Ingenieurdienstleistungen Aufhebung Bahnübergang (BÜ) Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. und Bau einer Ersatzstr. mit EÜ.

Bekanntmachung vergebener Aufträge

Dienstleistungen

Richtlinie 2004/18/EG

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name, Adressen und Kontaktstelle(n)

Stadt Saarstedt
Steinstraße 22
Kontaktstelle(n): Stadt Saarstedt, Fachbereich 3
Zu Händen von: Herrn Reiner Oppermann
31157 Sarstedt
Deutschland
E-Mail:
Fax: +49 5066-805-70

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse des öffentlichen Auftraggebers: http://www.sarstedt.de/index.phtml

Elektronischer Zugang zu Informationen: http://www.sarstedt.de/Bauen_Umwelt_Verkehr/Ausschreibungen/

I.2)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Lokalbehörde
I.3)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung
I.4)Auftragsvergabe im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber
Der öffentliche Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber: nein

Abschnitt II: Auftragsgegenstand

II.1)Beschreibung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags
Ingenieurdienstleistungen Aufhebung Bahnübergang (BÜ) Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. und Bau einer Ersatzstr. mit EÜ.
II.1.2)Art des Auftrags und Ort der Ausführung, Lieferung bzw. Dienstleistung
Dienstleistungen
Dienstleistungskategorie Nr 12: Architektur, technische Beratung und Planung, integrierte technische Leistungen, Stadt- und Landschaftsplanung, zugehörige wissenschaftliche und technische Beratung, technische Versuche und Analysen
Hauptort der Ausführung, Lieferung oder Dienstleistungserbringung: Stadt Sarstedt.

NUTS-Code DE925

II.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem (DBS)
II.1.4)Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens
Die Stadt Sarstedt liegt südlich von Hannover in Niedersachsen im Landkreis Hildesheim. Die Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße dient der verkehrlichen Anbindung der westlichen Bereiche von Sarstedt mit Kleingärten, Sportanlagen und Gewerbegebieten und dem Ortsteil Ruthe. In der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße quert ein Bahnübergang die DB Strecke 1732 (Hannover - Kassel). Die hohe Frequentierung der DB-Strecke führt zu hohen Schließzeiten des Bahnübergangs und zu verkehrlichen Problemen und teilweise mit Rückstaus bis in die angrenzende Landes-straße 410 Brückenstraße/ Nordring auf der Ostseite.
Vor diesem Hintergrund beabsichtigt die Stadt Sarstedt die Aufhebung des Bahnübergangs, um die Belastungen deutlich zu reduzieren und einen zügigen Verkehrsfluss zu gewährleisten. Hierfür soll eine planfreie Querung als Ersatz für den höhengleichen Bahnübergang hergestellt werden.
Die neue Trasse verschwenkt auf der Westseite des Knotenpunktes mit dem Nordring in südwestliche Richtung. Die neue Querung der Bahnstrecke erfolgt etwa hundert Meter südlich des gegenwärtigen Bahnübergangs in Form einer Straßenunterführung. Anschließend verläuft die Trasse in einem weiten Bogen zurück zur Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße. Ein Gebäude auf der östlichen Seite der Bahn (Einzelhandel) muss abgerissen werden.
Die Länge der neu zu bauenden Straße beträgt etwa 600 m. Sie besteht aus zwei Fahrbahnen mit jeweils 3,5 m Breite.
Die Baumaßnahmen umfassen im Wesentlichen folgende Leistungen:
- Bau eines Trogbauwerks für die Straßenunterführung
Das Bauwerk liegt im Überschwemmungsgebiet. Aufgrund des hohen Grundwasserstand ist das Bauwerk gegen Aufschwimmen zu sichern. Die Hochwassersituation ist bei der Planung zu berücksichtigen
- Bau einer Eisenbahnbrücke einschl. bauzeitlicher Behelfsbrücke für die Straßenunterführung. Die Brücke ist auf einem Teilabschnitt des Trogbauwerks gelagert.
Die Brücke geht später einschl. der Unterbauten (Teilabschnitt des Trogbauwerks) in das Eigentum der DB Netz AG über, weshalb die entsprechenden Vorschriften der Bahn eingehalten werden müssen.
- Bau von Verkehrsanlagen von der bestehenden Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße bis Anschluss an den Nordring auf der Ostseite der DB-Strecke;
- Verlegung von in der Straße liegender Leitungsinfrastruktur;
- Herstellung eines RW-Pumpwerks mit Neubau einer Abwasserleitung;
- Umbau eines Abwasserpumpwerkes und einer Abwasserdruckleitung;
- Verlegung und Anpassung von DB-Infrastruktur.
Die Leistungsphasen 1 und 2 für Verkehrsanlagen, Ingenieurbauwerke (Trog und Brücke) sowie für die Tragwerksplanung sind einschließlich der dazu erforderlichen sonstigen Leistungen abgeschlossen. Das Vorplanungsheft gemäß den Anforderungen der DB-Netz AG liegt vor.
Während der Planungsphase sind regelmäßige Abstimmungsgespräche mit dem Auftraggeber sowie mit anderen am Projekt Beteiligten erforderlich. Derzeit Ist von 6 bis 8 Abstimmungsterminen je Jahr zu rechnen. Die tatsächliche Anzahl kann jedoch nach Planungsphase und Bedarf variieren. Die Anwesenheit des Projektleiters/der Projektleiterin sowie in der Regel weiterer fachlich Beteiligter ist dabei zwingend erforderlich.
Es ist vorgesehen, ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen, das auch die erforderlichen Genehmigungen durch das Eisenbahnbundesamt einschließt. Wegen der Umstellung der Bahnstrecke auf ein neues EstW unterliegt das Projekt einem sehr engen und von der Bahn vorgegebenen Zeitplan.
Mit den weiteren Planungsleistungen muss daher unverzüglich nach Beauftragung begonnen werden. Der Beginn des Planfeststellungsverfahrens ist für 2016 vorgesehen. Das Projekt soll im Jahre 2021 baulich abgeschlossen sein. Das beauftragte Planungsbüro muss daher kurzfristig entsprechende Planungskapazitäten zur Verfügung stellen und freihalten können.
Neben den Planungsleistungen zählt auch die Projektsteuerung zu den vorgesehenen Aufgaben. Die Projektsteuerung muss mindestens das Vorhalten und die Nutzung geeigneter Software zur Zeit-, Kapazitäts- und Kostensteuerung enthalten. Des Weiteren ist ein geeignetes System zum Datenaustausch und -speicherung über eine Internetplattform vorzuhalten und zu verwenden. Diese Plattform ist anderen am Projekt Beteiligten in geeigneter Weise zugänglich zu machen. Die Vor- und Nachbereitung der Abstimmungsgespräche einschließlich der Protokollführung und der Notierung und Nachverfolgung von Aufgaben und Terminen sowie die Kostenverfolgung zählen zu den Aufgaben der Projektsteuerung.
II.1.5)Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)

71320000, 71240000

II.1.6)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen (GPA): nein
II.2)Endgültiger Gesamtauftragswert
II.2.1)Endgültiger Gesamtauftragswert
Wert: 717 619,95 EUR
ohne MwSt

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Verfahrensart
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit einem Aufruf zum Wettbewerb
IV.2)Zuschlagskriterien
IV.2.1)Zuschlagskriterien
das wirtschaftlich günstigste Angebot in Bezug auf
1. Termin- und Planungskonzept. Gewichtung 40
2. Personalqualifikation. Gewichtung 60
IV.2.2)Angaben zur elektronischen Auktion
Eine elektronische Auktion wurde durchgeführt: nein
IV.3)Verwaltungsangaben
IV.3.1)Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber
FB3/642-05
IV.3.2)Frühere Bekanntmachung(en) desselben Auftrags

Auftragsbekanntmachung

Bekanntmachungsnummer im ABl: 2016/S 121-217047 vom 25.6.2016

Abschnitt V: Auftragsvergabe

V.1)Tag der Zuschlagsentscheidung:
V.2)Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 4
V.3)Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde

Bietergemeinschaft grbv/bpr/ops/vös
Expo Plaza 10
30539 Hannoveer
Deutschland

V.4)Angaben zum Auftragswert
Ursprünglich veranschlagter Gesamtauftragswert:
Wert: 717 619,95 EUR
ohne MwSt
Endgültiger Gesamtauftragswert:
Wert: 717 619,95 EUR
ohne MwSt
V.5)Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen
Es können Unteraufträge vergeben werden: ja
Wert oder Anteil des Auftrags, der an Dritte vergeben werden soll:
unbekannt

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird: nein
VI.2)Zusätzliche Angaben:
I.1) Name, Adressen und Kontaktstelle(n):
Offizielle Bezeichnung: Ingenieurdienstleistungen Aufhebung Bahnübergang (BÜ) Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. und Bau einer Ersatzstr. mit EÜ
VI.3)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.3.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Vergabekammer Niedersachsen beim Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Auf der Hude 2 21339 Lüneburg
21339 Lüneburg
Deutschland
E-Mail:
Telefon: +49 4131/15/1334
Internet-Adresse: http://www.mw.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=27364&article_id=93032&_psmand=18
Fax: +49 4131/15/2943

VI.3.2)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Es wird auf §§ 160 ff GWB verwiesen. So ist insbesondere nach § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB ein Nachprüfungsantrag unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Es wird ferner darauf hingewiesen, dass Rügen im Sinne des § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB spätestens innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen nach Erkennen des Verstoßes zu erheben sind.
VI.3.3)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.4)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
7.11.2016