Tetra-Funksystem.

Bekanntmachung vergebener Aufträge - Versorgungssektoren

Richtlinie 2004/17/EG

Abschnitt I: Auftraggeber

I.1)Name, Adressen und Kontaktstelle(n)

Bremer Straßenbahn AG
Flughafendamm 12
Kontaktstelle(n): Bremer Straßenbahn AG
Zu Händen von: Herrn Walter
28199 Bremen
Deutschland
Telefon: +49 421/5596-308
E-Mail:
Fax: +49 421/5596-496

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse des Auftraggebers: http://www.bsag.de

I.2)Haupttätigkeit(en)
Städtische Eisenbahn-, Straßenbahn-, Oberleitungsbus- oder Busdienste
I.3)Auftragsvergabe im Auftrag anderer Auftraggeber
Der Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer Auftraggeber: nein

Abschnitt II: Auftragsgegenstand

II.1)Beschreibung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags
Tetra-Funksystem.
II.1.2)Art des Auftrags und Ort der Ausführung, Lieferung bzw. Dienstleistung
Lieferauftrag
Kauf
Hauptort der Ausführung, Lieferung oder Dienstleistungserbringung: Bremen, Deutschland.

NUTS-Code DE501

II.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem (DBS)
II.1.4)Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens:

Beschaffung eines Tetra-Funksystems und Integration in ein bestehendes ITCS-System (LIO, Hersteller Trapeze) für den Betrieb im ÖPNV. Es ist das Bediengebiet der BSAG abzudecken: Umfang ca. 326 km2, Linienlänge ca. 620 Linien-km, rund 500 mobile Teilnehmer (davon ca. 350 Linienfahrzeuge).

Der Liefer- und Leistungsumfang umfasst im Wesentlichen:
1.) Planung, Lieferung und Aufbau eines Tetra-Funknetzes inkl. Integration und Inbetriebnahme.
Dazu zählen: Infrastruktur, mobile Endgeräte, Anbindung an die bestehende ITCS-Leitstelle sowie
alle erforderlichen Hard- und Softwarekomponenten und Engineering-Leistungen.
2.) Erfüllung der funktionalen Anforderungen der BSAG:
Es ist selbstverständlich, dass mit der Einführung eines neuen Funksystems die aktuell vorhandenen Funktionalitäten des bestehenden Leitsystems mindestens erhalten werden.
3.) Zukunfts- und Investitionssicherheit der neuen Funktechnik:
Es wird eine Nutzungsdauer des neuen Funksystems von 15 Jahren erwartet. Entsprechend ist eine Technologie auszuwählen die innovativ und zukunftssicher ist und von Zulassungsbehörden und Systemherstellern langfristig unterstützt sowie von mehreren Herstellern angeboten wird.
4.) Möglichkeit der Kapazitätserweiterung:
Das Funksystem muss eine Weiterentwicklung der Leistungsmerkmale des Leitsystems und die steigenden Anforderungen an den Fahrgastservice unterstützen.
5.) Verwendung einer bewährten und ausgereiften Technik:
Ständige Verfügbarkeit von Daten- und Sprachkommunikation zu den Fahrzeugen sind für ein Verkehrsunternehmen eine grundlegende Betriebsvoraussetzung. Aus diesem Grunde sollen am Markt erprobte Technologien zum Einsatz kommen.
6.) Risikovermeidung durch sanfte und unterbrechungsfreie Migration im laufenden Betrieb:
Die Einführung eines neuen Funksystems darf nicht zu Unterbrechungen und Einschränkungen in der Versorgungsgüte führen. Eine unterbrechungsfreie Migration zum neuen System muss möglich sein. Es sind stets die Forderungen der BO-Strab und die Qualitätsanforderungen der BSAG zu beachten.
7.) Vereinheitlichung der Funkgerätetypen:
Es sind sowohl digitale Handfunkgeräte als auch digitale und analoge Fahrzeugfunkgeräte, die in die bestehende Fahrzeugtechnik zu integrieren sind, zu liefern.
Die Funkgeräte sollen mit der Errichtung des neuen Funksystems abgelöst werden. Es ergibt sich hier die Möglichkeit einer Vereinheitlichung der aktuellen Typenvielfalt. Die neuen Fahrzeugfunkgeräte müssen mit den Fahrzeugkomponenten IBISplus/GPR und ITT (Hersteller Trapeze) kompatibel sein, alle bisher verfügbaren Funktionalitäten unterstützen und den an das neue Funksystem gestellten, weiteren Anforderungen gerecht werden. Es müssen die Platzverhältnisse im 19" Rack beachtet werden, aus diesem Grund ist vorzugsweise eine kombinierte Funkkassette TETRA/Analogfunk zu liefern.
8.) Beibehaltung der Nahbereichskommunikation und LSA-Ansteuerung (Analogfunk):
Die Nahbereichskommunikation als Mittel zur direkten Gesprächsführung zwischen Fahrzeugen sowie zu vorhandenen analogen Handfunkgeräten von Servicemitarbeitern soll erhalten bleiben.
Dies soll mit neuen datentauglichen Analogfunkgeräten im 2m-Band erfolgen, über die auch die LSA-Ansteuerung erfolgen muss.
9.) Integration an bestehendes ITCS:
Das Tetra-Funksystem muss eine Steuerung und Bedienung sowohl durch das bestehende ITCS (LIO, Hersteller Trapeze) als auch das Vermittlungssystem Parity (Hersteller IMS) gewährleisten, ohne die aktuellen Leistungsmerkmale einzuschränken. Alle notwendigen Leistungen zu den bestehenden Systemen
zählen zum Liefer- und Leistungsumfang.
10.) Managementsystem für Funknetz:
Das neue Funksystem soll über Management-Funktionalitäten verfügen, die es dem Betreiber ermöglichen Konfigurationsaufgaben, Störungsmanagement, Fehleranalyse und Performanceauswertungen remote durchzuführen.
11.) Programmiersoftware für Funkgeräte:
Eine entsprechende Programmierplattform für die Funkgeräte ist Leistungsbestandteil.
12.) Rückbau des vorhandenen Funksystems.
13.) Der Auftraggeber behält sich vor ggf. auch ein Angebot für einen Wartungsvertrag für die Gesamtanlage abzufordern.
II.1.5)Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)

32344250

II.1.6)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen (GPA): ja
II.2)Endgültiger Gesamtauftragswert
II.2.1)Endgültiger Gesamtauftragswert

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Verfahrensart
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit einem Aufruf zum Wettbewerb
IV.2)Zuschlagskriterien
IV.2.1)Zuschlagskriterien
das wirtschaftlich günstigste Angebot
IV.2.2)Angaben zur elektronischen Auktion
Eine elektronische Auktion wird durchgeführt: nein
IV.3)Verwaltungsangaben
IV.3.1)Aktenzeichen beim Auftraggeber:
Tetra-Funksystem
IV.3.2)Frühere Bekanntmachung(en) desselben Auftrags

Auftragsbekanntmachung

Bekanntmachungsnummer im ABl: 2016/S 025-040969 vom 5.2.2016

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
VI.2)Zusätzliche Angaben:
VI.3)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.3.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Vergabekammer Bremen beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Contrescarpe 72
28195 Bremen
Deutschland

Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren

Vergabekammer Bremen beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Contrescarpe 72
28195 Bremen
Deutschland

VI.3.2)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Es gelten die Regelungen der §§ 102 ff. GWB. Auf die Zulässigkeitsvoraussetzungen eines Nachprüfungsantrags zur Vergabekammer gem. § 107 f. GWB
wird hingewiesen, namentlich auf die Regelung des § 107 Abs. 3 GWB, die folgenden Wortlaut hat:
(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit:
1. der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht unverzüglich gerügt hat;
2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur
Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden;
3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder
Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden;
4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
... § 101a Abs.1 Satz 2 bleibt unberührt.
VI.3.3)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

Vergabekammer Bremen beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Contrescarpe 72
28195 Bremen
Deutschland

VI.4)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
9.3.2017