Vergabe einer Konzession für die Sekundär-Luftrettung in Sachsen-Anhalt. Referenznummer der Bekanntmachung: 01-17 Luftrettung

Konzessionsbekanntmachung

Dienstleistungen

Richtlinie 2014/23/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Landesverwaltungsamt, Referat Brand-und Katastrophenschutz, militärische Angelegenheiten, Rettungswesen
Dessauer Str. 70
Halle (Saale)
06118
Deutschland
Kontaktstelle(n): Herr Michael Ludwig
Telefon: +49 345514-2566
E-Mail:
Fax: +49 345514-2422
NUTS-Code: DEE02

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: http://www.landesverwaltungsamt.sachsen-anhalt.de

I.3)Kommunikation
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Bewerbungen oder gegebenenfalls Angebote sind einzureichen an die oben genannten Kontaktstellen
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Öffentliche Sicherheit und Ordnung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Vergabe einer Konzession für die Sekundär-Luftrettung in Sachsen-Anhalt.

Referenznummer der Bekanntmachung: 01-17 Luftrettung
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
60443000
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Erteilung einer Genehmigung für die Durchführung der Sekundär-Luftrettung (qualifizierte Patientenbeförderung im Bundesland Sachsen-Anhalt ).

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEE0
Hauptort der Ausführung:

Sachsen-Anhalt.

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Gegenstand dieses Verfahrens ist die Vergabe einer Konzession vorrangig für die Sekundär-Luftrettung (qualifizierte Patientenbeförderung im Bundesland Sachsen-Anhalt) vom Standort Halle (Saale) oder unmittelbarem Umland. Die qualifizierte Patientenbeförderung ist die medizinisch notwendige Beförderung kranker, verletzter oder hilfebedürftiger Personen, die, ohne Notfallpatient zu sein, während der Beförderung in einem dafür ausgestatteten Rettungsmittel der fachgerechten Betreuung durch qualifiziertes medizinisches Personal bedürfen.

Der Bieter als eigenes Luftfahrtunternehmen mit im Eigentum stehenden Hubschraubern hat einen Hubschrauber 24 Stunden/365 Tage, einen zweiten Hubschrauber von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und einen Hubschrauber als Ersatz bereit zu stellen.

Der Bieter hat die Einsätze direkt mit den Kostenträgern/Selbstzahlern abzurechnen.

Die Konzession wird für den Zeitraum 1.1.2018 bis 31.12.2023 erteilt.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Die Konzession wurde vergeben auf der Grundlage der Kriterien, die in den Ausschreibungsunterlagen, der Aufforderung zur Angebotsabgabe oder zur Verhandlung bzw. in der Beschreibung zum wettbewerblichen Dialog aufgeführt sind
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit der Konzession
Beginn: 01/01/2018
Ende: 31/12/2023
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Die Teilnahmeunterlagen sind im verschlossenen Umschlag unter Angabe der Vergabenummer: "01-17 Luftrettung" wie folgt zu kennzeichnen:

Teilnahmeunterlagen. Bitte nicht öffnen.

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen, Angabe der erforderlichen Informationen und Dokumente:

Mit dem Teilnahmeantrag sind vorzulegen:

- Gewerbeanmeldung und ggf. Gewerbeummeldung in Kopie oder Steuernummer oder vergleichbare Nachweise nach den Rechtsvorschriften des jeweiligen Landes, in dem der Bieter ansässig ist;

- Eigenerklärung darüber, dass sich das Unternehmen nicht in Insolvenz bzw. Liquidation befindet;

- Eigenerklärung darüber, dass der Leistungserbringer nicht wegen illegaler Beschäftigung von Arbeitskräften in den letzten 2 Jahren mit einer Freiheitsstrafe von mehr als 3 Monaten oder einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder

einer Geldbuße von mehr als 2 500 EUR belegt worden ist;

- Vorlage eines gültigen Handels-, Genossenschafts- oder Vereinsregisterauszuges oder vergleichbare Nachweise nach den Rechtsvorschriften des jeweiligen Landes, in dem der Bieter ansässig ist;

- Vorlage einer aktuellen Satzung bei entsprechender Satzungspflicht.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien, Angabe der erforderlichen Informationen und Dokumente:

- Gültiger Nachweis einer ausreichenden Versicherung über die Personen- und Sachschäden;

- gültiger Nachweis von aktuellen Versicherungen des Bewerbers über:

. Totalverlust der einzusetzenden Rettungshubschrauber;

. Unfallversicherung zugunsten des mitfliegenden ärztlichen und nichtärztlichen Personals und der zu befördernden Patienten;

. Drittschäden;

. sonstige Schäden und Regressansprüche.

- Vorlage des aktuellen Nachweises (Bescheid des Finanzamtes), wenn bei dem Unternehmen die Gemeinnützigkeit anerkannt worden ist;

- Benennung der vertretungsberechtigten Person (z. B. Geschäftsführer) und einer für die Luftrettungsstation verantwortlichen Person des Antragstellers;

- Vorlage einer aktuellen Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes;

- Vorlage einer aktuellen Unbedenklichkeitsbescheinigung der zuständigen Stelle über die Entrichtung der Sozialversicherungsbeiträge;

- Nachweis der Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Weiter zur Auflistung der Eignungskriterien:

- Nachweis über die finanzielle Leistungsfähigkeit (z. B. Gewinn- und Verlustrechnung) der letzten 2 Jahre, Eigenkapital;

- Vorlage einer im jeweiligen Verfahrensstadium gültigen Betriebsgenehmigung, dass der Antragsteller selbst ein Luftfahrtunternehmen ist;

- Vorlage einer Erlaubnis, um

a) außerhalb der für Hubschrauber genehmigten Flugplätze zu starten und zu landen und

b) die Sicherheitsmindesthöhe zu unterschreiten.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien, Angabe der erforderlichen Informationen und Dokumente:

- Kurzdarstellung des Unternehmens mit Beschreibung des Leistungsspektrums in frei gewählter Form;

- Eigenerklärung über den Einsatz von Rettungsassistenten/Notfallsanitätern mit Qualifikation als "Helicopter Emergency Medical Services-Crew-Member";

- Eigenerklärung über die Qualifikation für die Notfallrettung und mit anerkannter Intensivtransportfortbildung der einzusetzenden Ärzte;

- Nachweis über die fachliche Eignung der für die Durchführung des Rettungsdienstes Verantwortlichen;

- Nachweis der Zulassung der Hubschrauber gem. VO (EU) 965/2012 der Flugleistungsklasse 1;

- Eigenerklärung, dass die zum Einsatz kommenden Hubschrauber mit 2 Triebwerken ausgestattet sind;

- Eigenerklärung über die Ausstattung der Hubschrauber gem. DIN EN 13718-1 und DIN EN 13718-2;

- Vorlage der Erlaubnisse als Berufshubschrauberführer für 8 Hubschrauberpiloten.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Weiter:

- Eigenerklärung über den Nachweis von mindestens 1 000 Flugstunden sowie mindestens 750 Flugstunden im Luftrettungsdienst/Gelände für Hubschrauberführer;

- Vorlage einer Referenzliste in unmittelbar zurückliegender Zeit über Leistungen, die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind.

Die Liste hat folgende Angaben jeweils zu enthalten:

a) Name und Adresse des Auftraggebers und Benennung eines Ansprechpartners mit Kontaktdaten;

b) Bezeichnung des Referenzprojektes;

c) Leistungszeitraum;

d) Beschreibung der Leistungen. Hieraus muss ersichtlich werden, dass es sich bei dem Referenzprojekt um eine mit den ausgeschriebenen Leistungsanforderungen vergleichbare Leistung handelt;

e) Umfang der Leistungen (Größe, Funktionen, Auftragswert, Personalstärke).

- Angabe der durchschnittlichen Beschäftigtenzahlen für die 3 letzten abgeschlossenen Geschäftsjahre, aufgeschlüsselt nach festen

Mitarbeitern (Vollzeitstellen) sowie nach Tätigkeitsfeld und Qualifikation.

III.1.5)Angaben über vorbehaltene Konzessionen
III.2)Bedingungen für die Konzession
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
III.2.2)Bedingungen für die Konzessionsausführung:

- Erklärung zur Tariftreue und Entgeltgleichheit (§ 10 Abs. 1 und 3 des Landesvergabegesetzes);

- Erklärung zum Nachunternehmereinsatz (§ 13 Abs. 2 und 4 des Landesvergabegesetzes);

- Beachtung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (§ 12 des Landesvergabegesetzes);

- Ergänzende Vertragsbedingungen (zu den §§ 12, 17 und 18 des Landesvergabegesetzes.

III.2.3)Angaben zu den für die Ausführung der Konzession verantwortlichen Mitarbeitern

Abschnitt IV: Verfahren

IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.2)Schlusstermin für die Einreichung der Bewerbungen oder den Eingang der Angebote
Tag: 16/03/2017
Ortszeit: 14:00
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Ergänzung zu Punkt III.1.1):

Der Auftraggeber wird für den Bieter, mit dem der Vertrag geschlossen werden soll, einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister (§ 105 Gewerbeordnung) beim Bundeszentralregister anfordern, um seine Zuverlässigkeit zu überprüfen. Wird eine entsprechende Bescheinigung vom Herkunftsland eines ausländischen Bieters nicht oder nicht in vollem Umfang ausgestellt, kann sie durch eine eidesstattliche oder förmliche Erklärung des ausländischen Bieters ersetzt werden.

Im Rahmen des hier durchgeführten Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb behält sich der Auftraggeber vor, den Zuschlag auf das Erstangebot zu erteilen.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammern des Landes Sachsen-Anhalt
Ernst-Kamieth-Str. 2
Halle (Saale)
06112
Deutschland
Telefon: +49 345/514-1536
Fax: +49 345/514-1115
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Auf die Fristen zur Einlegung einer Rüge gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 1- 3 GWB wird hingewiesen. Insbesondere ist zu beachten, dass ein Nachprüfungsantrag unzulässig ist, wenn mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB).

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
09/02/2017