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Erneuerung der Abgasreinigungsanlagen mit Anpassung der Anlagenprozesssteuerungen der 3 Kremationslinien in Baumschulenweg sowie feuerfestseitige Sanierug der 3 Kremationslinien (2019)

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Bekanntmachung vergebener Aufträge

Ergebnisse des Vergabeverfahrens

Bauauftrag

Legal Basis:

Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Land Berlin in Gestalt des Landesbetriebs Krematorium Berlin (nichtrechtsfähige Anstalt des Landes Berlin)
Südostallee 55
Berlin
12437
Deutschland
Kontaktstelle(n): Herr Kay-Oliver Krischke
E-Mail:
NUTS-Code: DE3

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: https://www.krematorium-berlin.de

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Landesbetrieb (nichtrechtsfähige Anstalt des Landes Berlin)
I.5)Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Kremation/Feuerbestattung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Erneuerung der Abgasreinigungsanlagen mit Anpassung der Anlagenprozesssteuerungen der 3 Kremationslinien in Baumschulenweg sowie feuerfestseitige Sanierug der 3 Kremationslinien (2019)

II.1.2)CPV-Code Hauptteil
45215300
II.1.3)Art des Auftrags
Bauauftrag
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Die in einem hierfür bestimmten Gebäudeteil befindlichen Abgasreinigungsanlagen der 3 Kremationslinien des Krematoriums Baumschulenweg (jeweils bestehend aus: (Etagen-)Ofen, Abgasanlage und Anlagenprozesssteuerung) sollen erneuert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Erneuert werden sollen insbesondere Abgasfilter, Abgaskühler, Sorbensanlage und Sorbensdosierung. Ferner soll die Abwärme der Kremationslinien an die Kältegewinnung der Absorptionskälteanlage angepasst werden. Des Weiteren soll der derzeitige gemeinsame Kühlkreislauf der 3 Kremationslinien so umgestaltet werden, dass jede Kremationslinie einen separaten Kühlkreis hat.

II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7)Gesamtwert der Beschaffung (ohne MwSt.)
Wert ohne MwSt.: 2 187 000.00 EUR
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE3
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Die in einem hierfür bestimmten Gebäudeteil befindlichen Abgasreinigungsanlagen der 3 Kremationslinien des Krematoriums Baumschulenweg (jeweils bestehend aus: (Etagen-)Ofen, Abgasanlage und Anlagenprozesssteuerung) sollen erneuert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Erneuert werden sollen insbesondere Abgasfilter, Abgaskühler, Sorbensanlage und Sorbensdosierung. Ferner soll die Abwärme der Kremationslinien an die Kältegewinnung der Absorptionskälteanlage angepasst werden. Des Weiteren soll der derzeitige gemeinsame Kühlkreislauf der 3 Kremationslinien so umgestaltet werden, dass jede Kremationslinie einen separaten Kühlkreis hat. Bei der Umsetzung dessen ist zwischen der Kremationslinie 3 einerseits und den Kremationslinien 1 und 2 andererseits zu unterscheiden und wie folgt vorzugehen:

- Die Anlagenprozesssteuerung der Kremationslinie 3 kann aus technischen Gründen nicht erweitert werden und ist daher komplett zu erneuern inklusive des Einbaus der neuen Kühlkreiskomponenten,

- Demgegenüber (können und) sollen die vorhandenen Hardwarekomponenten der Anlagenprozesssteuerungen der Kremationslinien 1 und 2 weiter genutzt werden und sind diese lediglich um

Die notwendigen Baugruppen für die Steuerung und Regelung der Kühlkreise dieser Kremationslinien/Öfen zu erweitern,

- Aus Gründen der Vereinheitlichung ist bei der Anlagenprozesssteuerung jeder Kremationslinie dieselbe Software einzusetzen.

Im Übrigen ist Ofen 3 feuerfestseitig komplett zu erneuern. Die Öfen 1 und 2 sind entsprechend den Möglichkeiten der neu installierten Anlagenprozesssteuerung zu ertüchtigen (Verbrennungsluftregelung).

Mit der angestrebten Erneuerung soll der Betrieb der Kremationslinien insgesamt wirtschaftlicher und umweltfreundlicher werden. Die Erneuerung soll so schnell wie möglich, spätestens jedoch Mitte März 2020 abgeschlossen sein.

Des Weiteren muss jede erneuerte Kremationslinie die Vorgaben der Verordnung über Anlagen zur Feuerbestattung - 27. BImSchV (Anforderungen an die zulässigen Emissionen) einhalten. Danach sind beispielsweise die Emissionen im Sekundentakt zu erfassen und aufzuzeichnen, so dass sie durch das Umweltamt ausgewertet werden können. Die Messwerterfassung darf nur durch zugelassene Fachfirmen geprüft und kalibriert werden.

Mit der angestrebten Erneuerung der Abgasreinigungsanlage sollen auch folgende qualitative Ziele in Bezug auf den Betrieb/die Betreuung der Kremationslinien erreicht werden:

- Langlebigkeit der Gesamtanlage inklusive ihrer (bisherigen) Funktionen,

- ständige Verfügbarkeit/Nutzbarkeit der Gesamtanlage,

- Möglichkeit der einfachen und schnellen Funktionsprüfung,

- genaueste Kalibrierung der Anlagenteile möglich,

- genaueste Abnahme-/Wiederholungsmessungen der Anlagenteile möglich,

- Möglichkeit zur Wartung mit Zustandsfeststellungen,

- Reparatur-Knowhow,

- Verfügbarkeit anlagenspezifischer Ersatzteilvariationen,

- hohe Ausführungsqualität,

- Terminhaltungen.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Preis
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben
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Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung eines Aufrufs zum Wettbewerb im Amtsblatt der Europäischen Union (für die unten aufgeführten Fälle)
  • Dringende Gründe im Zusammenhang mit für den öffentlichen Auftraggeber unvorhersehbaren Ereignissen, die den strengen Bedingungen der Richtlinie genügen
Erläuterung:

Vorliegend handelt es sich nach Auffassung des Auftraggebers um eine Vergabe unterhalb des maßgeblichen Schwellenwerts, so dass das GWB-Vergaberecht nicht zur Anwendung gelangt.

Nach § 3a Abs. 3 Nr. 2 VOB/A (erster Abschnitt) ist die Freihändige Vergabe zulässig, wenn die Leistung besonders dringlich ist.

Diese Voraussetzung ist erfüllt.

Das Krematorium Berlin hatte sich zur Beschaffung der vorliegend benötigten Leistungen frühstmöglich um öffentliche finanzielle Mittel beworben und dies erfolgreich. Mit Entscheidung Ende Februar 2019 ist eine Zurverfügungstellung der finanziellen Mittel zugesagt worden. Die Zusage steht jedoch unter dem - für das Krematorium Berlin unerwarteten und von ihm nicht beeinflussbaren - Vorbehalt, dass die bereit gestellten finanziellen Mittel innerhalb des (Steuer-)Jahres 2019 ausgegeben werden müssen. Dies bedingt, dass das Bauvorhaben spätestens Mitte März 2020 abgeschlossen wird und die finanziellen Mittel bis Ende März 2020 ausgegeben werden. Um den vorgenannten Vorbehalt einzuhalten, muss die Vergabe der vorliegend benötigten Leistungen so schnell wie möglich, spätestens jedoch im Mai 2019 erfolgen, damit die Leistungen bis Mitte März 2020 vollständig erbracht werden können und nach Ihrer Erbringung die Vergütung hierfür gezahlt wird. Auf Grund des vorstehend beschriebenen engen Zeitfensters für die Vergabe der benötigten Leistungen (spätestens im Mai 2019) ist die Vergabe besonders dringlich und kann dem dringenden Beschaffungsbedarf auch nicht durch eine beschränkte Ausschreibung abgeholfen werden. Zudem kommt als Leistungserbringer nur der Hersteller der Bestandsanlage in Betracht, der diese und die darin verbauten und teilweise von ihm selbst hergestellten Anlagenteile kennt und über die entsprechende Dokumentation verfügt. Nur dieser kann in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit ein Angebot erstellen und vorlegen und nach Auftragsvergabe die benötigten Leistungen bis Mitte März 2020 vollständig erbringen.

IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2019/S 080-191386
IV.2.8)Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9)Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2)Auftragsvergabe
V.2.1)Tag des Vertragsabschlusses:
07/05/2019
V.2.2)Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 1
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 1
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3)Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
IFZW GmbH & Co. KG
Kopernikusstr. 53
Zwickau
08058
Deutschland
E-Mail:
NUTS-Code: DED

Internet-Adresse: http://www.ifzw.de

Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 2 187 000.00 EUR
V.2.5)Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3)Zusätzliche Angaben:

Die vorliegende Bekanntmachung über vergebene Aufträge steht im Zusammenhang mit der am 24.04.2019 im Supplement zum Amtsblatt der EU veröffentlichten Freiwilligen Ex-Ante-Transparenzbekanntmachung Nr. 2019/S 080-191386.

Der Auftraggeber hat entsprechend der Ankündigung in der vorgenannten Freiwilligen Ex-Ante-Transparenzbekanntmachung den Zuschlag nicht vor Ablauf einer Frist von mindestens 10 Kalendertagen, gerechnet ab dem Tag nach der Veröffentlichung der Frewilligen Ex-Ante-Transparenzbekanntmachung, erteilt.

Zu "VI.4.1) Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren”: Da es sich vorliegend nach Auffassung des Auftraggebers um eine Vergabe unterhalb des relevanten Schwellenwerts handelt, wäre demnach ein Nachprüfungsantrag vor der Vergabekammer des Landes Berlin unzulässig. Würde der Auftrag hingegen dem GWB-Vergaberecht unterliegen, was - wie vorstehend beschrieben nach Auffassung des Auftraggebers - nicht der Fall ist, so wäre zuständige Stelle für ein Nachprüfungsverfahren:

Vergabekammer des Landes Berlin bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe:

Martin-Luther-Str. 105

10825 Berlin

Tel.: +49 3090138316

Fax: +49 3090137613

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, V M N (VOB-Stelle)
Fehrbelliner Platz 2
Berlin
10707
Deutschland
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Vorliegend handelt es sich nach der Auffassung des Auftraggebers um eine Vergabe unterhalb der Schwellenwerte. Unterhalb der Schwellenwerte gibt es nach den Kenntnissen des Auftraggebers keine Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen.

Für die Vergabe eines Auftrags oberhalb der Schwellenwerte - die vorliegend nach Auffassung des Auftraggebers nicht gegeben ist - gilt für die Vergabe eines Auftrags im Anschluss an eine Freiwillige-Ex-Ante-Transparenzbekanntmachung nach § 135 Abs. 3 GWB und dort im Hinblick auf relevante Fristen nach Nr. 3 Folgendes:

"(3) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 Nummer 2 tritt nicht ein, wenn:

1) der öffentliche Auftraggeber der Ansicht ist, dass die Auftragsvergabe ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zulässig ist,

2) der öffentliche Auftraggeber eine Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht hat, mit der er die Absicht bekundet, den Vertrag abzuschließen, und

3) der Vertrag nicht vor Ablauf einer Frist von mindestens 10 Kalendertagen, gerechnet ab dem Tag nach der

Veröffentlichung dieser Bekanntmachung, abgeschlossen wurde.

Die Bekanntmachung nach Satz 1 Nummer 2 muss den Namen und die Kontaktdaten des öffentlichen Auftraggebers, die Beschreibung des Vertragsgegenstands, die Begründung der Entscheidung des Auftraggebers, den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zu vergeben, und den Namen und die Kontaktdaten des Unternehmens, das den Zuschlag erhalten soll, umfassen.”

Ferner gilt für die Vergabe eines Auftrags oberhalb der Schwellenwerte - die vorliegend nach Auffassung des Auftraggebers nicht gegeben ist - nach § 135 Abs. 1 und - hinsichtlich der Fristen insbesondere nach - Abs. 2 GWB Folgendes:

"1) Ein öffentlicher Auftrag ist von Anfang an unwirksam, wenn der öffentliche Auftraggeber

1) gegen § 134 verstoßen hat oder

2) den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union vergeben hat, ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist, und dieser Verstoß in einem Nachprüfungsverfahren festgestellt worden ist.

(2) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union."

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
07/06/2019
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