Rahmenvertrag bundesweite betriebsärztliche Betreuung

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS)
Verwaltungsgebäude Trimontepark 2/3, Wasserstr. 215
Bochum
44799
Deutschland
E-Mail:
Fax: +49 23430486190
NUTS-Code: DEA51

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: www.kbs.de

I.2)Gemeinsame Beschaffung
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: http://www.kbs.de/DE/00_ueber_uns/23_ausschreibungen/eu-weite_ausschreibungen/InhNav.html
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen an folgende Anschrift:
Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
Dez.IV.2.6, Submissionen, Auftrags- und Abrechnungsfeststellung im Baubereich, Knappschaftstraße 1
Bochum
44799
Deutschland
E-Mail:
NUTS-Code: DEA51

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: http://www.kbs.de

I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Agentur/Amt auf zentral- oder bundesstaatlicher Ebene
I.5)Haupttätigkeit(en)
Gesundheit

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Rahmenvertrag bundesweite betriebsärztliche Betreuung

II.1.2)CPV-Code Hauptteil
85140000
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Gegenstand der Ausschreibung ist die bundesweite betriebsärztliche Betreuung.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
Wert ohne MwSt.: 1 710 000.00 EUR
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE
Hauptort der Ausführung:

bundesweit.

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Die KBS beabsichtigt, die betriebsärztliche Betreuung der an den nachfolgenden Standorten beschäftigten MitarbeiterInnen durch einen externen Dienstleister anhand eines Rahmenvertrages sicherzustellen.

Zurzeit sind in den zu betreuenden Dienststellen ca. 10 000 MitarbeiterInnen beschäftigt.

Der Gesamtumfang der Leistung ist in den nachfolgend genannten Bereichen zu erbringen und wird mit insgesamt ca. 2 000 Einsatzstunden (ohne Saarland) im Jahr kalkuliert.

Anlage 1: Nordrhein-Westfalen - Bereich der Hauptverwaltung,

Anlage 2: Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg,

Anlage 3: Thüringen und Hessen,

Anlage 4: Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern,

Anlage 5: Bayern, Baden-Württemberg,

Anlage 6: Saarland (voraussichtlich ab 8/2018).

Die Ermittlung der Richtwerte für die betriebsnotwendige Einsatzzeit beruht auf der sachgerechten Anwendung der Unfallverhütungsvorschrift "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" (DGUV Vorschrift 2) in Abstimmung mit den von den zuständigen Berufsgenossenschaften erlassenen Verwaltungsvorschriften.

Zu betreuen ist vorwiegend Verwaltungspersonal. In unseren Sozialmedizinischen Dienststellen, die mit gutachterlichen Tätigkeiten für die Sozialversicherung betraut sind, ist auch ärztliches Personal und Personal in medizinischen Berufen zu betreuen.

MitarbeiterInnen im Verwaltungsdienst: Betreuungsgruppe III: lfd. Nr. 1613 - WZ Kode 84.1 Öffentliche Verwaltung.

MitarbeiterInnen in Sozialmedizinischen Dienststellen: Betreuungsgruppe III: lfd. Nr. 1685 - WZ Kode 86.9 Gesundheitswesen.

Der Auftragnehmer übernimmt alle Aufgaben, die sich aus den §§ 3 und 10 des Arbeitssicherheitsgesetzes in Verbindung mit der Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 2 in der bei Bekanntmachung jeweils gültigen Fassung ergeben. Insbesondere ist die arbeits-medizinische Vorsorge in Anlehnung an die berufsgenossenschaftlichen Grundsätze G 37 (Bildschirmtätigkeit), G 42 (Infektionskrankheiten/BioStoffV), G 24 (Haut/GefStoffV) und G 25 (Fahrtätigkeit) in den nach den dort vorgesehenen Untersuchungsrhythmen durchzuführen. Eventuelle Änderungen der gesetzlichen Grundlagen werden Bestandteil des zukünftigen Vertrages, ohne dass es einer besonderen Erklärung hierzu bedarf.

Die KBS stellt dem Auftragnehmer alle für eine ordnungsgemäße Durchführung der Aufgaben nach dem Arbeitssicherheitsgesetz erforderlichen Informationen zur Verfügung. Außerdem werden dem Auftragnehmer nach vorheriger Terminabsprache Betriebsbegehungen und Arbeitsplatzbesichtigungen ermöglicht. Auf Wunsch erfolgt darüber hinaus eine aktive Unterstützung bei der Organisation und Durchführung vor Ort.

Der Auftragnehmer erhält zum Vertragsbeginn die aktuellen Mitarbeiterzahlen. Anhand der aktuellen Zahlen bei Leistungsbeginn wird die voraussichtliche Einsatzzeit ermittelt. Eine Aktualisierung erfolgt zu Beginn eines jeden Vertragsjahres. Diese Unterlagen sowie alle weiteren Informationen in Schriftform sind Eigentum der KBS und sind mit Beendigung des Vertrages unaufgefordert zurückzugeben.

Bei der KBS werden die Tätigkeiten im Rahmen des personalärztlichen Dienstes (Einstellungsuntersuchungen) nicht vom Betriebsarzt bzw. Betriebsärztin sondern durch den Sozialmedizinischen Dienst durchgeführt. Allerdings sind in Einzelfällen gem. § 3 (4) TV DRV KBS Überprüfungen der Arbeitseinsatzfähigkeit durch den Auftragnehmer durchzuführen.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
Wert ohne MwSt.: 1 710 000.00 EUR
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 01/10/2017
Ende: 30/09/2018
Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja
Beschreibung der Verlängerungen:

Eine Vertragsverlängerung über den 30.9.2018 hinaus ist für 5 weitere Jahre möglich.

II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl: 003
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

Im Rahmen der Auswertung des Teilnahmewettbewerbs werden die Angaben der Bewerber in der TW Anlage 2 zu den Profilen der Bewerber/innen und zu den Referenzprojekten des Unternehmens bewertet. Die Höchstpunktzahl beträgt 156 Punkte. Ein Bewerber ist umso besser geeignet, je mehr Punkte er erreicht.

Profile der Bewerber/innen :

Es können maximal 96 Punkte erreicht werden.

Der Auftraggeber erwartet einen Kurzlebenslauf der/des Betriebsärztin- bzw. Betriebsarztes die/der zum Einsatz kommen soll, sowie von der entsprechenden Person im Vertretungsfall. Die Lebensläufe dienen lediglich der Information. Sie fließen nicht in die Bewertung ein.

Bewertet werden:

1.Erfahrung als Betriebsarzt bzw. Betriebsärztin auf dem Gebiet der arbeitsmedizinischen Betreuung/Gesundheitsvorsorge gemäß den gesetzlichen Vorgaben.

Es können pro Region für den Arzt/ Ärztin und den Vertreter bzw. der Vertreterin max. 10 Punkte erreicht werden.

Aktive Tätigkeit mehr als 5 Jahre (5 Punkte), mehr als 3 Jahre (3 Punkte), mehr als 1 Jahr (1 Punkt) und 1 Jahr oder weniger (0 Punkte).

2. Erfahrung auf dem Gebiet der arbeitspsychologischen Betreuung (Psychische Belastung am Arbeitsplatz). Es können max. 3 Pkt. pro Region (bei 6 Regionen) erreicht werden:

Betriebsarzt/-ärztin oder Vertreter/in selbst hat Erfahrung (3 Punkte), Erfahrung im Unternehmen (2 Punkte),

keine Erfahrung (0 Punkte).

3. Erfahrung auf dem Gebiet der Sucht- und Präventionsmedizin.

Es können max. 3 Pkt. pro Region (bei 6 Regionen) erreicht werden.

Betriebsarzt/-ärztin oder Vertreter/in selbst hat Erfahrung (3 Punkte), Erfahrung im Unternehmen

(2 Punkte), keine Erfahrung (0 Punkte).

III. Referenzaufträge des Unternehmens.

Es können für den Referenzzeitraum maximal 60 Punkte erreicht werden. Die Höchstpunktzahl wird erreicht, beim vollständigen Nachweis von 3 Referenzaufträgen aus den letzten 5 Jahren über vergleichbare Aufträge. Die Referenzaufträge müssen hinsichtlich des Auftragsinhaltes und des Auftraggebers vergleichbar sein. Der wesentliche Auftragsinhalt ist der Leistungsbeschreibung unter "Art und Umfang der Leistung" zu entnehmen.

Bei Angabe von weniger als 3 Referenzen reduziert sich die maximal erreichbare Punktzahl entsprechend.

Pro Referenz werden maximal 20 Punkte nach den Kriterien 1. Unternehmensgröße (maximal 9 Punkte), 2. Beschäftigtenstruktur (maximal 2 Punkte) und 3. Betreuungsdauer (maximal 9 Punkte) vergeben.

Referenzen, die älter als 5 Jahre sind (Beendigung vor 2012), finden keine Berücksichtigung und erhalten 0 Punkte.

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

TW Anlage 1 - Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen.

TW Anlage 3 - Eigenerklärung zur Haftpflichtversicherung.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Der Auftragnehmer hat eine Schadenshaftpflichtversicherung mindestens wie folgt abzuschließen:

3 000 000 EUR für Personen- und Sachschäden je Versicherungsfall

(9 000 000 EUR für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres),

1 000 000 EUR für Vermögensschäden

(2 000 000 EUR für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres).

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

TW Anlage 2 - Eigenerklärung zur Feststellung der fachlichen Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:

Die im Auftragsfall einzusetzenden Ärztinnen und Ärzte,

müssen über sämtliche Qualifikationen zur Ausübung der Tätigkeit als Betriebsarzt/ärztin verfügen (Approbation und Facharztausbildung bzw. Zusatzqualifikation)

und die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen.

Arbeitssicherheitsgesetz i. V. m. den Unfallverhütungsvorschriften der DGUV.

III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

Zum Nachweis der Eignung des Bewerbers fordern wir eine aussagekräftige Beschreibung des Dienstleistungsunternehmers. Darunter verstehen wir eine Darstellung des Unternehmensprofils (max. 3 DIN A 4-Seiten), die folgende Angaben enthalten muss: Unternehmensgründung, Unternehmenssitz in Deutschland, Tätigkeitsschwerpunkt des Unternehmens, Gesellschaftsform und Organisationsstruktur, Anzahl Betriebsärztinnen/Betriebsärzte fest angestellt/freiberuflich.

III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 06/07/2017
Ortszeit: 11:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 14/07/2017
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 15/10/2017
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Der Vertrag wird mit dem Bieter geschlossen, der aufgrund des ausgehandelten Auftragsinhalts und der ausgehandelten Auftragsbedingungen im Rahmen der vorgegebenen Zuschlagskriterien und deren Gewichtung die bestmögliche Leistung erwarten lässt. Bei Gleichstand entscheidet das Los.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt
Villemomblerstr. 76
Bonn
53123
Deutschland
Telefon: +49 22894990
E-Mail:
Fax: +49 2289499400

Internet-Adresse:http://www.bundeskartellamt.de

VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Etwaige Verfahrensrügen sind ausdrücklich als solche zu kennzeichnen. Die Vergabestelle weist rein vorsorglich ausdrücklich auf die Rügeobliegenheiten der Bieter sowie die Präklusionsregelungen gemäß § 160 Abs. 3 GWB bzgl. der Behauptung von Verstößen gegen die Bestimmungen über das Vergabeverfahren hin. Ein Antrag auf Nachprüfung ist danach insbesondere unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung der KBS, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Bundesversicherungsamt
Friedrich-Ebert-Allee 38
Bonn
53113
Deutschland
Telefon: +49 2286190
E-Mail:
Fax: +49 2286191870

Internet-Adresse:http://www.bundesversicherungsamt.de

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
16/06/2017