die Baumaßnahme ist in der aktuellen Investitionsplanung 2025-2029 mit Gesamtkosten in Höhe von 7.100.000,- € brutto enthalten. Die bewilligten Bauwerkskosten der KG 300 + 400 betragen 4.394.610,- € brutto, die bewilligten Kosten der Kostengruppe 500 betragen 547.500,- € brutto. Die erste Rate ist im Haushaltsjahr 2028 eingestellt.
2.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
2.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: Schwarzspechtweg 46 – 52
Stadt: Berlin
Postleitzahl: 10353
Land, Gliederung (NUTS): Berlin (DE300)
Land: Deutschland
Zusätzliche Informationen: Die Kommunikation im Wettbewerb erfolgt über wettbewerbe aktuell: https://ovf.wettbewerbe-aktuell.de/de/wettbewerb-61459
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Zusätzliche Informationen: Im Wettbewerb werden die eingereichten Wettbewerbsarbeiten auf der Grundlage folgender Kriterien durch das Preisgericht beurteilt: Stadträumliche Gestaltung | Baukörpergestaltung | Funktionalität | Freiraum | Realisierbarkeit. Die Reihenfolge der Kriterien stellt im Preisgericht keine Gewichtung dar. Die Auflistung der Beurteilungskriterien des Preisgerichts ist vorbehaltlich einer weiteren Detaillierung und Abstimmung im Rahmen des Preisrichterkolloquiums vor Veröffentlichung der Auslobung.
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU
VgV-Verordnung über die Vergabe von öffentlichen Aufträgen - Richtlinien für Planungswettbewerb (RPW 2013)
Leitfaden zur Durchführung von Wettbewerben gemäß IV 104 der Allgemeinen Anweisung für Vorbereitung
Durchführung von Bauaufgaben Berlins (ABau Berlin, März 2026)
2.1.6.
Ausschlussgründe
Quellen der Ausschlussgründe: Bekanntmachung
Direkte oder indirekte Beteiligung an der Vorbereitung des Vergabeverfahrens: Von der Teilnahme ausgeschlossen sind jene Personen, die unter die Teilnahmehindernisse laut § 4 (2) RPW 2013 fallen wie Personen, die unmittelbar an der Vorbereitung und Erstellung der Auslobung oder Durchführung des Wettbewerbs beteiligt sind oder auf die Entscheidung des Preisgerichts Einfluss nehmen können. Gleiches gilt für Personen, die sich durch Angehörige oder ihnen wirtschaftlich verbundene Personen einen entsprechenden Vorteil oder Einfluss verschaffen können.
Rein innerstaatliche Ausschlussgründe: Das Nichtvorliegen der Teilnahmeberechtigungen (siehe 5.1.9, erstes Kriterium) führt zum Ausschluss aus dem Wettbewerbsverfahren. Im nachgeschalteten VgV-Verfahren prüft der AG die Befähigung und Erlaubnis der Preisträger: innen zur Berufsausübung durch Nachweis der Berechtigung zur Führung der entsprechenden Berufsbezeichnungen. Es gelten die gesetzlichen zwingenden und fakultativen Ausschlussgründe gemäß §§ 123 bis 126 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung (GWB). Im nachgeschalteten Verhandlungserfahren muss eine Erklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß §§ 123, 124 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung (GWB) oder – bei Vorliegen eines oder mehrerer Ausschlussgründe – Erklärung zur Selbstreinigung im Sinne des § 125 GWB abgegeben werden.

5. Los

5.1.
Los: LOT-0001
Titel: Neubau ener Kinder- und Jugendbegegnungsstätte Haus Europa des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
Beschreibung: Zur Bewerbung auf die Teilnahme am Wettbewerb werden Architekt:innen als Generalplanende aufgefordert. Hierfür sind Eignungskriterien zu erfüllen (siehe 5.1.9). Ist die Bewerberzahl nach einer objektiven Auswahl entsprechend den Eignungskriterien zu hoch, wird die Auswahl unter den verbleibenden Bewerbern durch Los getroffen (§ 3 (Abs. 3) RPW). Zur Bewerbung ist ein Teilnahmebogen bereitgestellt, der vollständig ausgefüllt mit den darin geforderten Eigenerklärungen zu den Eignungskriterien und der Angabe zur geforderten Referenz einzureichen ist. Die Eignungskriterien des Teilnahmewettbewerbs sind zusätzlich zu der Bekanntmachung in einer beiliegenden Matrix und im Teilnahmebogen übersichtlich dargestellt. Ein/e Bewerber/ Bewerbergemeinschaft kann sich nur einmal bewerben. Bewirbt sich ein/e Bewerber / Bewerbergemeinschaft mehrfach, werden alle Bewerbungen des Bewerbers / der Bewerbergemeinschaft ausgeschlossen. Eine Mehrfachbewerbung ist auch eine Bewerbung unterschiedlicher Niederlassungen eines Büros. Ein Unterauftragnehmer mit Eignungsleihe kann sich nur an einer Bewerbung beteiligen, eine Mehrfachbeteiligung führt zum Ausschluss aller beteiligten Bewerbungen. Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung. Der Auslober wird unter Würdigung der Empfehlungen mit der ersten Preisträger:in Verhandlungen aufnehmen. Sollten die Verhandlungen mit der ersten Preisträger:in aus wichtigen Gründen scheitern, wird der Auslober mit allen Preisträger:innen ein Verhandlungsverfahren nach VgV (Verordnung über Vergabe öffentlicher Aufträge) durchführen. Die Beauftragung wird an ein Architekturbüro als Generalplanende oder eine Bietergemeinschaft von Architekt:innen als Generalplanende erfolgen. Folgende Leistungen sollen gemäß ABau stufenweise beauftragt werden, sofern eine einwandfreie Ausführung der zu übertragenen Leistungen gewährleistet ist, sonstige wichtige Gründe der Beauftragung nicht entgegenstehen und der Auftragnehmer ein wirtschaftliches Angebot einreicht: Objektplanung Gebäude und Innenräume (§§ 33 ff. HOAI) – Leistungsphase (LPH) 1 bis 2, optional LPH 3 bis 9; Objektplanung Freianlagen (§§ 38 ff. HOAI) – LPH 1 bis 2, optional LPH 3 bis 9; Fachplanung Tragwerksplanung (§§ 49 ff. HOAI) – LPH 1 bis 2, optional LPH 3 bis 6; Fachplanung Technische Ausrüstung (§§ 53 ff. HOAI) – LPH 1 bis 2, optional LPH 3 bis 9; Fachplanung Bauphysik (Anlage 1.2, HOAI); Leistungen des Brandschutzes in Verbindung mit den Vertragsanlagen der Spezifischen Leistungspflichten und Besonderen Leistungen aller Fachdisziplinen und der übergeordneten Generalplanung. Der Auftraggeber beabsichtigt mit Vertragsabschluss die Leistungsphasen 1 und 2 zu beauftragen. Die Beauftragung der jeweils nächsten Leistungsphase kann nur bei Vorliegen der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen erfolgen. Leistungsphasen, die der Auftraggeber nicht mit Vertragsabschluss beauftragt, stehen unter der aufschiebenden Bedingung, dass der Auftraggeber sie nur bei Fortsetzung der Planung und Ausführung der Baumaßnahme abrufen wird. Der Auftraggeber behält sich vor, die Beauftragung auf Teilleistungen einzelner Leistungsstufen oder auf einzelne Abschnitte der Baumaßnahme zu beschränken. Ein Rechtsanspruch auf Beauftragung weiterer Leistungsstufen besteht nicht. Der Vertragsentwurf ist zur Information den Bekanntmachungs- und Wettbewerbsunterlagen beigelegt. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmenden bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (RPW 2013 § 8 Abs. 2). Voraussetzung für die Beauftragung und Umsetzung des jeweiligen Entwurfes ist, dass die Realisierung im Kostenrahmen möglich und die Finanzierung und Wirtschaftlichkeit des Bauvorhabens durch den Auftraggeber gesichert ist. Im Falle einer Nichtbeauftragung sind Aufwendungsersatz-, Schadensersatz- und Entschädigungsansprüche ausgeschlossen. Architekt:innen und Landschaftsarchitekt:innen, die nicht Mitglied der Berliner Architektenkammer sind, werden gemäß § 6 Bau- und Architektenkammergesetz verpflichtet, sich bei Auftragserteilung im Verzeichnis auswärtiger Architekt:innen bzw. Landschaftsarchitekt:innen der Architektenkammer Berlin eintragen zu lassen. Die Baumaßnahme wird gemäß ABau – Allgemeine Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung von Bauaufgaben Berlins – durchgeführt.
Interne Kennung: Haus Europa
5.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
5.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: Schwarzspechtweg 46 – 52
Stadt: Berlin
Postleitzahl: 13505
Land, Gliederung (NUTS): Berlin (DE300)
Land: Deutschland
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
5.1.9.
Eignungskriterien
Quellen der Auswahlkriterien: Bekanntmachung
Kriterium: Eintragung in ein relevantes Berufsregister
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Teilnahmeberechtigt im Wettbewerbsverfahren sind gem. § 4 Abs. 1 RPW 2013 Architekt:innen im Sinne von Ziffer 1 bis 3: 1. Natürliche Personen, die gemäß Rechtsvorschriften ihres Heimatstaates zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt:in berechtigt sind. Ist die Berufsbezeichnung im jeweiligen Heimatstaat nicht gesetzlich geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen als Architekt:in, wer über ein Diplom bzw. Prüfungszeugnis oder einen sonstigen Befähigungsnachweis verfügt , dessen Anerkennung der Richtlinie 2013/55/EU entspricht. 2. Juristische Personen sind teilnahmeberechtigt, wenn der satzungsmäßige Geschäftszweck auf Planungsleistungen ausgerichtet ist , die der Wettbewerbsaufgabe entsprechen. Außerdem müssen die zu benennende bevollmächtigte Vertretung und der/die Verfassende der Wettbewerbsarbeit die fachlichen Anforderungen erfüllen, die an natürliche Personen gestellt werden. 3. Bewerbergemeinschaften sind teilnahmeberechtigt, wenn jedes Mitglied die Teilnahmeberechtigung erfüllt.

Kriterium: Berufliche Risikohaftpflichtversicherung
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Eigenerklärung, dass im Fall einer Angebotsabgabe nach Abschluss des Wettbewerbs eine bestehende Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Bedingungen nachgewiesen wird: MINDESTANFORDERUNG: eine Deckungssumme von mindestens 2,0 Mio. Euro für Personenschäden und mindestens 2,0 Mio. Euro für sonstige Schäden (Sach- und Vermögensschäden) je Schadensereignis, mind. 2-fach maximiert, beauftragte Tätigkeit als Generalplaner ist nachweislich im Deckungsumfang enthalten, die Nachhaftung beträgt mind. 5 Jahre mit Erweiterungsklausel bei unverschuldetem Versäumnis, eine Betriebshaftpflichtversicherung und eine Umweltschadenversicherung sind mit eingeschlossen. Sollte eine Versicherung mit den genannten Anforderungen nicht bestehen, ist zur Angebotsabgabe im anschließenden Verhandlungsverfahren eine Erklärung des Versicherungsunternehmens vorzulegen, mit der er den Abschluss einer der geforderten Haftpflichtleistung im Fall einer Beauftragung zusichert. Jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft hat eine entsprechende Erklärung abzugeben.

Kriterium: Spezifischer Jahresumsatz
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Eigenerklärung über den Nettojahresumsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre (2023, 2024, 2025) für das Leistungsbild Objektplanung gemäß § 34 HOAI 2021 oder vergleichbar. MINDESTANFORDERUNG: Dieser Umsatz muss pro Jahr mind. 160.000,- € netto betragen.

Kriterium: Durchschnittliche jährliche Belegschaft
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Eigenerklärung über die Anzahl der Beschäftigten inkl. Büroinhaber:innen, die über einen Hoch- oder Fachhochschulabschluss (mind. Bachelor (B.A., B.Sc. oder B.Eng.) in Architektur oder Ingenieurwesen oder eine vergleichbare Berufsqualifikation im Leistungsbild Objektplanung gemäß § 34 HOAI 2021 oder vergleichbar verfügen, in den letzten drei Kalenderjahren (2023, 2024, 2025). MINDESTANFORDERUNG: Diese Anzahl muss pro Jahr mindestens 2 betragen.

Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Verpflichtungserklärung: MINDESTANFORDERUNG: Der / die Bewerber:in verpflichtet sich im Fall der Auftragsvergabe folgende Anforderungen an die Generalplanung zu erfüllen. Diese kann im eigenen Büro oder durch Eignungsleihe eines Nachunternehmers erfolgen. Der Nachweis ist von den Preisträger:innen im nachgeschalteten VgV-Verfahren zu erbringen. ● Projektleitung Generalplanung: Architekt*in /Ingenieur*in, mind. 7 Jahre Berufserfahrung, mind. Nachweis eines Projekts mit mind. 3,0 Mio. € Bauwerkskosten brutto ● Stellvertretende Projektleitung Generalplanung: Architekt*in / Ingenieur*in, mind. 5 Jahre Berufserfahrung, mind. Nachweis eines Projekts mit mind. 3,0 Mio. € Bauwerkskosten brutto ● Oberleitung Generalplanung: Architekt*in / Ingenieur*in, mind. 5 Jahre Bauleitungserfahrung, mind. Nachweis eines Projekts mit mind. 3,0 Mio. € Bauwerkskosten brutto. Die Oberleitung kann auch bei entsprechender Eignung von der Projektleitung oder der stellvertr. Projektleitung erbracht werden.

Kriterium: Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: MINDESTANFORDERUNG: Nennung einer Referenz mit folgenden MINDESTANFORDERUNGEN: Die Referenz ist dem/der Bewerber/in eindeutig zuzuordnen und eigenverantwortlich im bewerbenden Büro oder als Verantwortliche/r in Projektleitungsposition für ein anderes Büro erbracht worden. Wurde die Referenz für ein anderes Büro als Verantwortliche/r in Projektleitungsposition erbracht, ist der Name des anderen / beauftragten Büros anzugeben (die Ausloberin behält sich vor, die eingereichte Referenz zu verifizieren). Es wurden mindestens die Leistungsphasen 2 - 8 gemäß HOAI § 34 oder vergleichbar und mindestens Honorarzone III oder vergleichbar beauftragt. Es handelt sich um einen realisierten 100%igen eigenständigen Neubau in Holzbauweise (Konstruktion und Fassade). Bauwerkskosten der Referenz nach DIN 276, KG 300+400 von mind. 3,0 Mio. € brutto. Die Leistungen der LP 8 sind abgeschlossen, die Fertigstellung des Gebäudes (Übergabe an den Bauherren) war im Zeitraum vom 01.08.2016 bis 31.07.2026.
5.1.10.
Zuschlagskriterien
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Zuschlagskriterium im anschließenden Verhandlungsverfahren
Beschreibung: Wettbewerbsergebnis: 1. Preis: 250 Punkte | 2. Preis: 150 Punkte | 3. Preis: 100 Punkte
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl: 50
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Zuschlagskriterium im anschließenden Verhandlungsverfahren
Beschreibung: Vorgesehenes Schlüsselpersonal
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl: 5
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Zuschlagskriterium im anschließenden Verhandlungsverfahren
Beschreibung: Projektorganisation
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl: 5
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Zuschlagskriterium im anschließenden Verhandlungsverfahren
Beschreibung: Planerische Herangehensweise / Wettbewerbsentwurf / Umsetzungskonzept
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl: 15
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Zuschlagskriterium im anschließenden Verhandlungsverfahren
Beschreibung: Planungs- und Kostenkontrolle zur Einhaltung von Kosten, Terminen
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl: 5
Kriterium:
Art: Preis
Bezeichnung: Zuschlagskriterium im anschließenden Verhandlungsverfahren
Beschreibung: Honorarangebot
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl: 20
5.1.11.
Auftragsunterlagen
Sprachen, in denen die Auftragsunterlagen offiziell verfügbar sind: Deutsch
Sprachen, in denen die Auftragsunterlagen (oder Teile davon) offiziell verfügbar sind: Deutsch
Internetadresse der Auftragsunterlagen: https://ovf.wettbewerbe-aktuell.de/de/wettbewerb-61459
5.1.12.
Bedingungen für die Auftragsvergabe
Wettbewerbsbedingungen:
Die Entscheidung der Jury ist für den Erwerber bindend: ja
Mitglieder der Jury: Fachpreisrichter:innen: Prof. Tobias Wulf / Sven Fröhlich / Marianne Mommsen, Stellvertretende Fachpreisrichterin: Prof. Andrea Klinge, Sachpreisrichter: Max Kindler, Bezirksstadtrat, Abteilung für Jugend, Familie und Gesundheit, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin / Andreas Pietrek, Leiter des Fachbereichs Hochbauservice, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin, Stellvertretende Sachpreisrichterinnen: Kathrin Jannasch, Fachbereichsleiterin Allgemeine Kinder- und Jugendarbeit /Jugendgerichtshilfe, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin / Rebeca Rodriguez, Fachbereich Hochbauservice, Leitung Fachgruppe Planung und Vertragsmanagement, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
Bereits ausgewählte Teilnehmer: Rozynski Sturm Architekten, Kersten Kopp Architekten, Partner und Partner Architektur, Scharabi Architekten
Preis:
Wert des Preises: 19 200,00 EUR
Platzierung des Preisempfängers in der Rangliste: 1
Preis:
Wert des Preises: 12 000,00 EUR
Platzierung des Preisempfängers in der Rangliste: 2
Preis:
Wert des Preises: 7 200,00 EUR
Platzierung des Preisempfängers in der Rangliste: 3
Zusätzliche Informationen: Weiterhin sollen zwei Anerkennungen in Höhe von insgesamt 9.600 € vergeben werden. Die Wettbewerbssumme (§§ 7 und 9 RPW 2013) von insgesamt 48.000 € netto wurde auf der Basis von § 35, § 40 der HOAI und besonderen Leistungen ermittelt. Mit der Zahlung der Preisgelder und Anerkennungen sind sämtliche Ansprüche der Teilnehmenden am Wettbewerb abgegolten. Gegebenenfalls kann sich die Wettbewerbssumme im Rahmen der Abstimmung im Preisrichterkolloquium geringfügig erhöhen. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung der Wettbewerbssumme beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Umsatzsteuer von derzeit 19 % ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmenden bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (§ 8 Abs. 2 RPW 2013).
Jeder Dienstleistungsauftrag im Anschluss an den Wettbewerb wird an einen der Gewinner des Wettbewerbs vergeben
Bedingungen für die Einreichung:
Elektronische Einreichung: Erforderlich
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch
Frist für den Eingang der Teilnahmeanträge: 28/08/2026 15:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Schlichtungsstelle: Vergabekammer des Landes Berlin
Überprüfungsstelle: Vergabekammer des Landes Berlin
Informationen über die Überprüfungsfristen: Die Vergabe von öffentlichen Aufträgen unterliegt der Nachprüfung durch die Vergabekammer (§ 155 GWB). Sie leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein (§ 160 Abs. 1 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist nach § 160 Abs. 3 S. 1 GWB unzulässig, soweit der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber der Auftraggeberin nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat (Nr. 1), Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber der Auftraggeberin gerügt werden (Nr. 2), Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber der Auftraggeberin gerügt werden (Nr. 3) oder mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung der Auftraggeberin, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (Nr. 4). Ein öffentlicher Auftrag ist von Anfang an unwirksam, wenn die öffentliche Auftraggeberin gegen § 134 GWB verstoßen hat oder den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union vergeben hat, ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist, und dieser Verstoß in einem Nachprüfungsverfahren festgestellt worden ist (§ 135 Abs. 1 GWB). Die Unwirksamkeit kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch die öffentliche Auftraggeberin über den Abschluss des Vertrags, jedoch nicht später als sechs Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist (§ 135 Abs. 2 S. 1 GWB). Hat die öffentliche Auftraggeberin die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union (§ 135 Abs. 2 S. 2 GWB).
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt: Wettbewerbe aktuell
Organisation, die weitere Informationen für die Nachprüfungsverfahren bereitstellt: Vergabekammer des Landes Berlin

8. Organisationen

8.1.
ORG-0001
Offizielle Bezeichnung: Land Berlin, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
Registrierungsnummer: +4930902982893
Abteilung: Abteilung für Schule, Sport und Facility Management, Serviceeinheit Facility Management, Fachbereich Hochbauservice
Postanschrift: Petersburger Str. 86–90,
Stadt: Berlin
Postleitzahl: 10247
Land, Gliederung (NUTS): Berlin (DE300)
Land: Deutschland
Telefon: +4930902982893
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
8.1.
ORG-0002
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Landes Berlin
Registrierungsnummer: 111300000V0074
Abteilung: Vergabekammer des Landes Berlin
Postanschrift: Martin-Luther-Straße 105
Stadt: Berlin
Postleitzahl: 10825
Land, Gliederung (NUTS): Berlin (DE300)
Land: Deutschland
Telefon: +49 0390138316
Fax: +49 0390137613
Rollen dieser Organisation:
Überprüfungsstelle
Organisation, die weitere Informationen für die Nachprüfungsverfahren bereitstellt
Schlichtungsstelle
8.1.
ORG-0003
Offizielle Bezeichnung: Wettbewerbe aktuell
Registrierungsnummer: DE142115269
Abteilung: online Wettbewerbsbetreuung
Stadt: Freiburg
Postleitzahl: 79100
Land, Gliederung (NUTS): Freiburg im Breisgau, Stadtkreis (DE131)
Land: Deutschland
Rollen dieser Organisation:
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt
8.1.
ORG-0000
Offizielle Bezeichnung: Publications Office of the European Union
Registrierungsnummer: PUBL
Stadt: Luxembourg
Postleitzahl: 2417
Land, Gliederung (NUTS): Luxembourg (LU000)
Land: Luxemburg
Telefon: +352 29291
Internetadresse: https://op.europa.eu
Rollen dieser Organisation:
TED eSender

Informationen zur Bekanntmachung

Kennung/Fassung der Bekanntmachung: 3a8a5faa-9dea-4c70-8a2a-8f414a9b8326 - 01
Formulartyp: Wettbewerb
Art der Bekanntmachung: Wettbewerbsbekanntmachung
Unterart der Bekanntmachung: 23
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 24/07/2026 09:53:23 (UTC+00:00) Westeuropäische Zeit, GMT
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung: 515800-2026
ABl. S – Nummer der Ausgabe: 142/2026
Datum der Veröffentlichung: 27/07/2026