Anwendungssoftware Schwerbehindertenrecht Referenznummer der Bekanntmachung: DP-2018000034

Auftragsbekanntmachung

Lieferauftrag

Legal Basis:

Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Freie Hansestadt Bremen
Bremen
Deutschland
Kontaktstelle(n): Erich, Jasmin
E-Mail:
NUTS-Code: DE5

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: www.bremen.de

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
Der Auftrag wird von einer zentralen Beschaffungsstelle vergeben
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://fbhh-evergabe.web.hamburg.de/evergabe.Bieter/DownloadTenderFiles.ashx?subProjectId=MkbQacx%2bngU%3d
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://fbhh-evergabe.web.hamburg.de/evergabe.bieter/eva/#/supplierportal/dataport
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde einschließlich regionaler oder lokaler Unterabteilungen
I.5)Haupttätigkeit(en)
Sozialwesen

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Anwendungssoftware Schwerbehindertenrecht

Referenznummer der Bekanntmachung: DP-2018000034
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
48000000
II.1.3)Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Beschaffung einer Anwendungssoftware für das Schwerbehindertenrecht einschließlich Dienstleistungen (Pflege und Schulung)

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
48000000
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE501
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Beschaffung einer Anwendungssoftware für das Schwerbehindertenrecht einschließlich Dienstleistungen (Pflege und Schulung).

Ausgeschrieben wird ein zukunftsfähiges Fachverfahren zur Anerkennung von Schwerbehinderteneigenschaften mit Anbindung an das Dokumentenmanagementsystem der Freien Hansestadt Bremen (VISkompakt).

Da das IT-Fachverfahren ARCUSgraf keine Kompatibilität mit dem zukünftig zwingendermaßen eingesetzten Betriebssystem Windows 10 gewährleisten kann, muss das Fachverfahren modernisiert und durch eine fachlich und technisch ausgereifte Lösung ersetzt werden.

Sollzustand

Die bestehende IT-Anwendung soll vollständig durch eine fachlich und betrieblich ausgereifte Lösung abgelöst und - neben Erfüllung der fachlichen Anforderungen - in die IT-Architektur des AVIB und des Basis-Bremen-Betriebes (Dienstleister hierfür ist Dataport) eingefügt werden.

Der Abschluss der Produktivsetzung inkl. Ablösung des Altverfahrens ist in der letzten Jahreshälfte 2019 vorgesehen. Alle Verfahrensarten des Schwerbehindertenrechts vom Erstfeststellungsverfahren bis zu sozialgerichtlichen Verfahren sollen unterstützt werden. Hierbei muss sowohl die Abbildung komplexer Vorgänge als auch die IT-gestützte Erfüllung laufender Aufgaben (bspw. Ausweiserstellung) möglich sein.

Mehrfachdatenerfassung ist auszuschließen. Alle beteiligten Gruppen arbeiten grundsätzlich auf demselben Datenbestand. Hierbei müssen komplexe Zugriffsregeln unter Beachtung von Zuständigkeiten abbildbar sein.

Der Übertragung von Zahlungsdaten (an die bremische Landeshauptkasse/ SAP-System) sowie der Austausch von Daten mit den Meldebehörden (Adressänderungen usw.) und Gerichten (Fallakte als E-Akte) muss mit dem zentralen Datenbestand der neuen Lösung automatisiert und kontrolliert möglich sein.

Die im Zuge der Aufgabenerledigung anfallenden Dokumente müssen strukturiert abgelegt und recherchiert werden können. Die Erstellung von Bescheiden und anderen Schreiben ist mittels frei definierbarer Textbausteine zu unterstützen. Spezielle IT-Ausstattungen für einzelne Nutzergruppen (wie z. B. für Außengutachter) sind zu vermeiden. Mit der Anwendung soll eine elektronische Aktenführung und -ablage möglich sein. Hierfür muss eine bidirektionale Schnittstelle mit dem DMS des Landes Bremen VIS zur Verfügung gestellt werden. Die derzeit noch papiergeführten Akten sollen im Rahmen eines praktikablen Vorgehens (z. B. bei Neubearbeitung eines Falles) zukünftig in die elektronische Akte überführt werden.

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Die neue Fachanwendung muss zudem kompatibel für die Erstellung des Schwerbehinderten-Ausweises in Checkkartenformat sein.

Die Anwendung soll die Online-Antragstellung und -bearbeitung über das Internet beinhalten. Hierzu sind zum einen die Service-Portal-Architektur des Landes Bremen zu berücksichtigen, zum anderen minimale Anforderungen an die Ausstattung und an den Unterstützungsbedarf der Anwender vor Ort zu stellen.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Die nachstehenden Kriterien
Qualitätskriterium - Name: Leistung (einfache Richtwertmethode) / Gewichtung: 50
Kostenkriterium - Name: Preis (einfache Richtwertmethode) / Gewichtung: 50
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Laufzeit in Monaten: 48
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

Als fachkundig ist nur derjenige Bieter anzusehen, der über die Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung verfügt, um den zu vergebenden Auftrag ordnungsgemäß durchzuführen.

Ein Bieter gilt in diesem Vergabeverfahren als fachkundig, wenn er aufgrund seiner Geschäftstätigkeit, seiner Historie und seiner Position und seiner strategischen Ausrichtung am Markt keinen Anlass zu Zweifeln gibt, den zu vergebenden Auftrag (bzw. den ihn davon betreffenden Teil) fachgerecht ausführen zu können. Bei Bietergemeinschaften oder privilegierten Unterauftragnehmerschaften gilt der stärkste Einzelnachweis eines an der Bietergemeinschaft beteiligten Unternehmens bzw. eines privilegierten Unterauftragnehmers für die Beurteilung des Angebots in dieser Hinsicht.

Zur Feststellung der Fachkunde werden die Angaben zum Eignungskriterium Unternehmensbeschreibung ausgewertet.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Der Bieter muss über die erforderlichen wirtschaftlichen und finanziellen Kapazitäten für die Ausführung des Auftrags verfügen.

Mit Angebotsabgabe erklärt der Bieter, dass er insoweit über die erforderlichen Kapazitäten verfügt.

Der Auftraggeber und die Vergabestelle behalten sich vor, jederzeit weitere Informationen oder Nachweise von einem Bieter zu verlangen, um seine Angaben überprüfen zu können.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Der Bieter muss über die erforderlichen personellen und technischen Mittel sowie ausreichende Erfahrungen verfügen, um den Auftrag in angemessener Qualität ausführen zu können.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Der Bieter benennt in der Anlage Referenzen mindestens ein vergleichbares Referenzprojekt.

Das Referenzprojekt darf nicht älter als 3 Jahre sein, d. h. die Leistungserbringung darf nicht vor dem 1.11.2015 liegen. Ein früherer Vertragsbeginn ist unschädlich, sofern die Leistung innerhalb des Zeitraums vom 1.11.2015 und 31.10.2018 erbracht wurde.

Mindestens eine Referenz muss Erfahrungen im Betrieb der Fachsoftware in einem Rechenzentrum beinhalten welches dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Zudem ist jedes Leistungsbestandteil

- Datenmigration,

- Wartung der Fachsoftware,

- Schulung von Mitarbeitern,

- Einführungsprojekt.

Mindestens einmal nachzuweisen. Das kann auch in mehreren vergleichbaren Referenzen erfolgen.

Eine Referenz ist dann mit dem Auftragsgegenstand vergleichbar, wenn sie den sich aus der Leistungsbeschreibung (Teil B der Vergabeunterlagen) ergebenden Rahmenbedingungen (Art der Leistung, Vertragsdauer, technisches Umfeld, Umfang der User etc.) im Wesentlichen entspricht.

Die Bewertung erfolgt in einer Gesamtbetrachtung der eingereichten Referenzen. Die Vergabestelle ermöglicht es dem Bieter, mehrere Referenzen (z. B. 3 vergleichbare Referenzen zur Erfüllung der einzelnen Mindestanforderungen) einzureichen, um die Abdeckung des Auftragsgegenstandes zu erleichtern.

Voraussetzung für die Bewertung einer Referenz ist die Benennung eines Ansprechpartners des Referenzkunden (die Benennung eines Ansprechpartners auf Seiten des Bieters reicht nicht aus). Fehlt diese Angabe, so wird die betreffende Referenz bei der Wertung nicht berücksichtigt. Es wird in diesem Fall auch keine weitere Referenz nachgefordert.

Die Anlage Referenzen ist mit dem Angebot vollständig ausgefüllt (ggf. mehrfach) einzureichen.

Sollten die eingereichten Referenzen nicht den geforderten Mindestwert erreichen, kann eine positive Prognose, dass der Bieter über die erforderliche technische und berufliche Leistungsfähigkeit für die Ausführung des Auftrags verfügt, nicht gestellt werden; das Angebot ist dann zwingend vom Verfahren auszuschließen.

Der Nachweis Anlage Referenzen ist im Falle von Bietergemeinschaften oder privilegierten Unterauftragnehmern für jedes Mitglied bzw. jedes Unternehmen für jede Referenz nur einmal einzureichen.

Ein Bieter gilt nur dann als leistungsfähig in diesem Sinne, wenn er die obigen Mindestkriterien erfüllt. Erfüllt ein Bieter zwar die Voraussetzungen nach vorstehendem Satz, haben der Auftraggeber oder die Vergabestelle aber Kenntnis von Umständen, die der Annahme der Leistungsfähigkeit des Bieters gleichwohl entgegenstehen könnten, so bewertet der Auftraggeber die Leistungsfähigkeit des Bieters abschließend nach allgemeinen Grundsätzen.

Neben den o. a. Unterlagen werten der Auftraggeber und die Vergabestelle für die Feststellung der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit die Anlagen Liste privilegierter Unterauftragnehmer, Erklärung Unterauftragnehmer sowie Erklärung Bietergemeinschaft aus.

III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

Deutsche Sprache bei der Auftragsdurchführung, keine Anwendung der "Technologie von L. Ron Hubbard" bei der Auftragsdurchführung, Erklärungen zu Tariftreue- und Vergabegesetz (TtVG) der Freien Hansestadt Bremen, Erklärung zur Vertraulichkeit bei der Auftragsdurchführung, Überprüfung des bei der Bedarfsstelle eingesetzten Personals nach SÜG.

III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Offenes Verfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 07/01/2019
Ortszeit: 12:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 15/03/2019
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote
Tag: 07/01/2019
Ortszeit: 12:00

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Teststellung

Der Bestbieter wird zu einer verifizierenden Teststellung eingeladen, welche voraussichtlich im Zeitfenster der 5. KW 2019 in Bremen statt findet.

Die Kriterien, die sich aus den Anwendungsfällen ergeben, werden im Rahmen der Teststellung verifiziert. Die Anwendungsfälle, die im Rahmen der Teststellung vorgeführt werden müssen, befinden sich in den Dokumenten B-1_Antragserfassung, B-2_Benutzerverwaltung und B-3_Testfall der Vergabeunterlagen.

Eine vollständige Demonstration der Anwendungsfälle ist obligatorisch. Eine detaillierte Einladung folgt mit Auswertung der Angebote.

Der Auftraggeber stellt die Vergabeunterlagen auf seiner Portalseite (https://fbhh-evergabe.web.hamburg.de/evergabe.bieter/eva/#/supplierportal/dataport) zum Download zur Verfügung. Sollte ein Unternehmen sich zur Teilnahme an dem Vergabeverfahren entscheiden, so hat es sich dazu auf der Portalseite mit seinen Benutzerdaten anzumelden. Sofern für das Unternehmen noch keine Benutzerdaten bestehen sollten, ist dort eine kostenfreie Registrierung möglich. Die weitere Bearbeitung der Vergabeunterlagen erfolgt dann im Bieterassistenten. Nur so ist die Erstellung, Bearbeitung und Abgabe eines Antrages/Angebotes möglich und sicher gestellt, dass vom Auftraggeber ggf. weitere Angaben bzw. Hinweise zum Vergabeverfahren rechtzeitig bekanntgemacht werden können.

Erkennt ein Bewerber Fehler/Unklarheiten/Widersprüche o. ä. in den Vergabeunterlagen, so ist er verpflichtet, darauf in Form von Bieterfragen im Fragen- und Antwortenforum hinzuweisen. Tut er dies trotz Erkennens oder Erkennenmüssens nicht, so gehen daraus resultierende Nachteile zu seinen Lasten.

Fragen und erbetene zusätzliche Auskünfte zu den Vergabeunterlagen sind im Fragen- und Antwortenforum jeweils einzeln einzureichen.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer Bremen
Contrescarpe 72
Bremen
28195
Deutschland
Telefon: +49 42136110333
E-Mail:
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
29/11/2018