5.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Lieferleistungen
Haupteinstufung (cpv): 35000000 Ausrüstung für Sicherheitszwecke, Brandbekämpfung, Polizei und Verteidigung
Zusätzliche Einstufung (cpv): 35125000 Überwachungssysteme, 35125300 Sicherheitskameras, 38651600 Digitalkameras, 72222200 Planung von Informationssystemen oder -technologie
Optionen:
Beschreibung der Optionen: Für die drei Standorte "Altes Stadthaus", "Berliner Rathaus" und "Abgeordnetenhaus" sollen folgende Optionen angeboten werden: 1. KI-Funktion, Datenschutz, Penetrationstests, Audits ... gemäß Leistungsverzeichnis und Bewertungsmatrix" 2. Arbeitsplatz Operator gemäß Leistungsverzeichnis und Bewertungsmatrix" Weitere Optionen sind: 1. Drohnenmodul gemäß Leistungsverzeichnis Pkt. 4.3.1 und Bewertungsmatrix 2. Schulung für die barrierefreie Nutzung gemäß Leistungsbeschreibung Pkt. 7 und Bewertungsmatrix 3. Anwender Auffrischungsbeschulungen bei relevanten Updates oder Funktionsänderungen/-anpassungen gemäß Leistungsbeschreibung Pkt. 7 und Bewertungsmatrix
5.1.2.
Erfüllungsort
Stadt: Berlin
Postleitzahl: 12101
Land, Gliederung (NUTS): Berlin (DE300)
Land: Deutschland
5.1.3.
Geschätzte Dauer
Datum des Beginns: 07/09/2026
Enddatum der Laufzeit: 31/10/2027
5.1.5.
Wert
Geschätzter Wert ohne MwSt.: 2 058 823,53 EUR
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Vorbehaltene Teilnahme:
Teilnahme ist nicht vorbehalten.
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: ja
Diese Auftragsvergabe ist auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet: ja
Zusätzliche Informationen: #Besonders auch geeignet für:other-sme#
5.1.7.
Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Keine strategische Beschaffung
5.1.9.
Eignungskriterien
Quellen der Auswahlkriterien: Bekanntmachung, Auftragsunterlagen
Kriterium: Eintragung in das Handelsregister
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Kriterium: Der Bewerber ist berechtigt, Leistungen in den Bereichen Systemintegration, IT-Dienstleistungen, Hardwarelieferung, Softwarebereitstellung und Inbetriebnahme zu erbringen. Nachweis: • Aktueller Auszug aus dem Handelsregister oder • Gewerbeanmeldung oder • Gleichwertiger Nachweis des Staates, in dem das Unternehmen niedergelassen ist
Kriterium: Berufliche Risikohaftpflichtversicherung
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Kriterium: Der Bewerber verfügt über eine Betriebshaftpflichtversicherung, die Risiken aus der Lieferung des Gesamtsystems (Hard- und Software), der Installation und Integration in die Betriebsumgebung und Systembetriebsrisiken abdeckt. Mindestdeckungssummen: • Vermögensschäden: 1 Mio. € je Schadensfall • Sach- und Personenschäden: 2 Mio. € je Schadensfall • Produkthaftung / Produktschäden: 1 Mio. € je Schadenfall Nachweis: • Versicherungsbestätigung oder • Bestätigung der Versicherung, dass im Auftragsfall eine Versicherung zu den o. g. Bedingungen abgeschlossen bzw. angepasst wird
Kriterium: Durchschnittlicher Jahresumsatz
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Kriterium: Der Bewerber muss die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit für die Umsetzung des Projektes (Gesamtsystem) nachweisen. Minimale Anforderung: In den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren wurde ein durchschnittlicher Jahresumsatz von mindestens 500.000 € im relevanten Bereich: • Lieferung von technischen Systemen • Software-/Hardware-Kombinationen • Installation & Inbetriebnahme • Systemintegration / IT-Systemtechnik erwirtschaftet. Nachweis: Eigenerklärung mit Angabe des Gesamtumsatzes sowie des projektbezogenen Umsatzes der letzten drei Geschäftsjahre
Kriterium: Referenzen zu bestimmten Arbeiten
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Der Bewerber muss über Erfahrung in der Entwicklung, Bereitstellung oder Einführung von Lösungen vergleichbarer Art verfügen (siehe hierzu auch die Vorbemerkung). Minimale Anforderung: Mindestens 2 Referenzen vergleichbarer Systembereitstellungen in den letzten 5 Jahren, die folgende Aspekte umfassen: • Lieferung und Aufbau von Hardware • Installation, Parametrisierung von Video-Management-Systemen, netzwerkbasierten Videokameras und KI-basierter Videoanalyse-Software /KI-Videoanalysemodulen und Test der Software • Integration in bestehende IT- und Netzwerkumgebungen • Inbetriebnahme inkl. Systemtests • laufende Wartung / Service vergleichbar hinsichtlich Umfang, Technologie oder Leistungsgegenstand Nachweis: Für jede Referenz: • kurze Projektbeschreibung • erbrachte Leistungen • Projektvolumen • Zeitraum • Auftraggeber inkl. Kontaktinformation
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen
Gewichtung (Punkte, genau): 40
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Der Bewerber muss über ausreichend qualifiziertes Schlüsselpersonal verfügen, das für die Ausführung des Auftrags in den Bereichen Projektleitung, Systemintegration sowie Service- und Wartungsleistungen eingesetzt werden soll (siehe hierzu auch die Vorbemerkung). Die Qualifikation des Schlüsselpersonals muss sicherstellen, dass die Leistungen des Gesamtsystems (Lieferung, Installation, Integration, Inbetriebnahme und technischer Betrieb) ordnungsgemäß erbracht werden können. Minimale Anforderung an das Projektteam: 4.2.1 Projektleitung • mindestens 3 Jahre Berufserfahrung in IT- oder Systemintegrationsprojekten vergleichbarer Art • Erfahrung in Planung, Steuerung und Qualitätssicherung technischer Projekte • wünschenswert (aber nicht zwingend): Methodenkenntnisse wie PRINCE2, PMI, IPMA oder Scrum • Kenntnisse in Datenschutz & IT-Sicherheit 4.2.2 Systemintegrationsspezialisten (Hardware/Software) • nachgewiesene Erfahrung in Installation, Konfiguration und Integration von IT-Systemen mit Bezug zu Video-Management-Systemen, netzwerkbasierten Videokameras und KI-basierter Videoanalyse-Software /KI-Videoanalysemodulen • Kenntnisse in Netzwerktechnik, Schnittstellenanbindung (APIs) und Systemtests • Erfahrung in der Durchführung von Abnahme- und Inbetriebnahme-Prozessen 4.2.3 Service- und Wartungspersonal • relevante technische Qualifikation im Bereich Wartung und technischem Betrieb • Erfahrung im Störungs- und Incident-Management • Kenntnisse im Umgang mit Monitoring-, Diagnose- oder Ticketsystemen Nachweis: Für jede benannte Schlüsselperson ist ein Kurzprofil einzureichen, das folgende Angaben enthält: • Ausbildung / Qualifikation • Berufserfahrung • technische Kompetenzen • relevante Projekt- oder Einsatzerfahrungen
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen
Gewichtung (Punkte, genau): 40
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Kriterium: Der Bewerber verfügt über ein dokumentiertes Qualitätsmanagementsystem. Nachweis (alternativ): • Zertifikat nach ISO 9001 oder • Gleichwertige Zertifizierung
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Kriterium: Der Bewerber verfügt über Prozesse zur Gewährleistung der Informationssicherheit. Nachweis (alternativ): • ISO 27001-Zertifikat oder • BSI-Grundschutz-Zertifikat
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Kriterium: Der Bewerber verfügt über ein strukturiertes IT-Service-Managementsystem für Betrieb, Support und Störungsbearbeitung. Nachweis (alternativ): • ISO/IEC 20000 oder • gleichwertige Norm oder • Eigenerklärung mit dokumentierten Prozessen zu: o Incident-Management o Problem-Management o Change- und Release-Management o Service-Level-Steuerung o Konfigurationsmanagement o Ersatzteil-/Austauschprozesse
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen
Gewichtung (Punkte, genau): 10
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Kriterium: Der Bewerber verfügt über ein dokumentiertes Risikomanagement einschließlich: • Risikoidentifikation • Risikoanalyse • Maßnahmenplanung • Überwachung (Monitoring) • Notfall-/Ausfallplanung • Umgang mit Hardware-/Software-Ausfällen Nachweis (alternativ): • ISO 31000 • gleichwertige Norm • Eigenerklärung mit Darstellung des Risikomanagementprozesses
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen
Gewichtung (Punkte, genau): 10
Kriterium: Techniker oder technische Stellen zur Durchführung der Arbeiten
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Kriterium: Für die erfolgreiche Einführung des Gesamtsystems muss der Bewerber über Erfahrungen in der Integration von Systemen in besonders schützenswerte Netzwerke -/umgebungen von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben bzw. von Betreibern kritischer Infrastrukturen verfügen. Minimale Anforderung: Der Bewerber hat bereits Softwarelösungen in bestehende IT-Infrastrukturen integriert (z. B. Schnittstellen, APIs, Datenmigration) und verfügt über Erfahrung in: • Verkabelung, Montage, Setup • Netzwerk-/Systemintegration • Videokamerainstallationen & -konfigurationen (Codecs, Verschlüsselung von Strömen, …) • Konfiguration & Parametrisierung von Video-Management-Systemen, KI-Analysemodulen etc. (siehe hierzu auch die Vorbemerkung) • Abnahmetests (SAT) • Übergabe an Betrieb Nachweis: Beschreibung in Form einer Eigenerklärung oder anhand der Referenzen
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen
Gewichtung (Punkte, genau): 10
Kriterium: Techniker oder technische Stellen zur Durchführung der Arbeiten
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Kriterium: Der Bewerber ist in der Lage, ein betriebssicheres Gesamtsystem über definierte Wartungs- und Supportprozesse zu betreuen. Nachweis: • Beschreibung der Serviceorganisation • SLA-Prozesse für Management Services • Ersatzteillogistik • Störungsmanagement
Informationen über die zweite Phase eines zweiphasigen Verfahrens:
Mindestzahl der zur zweiten Phase des Verfahrens einzuladenden Bewerber: 3
Höchstzahl der zur zweiten Phase des Verfahrens einzuladenden Bewerber: 5
Das Verfahren wird in mehreren aufeinanderfolgenden Phasen durchgeführt. In jeder Phase können einige Teilnehmer ausgeschlossen werden
Der Erwerber behält sich das Recht vor, den Auftrag aufgrund der ursprünglichen Angebote ohne weitere Verhandlungen zu vergeben
5.1.10.
Zuschlagskriterien
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Qualität
Beschreibung: Der Zuschlag erfolgt mit folgender Gewichtung und Berechnungsmethode: 85% der Gesamtpunktzahl (maximal 1000 Punkte) werden als Wertungspunkte anhand der Bewertungsmatrix vergeben 15% der Gesamtpunktzahl (maximal 176,47 Punkte) werden als Preispunkte anhand des Angebotspreises vergeben. Im Bereich der Qualität werden die einzelnen Punkte in A- und B-Kriterien unterteilt. A-Kriterien sind zwingend zu erfüllen. Jedes nicht erfüllte A-Kriterium führt automatisch zur Nichtberücksichtigung des Angebots. B-Kriterien werden mit Bewertungspunkten bewertet. Eine Besonderheit stellt die Bewertung der Detektionsszenarien (2.2 der Bewertungsmatrix) dar. Die hier erreichte Punktzahl (max. 283 Punkte nach Gewichtung) wird nochmals mit einem Faktor zwischen 0 und 1 multipliziert und fließt mit diesem Teilergebnis in die Berechnung der Gesamtpunktzahl ein. Die maximale Gesamtpunktzahl über alle bewerteten Kriterien beträgt 1.000 Punkte. Die Summe der erreichten Wertungspunkte und der erreichten Preispunkte ergibt die Gesamtpunktzahl. Der Anbieter mit der höchsten Gesamtpunktzahl erhält (vorbehaltlich eines positiven PoC) den Zuschlag.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl: 85,00
Kriterium:
Art: Preis
Bezeichnung: Preis
Beschreibung: Der Zuschlag erfolgt mit folgender Gewichtung und Berechnungsmethode: 85% der Gesamtpunktzahl (maximal 1000 Punkte) werden als Wertungspunkte anhand der Bewertungsmatrix vergeben 15% der Gesamtpunktzahl (maximal 176,47 Punkte) werden als Preispunkte anhand des Angebotspreises vergeben. Die Angebotspreise (P) entsprechen dem Endbetrag im Preisblatt und werden mittels folgender Formel in Preispunkte umgerechnet: Der niedrigste Angebotspreis (Pmin) erhält die volle Anzahl von 176,47 Preispunkten (Pkt.max). Angebotspreise, die Pmin um das Zweifache übersteigen, erhalten 0 Preispunkte. Dazwischen erfolgt die Ermittlung der Preispunkte durch lineare Interpolation. (kaufmännisch auf die zweite Stelle hinter dem Komma gerundet). Preispunkte=((2*Pmin-P)/Pmin)*Pkt.max Die Summe der erreichten Wertungspunkte und der erreichten Preispunkte ergibt die Gesamtpunktzahl. Der Anbieter mit der höchsten Gesamtpunktzahl erhält (vorbehaltlich eines positiven PoC) den Zuschlag.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl: 15,00
5.1.11.
Auftragsunterlagen
Zugang zu bestimmten Auftragsunterlagen ist beschränkt
Sprachen, in denen die Auftragsunterlagen offiziell verfügbar sind: Deutsch
Ad-hoc-Kommunikationskanal:
5.1.12.
Bedingungen für die Auftragsvergabe
Verfahrensbedingungen:
Voraussichtliches Datum der Absendung der Aufforderungen zur Angebotseinreichung: 26/03/2026
Bedingungen für die Einreichung:
Elektronische Einreichung: Erforderlich
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch
Elektronischer Katalog: Zulässig
Varianten: Nicht zulässig
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen: Nicht zulässig
Frist für den Eingang der Teilnahmeanträge: 16/03/2026 06:00:00 (UTC+01:00) Mitteleuropäische Zeit, Westeuropäische Sommerzeit
Informationen, die nach Ablauf der Einreichungsfrist ergänzt werden können:
Nach Ermessen des Käufers können einige fehlenden Bieterunterlagen nach Fristablauf nachgereicht werden.
Zusätzliche Informationen: Der öffentliche Auftraggeber kann den Bieter unter Einhaltung der Grundsätze der Transparenz und der Gleichbehandlung auffordern, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen, insbesondere Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen oder sonstige Nachweise, nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren, oder fehlende oder unvollständige leistungsbezogene Unterlagen nachzureichen oder zu vervollständigen. Die Nachforderung von leistungsbezogenen Unterlagen, die die Wirtschaftlichkeitsbewertung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien betreffen, ist ausgeschlossen. Dies gilt nicht für Preisangaben, wenn es sich um unwesentliche Einzelpositionen handelt, deren Einzelpreise den Gesamtpreis nicht verändern oder die Wertungsreihenfolge und den Wettbewerb nicht beeinträchtigen.
Auftragsbedingungen:
Die Auftragsausführung muss im Rahmen von Programmen für geschützte Beschäftigungsverhältnisse erfolgen: Nein
Es ist eine Geheimhaltungsvereinbarung erforderlich: ja
Zusätzliche Angaben zur Geheimhaltungsvereinbarung: Mit Einreichung des Teilnahmeantrages ist die Vertrauchlichkeitserklärung ebenfalls ausgefüllt und unterschrieben einzureichen.
Elektronische Rechnungsstellung: Zulässig
Aufträge werden elektronisch erteilt: nein
Zahlungen werden elektronisch geleistet: ja
5.1.15.
Techniken
Rahmenvereinbarung:
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem:
Kein dynamisches Beschaffungssystem
Elektronische Auktion: nein
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Vergabekammer des Landes Berlin
Informationen über die Überprüfungsfristen: Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung oder in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber zu rügen. Im Übrigen sind Verstöße gegen Vergabevorschriften innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen nach Kenntnis gegenüber dem Auftraggeber zu rügen. Ein Nachprüfungsantrag ist innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, bei der zuständigen Vergabekammer zu stellen (§ 160 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)). Die o. a. Fristen gelten nicht, wenn der Auftraggeber gemäß § 135 Absatz 1 Nr. 2 GWB den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union vergeben hat, ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist. Setzt sich ein Auftraggeber über die Unwirksamkeit eines geschlossenen Vertrages hinweg, in dem er die Informations- und Wartepflicht missachtet (§ 134 GWB) oder ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union vergeben hat, ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist, kann die Unwirksamkeit nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekanntgemacht, endet die Frist 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union (§ 135 GWB).